{"id":27903,"date":"2025-06-29T10:32:26","date_gmt":"2025-06-29T08:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38108-01\/"},"modified":"2025-06-29T10:32:27","modified_gmt":"2025-06-29T08:32:27","slug":"38108-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38108-01\/","title":{"rendered":"Eco+: Auf dem Weg zu positiven Umweltwirkungen von Quartieren"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Forschungsprojekt \u0084ECO+: Auf dem Weg zu positiven Umweltwirkungen von Quartieren\u0093 wurde untersucht, wie nicht nur negative Umweltauswirkungen reduziert werden k\u00f6nnen, sondern wie grundlegend \u00f6kologisch positiv Effekte auf \u00d6kosysteme erzielt werden k\u00f6nnen. Hierzu wurde ein Praxisprojekt in Debring bei Bamberg im Planungsprozess wissenschaftlich begleitet.<\/p>\n<p>Das Hauptziel des Projekts war es, Strategien f\u00fcr das Bauen mit positiven Umweltwirkungen im Rahmen von bezahlbaren Wohnungsneubauten zu entwickeln und anzuwenden. Hierzu wurde an einem Praxisprojekt untersucht, wie Quartiere mit einem ganzheitlichen Ansatz nach sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Gesichtspunkten positiv umgesetzt werden k\u00f6nnen. Untergeordnete Ziele umfassten die Entwicklung von Entwurfsparametern, Planungs- und Umsetzungsstrategien sowie Bewertungsmethoden in den Handlungsfeldern Gesellschaft, Energie, Material, Gr\u00fcn, Wasser und Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf der Grundlage des Research-by-Design-Ansatzes wurden in der Design-Phase verschiedene Entwurfsvarianten f\u00fcr das Grundst\u00fcck innerhalb der \u00f6rtlichen Grenzen entwickelt. Der Entwurfsprozess ber\u00fccksichtigte die Planungsrichtlinien, die im Pre-Design festgelegt wurden, um einen integralen und ganzheitlichen Entwurfsansatz f\u00fcr positive Entwicklungen in der Nachbarschaft zu initiieren.<\/p>\n<p>Die entwickelten architektonischen Entw\u00fcrfe wurden im n\u00e4chsten Schritt lebenszyklusbasiert und im Hinblick auf die ECO+ Handlungsfelder analysiert und hinsichtlich ihres Ressourceneinsatzes, Energiebedarfs und Umweltwirkungen gegen\u00fcbergestellt. Die Entw\u00fcrfe wurden anhand einzelner Kriterien sowie anhand einer multikriteriellen Entscheidungsanalyse verglichen und mittels parametrischen thermischen Simulationen optimiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt ECO+ zeigt, dass positives Bauen machbar ist, jedoch ein Umdenken und angepasste Planungsans\u00e4tze erfordert. Iterative und integrierte Planungsans\u00e4tze sind notwendig, um die Komplexit\u00e4t und Anforderungen an Bauprojekte zu bew\u00e4ltigen. Fr\u00fchzeitige Gespr\u00e4che mit der Gemeinde und die Einbindung aller Beteiligten sind entscheidend. Zur Schaffung von sozialem Mehrwert und nachhaltigem Lebensraum m\u00fcssen verschiedene Kriterien in den Bereichen Energie, Material, Wasser und Gr\u00fcn beachtet werden. Die Materialien sollten schadstofffrei und kreislauff\u00e4hig sein, und ein hoher Anteil an nachwachsenden Rohstoffen ist anzustreben. Eine vollst\u00e4ndig erneuerbare Energieversorgung, effiziente Nutzung und Wiederverwendung von Wasserressourcen sowie die Integration blauer und gr\u00fcner Infrastruktur von Beginn an sind essenziell. Die Entwicklung eines nachhaltigen Mobilit\u00e4tskonzepts ist elementarer Baustein im Hinblick auf Erreichen positiver Umweltwirkungen. <\/p>\n<p>Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung konkreter Umsetzungsstrategien f\u00fcr positives Bauen in den Handlungsfeldern Gesellschaft, Energie, Material, Gr\u00fcn, Wasser und Mobilit\u00e4t f\u00fcr unterschiedliche Planungsphasen. Es wurden drei Dokumente f\u00fcr die weitere Anwendung von ECO+ entwickelt, welche als Grundlage f\u00fcr die praktische Umsetzung von ECO+ dienen und zur nachhaltigen Transformation des Bauwesens beitragen k\u00f6nnen:<br \/>\n\u0095 ECO+ Entwurfswerkzeug<br \/>\n\u0095 ECO+ Kriterienkatalog<br \/>\n\u0095 ECO+ Fallbeispiel<\/p>\n<p>Das ECO+ Entwurfswerkzeug, der ECO+ Kriterienkatalog und das ECO+ Fallbeispiel unterst\u00fctzen Planungsbeteiligte, um Entw\u00fcrfe f\u00fcr das positive Bauen zu entwickeln und zu pr\u00fcfen. Die Dokumente sind dem Forschungsbericht als Anlage angeh\u00e4ngt. Die Erstellung einer DOI ist geplant, wor\u00fcber die Dokumente separat heruntergeladen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt wurde auf der internationalen Konferenz World Sustainable Bullt Environment (WSBE) 2024 pr\u00e4sentiert. Eine weitere Vorstellung der Projektergebnisse ist auf dem Cradle to Cradle (C2C) Forschungssymposium im M\u00e4rz 2025 in Berlin geplant (Abstract ist eingereicht, R\u00fcckmeldung im Januar 2025 erwartet). Dar\u00fcber hinaus sind weitere Ver\u00f6ffentlichungen in Zeitschriften mit einem konkreten Praxisbezug (bspw. nbau) geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts EGO+ wurde ein entscheidender Beitrag zur \u00dcberwindung der bisher theoretischen und oft schwer greifbaren Ans\u00e4tze zum positiven Bauen erarbeitet. Am Beispiel eines Neubauquartiers wurde untersucht, was positives Bauen bedeutet und welche Umsetzungstrategien es f\u00fcr einen ganzheitlichen Planungsansatz bedarf. Hierzu wurden bestehende \u00f6kologische Denk- und Designans\u00e4tze auf konkrete, praktisch umsetzbare Strategien heruntergebrochen, wodurch eine Anwendung in der Planungspraxis erreicht wurde. Das Projekt zeigt, dass positives Bauen machbar ist, sofern ein Umdenken stattfindet. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt ECO+ schaffen eine Grundlage f\u00fcr positives Bauen. Es liegt jedoch an Politik und Gesellschaft, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, und an allen am Bau Beteiligten, diese Ans\u00e4tze auch fl\u00e4chendeckend umzusetzen. Nur so kann der Bausektor im Einklang mit den planetaren Grenzen nachhaltig transformiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Forschungsprojekt \u0084ECO+: Auf dem Weg zu positiven Umweltwirkungen von Quartieren\u0093 wurde untersucht, wie nicht nur negative Umweltauswirkungen reduziert werden k\u00f6nnen, sondern wie grundlegend \u00f6kologisch positiv Effekte auf \u00d6kosysteme erzielt werden k\u00f6nnen. Hierzu wurde ein Praxisprojekt in Debring bei Bamberg im Planungsprozess wissenschaftlich begleitet. 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