{"id":27654,"date":"2026-03-20T10:32:16","date_gmt":"2026-03-20T09:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37308-01\/"},"modified":"2026-03-20T10:32:17","modified_gmt":"2026-03-20T09:32:17","slug":"37308-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/37308-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie zur Operationalisierung einer interaktiven, virtuell unterst\u00fctzten Lernumgebung zur St\u00e4rkung von Nachhaltigkeitskompetenzen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf lokaler Ebene stehen St\u00e4dte und Kommunen vor der gro\u00dfen Herausforderung, globale Nachhaltigkeitsziele vor Ort umzusetzen. H\u00e4ufig ist hier nicht fehlendes theoretisches Wissen \u00fcber nachhaltiges Handeln die zentrale H\u00fcrde, sondern vielmehr fehlende Ressourcen und Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Entwicklung von praktisch umsetzbaren und konkreten L\u00f6sungsans\u00e4tzen zum Initiieren und Ausgestalten transformativer Prozesse. An dieser Stelle setzt das Konzept der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt an. Diese interaktive und virtuell unterst\u00fctzte Umgebung soll eine partizipative Entwicklung von L\u00f6sungsoptionen f\u00fcr Nachhaltigkeitsherausforderungen erm\u00f6glichen und gleichzeitig zur Entwicklung von Kompetenzen f\u00fcr die Gestaltung von Transformationsprozessen beitragen.<br \/>\nIm Rahmen dieser Machbarkeitsstudie wurde erstmals ein kompletter Projektdurchlauf in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt getestet. Hierzu wurde eine prototypische Workshop Session mit ausgew\u00e4hlten Formaten geplant und mit einer kleinen TeilnehmerInnen-Gruppe umgesetzt und evaluiert. Diese Studie sollte das Spektrum an M\u00f6glichkeiten aufzeigen, dass das Zusammenspiel aus Technik und Software er\u00f6ffnet und Erkenntnisse f\u00fcr die Abl\u00e4ufe in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt in Hinblick auf die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit der WissenschaftlerInnen sowie der partizipativen Prozesse in dieser interaktiven, digitalen Umgebungen liefern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt besteht aus folgenden 5 Arbeitspaketen (APs):<br \/>\nAP 1 \u2013 Datenaufbereitung f\u00fcr die Anwendungssoftware<br \/>\nIm Arbeitspaket 1 wurden die Daten f\u00fcr die Software der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt aufbereitet und implementiert.<br \/>\nAP 2 \u2013 Aufgabenstellung f\u00fcr Akteure<br \/>\nIm n\u00e4chsten Schritt wurde im Arbeitspaket 2 die Aufgabenstellung f\u00fcr die Workshop Session mit den AkteurInnen entwickelt.<br \/>\nAP 3 \u2013 Implementierung von Nutzerf\u00fchrung (UX flow)<br \/>\nIm Arbeitspaket 3 wurden eingearbeitet Daten und Aufgabenstellung mit der Nutzerf\u00fchrung in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt abgestimmt und operationalisiert.<br \/>\nAP 4 \u2013 Workshop Planen und Umsetzen<br \/>\nDer Workshop fand vor Ort, in einem Veranstaltungsraum der Stadt L\u00fcneburg, in der Multiscreen-Umgebung statt. \u00dcber die Workshop Logistik hinaus wurden in diesem Arbeitspaket die Konzeptualisierung f\u00fcr den Ablauf und die Moderation der Workshop Sitzung erarbeitet.