{"id":27446,"date":"2025-04-10T10:32:50","date_gmt":"2025-04-10T08:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35630-02\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:50","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:50","slug":"35630-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35630-02\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung auf der re:publica"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit \u00fcber 15 Jahren trifft sich die digitale Gesellschaft zur re:publica Berlin, um sich an drei Tagen \u00fcber Netzpolitik und Digitalkultur auszutauschen, um \u00fcber technologische Entwicklungen und ihre Implikationen f\u00fcr unser Zusammenleben zu sprechen und um \u00fcber die dr\u00e4ngendsten Fragestellungen unserer Zeit und ihre L\u00f6sungen zu diskutieren. Was 2007 mit rund 700 Teilnehmer*innen aus der Blogger- und Medienszene begann, ist \u00fcber die Jahre zur gr\u00f6\u00dften Konferenz ihrer Art in Europa gewachsen. Und mit ihr ist eine Community entstanden, zu der Vertreter*innen u. a. aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen, Hackerkulturen, NGOs, Medien und Marketing sowie Blogger*innen, Aktivist*innen, K\u00fcnstler*innen und Social Media-Expert*innen z\u00e4hlen.<br \/>\nEbenfalls seit der ersten Stunde durchziehen \u00f6kologische und soziale Fragestellungen und die Suche nach Antworten darauf das Programm der re:publica: Wie k\u00f6nnen Innovationen von Anfang an nachhaltig gestaltet werden und was bedeutet das \u00fcberhaupt? Wie k\u00f6nnen Big Data, K\u00fcnstliche Intelligenz und Open Source Software-L\u00f6sungen global zu mehr Effizienz, Transparenz und Gerechtigkeit beitragen? Wie l\u00e4sst sich mit der Digitalisierung eine bessere Zukunft f\u00fcr alle und ein Leben in den planetaren Grenzen gestalten &#8211; und wann steht sie dem entgegen?<br \/>\nAuch wenn die re:publica immer wieder den Diskurs angeregt und vorangetrieben hat, wurde der Themenkomplex \u0093Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung\u0094 nie st\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt, sichtbar gemacht oder explizit kommuniziert. Das haben wir mit dem Projekt \u0093Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung\u0094 und dank der F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ge\u00e4ndert.<br \/>\nUnser Ziel f\u00fcr die zweij\u00e4hrige F\u00f6rderung: Die re:publica soll sich als Plattform und Multiplikator f\u00fcr Themen der nachhaltigen Entwicklung und des Themenkomplexes \u0093Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung\u0094 im Speziellen etablieren. Um das zu erreichen, entwickelten wir ein Programm, das sich durch Formatvielfalt auszeichnete und den inhaltlichen Einstieg auf unterschiedlichen Leveln erm\u00f6glichte: Vortr\u00e4ge und Diskussionen auf den B\u00fchnen wurden an allen drei Veranstaltungstagen von intensiven, niedrigschwelligen Workshop- und Meetup-Sessions erg\u00e4nzt und von interaktiven Kunstinstallationen und Interventionen auf dem Festivalgel\u00e4nde begleitet.<br \/>\nUnd nicht nur programmatisch setzten wir uns nachhaltige Ziele und realisierten Ma\u00dfnahmen, sondern auch in der Produktion.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas F\u00f6rderprojekt \u0093Nachhaltigkeit und Digitalisierung\u0094 lief \u00fcber zwei Jahre und war in die Projektorganisation der re:publica Berlin und damit in die Abl\u00e4ufe integriert. Es unterteilte sich in die Teilprojekte re:publica 22 (8.-10. Juni 2022) und re:publica 23 (5.-7. Juni 2023).