{"id":27398,"date":"2024-11-27T10:46:50","date_gmt":"2024-11-27T09:46:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35641-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:46:55","modified_gmt":"2024-11-27T09:46:55","slug":"35641-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35641-01\/","title":{"rendered":"Low Carbon Finance (AFI KliMa): Alternative Finanzierungs-Instrumente f\u00fcr kleinskalige Klima- und Umweltschutzprojekte und -ma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zur Finanzierung von Klimaschutzma\u00dfnamen wurde und wird eine Vielzahl von Anreizinstrumenten und Programmen auf unterschiedlichen Ebenen entwickelt und aufgelegt. Diesen Instrumenten fehlt jedoch \u00fcberwiegend die Ber\u00fccksichtigung von Vorketten und hier vor allem der Transporte entlang der oft globalen Prozessketten. Diese sind im hohen Ma\u00dfe klimarelevant, so dass sich hier ein Defizit in der Klimaschutzpolitik auftut und Potenziale f\u00fcr steuernde Anreizinstrumente brach liegen. Ziel des Projekts war und ist es, diese Potenziale zu eruieren und modellhaft am Beispiel des Umweltzeichens HOLZ VON HIER (Low Carbon Timber) unterst\u00fctzende Finanzierungs- und Anreizinstrumente f\u00fcr nicht staatliche Klimaschutzstrategien zu identifizieren, evaluieren und wo m\u00f6glich einige bis zur ersten Umsetzung zu erschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenHandlungsfeld 1) Staatliche Klimaschutz Instrumente.<br \/>\nTeilziel: Sensibilisierung der politischen Ebene f\u00fcr die Bedeutung von Prozessketten f\u00fcr den Klimaschutz.<br \/>\nIm Handlungsfeld \u0084Staatliche Instrumente\u0093 erfolgten Befragungen und Dialoge, eine Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen und ein Stakeholderdiskurs. Der Diskurs erfolgte mit verschiedenen relevanten Akteuren wie Bundesministerien, Landesministerien, Umwelt- und Verbraucherorganisationen, Planer-Organisationen und Akteuren in Bereich Bioenergie. Zudem wurden auch EU-Organe und Stakeholder in \u00d6sterreich kontaktiert, um M\u00f6glichkeiten zur Verankerungen von Zielen und Diskursergebnissen in der EU abzukl\u00e4ren und um durch Vorbildwirkung in anderen L\u00e4ndern die Bereitschaft, HOLZ VON HIER\u00ae in staatliche Instrumente zu integrieren, auch in Deutschland zu erh\u00f6hen. Der Diskurs mit Stakeholdern und Akteuren auf EU-Ebene in anderen L\u00e4ndern der EU, vor allem \u00d6sterreich, und auch auf der Bundeslandebene in Deutschland verlief sehr konstruktiv und soll kontinuierlich ausgebaut werden. Der Diskurs zeigte aber auch klar unterschiedliche Standpunkte, Notwendigkeiten und Haltungen zwischen der Branche, den Kommunen, Beh\u00f6rden, Ministerien, dem Forst und Umwelt-NGO\u0091s auf, was die Bedeutung kurzer Lieferketten innerhalb Europas und beispielswiese die Forstliche Nutzung sowie die energetische Holznutzung angeht.<br \/>\nBeispiele f\u00fcr Ergebnisse:<br \/>\nAuf europ\u00e4ischer Ebene konnte durch den Stakeholderdiskurs ein Kontakt aufgebaut werden zu verschiedenen relevanten Ebenen und Akteuren, wie z. B. den Generaldirektionen Umwelt, Klima und Regionalpolitik der EU-Kommission sowie auch der \u0084Neues Europ\u00e4isches Bauhaus\u0093-Initiative (NEB). Dies ist wichtig, um das Bewusstsein f\u00fcr die Bedeutung von Transporten und kurzen klimafreundlichen Lieferketten auch bei europ\u00e4ischen Entscheidern zu sch\u00e4rfen. Gerade auch die neue Initiative der Kommission, das \u0084Neue Europ\u00e4ische Bauhaus\u0093, ist hier von Bedeutung, da diese in den kommenden Jahren F\u00f6rderpolitik und Anreizinstrumente sowie Rahmenbedingungen und Richtlinien beeinflussen wird.<br \/>\nAuf nationaler Ebene konnte das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae vor allem in an Deutschland angrenzenden europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bereits erfolgreich etabliert werden.