{"id":27632,"date":"2025-07-26T10:32:08","date_gmt":"2025-07-26T08:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35653-01\/"},"modified":"2025-07-26T10:32:09","modified_gmt":"2025-07-26T08:32:09","slug":"35653-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35653-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Pilot- und Demonstrationsanlage zur Verwertung von Nebenprodukten aus der Fischverarbeitung im Gebiet Kaliningrad, Russische F\u00f6deration"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Vorhabens war das gro\u00dfe Interesse, das von Unternehmen der Lebensmittelindustrie aus vielen Regionen Russlands an der von der Antragstellerin implementierten Technologie zur Proteinextraktion bekundet wird. Das von der DBU gef\u00f6rderte \u0084Kompetenzzentrum Technologieentwicklung und -transfer im Gebiet Kaliningrad, Russische F\u00f6deration\u0093 (DBU-AZ.: 33579\/01-35) demonstriert im Laborma\u00dfstab, das mit dieser Technologie qualitativ hochwertige Proteinvorprodukte aus lebensmitteltauglichen Nebenprodukten tierischer Herkunft hergestellt werden k\u00f6nnen. Die Antragstellerin beabsichtigte daher, gemeinsam mit den bisherigen Kooperationspartnern und einem Fischverarbeitungsunternehmen im Gebiet Kaliningrad, auf deren Gel\u00e4nde eine Pilotanlage zu errichten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte sahen vor, dass die Antragstellerin und ihre Kooperationspartner wesentliche Vorarbeiten f\u00fcr die Investitionsentscheidung, darunter die Nachweisf\u00fchrung f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit, die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung mit Darstellung des Umweltentlastungspotenzials, die Maschinenkonzeption und den Maschinenaufstellplan sowie weitere Aufgaben realisieren. Daneben wurden im Kompetenzzentrum die Entwicklungen von hochwertigen Proteinvorprodukten weitergef\u00fchrt. Daraus wurden die Parameter abgeleitet, die f\u00fcr die Steuerung der Anlage ma\u00dfgeblich sind.<br \/>\nDie Antragstellerin und ihre Kooperationspartner hatten mit dem Investor prinzipielle Einigkeit dar\u00fcber erzielt, dass der Betrieb der Pilot- und Demonstrationsanlage gemeinschaftlich organisiert wird wobei ANiMOX und Biotech das Knowhow und der Investor das Betriebsgrundst\u00fcck, die Produktions- und Lagergeb\u00e4ude sowie die Anlagentechnik einbringen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ergebnisse<br \/>\nEs wurden am Standort der Pilotanlage die Massenstr\u00f6me und Rohstoffqualit\u00e4ten der Nebenprodukte erfasst und analysiert. Dabei wurden die Mengen und Zusammensetzung sowohl im Tages- und Wochenrythmus als auch der jahreszeitliche Einfluss auf Menge und Qualit\u00e4t ermittelt. Auf Basis dieser Daten und Vorversuche konnte die technische Anlagenplanung erfolgen.<br \/>\nDie Entwicklung der technischen Schritte und die Auswahl der Systeme erfolgte in enger Zusammenarbeit der Kooperationspartner. Durch Konsultation wichtiger Produzenten von Komponenten in der EU und Russland konnte die Breite der verf\u00fcgbaren Techniken f\u00fcr die Anlagenentwicklung genutzt werden. Auf Basis dieser Daten wurde von den Projektpartnern ein flexibler Produktionsablauf f\u00fcr kontinuierliche und Batch-Produktion entwickelt. Dieser Produktionsablauf wurde im Kompetenzzentrum getestet und mit den Anlagenbauern gepr\u00fcft.<br \/>\nNachfolgend wurde eine Standortpr\u00fcfung zur Errichtung der Pilotanlage durchgef\u00fchrt und ein Produkthallenkonzept entwickelt, das die Errichtung der Pilotanlage f\u00fcr die Nebenproduktverarbeitung am Verarbeitungsstandort m\u00f6glich macht. Gemeinsam mit den Anlagenbauern wurde der Aufbau und die Implementierung eines Anlagenschemas f\u00fcr die Pilotanlage umgesetzt, wodurch die Grundlagen f\u00fcr den Bau einer Pilotanlage vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt waren.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Schwerpunkt zur Verwertung der Produkte der Pilotanlage war die Entwicklung von Produktapplikationen f\u00fcr den Lebensmittel- und Futtermittelbereich. Hier lag der Fokus auf einer m\u00f6glichst hochwertigen Verwertung im Lebensmittelbereich und erst in der zweiten Stufe im Futtermittelbereich. Wichtige Produktentwicklungen waren f\u00fcr den Kollagenbereich, Anwendungen in Saucen, Suppen, Wurstprodukten und Konserven.<br \/>\nF\u00fcr den Aufbau der Anlage wurde auch die Entwicklung eines Hygiene- und Qualit\u00e4tsmanagements durchgef\u00fchrt und die gesetzlichen Rahmenbedingungen gepr\u00fcft. Der hohe Qualit\u00e4tsstandard in der Fischverarbeitungsanlage lie\u00df hier eine \u00dcbertragung gut planbar machen.<br \/>\nDa sich der Aufbau der Anlage mit dem Produktionspartner verz\u00f6gerte und trotz einer kostenneutralen Verl\u00e4ngerung bis zum Projektende nicht umgesetzt worden ist, wurde von ANiMOX und BioTech am Transfer des Know How der Nebenproduktnutzung und dem Anlagenkonzeptes gearbeitet. Dabei lag der Schwerpunkt f\u00fcr ANiMOX im Bereich der fischverarbeitenden Wirtschaft in Ostdeutschland und bei BioTech bei der Fischverarbeitung in Russland. Hier konnten Kooperationen mit zahlreichen Betrieben aufgebaut werden, die sowohl an der Nebenproduktverwertung als auch an der Errichtung von Verarbeitungsanlagen (mit hohem Nebenproduktanfall) interessiert sind.<\/p>\n<p>Diskussion<br \/>\nAuf Basis der Material- und Rohwarenanalysen konnte die Nebenproduktsituation gut erfasst werden. Das entwickelte Anlagenkonzept wurde mit den Anlagenbauern zu umsetzbaren Angeboten weiterentwickelt. Die Situation am Produktionsstandort wurde erfasst und durch eine Standortplanung einbezogen. Ein Transfer der Technologie- und Anlagenentwicklung wurde durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurde eine Umfangreiche \u00d6ffentlichkeitsarbeit durchgef\u00fchrt. Das erfolgte auf verschiedenen Konferenzen durch beide Partner, als auch durch die Teilnahme an Messen und Tagungen in Russland und Deutschland.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes konnten die geplanten Arbeiten durch die Projektpartner weitgehend bearbeitet werden. Das Anlagenkonzept wurde bis zu den fertigen technischen L\u00f6sungen mit den Anlagenbauern entwickelt. Der bis jetzt verz\u00f6gerte Aufbau der Pilotanlage durch den Fischverarbeiter, wurde durch eine Ausweitung der Partner und ein erweitertes Versuchs- und Verwertungsspektrum kompensiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Vorhabens war das gro\u00dfe Interesse, das von Unternehmen der Lebensmittelindustrie aus vielen Regionen Russlands an der von der Antragstellerin implementierten Technologie zur Proteinextraktion bekundet wird. 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