{"id":27680,"date":"2026-03-19T10:32:39","date_gmt":"2026-03-19T09:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37694-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:41","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:41","slug":"37694-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/37694-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes f\u00fcr ein Citizen Science-Zentrum Natur, Nachhaltigkeit, Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der deutschen Citizen Science-Landschaft bestehen bereits umfassende Expertise und Fachwissen vor allem im Bereich des Natur- und Umweltschutzes sowie der Wissenschaft. Die fortschreitende Digitalisierung er\u00f6ffnet Projektinitiator:innen neue Chancen, um neues Wissen zu generieren und B\u00fcrger:innen aktiv einzubinden, bringt jedoch auch gro\u00dfe Herausforderungen, wenn neue Technologien wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) oder Sensorik in die Projekte integriert werden. Um das Innovationspotenzial und die Zukunftsf\u00e4higkeit von Citizen Science im Natur- und Nachhaltigkeitsbereich zu st\u00e4rken, m\u00fcssen daher neue Schnittfelder geschaffen werden, die Akteur:innen aus der sogenannten Quadruple-Helix (Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft) zusammenbringen und Expertisen-Austausch erm\u00f6glichen.<br \/>\nDas Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin (MfN), als etablierter Akteur in der Citizen Science-Szene, hat sich in dem hier beschriebenen Projekt zum Ziel gesetzt, ein Citizen Science-Zentrum f\u00fcr Natur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu entwickeln und exemplarisch zu erproben, um ein nachhaltiges Konzept f\u00fcr die Umsetzung am MfN zu erarbeiten. Grundlage war die Frage, wie ein solcher Transformations- und Innovationsraum auf Basis der gemeinsam mit der Community identifizierten Bedarfe, Anforderungen und Potenziale gestaltet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u25cf\tMapping und Netzwerkanalyse der deutschen Citizen Science-Landschaft und Akteur:innen aus Naturschutz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung<br \/>\n\u25cf\tUmfassende Bedarfsanalyse zu Angeboten eines Citizen Science-Zentrums durch eine Online-Umfrage, Interviews, Gespr\u00e4che sowie Strategieworkshops<br \/>\n\u25cf\tAusloten und Aufbau neuer Partnerschaften<br \/>\n\u25cf\tEntwicklung und Erprobung modellhafter Workshops mit Akteur:innen aus verschiedenen Interessensbereichen. Konkret waren diese:<br \/>\n\u25cb\tCitizen Science und KI im Umweltschutz (Kooperation mit der KI-Ideenwerkstatt f\u00fcr Umweltschutz (ZUG))<br \/>\n\u25cb\tMeetup: Citizen Science f\u00fcr Naturschutz trifft auf KMUs (Kooperation mit der Mediasphere for Nature, MfN)<br \/>\n\u25cb\tSammlungserschlie\u00dfung Next Level mit Citizen Science (MfN-intern)<br \/>\n\u25cb\tFit for Purpose: Citizen Science f\u00fcr das Biodiversit\u00e4tsmonitoring (Kooperation mit dem Nationalen Monitoringzentrum zur Biodiversit\u00e4t)<br \/>\n\u25cf\tErstellung eines Konzepts f\u00fcr ein Citizen Science-Zentrum und seinen Angeboten<br \/>\n\u25cf\tKonsolidierung am Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, Akteur:innen aus der Technologieforschung und der Wirtschaft zu erreichen. Dennoch zeigen unsere Ergebnisse deutlich: In der Community besteht ein gro\u00dfes Interesse sowie ein erheblicher Bedarf an einem Citizen Science-Zentrum f\u00fcr Natur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.<br \/>\nDies zeigte sich in einer hohen Gespr\u00e4chsbereitschaft, positiver Resonanz sowie klar formulierten Bedarfen in Umfragen und pers\u00f6nlichen R\u00fcckmeldungen. Insbesondere Fachgesellschaften, ehrenamtlich Engagierte und einzelne Akteur:innen mit begrenzten Ressourcen oder erschwertem Zugang zu anderen Akteursgruppen sehen  in einem solchen Zentrum  eine wichtige M\u00f6glichkeit &#8211; sowohl zur Weiterentwicklung bestehender Projekte als auch zur Initiierung neuer Vorhaben.<br \/>\nDie Etablierung eines Citizen Science-Zentrums f\u00fcr Natur und Umwelt wird daher als hoch relevant erachtet. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich ein Naturkundemuseum wie das MfN besonders gut eignet, da es einen neutralen Raum bietet, der als Plattform und Sprachrohr f\u00fcr unterschiedliche Interessengruppen dienen kann.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dften Umsetzungspotenziale  liegen in modularen Angeboten, insbesondere f\u00fcr Kompetenzaufbau, Vernetzung und fachlichen Austausch, beispielsweise in Form von Beratung, Fachveranstaltungen, Lobbyarbeit und gezieltem Wissenstransfer. Die Schwerpunkte eines Zentrums am MfN w\u00fcrden auf folgenden S\u00e4ulen beruhen: <\/p>\n<p>\u25cf\tForschung mit und \u00fcber Citizen Science<br \/>\n\u25cf\tProfessionalisierung von Citizen Science-Aktivit\u00e4ten<br \/>\n\u25cf\tSt\u00e4rkung und Vernetzung der Citizen Science-Community<\/p>\n<p>Eine vollst\u00e4ndige Konsolidierung am MfN erfolgte jedoch aufgrund interner Prozesse nicht. Vielmehr werden die zuvor genannten Schwerpunkte und angesto\u00dfenen Vorhaben in kleinerem Rahmen, aber zielgerichtet in Kooperation mit neu geschlossenen Partnerschaften weitergef\u00fchrt.