<br \/>\nAP 5 \u2013 Evaluation und Leitfaden<br \/>\nSchlie\u00dflich wurde im Arbeitspaket 5 die Workshop Sitzung evaluiert und ein Leitfaden f\u00fcr die Planung und Durchf\u00fchrung von Projekten in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt im Bereich nachhaltiger Entwicklung erarbeitet. Die Evaluation erfolgte mit Hilfe von Interviews in Fokusgruppen, Frage- und Bewertungsb\u00f6gen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der komplette Projektdurchlauf in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt in Form eines prototypischen Workshop war der geeignete Rahmen, um Erkenntnisse f\u00fcr den Leitfaden in Form von Online-Tutorial und Brosch\u00fcre zu gewinnen. Dar\u00fcber hinaus haben sich als Grundlage f\u00fcr die Evaluation der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt die drei unterschiedlichen Workshop-Phasen und die Kriterien Personal, Software und Hardware Handhabung, sowie Lernerfolge bzw. notwendiges Vorwissen, bew\u00e4hrt. Die Bewertung mittels Pre-, Posttest Fragebogen deckten sich au\u00dferdem mit den Ergebnissen der Beobachtungsb\u00f6gen.<br \/>\nEin Workshop in der Mobilen L\u00f6sungsworkshop unterscheidet sich in der personellen Aufstellung von herk\u00f6mmlichen Workshop-Settings insbesondere in den ben\u00f6tigten Kompetenzen Python und HTML Programmierung, Systemadministration sowie der Moderation in dieser digitalen Umgebung. Um insbesondere hier den Einstig zu erleichtern, wurde aus den Erkenntnissen der Machbarkeitsstudie Anleitungen in einem Online-Tutorial (https:\/\/moloewe-leuphana.github.io\/) und einer Brosch\u00fcre (MoL\u00f6we_booklet23.pdf) zusammengefasst.<br \/>\nZwei wiederkehrende Missverst\u00e4ndnisse wurden in der Machbarkeitsstudie aufgedeckt: die Mobile L\u00f6sungswerkstatt sei eine Analyse-Software und die Tablets seien unabh\u00e4ngig von den Monitoren. Der Zweck der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt, Forschungsergebnisse dem Praxistest zu unterziehen und Umsetzungsstrategien zu entwickeln, und der Aufbau und Einsatz der Technik werden deshalb in der Brosch\u00fcre und im Online-Tutorial klar benannt. Die Brosch\u00fcre enth\u00e4lt auch eine Checkliste, die als Ausgangpunkt f\u00fcr jedes MoL\u00f6we-Projekt die vorhandene Datenbasis stellt. Durch den Anwendertest von den WissenschaftlerInnen konnten auch Programmfehler identifiziert werden und es wurden konkrete Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Weiterentwicklung der Software gesammelt. F\u00fcr die Weiterentwicklung wurde sich u.a. eine benutzerfreundlichere Vorschaufunktion beim Erstellen der Inhalte und eine Anwendung zur Aufnahme und zum Teilen von Inhalten w\u00e4hrend des Workshops gew\u00fcnscht.<br \/>\nF\u00fcr die Workshop-Vorbereitung hat sich als idealtypischer Ablauf die Festschreibung der Workshop-Ziele, das Anlegen eines Storyboards und schlie\u00dflich die Zusammenfassung eines Workshop-Plans bew\u00e4hrt.<br \/>\nEs hat sich gezeigt dass eine Kombination aus einer Pr\u00e4sentation mit visuellen Hilfsmitteln, einer Ausstellung, die die TeilnehmerInnen selbst\u00e4ndig erkunden und interaktiver Gruppenarbeit ideal ist, um in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt 1.) Informationen zu vermitteln, 2.) Konsultation einzuholen, 3.) Zusammenarbeit zu erm\u00f6glichen 4.) und schlie\u00dflich die TeilnehmerInnen zu bef\u00e4higen, Ma\u00dfnahmen umzusetzen.<br \/>\nDie Bedienelementen auf den Slides wurden durchweg von den TeilnehmerInnen als bedienerfreundlich bewertet und die Handhabung der Tablets war insgesamt problemlos. Verbesserungsvorschl\u00e4ge wurden haupts\u00e4chlich zu den thematischen Inhalten gemacht.<br \/>\nDie Pr\u00e4sentation \u00fcber die f\u00fcnf gro\u00dfen Monitore hinweg und die interaktiven Formate haben WissenschaftlerInnen und TeilnehmerInnen als unterst\u00fctzend zur inhaltlichen Einordnung des Workshop-Themas empfunden. Mehrere TeilnehmerInnen ist hierdurch erst die Komplexit\u00e4t des Vorhabens bewusst geworden.