{"id":27399,"date":"2023-07-14T10:40:18","date_gmt":"2023-07-14T08:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35650-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:40:19","modified_gmt":"2023-07-14T08:40:19","slug":"35650-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35650-01\/","title":{"rendered":"Netzwerk-Tagung zu internationalen Konventionen des Biodiversit\u00e4tsschutzes \u0096 l\u00e4ndervergleichende Bestandsaufnahme nach 40 Jahren sowie Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit der Konferenz von Rio gilt der Kampf gegen den Biodiversit\u00e4tsverlust als international vordringliche Aufgabe. 40 Jahre nach Verabschiedung der Bonner und Berner Konvention und dem Inkrafttreten der Vogelschutzrichtlinie besteht ein Netz von rechtlich und politisch verbindlichen Instrumenten f\u00fcr den Schutz von wildlebenden Pflanzen und Tieren sowie ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume. Trotz dieser Regelungen aber schreitet der Verlust an biologischer Vielfalt dramatisch voran, was teilweise auch daran liegt, dass das Wissen dar\u00fcber fehlt, welche Normen und Regeln in Nachbarl\u00e4ndern angewendet werden und damit die grenz\u00fcberschreitende Zielsetzung der Konventionen und Richtlinien konterkariert wird.<br \/>\nVom 27. bis 28. Oktober 2021 fand an der Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz die Netzwerktagung zu internationalen Konventionen des Biodiversit\u00e4tsschutzes statt. Ziel war eine l\u00e4nder\u00fcbergreifende Bestandsaufnahme und Diskussion der Fortschritte und Defizite bei der Umsetzung der Konventionen und der Vogelschutzrichtlinie. Durch den Erfahrungsaustausch mit den beteiligten L\u00e4ndern sollten Probleme er\u00f6rtert und L\u00f6sungen diskutiert werden. Zugleich sollte eine Unterst\u00fctzung von NGOs sowie ein Beitrag zur Politikberatung geleistet werden. Auch sollten wichtige Akteure aus unterschiedlichen Bereichen und L\u00e4ndern zusammengef\u00fchrt werden (Netzwerkgedanke).<\/p>\n<p>Die Netzwerktagung wurde veranstaltet von: <\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Naturschutz und Naturschutzrecht T\u00fcbingen, A &#038; J Schumacher GbR<br \/>\nAss. Jur. Jochen Schumacher<\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Umweltrecht (IUR) Johannes Kepler Universit\u00e4t Linz<br \/>\nUniv.-Prof.in Dr.in Erika M. Wagner<\/p>\n<p>Universit\u00e4t Prag, Lehrstuhl f\u00fcr Umweltrecht (LUR)<br \/>\nUniv. Prof. JUDr. Milan Damohorsk\u00fd, DrSc. und Vojtech Stejskal<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Netzwerktagung gliederte sich in folgende Themenbl\u00f6cke:<\/p>\n<p>Block 1:\tEinf\u00fchrung in die Tagung<br \/>\nBlock 2: \tHerausforderung Arten- und Biodiversit\u00e4tsschutz<br \/>\nBlock 3: \tMechanismen f\u00fcr den Erfolg<br \/>\nBlock 4: \tJunges Forum<br \/>\nBlock 5: \tPraxisbeispiele<br \/>\nBlock 6: \tPraedatorenschutz und Entsch\u00e4digungsrecht<br \/>\nBlock 7: \tHandlungsauftr\u00e4ge an Gesellschaft und Politik<\/p>\n<p>Im Rahmen der Tagung wurde zu den verschiedenen Themenbl\u00f6cken des Biodiversit\u00e4tsschutzes aus l\u00e4nder\u00fcbergreifender Sicht referiert und eingehend diskutiert. Hierzu wurden Expert*innen aus mehreren EU-Staaten, der Schweiz sowie ein Vertreter der Europ\u00e4ischen Kommission und ein Mitglied des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs eingeladen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Student*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen wurde ein spezielles \u0084Junges Forum\u0093 veranstaltet. Die Themen lauteten: \u0084Bedeutung der UN-Dekade \u0084Ecosystem Restoration\u0093 f\u00fcr die Umsetzung von Biodiversit\u00e4tsschutzzielen\u0093 sowie \u0084Globale Beispiele zur Eigenrechtsf\u00e4higkeit von Naturg\u00fctern\u0093. Erg\u00e4nzt wurde die Veranstaltung durch das Planspiel \u0084Biodiversit\u00e4t am Wort \u0096 wer soll die H\u00fcterin der Biodiversit\u00e4t sein?\u0093<\/p>\n<p>Die Tagung war zun\u00e4chst f\u00fcr Herbst 2020 geplant musste aber Corona-bedingt um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund der aktuellen Pandemielage im Oktober 2021 wurde die Veranstaltung kurzfristig von einer reinen Pr\u00e4senzveranstaltung zu einer Hybridveranstaltung (Pr\u00e4senz und Online) erweitert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Tagung richtete sich an Vertreter*innen aus Rechts- und Naturwissenschaft, Beh\u00f6rden, NGOs, Planungsb\u00fcros und Politik. Als offene Akteursrunde war sie f\u00fcr alle, die im Bereich des Biodiversit\u00e4tsschutzes beruflich oder ehrenamtlich engagiert sind, von gro\u00dfem Interesse.<br \/>\nDie Ergebnisse der Tagung werden 2022 in einem Tagungsband ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Veranstaltung erregte gro\u00dfes Interesse und f\u00fchrte zu intensiven Diskussionen und einem wertvollen Erfahrungsaustausch. Das Format der Veranstaltung wurde \u0096 insbesondere auch von NGOs \u0096 als hilfreiche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Praxis angesehen. Das Ziel, Akteure aus unterschiedlichen Bereichen und L\u00e4ndern zu vernetzen, ist gelungen. Von den Teilnehmern wurde eine Fortsetzung der Tagung in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden angeregt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit der Konferenz von Rio gilt der Kampf gegen den Biodiversit\u00e4tsverlust als international vordringliche Aufgabe. 40 Jahre nach Verabschiedung der Bonner und Berner Konvention und dem Inkrafttreten der Vogelschutzrichtlinie besteht ein Netz von rechtlich und politisch verbindlichen Instrumenten f\u00fcr den Schutz von wildlebenden Pflanzen und Tieren sowie ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume. 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