<br \/>\nUnsere Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in bestehende L\u00fccken, Potenziale und Bedarfe innerhalb der Citizen Science-Community in Bezug auf ein Citizen Science-Zentrum f\u00fcr Natur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Zudem bilden sie die konzeptionelle Grundlage f\u00fcr die Weiterentwicklung  eines solchen Zentrums und betonen die Bedeutung partizipativer Formate im Entwicklungsprozess.  Der Community werden damit praxisnahe, evidenzbasierte Werkzeuge f\u00fcr die Realisierung eines solchen Citizen Science-Zentrums bereitgestellt.<br \/>\nWeitere Informationen zum abgeschlossenen Projekt erhalten Sie auch unter: www.museumfuernaturkunde.berlin\/de\/forschung\/abgeschlossen-entwicklung-und-erprobung-eines-citizen-science-zentrums-fuer-natur <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Alle angebotenen Workshops, wenn nicht als intern gekennzeichnet, waren f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich (zugeschnitten auf diverse Zielgruppen). Neben den Zielthemen wurde auch das Projekt pr\u00e4sentiert und kommuniziert. Im Falle der deutschlandweiten Umfrage wurde die Projektinformationen \u00fcber die Social Media Kan\u00e4le von mit:forschen (ehemals B\u00fcrger schaffen Wissen) und vom Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin sowie in der E-Mail zum Teilnahme-Aufruf weiter bekannt gemacht. Dar\u00fcber hinaus gab es folgende Ma\u00dfnahmen zum Austausch und zur Au\u00dfenkommunikation in diversen Veranstaltungen:<br \/>\n\u2022\tOnline-Pr\u00e4sentation bei #DBUdigital Online-Salon \u201eTransformative Methoden &#8211; Potential zur Bew\u00e4ltigung von Nachhaltigkeitsherausforderungen\u201c im Workshop I: Citizen Science, Reallabore &#038; Co. \u2013 Engagement f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit, am 10.Februar 2022<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation des Projektes auf dem Forum Citizen Science 2022 in Bonn, im Mai 2022<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation des Projektes in Berlin auf der ECSA Tagung 2022, im Oktober 2022<br \/>\n\u2022\tPr\u00e4sentation ZUG KI-Ideenwerkstatt Fachgruppentreffen in Berlin, am 23. M\u00e4rz 2023<br \/>\n\u2022\tOnline-Pr\u00e4sentation mit:forschen (ehemals B\u00fcrger Schaffen Wissen) &#8211; Digitale Mittagspause, am 24.M\u00e4rz 2023<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation in Bielefeld im Bundesfachausschuss Flederm\u00e4use, am 15. April 2023<br \/>\n\u2022\tPr\u00e4sentation im LANUV NRW in der Tagung \u201eBiomonitoring f\u00fcr die Zukunft\u201c in Essen, am 13. Oktober 2023<br \/>\n\u2022\tOnline-Pr\u00e4sentation auf der ICOM Nathist Annual Conference 2023, am 13. November 2023<br \/>\n\u2022\tPr\u00e4sentation auf der Umweltbeobachtungskonferenz 2023 vom Bundesamt f\u00fcr Naturschutz in Leipzig, am 14.November 2023<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation Forum Citizen Science 2023 in Freiburg, am 30. Dezember 2023<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation auf der ECSA Tagung 2024 in Wien, im April 2024<br \/>\n\u2022\tPoster-Pr\u00e4sentation auf dem European Bat Research Symposion in September 2024<br \/>\n\u2022\tOnline-Vortrag #DBUdigital Innovation durch Kooperation- Citizen Science im Zeitalter der Technologie, am 19. September 2024<br \/>\nWeitere Informationen zum Projekt wurden \u00fcber die folgende Webseite kommuniziert: www.museumfuernaturkunde.berlin\/de\/forschung\/abgeschlossen-entwicklung-und-erprobung-eines-citizen-science-zentrums-fuer-natur<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liefern wertvolle Einblicke in bestehende L\u00fccken, Potenziale und Bedarfe innerhalb der Citizen Science-Community in Bezug auf ein Citizen Science-Zentrum f\u00fcr Natur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Zudem bilden sie die konzeptionelle Grundlage f\u00fcr die Weiterentwicklung eines solchen Zentrums und betonen die Bedeutung partizipativer Formate im Entwicklungsprozess. Der Community werden damit praxisnahe, evidenzbasierte Werkzeuge f\u00fcr die Realisierung eines solchen Citizen Science-Zentrums bereitgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der deutschen Citizen Science-Landschaft bestehen bereits umfassende Expertise und Fachwissen vor allem im Bereich des Natur- und Umweltschutzes sowie der Wissenschaft. 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