<br \/>\nNach dem Workshop sollten TeilnehmerInnen eine Handreichungen mit konkreten Schritten f\u00fcr die Umsetzung der beschlossenen Ma\u00dfnahmen erhalten. F\u00fcr die Weiterentwicklung der MoL\u00f6we-Software wurde eine Anwendung angeregt, die den Export von PDFs als Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Eine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Internetpr\u00e4senz der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt findet sich unter https:\/\/moloewe-leuphana.github.io\/. Hier wird das Konzept der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt vorgestellt, h\u00e4ufige Fragen beantwortet, sowie eine schrittweise Dokumentation der Software Handhabung dargestellt. Die Homepage soll f\u00fcr die TeilnehmerInnen von Workshop Sessions als Einf\u00fchrung dienen, aktuelle Termine, Neuigkeiten und Projekte ank\u00fcndigen sowie WissenschaftlerInnen und Studierenden die Handhabung erleichtern. Eine Brosch\u00fcre f\u00fcr Forschende und Studierende erg\u00e4nzt die Dokumentation, mit einer detaillierten Anleitung zur Planung und Durchf\u00fchrung eines Workshops in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt.<br \/>\nDie Mobile L\u00f6sungswerkstatt wurde am 16.7.22 der breiten \u00d6ffentlichkeit im Glockenhaus der Stadt L\u00fcneburg pr\u00e4sentiert. Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften sind in Planung, die zum einen das Konzept der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt und den Mehrwert f\u00fcr partizipative Projekte vorstellen sollen, die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie reflektieren und das Evaluationskonzept am konkreten Fall Machbarkeitsstudie zusammenfassen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Resonanz auf den prototypischen Workshop war von Seiten der WissenschaftlerInnen und TeilnehmerInnen positiv. Als Resultat hat die Studie ein Online-Tutorial und eine Brosch\u00fcre als Leitfaden geliefert. Au\u00dferdem konnten durch den Durchlauf aller drei Phasen eines Projekts in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt einzelne Programmfehler identifiziert, Anregungen zur Weiterentwicklung gesammelt und idealtypische Abl\u00e4ufe beschrieben werden.<br \/>\nZuk\u00fcnftige Projekte in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt sollten mehr als eine Workshop-Sitzung einplane, damit WissenschaftlerInnen die R\u00fcckmeldungen der TeilnehmerInnen einarbeiten k\u00f6nnen. Au\u00dferdem eignet sich ein Workshop in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt besonders am Anfang eines Vorhabens, um komplexe Zusammenh\u00e4nge begreiflich zu machen.<br \/>\nUm 1.) Informationen zu vermitteln, 2.) Konsultation einzuholen, 3.) Zusammenarbeit zu erm\u00f6glichen 4.) und schlie\u00dflich die TeilnehmerInnen zu bef\u00e4higen, Ma\u00dfnahmen umzusetzen, eignet sich eine Kombination aus Pr\u00e4sentation, Gruppenarbeit und selbst\u00e4ndiger Erkundung der interaktiven Inhalte. Hierf\u00fcr sollten die Bildschirminhalte mit Hilfe von Hintergrundinformationen in Form von Text, Bilder und Videos noch selbsterkl\u00e4render werden.<br \/>\nZiel der interaktiven Gruppenarbeit ist die F\u00f6rderung von Diskussionen, Kooperation, Co-Kreation von Wissen und Perspektivenwechsel. Hierzu sollten Aufgaben gestellt werden, die nur in Zusammenarbeit und mit einem Perspektivwechsel gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Die Erarbeitung von Aufgabenstellungen und Formaten in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt mit diesem Schwerpunkt sollte Gegenstand von zuk\u00fcnftigen Projekten in der Mobilen L\u00f6sungswerkstatt sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf lokaler Ebene stehen St\u00e4dte und Kommunen vor der gro\u00dfen Herausforderung, globale Nachhaltigkeitsziele vor Ort umzusetzen. 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