{"id":27568,"date":"2023-07-14T10:40:23","date_gmt":"2023-07-14T08:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35807-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:40:24","modified_gmt":"2023-07-14T08:40:24","slug":"35807-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35807-01\/","title":{"rendered":"Soft Beads f\u00fcr Kosmetikanwendungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In unseren Meeren h\u00e4ufen sich die Mengen an Plastik, das sich nur sehr langsam zersetzt. Haben<br \/>\ndie Plastikteilchen eine Gr\u00f6\u00dfe von unter 5 mm, z\u00e4hlen sie zum \u0084Mikroplastik*. Sch\u00e4tzungen des<br \/>\nFraunhofer Instituts zufolge gelangen allein in Deutschland j\u00e4hrlich 922 t Mikroplastik nur durch Kosmetikprodukte<br \/>\nin das Abwassersystem. Das Plastik in Kosmetikprodukten kann dabei viele verschiedene<br \/>\nFormen und Bezeichnungen haben. Gr\u00f6bere Partikel z.B. dienen oft als Peelingk\u00f6rper und<br \/>\nfeinere Kunststoffpulver werden vermehrt in der dekorativen Kosmetik eingesetzt.<br \/>\nProjektziel war es daher, synthetische Produkte f\u00fcr Kosmetikanwendungen durch \u0084weiche\u0093, cellulosehaltige,<br \/>\nrunde Partikel (Soft Beads) zu ersetzen, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren,<br \/>\nbiologisch abbaubar und damit umweltfreundlich sind.<br \/>\nEs sollte mindestens je 1 Produkt entwickelt werden mit folgenden Eigenschaften:<br \/>\n1) Soft Beads mit sehr feiner Partikelgr\u00f6\u00dfe < 20 um f\u00fcr die dekorative Kosmetik (Make-up).\nM\u00f6glichst feine, runde Partikel aus Mikrokristalliner Cellulose (MCC) und\/oder Pulvercellulose, die\nauf der Haut ein angenehmes, weiches Gef\u00fchl geben sollen. Diese sollen feine, runde, synthetische\nPartikel wie z.B. Polymethylmethacrylat-Pulver, Silikonpulver usw. ersetzen.\nEine mechanische Zerkleinerung von Cellulose \/ MCC ergibt keine runden Partikel. Daher sollte im\nRahmen des Projektes versucht werden, mittels Spr\u00fchtrocknung von Dispersionen aus feinen MCC\n\/ Cellulose Partikeln und ggf. n\u00f6tigen Additiven, ein runderes Partikel darzustellen als durch mechanische\nZerkleinerung erreichbar.\n2) Soft Beads mit Partikelgr\u00f6\u00dfe > 100 um f\u00fcr Reinigungs- und Pflegeprodukte.<br \/>\nHier soliten MCC- und\/oder Pulvercellulose-haltige, bevorzugt runde Partikel entwickelt werden, die<br \/>\nbeim Verreiben auf der Haut zun\u00e4chst einen kurzen Peeling-Effekt haben und dann vollst\u00e4ndig zerfallen,<br \/>\nsodass sie kaum noch sp\u00fcrbar sind.<br \/>\nIn beiden F\u00e4llen m\u00fcssen die Partikel zugleich w\u00e4hrend der gesamten Lebensdauer in der kosmetischen<br \/>\nFormulierung stabil sein. Mit diesen neuen, biologisch abbaubaren Produkten werden u.a.<br \/>\nMikroplastikpartikel ersetzt, die die Umwelt und speziell die Gew\u00e4sser belasten, da sie in Kl\u00e4ranlagen<br \/>\nbislang nicht in ausreichendem Ma\u00dfe entfernt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wurden \u00fcber eine Literaturrecherche potentiell geeignete Additive ausgew\u00e4hlt, die im Labor-,<br \/>\nTechnikums- und Produktionsma\u00dfstab mit unterschiedlichen Cellulosefasern zu Compounds<br \/>\nverarbeitet wurden.<br \/>\nZur Beurteilung der sehr wichtigen sensorischen Eigenschaften mussten im Rahmen des Projekts<br \/>\nzun\u00e4chst geeignete interne Testmethoden entwickelt und etabliert werden.<br \/>\nF\u00fcr die Darstellung feiner Soft Beads wurde mit dem Spr\u00fchtrocknungsverfahren gearbeitet, f\u00fcr die<br \/>\ngrobe Variante mit einer Nassgranulierung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Unter Variation der Produktzusammensetzungen und Verfahrensparameter ist es gelungen, im Rahmen<br \/>\ndes Projekts mit einer Kombination aus MCC und CMC sowohl im Technikums- als auch im<br \/>\nProduktionsma\u00dfstab ein Produkt darzustellen, welches alle Anforderungen an feine Soft Beads erf\u00fcllt.<br \/>\nAuch bei den groben Soft Beads konnte eine Produktqualit\u00e4t erzielt werden, welche das Projektziel<br \/>\nerreicht. In diesem Falle f\u00fchrt eine Kombination aus MCC und Zucker zum gew\u00fcnschten Ergebnis.<br \/>\nDie weitere Auspr\u00fcfung der Produkte erfolgte anhand ausgew\u00e4hlter Musterrezepturen einschlie\u00dflich<br \/>\neines Lagertests sowie der Pr\u00fcfung auf biologische Abbaubarkeit.<br \/>\nEine grobe Kostenabsch\u00e4tzung zeigt, dass die Produkte zu marktf\u00e4higen Preisen hergestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die neu entwickelten Produkte sollen \u00fcber das weltweite Vertriebsnetz der JRS auf Messen und im Markt eingerf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts konnten mehrere neue Produkte f\u00fcr den Kosmetikbereich entwickelt<br \/>\nund an praxisgerechten Formulierungen erfolgreich ausgepr\u00fcft werden. Damit k\u00f6nnen synthetische<br \/>\nAdditive vollst\u00e4ndig ersetzt und somit ein signifikanter Beitrag zum Umweltschutz geleistet<br \/>\nwerden. Das Projektziel wurde vollumf\u00e4nglich erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In unseren Meeren h\u00e4ufen sich die Mengen an Plastik, das sich nur sehr langsam zersetzt. Haben die Plastikteilchen eine Gr\u00f6\u00dfe von unter 5 mm, z\u00e4hlen sie zum \u0084Mikroplastik*. Sch\u00e4tzungen des Fraunhofer Instituts zufolge gelangen allein in Deutschland j\u00e4hrlich 922 t Mikroplastik nur durch Kosmetikprodukte in das Abwassersystem. 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