{"id":27433,"date":"2025-06-25T10:34:11","date_gmt":"2025-06-25T08:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35352-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:34:13","modified_gmt":"2025-06-25T08:34:13","slug":"35352-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35352-01\/","title":{"rendered":"Initiierung eines Dialogprozesses zum Aufbau eines Partnernetzwerkes mit der baltischen Wasserwirtschaft &#8211; BaltAqua"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem 6. Ziel f\u00fcr nachhaltige Entwicklung betonen die Vereinten Nationen, wie wichtig es ist, die Verf\u00fcgbarkeit von sauberem Trinkwasser und sanit\u00e4ren Einrichtungen f\u00fcr alle zu gew\u00e4hrleisten. Die Wasserwirtschaft steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen, wie z. B. dem zunehmenden Druck auf die Grundwasserressourcen aufgrund des Klimawandels und der Nitratverschmutzung durch intensive Landwirtschaft. Diese Probleme manifestieren sich vor allem auf lokaler und regionaler Ebene, wie in den baltischen Staaten und in den nordwestlichen Regionen Niedersachsens, Deutschland, zu beobachten ist. Beide Regionen weisen vergleichbare geografische Merkmale und Nutzungsanspr\u00fcche an die Ressource Wasser auf, die ein bislang noch weitgehend ungenutztes Potential f\u00fcr den Ausbau der Kooperation darstellen. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Projektes BaltAqua ein Netzwerk mit wasserwirtschaftlichen Akteuren aus den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen aufzubauen. Gemeinsam sollen zukunftsorientierte Themen identifiziert und Handlungsfelder f\u00fcr Kooperations- und Austauschprojekte erarbeitet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt BaltAqua gliedert sich in drei Arbeitspakete:<br \/>\nAP 1: Anbahnungsprozess und Netzwerkaufbau<br \/>\n&#8211; Identifikation geeigneter potenzieller Kooperationspartner im baltischen Raum<br \/>\n&#8211; Identifikation m\u00f6glicher Arbeitsschwerpunkte sowie Best-Practice-Projekte im baltischen Raum<br \/>\nAP 2: Organisation und Durchf\u00fchrung eines Ideenfindungsworkshops<br \/>\n&#8211; Mit interessierten baltischen Partnern werden in zwei Workshops gemeinsame Handlungsfelder und Projektideen konkretisiert und Kooperationsthemen abgesteckt<br \/>\nAP 3: Roadmap \u0084langfristige und projektbasierte Kooperationen im baltischen Raum\u0093<br \/>\n&#8211; Auf Grundlage der Ergebnisse aus AP1 und AP2 wird eine Roadmap f\u00fcr die weitere Zusammenarbeit erstellt. Hierf\u00fcr werden verschiedene Komponenten von Zusammenarbeit identifiziert. Diese k\u00f6nnten beispielsweise den Aufbau einer Dialogplattform, Weichenstellungen f\u00fcr die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Stipendienprogramm der DBU, aber auch konkrete Projektideen sein<\/p>\n<p>Das Projekt wird in allen drei Phasen durch ein disziplin\u00e4r breit aufgestelltes Wissenschaftsteam der Universit\u00e4t Oldenburg begleitet. Der Modellcharakter des geplanten Netzwerkprojekts und des vorgesehenen L\u00f6sungsweges zeigt sich vor allem in der Schaffung innovativer Kooperationsformate. Da eine Problemanalyse und die Anpassung an die spezifischen lokalen Verh\u00e4ltnisse nur durch die Akteure vor Ort sinnvoll durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, werden L\u00f6sungswege und Strategien gemeinsam mit den Partnern entwickelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Neben dem vorrangigen Projektziel, ein Netzwerk mit wasserwirtschaftlichen Akteuren aus den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen aufzubauen, liefert das Projekt BaltAqua folgende konkrete Projektergebnisse:<\/p>\n<p>&#8211; Mind-Maps mit thematischen Schl\u00fcsselaspekten, relevanten Akteuren und Best-Practice-Projekten sowie \u00dcbersichten \u00fcber Stakeholder in Zielregionen<br \/>\n&#8211; Durchf\u00fchrung von drei digitalen und zwei Pr\u00e4senzworkshops mit Einsatz von innovativen Workshop-Methoden<br \/>\n&#8211; Erstellung einer Roadmap in Form eines Graphic Recording, das den Projektverlauf dokumentiert und zugleich als Ausgangspunkt