<br \/>\nDas Programm der re:publica war im F\u00f6rderzeitraum stets in drei Festivalbereiche unterteilt: \u0093Konferenz\u0094 f\u00fcr Wortbeitr\u00e4ge auf den B\u00fchnen, \u0093Hands On\u0094 f\u00fcr alles zum Mitmachen und \u0093Off Stage\u0094 f\u00fcr das Rahmenprogramm abseits der B\u00fchnen. Die gef\u00f6rderten Programminhalte verteilten sich auf alle drei Bereiche und entstanden pro Saison in folgenden Kurationsprozessen:<br \/>\n1) Call for Participation (CfP): Jede*r konnte \u00fcber den CfP eine Session vorschlagen. Welche CfP-Sessions ins Programm aufgenommen wird, entschied das Programm Team gemeinsam mit Expert*innen, den Track Teams.<br \/>\n2) Das Programm-Team stimmte sich inhaltlich mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ab und kuratierte Sessions.<br \/>\n3) Ein Nachhaltigkeitsbeirat unterst\u00fctzte das Programm-Team fachlich und gab Empfehlungen f\u00fcr die inhaltliche Ausrichtung der Teilprojekte.<br \/>\nIn Absprache mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt setzte sich die republica GmbH qualitative sowie quantitative Ziele. Diese Ziele wurden in den zust\u00e4ndigen Teams ber\u00fccksichtigt und L\u00f6sungen daf\u00fcr erarbeitet. Daf\u00fcr tauschten sie sich unter anderem mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Nachhaltigkeitsbeirat aus und erhielten Rat und Feedback zu einzelnen Herausforderungen. Unterst\u00fctzt wurden diese Aktivit\u00e4ten zus\u00e4tzlich durch den Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements, um erfolgreiche Prozesse und L\u00f6sungen langfristig in die Workflows der Veranstaltung zu implementieren.<br \/>\nUnter anderem setzte sich die republica GmbH folgende Ziele: Die Anzahl der Sessions zum Themenkomplex &#8220;Nachhaltigkeit\u0093 konnte im Programm gesteigert werden. Ziel war es die Anzahl der Sessions um 15 % im Vergleich zu 2019 zu steigern. In der Produktion planten wir den Setbau-Abfall um 25% im Vergleich zu 2019 zu reduzieren. Im Catering sollten kompostierbare Einwegbecher durch Mehrwegbecher ersetzt werden.<br \/>\nEs gab noch zahlreiche weitere Ma\u00dfnahmen, die wir auf einer Unterseite www.re-publica.com\/nachhaltigkeit f\u00fcr jede Saison festhalten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ziel des Projekts \u0093Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung\u0094 war es, \u00fcber zwei Jahre den Diskurs \u00fcber &#8220;Nachhaltigkeit\u0093 in allen Dimensionen auf der re:publica Berlin voranzutreiben, zu vertiefen, aktuelle wie zukunftsweisende Perspektiven abzubilden und den Themenkomplex transdisziplin\u00e4r und multimedial zu reflektieren. Konkret hie\u00df das: Mindestens 15 Programmpunkte waren pro re:publica Berlin geplant, die durch die DBU gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nWir haben die qualitativen und quantitativen Zielsetzungen in Anbetracht der besonderen Ausgangslage erfolgreich erf\u00fcllt: In beiden Jahren konnten wir herausragende Sprecher*innen gewinnen: u. a. Pr\u00e4sident des Umweltbundesamtes Dirk Messner, Meeresforscherin Antje Boetius und KI-Forscherin Kate Crawford. Die gef\u00f6rderten Sessions erfuhren nicht nur vor Ort einen starken Zuspruch, sondern werden auch nach der re:publica auf YouTube zahlreich aufgerufen.<br \/>\nDurch eine Kombination von prominenten und unbekannten Sprecher*innen sowie von re:publica-Team kuratierten Sessions und Beitr\u00e4gen aus der re:publica-Community konnte eine kritische Betrachtung der positiven und der negativen Verzahnung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung aus unterschiedlichen Perspektiven gew\u00e4hrleistet und im Programm abgebildet werden. Die Themenvielfalt, aber auch das Angebot von niedrigschwelligen Sessions und Inhalten f\u00fcr Fachexperte*innen erm\u00f6glichten Impulse f\u00fcr verschiedene Zielgruppen. Die entsprechenden Konferenz-Sessions waren dadurch durchweg gut besucht. Ebenso wurde das k\u00fcnstlerische Rahmenprogramm und das Workshop-Angebot im Hands-On-Bereich gut angenommen.