<br \/>\nIn \u00d6sterreich hat HOLZ VON HIER\u00ae auf h\u00f6chster politischer und administrativer Ebene Eingang gefunden, was auch durch die Projektaktivit\u00e4ten erreicht werden konnte: 1) HOLZ VON HIER\u00ae wird im Rahmen des \u00f6sterreichischen Aktionsplans \u0084Nachhaltige Beschaffung&#8221; (NaBe; das ist in etwa ein Pendant zum deutschen Bundesbeschaffungserlass), als gleichwertiger Nachweis f\u00fcr Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft anerkannt. 2) Im Rahmen des \u00f6sterreichischen Waldfonds wird bei der F\u00f6rderung von Geb\u00e4uden in Holzbauweise der Nachweis einer Zertifizierung mit HOLZ VON HIER\u00ae als eine Nachweism\u00f6glichkeit zur Erf\u00fcllung der notwendigen F\u00f6rdervoraussetzungen explizit genannt. In Deutschland gibt es hierzu kein direkt vergleichbares Pendant.<br \/>\n3) Das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae ist Partner der \u00f6sterreichischen Initiative \u0084Klimaaktiv&#8221;, die als ein gewisses Pendant zum deutschen Qualit\u00e4tssiegel nachhaltiges Bauen (QNG) betrachtet werden kann. HVH wird im Rahmen der Auszeichnung von Musterbeispielen f\u00fcr klimafreundliche, nachhaltige Geb\u00e4ude als G\u00fctezeichen akzeptiert. 4) In der \u00f6sterreichischen Datenbank f\u00fcr Umweltinformationen zu Bauprodukten \u0084Baubook\u0093 ist HOLZ VON HIER\u00ae als Nachweis f\u00fcr die Erf\u00fcllung der gesetzten Nachhaltigkeitsanforderungen (in dem Fall Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft) anerkannt und explizit gelistet. Das Baubook ist das Pendant zur deutschen \u00d6kobaudat. Da das Baubook in \u00d6sterreich die Datenbasis f\u00fcr Berechnungen im Rahmen von \u00f6sterreichischen F\u00f6rderprogrammen darstellt, ist die dortige Listung von HVH auch f\u00f6rderrelevant. 5) Bei der Revision der Kriterien im Zertifizierungs-Standard f\u00fcr Holzprodukte wurde das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae als Nachweis f\u00fcr die Erf\u00fcllung der Voraussetzungen an nachhaltige Waldwirtschaft explizit mit aufgenommen. Das \u00f6sterreichische Umweltzeichen kann als staatliches Umweltzeichen mit dem deutschen \u0084Blauen Engel&#8221; analog gesetzt werden.<br \/>\nIn Luxemburg ist das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae als eine von drei Handlungsfeldern bzw. -s\u00e4ulen in die nationale Kampagne \u0084Eist Holz&#8221; zur F\u00f6rderung des heimischen Holzes integriert worden. Au\u00dferdem werden Kommunen bei der Verwendung von mit HOLZ VON HIER\u00ae zertifizierten Baumaterialien oder Beschaffungen im Rahmen des luxemburgischen \u0084Pacte Climat&#8221; (Klimapakt) durch Zusch\u00fcsse vom Staat finanziell honoriert.<br \/>\nIn Deutschland wird HOLZ VON HIER\u00ae vor allem in den Bundesl\u00e4ndern Rheinland-Pfalz und Sachsen umgesetzt. In Rheinland-Pfalz wird HVH inzwischen auf politischen Beschluss landesweit umgesetzt und zwar unter der Federf\u00fchrung des Ministeriums f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilit\u00e4t Rheinland-Pfalz, Frau Ministerin Eder und Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, Frau Ministerin Ahnen. In Rheinland-Pfalz unterst\u00fctzen diverse Stakeholder die landesweite Umsetzung wie der Landesforst, die Landesliegenschaften, Kommunalverb\u00e4nde, Planerverb\u00e4nde, das Cluster und andere. In Sachsen wird HVH von den Kammern wie der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer stark unterst\u00fctzt, mit den Landesforsten Sachsen besteht eine offizielle Partnerschaft und das S\u00e4chsisches Staatsministerium f\u00fcr Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft sowie das S\u00e4chsische Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterst\u00fctzen HVH bei der Einf\u00fchrung in Sachsen.<\/p>\n<p>Handlungsfeld 2)  Kommunale Klimaschutz Programme.