{"id":27613,"date":"2024-11-27T10:48:47","date_gmt":"2024-11-27T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37342-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:48:51","modified_gmt":"2024-11-27T09:48:51","slug":"37342-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/37342-01\/","title":{"rendered":"Bedeutung des Mikroreliefs f\u00fcr das Bodenfeuchteregime, die floristische Artenvielfalt, den Futterwert und den Ertrag von intensiv genutztem Feuchtgr\u00fcnland auf Moorb\u00f6den in Nordwestdeutschland \u0096 FeuMoN"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das \u00fcbergreifende Ziel des FeuMoN-Projektes war es zu untersuchen, ob bzw. in welchem Ma\u00df das Mikrorelief das Bodenfeuchteregime, den Ertrag und die Futterqualit\u00e4t im intensiv genutzten Feuchtgr\u00fcnland Norddeutschlands auf Moorb\u00f6den beeinflusst. Diese Fragestellung wurde insbesondere nach den schweren Trockensch\u00e4den im Gr\u00fcnland w\u00e4hrend der extremen Trockenheit in den Sommern 2018 und 2019 aufgeworfen, die viele Landwirte vor gro\u00dfe Probleme bei der Gr\u00fcnlandbewirtschaftung gestellt hat. Dazu wurde zun\u00e4chst das Mikrorelief m\u00f6glichst genau in den einzelnen Versuchsfl\u00e4chen kar-tiert und folgend die Bodenfeuchte, die aufgewachsene Biomasse und der Protein- und Zellulose(faser)gehalt der Biomasse im feuchten Sommer 2021 und im trockenen Sommer 2022 kleinma\u00dfst\u00e4blich erfasst. Damit konnte die kleinr\u00e4umige Heterogenit\u00e4t in den Gr\u00fcnlandschl\u00e4gen dokumentiert und Beziehungen zwischen H\u00f6henlage, Ertrag und Futterqualit\u00e4t untersucht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf den 11 bzw. 4 Untersuchungsfl\u00e4chen der zwei Betriebe wurden folgende Erhebungen durchgef\u00fchrt: Bodenfeuchtemessungen im Oberboden, Vegetationsaufnahmen, Futterqualit\u00e4tsschnitte und H\u00f6henmessungen des Reliefs in einem festgelegten Rasterbeprobungssystem. Zus\u00e4tzlich erfolgte eine Befliegung mit einer Drohne im Sommer 2021, um RGB-Aufnahmen von den jeweiligen Fl\u00e4chen anzufertigen.<br \/>\n(Weitere Details siehe Abschlussbericht) <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Unsere Untersuchungen in 11 Gr\u00fcnlandschl\u00e4gen in einem feuchten und einem trockenen Sommer zeigen, dass mit der Kombination von Drohnenbefliegung und lokalem H\u00f6hennivellement mit einem pr\u00e4zisen GPS-System detailgenaue H\u00f6henkarten mit Zentimeteraufl\u00f6sung erzeugt werden k\u00f6nnen, die als Grundlage f\u00fcr die Kartierung von Standortsvariablen und ertragskundlich relevanten Gr\u00f6\u00dfen dienen k\u00f6nnen. In beiden Messjahren wird eine nicht erwartete kleinr\u00e4umige Heterogenit\u00e4t in der Bodenfeuchte sowie wichtigen ertragskundlichen Parametern sichtbar, die urs\u00e4chlich vor allem mit der relativen H\u00f6henlage innerhalb des Schlages zusammenh\u00e4ngt.<br \/>\n(Weitere Details siehe Abschlussbericht) <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden in Form einer englischsprachigen Ver\u00f6ffentlichung (s. Anlage zum Endbericht) publiziert: Mroncz A, Isselstein J, Leuschner C: Micro-topography causes considerable small-scale va-riation in harvest and forage quality of high-yielding silage grassland in northern Germany.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Unsere Ergebnisse zeigen, dass vom Relief her heterogene Gr\u00fcnlandschl\u00e4ge im nordwestdeutschen Tiefland im Hinblick auf den Klimawandel durchaus vorteilhaft f\u00fcr das Gr\u00fcnlandmanagement sein k\u00f6nnen, indem die negativen Auswirkungen von Wassermangel in trockenen Sommern und zu hohem Wasserstand in feuchten Sommern im Schlag den Ertrag nur lokal beeintr\u00e4chtigen. Zugleich erh\u00f6ht die Relief-Heterogenit\u00e4t die Artenvielfalt im Schlag durch das Vorkommen verschiedenartiger Kleinlebensr\u00e4ume, auch wenn Rote Liste- oder HNV-Arten nur ausnahmsweise im Intensivgr\u00fcnland auftreten. Un-sere Ergebnisse lassen es sinnvoll erscheinen, dass das Management sich an diese Heterogenit\u00e4t anpasst und damit \u00f6kologische Ziele (Artenvielfalt) und agronomische Ziele (Ertragsstabilit\u00e4t und proteinreicher Aufwuchs) der Bewirtschaftung besser miteinander verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen. Perspektiven hierf\u00fcr bieten j\u00fcngste technologische Entwicklungen zum \u0082smart grassland farming\u0091 oder zum \u0082virtual herding\u0091 von Weidetieren. Hier sollte auch zuk\u00fcnftige Forschung ansetzen. Das Weidemanagement ist in der Weise zu entwickeln, dass die kleinr\u00e4umige Variabilit\u00e4t der trophischen Bedingungen genutzt wird, um die variablen Anspr\u00fcche der Weidetiere besser zu erf\u00fcllen. Gleichzeitig k\u00f6nnen die Weidetiere als \u0082\u00f6kologische Ingenieure\u0091 verstanden werden, die auf die r\u00e4umliche Heterogenit\u00e4t spezifisch reagieren und damit auf weitere \u00d6kosystemleistungen des Gr\u00fcnlands wie die Biodiversit\u00e4t oder die Kohlenstoffbindung unterst\u00fctzend wirken. Die in der vorliegenden Studie erarbeiteten Ergebnisse lassen er-kennen, dass hier ein Potential f\u00fcr eine verbesserte multifunktionale Gr\u00fcnlandwirtschaft liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das \u00fcbergreifende Ziel des FeuMoN-Projektes war es zu untersuchen, ob bzw. in welchem Ma\u00df das Mikrorelief das Bodenfeuchteregime, den Ertrag und die Futterqualit\u00e4t im intensiv genutzten Feuchtgr\u00fcnland Norddeutschlands auf Moorb\u00f6den beeinflusst. 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