<br \/>\nDie Ergebnisse der anschlie\u00dfenden Teilnehmer*innen-Evaluation zeigen, dass das Engagement der re:publica bez\u00fcglich Nachhaltigkeit sowohl von Teilnehmer*innen, Sprecher*innen als auch von Partner*innen und Dienstleister*innen wahrgenommen, wertgesch\u00e4tzt und die Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt werden. Hinsichtlich der quantitativen Ziele verzeichneten u. a. wir folgende Erfolge: Den Anteil der Sessions zum Themenkomplex &#8220;Nachhaltigkeit\u0093 konnten wir in 2023 mehr als verdoppeln und lagen bei rund 120 Sessions, die den #Nachhaltigkeit trugen. Und zur rp22 und rp23 konnten wir den Setbau-M\u00fcll stark reduzieren und liegen mittlerweile bei rund 3 Kubikmeter.<br \/>\nDie F\u00f6rderung durch die DDBU trug wesentlich zu den Erfolgen bei. Sie gab einen wichtigen Impuls, um eine Nachhaltigkeitsstrategie f\u00fcr die republica GmbH zu entwickeln und f\u00fcr die Umsetzung ein Nachhaltigkeitsmanagement zu implementieren und zu kommunizieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr das Projekt \u0093Nachhaltigkeit &#038; Digitalisierung\u0094 hatte ihren Schwerpunkt in der Kommunikation rund um das Festival und bestand insbesondere in der Bekanntmachung von Programmpunkten, in der Erw\u00e4hnungen gef\u00f6rderter Inhalte in Newslettern und in Social Media Posts sowie in der Kennzeichnung der Sessions mit dem #Nachhaltigkeit.<br \/>\nWir haben zudem den \u0093Sustainable Friday\u0094 als Social-Media-Kampagne etabliert sowie Fragen zu der Wirkung unserer Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen in die Teilnehmer*innen-Umfrage integriert. Auf YouTube ist ein Video-Archiv mit Sessions aus dem Themenbereich \u0093Nachhaltigkeit\u0094 entstanden. Und Erfolge und Herausforderungen evaluieren wir fortlaufend, um dies u.a. auch auf re-publica.com\/nachhaltigkeit zu teilen und transparent zu machen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend haben wir mit dem zweij\u00e4hrigen Projekt das Fundament gelegt, um unsere gesetzten Ziele \u00fcber weitere Jahre ganzheitlich f\u00fcr die re:publica Berlin zu verfolgen: Stand re:publica 23 macht der Themenbereich \u0093Nachhaltigkeit\u0094 rund 20% des Programms aus. Gleichzeitig ist die Quantit\u00e4t und die Qualit\u00e4t der Einreichungen, die uns \u00fcber den \u0093Call for Participation\u0094 f\u00fcr den Themenbereich #Nachhaltigkeit erreichen, gestiegen. Das wollen wir beibehalten und im besten Fall ausbauen.<br \/>\nIn der Produktion haben wir unsere Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen in ein tragf\u00e4higes Konzept mit einem umfangreichen Ma\u00dfnahmenkatalog mit \u00fcber 120 Ma\u00dfnahmen \u00fcbersetzt. In der Kommunikation haben wir den \u0093Sustainable Friday\u0094 als Social-Media-Kampagne etabliert sowie Fragen zu der Wirkung unserer Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen in die Teilnehmer*innen-Umfrage integriert. Auf YouTube ist ein Video-Archiv mit Sessions aus dem Themenbereich \u0093Nachhaltigkeit\u0094 entstanden. Und Erfolge und Herausforderungen evaluieren wir fortlaufend, um dies u.a. auch auf re-publica.com\/nachhaltigkeit zu teilen und transparent zu machen.<br \/>\nInsgesamt konnte die republica GmbH durch die F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ihr Engagement f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung wesentlich ausbauen, verstetigen und professionalisieren. Das F\u00f6rderprojekt ist damit erfolgreich abgeschlossen, wird aber in den implementierten Strukturen langfristig weiterwirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit \u00fcber 15 Jahren trifft sich die digitale Gesellschaft zur re:publica Berlin, um sich an drei Tagen \u00fcber Netzpolitik und Digitalkultur auszutauschen, um \u00fcber technologische Entwicklungen und ihre Implikationen f\u00fcr unser Zusammenleben zu sprechen und um \u00fcber die dr\u00e4ngendsten Fragestellungen unserer Zeit und ihre L\u00f6sungen zu diskutieren. 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