f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kooperationen dient<br \/>\n&#8211; Verbreitung der Projektergebnisse auf diversen nationalen und internationalen Veranstaltungen<br \/>\n&#8211; Etablierung eines Netzwerks, das als Plattform f\u00fcr gemeinsame Projektantr\u00e4ge und Veranstaltungseinladungen genutzt wird <\/p>\n<p>Eine zentrale Herausforderung im Projekt bestand darin, auf Seiten der Stakeholder das Engagement f\u00fcr das Projekt \u00fcber die Projektlaufzeit und die Distanz hinweg aufrechtzuerhalten. Die Einbindung eines baltischen Stakeholders in der Phase der Antragstellung als Vollpartner h\u00e4tte einen zus\u00e4tzlichen Gewinn f\u00fcr das Projekt dargestellt, da das Netzwerk und Know-How der assoziierten Partner vor Ort entscheidend f\u00fcr den Projekterfolg waren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Laufe des Projektes wurden alle relevanten Aktivit\u00e4ten \u00fcber diverse Informationskan\u00e4le geteilt (Instagram, LinkedIn, E-Mail-Verteiler, Pressemitteilungen, Website). Dadurch wurde sichergestellt, dass eine m\u00f6glichst breite Gruppe an Interessierten \u00fcber das Projekt informiert wurde. Eine besonders hohe Reichweite konnte dabei \u00fcber LinkedIn erreicht werden. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur digitalen Pr\u00e4sentation bot insbesondere der Zeitraum der Projektverl\u00e4ngerung die Chance zur weiteren Dissemination der Ergebnisse: Im Oktober 2023 wurden die Projektergebnisse auf Einladung des Estnischen Umweltministeriums w\u00e4hrend der \u0084LIFE IP CleanEst Konferenz\u0093 in Estland, Narva vorgestellt. Das Projekt BaltAqua wurde als beispielhaftes Vernetzungsprojekt wahrgenommen, das durch den internationalen Austausch auf beiden Seiten zu einem st\u00e4rkeren gegenseitigen Bewusstsein f\u00fcr die jeweiligen Herausforderungen im Wassersektor gef\u00fchrt hat. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Verbreitung der Projektergebnisse im internationalen Kontext und der Zielregion, bot sich im Juni 2024 die M\u00f6glichkeit, das Projekt einem deutschen Publikum zu pr\u00e4sentieren: auf der Woche der Umwelt in Berlin pr\u00e4sentierte der OOWV das Projekt unter der \u00dcberschrift \u0084Herausforderung Klimawandel &#8211; Innovative L\u00f6sungen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Wasserversorgung\u0093.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich feststellen, dass es trotz anf\u00e4nglicher Einschr\u00e4nkungen durch COVID-19 und den russischen Angriff auf die Ukraine, gelungen ist ein Netzwerk zu etablieren und pers\u00f6nliche Vernetzungstreffen durchzuf\u00fchren. Besonders ist hier die hohe Flexibilit\u00e4t des F\u00f6rdermittelgebers hervorzuheben, durch die eine Anpassung an \u00e4u\u00dfere Gegebenheiten m\u00f6glich wurde.<\/p>\n<p>Als sehr gewinnbringend f\u00fcr das Projekt erwies sich die unterst\u00fctzende und f\u00f6rdernde Rolle des Fachbeirats. Die Mitglieder haben durch wertvolle Hinweise im Rahmen der Fachbeiratssitzungen aber auch durch die aktive Teilnahme und Mitgestaltung der Workshops einen entscheidenden Beitrag zum Projekt geleistet. Dar\u00fcber hinaus eignete sich der Fachbeirat sehr gut, um Synergien zu bereits bestehenden Forschungsprojekten zu sichern und zu nutzen.<\/p>\n<p>Insgesamt konnte \u00fcber die Projektlaufzeit ein stabiles Netzwerk in die Zielregion etabliert werden, welches auch \u00fcber das Projektende hinaus die Grundlage f\u00fcr gemeinsame Projektantr\u00e4ge und Kooperationsformate darstellt. Entscheidend hierf\u00fcr war der intensive Wissensaustausch w\u00e4hrend einer Vielzahl von Vernetzungstreffen \u00fcber die Projektlaufzeit hinweg in Deutschland und dem Baltikum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem 6. Ziel f\u00fcr nachhaltige Entwicklung betonen die Vereinten Nationen, wie wichtig es ist, die Verf\u00fcgbarkeit von sauberem Trinkwasser und sanit\u00e4ren Einrichtungen f\u00fcr alle zu gew\u00e4hrleisten. Die Wasserwirtschaft steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen, wie z. 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