<br \/>\nTeilziel: Ziel im Handlungsfeld 2 war die Sensibilisierung von Kommunen und Landkreisen und deren Stakeholdergruppen f\u00fcr das Thema, die Entwicklung von Vorlagen und Musterbeispielen, sowie die Verankerung von HOLZ VON HIER\u00ae (HVH) in m\u00f6glichst vielen kommunalen Anreizinstrumenten. <\/p>\n<p>Aktivit\u00e4ten im Projekt waren (1) die Direktansprache von Kommunen, (2) Ausarbeitung von Leitlinien sowie (3) die Erarbeitung unterschiedlicher Umsetzungstools. Dadurch wurden im Projekt die Grundlagen geschaffen, um Lieferkettenaspekte und Herkunftsnachweise wie HVH in kommunale Klimaschutzprogramme aufnehmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Direktansprache von Kommunen und Landkreisen wurde und wird unterst\u00fctzt durch DLT, DST, DStGB. Es wurden mehrere Rundschreiben an alle Kommunen und Landkreise in Deutschland erstellt und verschickt. Bislang wurden so diverse Kommunen interessiert und mit etwa 70 Kommunen, Landkreisen und St\u00e4dten wurden vertiefende Gespr\u00e4che gef\u00fchrt. Zudem erfolgten Gespr\u00e4che mit kommunalen Klimanetzwerken und Metropolregionen. Als Grundlage f\u00fcr die Ansprache wurde eine Adressdatenbank mit entsprechenden interessierten Kommunen aufgebaut, die kontinuierlich erweitert wird.<br \/>\nMusterleitlinien wurden ausgearbeitet im Hinblick auf die Integration von HOLZ VON HIER\u00ae in Ausschreibungen (a). Hier wird in Form einer Anleitung beschrieben, wie Kommunen in den verschiedenen Beschaffungsstadien vorgehen k\u00f6nnen. Zudem wurde nach den Gespr\u00e4chen mit den kommunalen Spitzenverb\u00e4nden beschlossen, eine gemeinsame Brosch\u00fcre (b) zu entwickeln und herauszugeben, die die verschiedenen Ansatzpunkte f\u00fcr die Implementierung von HOLZ VON HIER\u00ae in der Kommune zum Inhalt hat. Hier werden neben der grunds\u00e4tzlichen Argumentation konkrete Umsetzungsschritte vorgestellt sowie abschlie\u00dfend bestehende Best Practice Beispiele.<br \/>\nAls unterst\u00fctzende Tools wurden zudem entwickelt:<br \/>\n\u0095\tEine Online-Karte mit Suchfunktion f\u00fcr die Recherche nach potenziellen Produzenten \/ Lieferanten von unterschiedlichen Holzsortimenten und -produkten als strukturelles Tool zur Unterst\u00fctzung bei der Marktanalyse f\u00fcr die Kommunen im Ausschreibungsprozess.<br \/>\n\u0095\tEin HOLZ VON HIER\u00ae-Geb\u00e4udeklimapass, der f\u00fcr konkrete Geb\u00e4ude den Klimanutzen quantifiziert und dokumentiert, der durch die Tatsache der Verwendung von nach HOLZ VON HIER\u00ae zertifizierten Holzprodukten anstelle von Holzprodukten unbekannter Herkunft bedingt ist. Dieser Geb\u00e4udeklimapass, der pro Geb\u00e4ude eine Urkunde und einen Report beinhaltet, wurde erstmals f\u00fcr das \u0084Franklin Village\u0093 in Mannheim vergeben.<br \/>\n\u0095\tZudem wurde online ein erweiterter kommunaler Helpdesk erstellt, bei dem interessierte Kommunen vielf\u00e4ltige relevante Informationen und Hilfestellungen abrufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Handlungsfeld 3) Regionaler Kohlenstoffmarkt, VCM Standard.<br \/>\nTeilziel: Ziel im Handlungsfeld 3 war die Pr\u00fcfung der Integrierbarkeit von HOLZ VON HIER\u00ae (HVH) in den freiwilligen den Kohlenstoffmarkt und, wenn m\u00f6glich, die Platzierung von entsprechenden Zertifikaten auf dem realen Markt.<br \/>\nEs wurden folgende Schritte umgesetzt:<br \/>\n(1) Entwicklung von Grundlagen f\u00fcr eine Emission von Klima-Zertifikaten.<br \/>\n(2) Recherche und Verhandlungen mit Plattformen und Anbietern<br \/>\n(3) Konzeption einer Verwaltungs- und Administrationsstruktur f\u00fcr eine gemeinn\u00fctzige Emissionsstelle, die die Klimazertifikate auf der Basis der HVH Produktzertifikate ausgibt.<br \/>\nZu 1) Wichtig bei Senkenprojekten ist die Dokumentation der Erf\u00fcllung der Anforderungen an solche Senkenprojekte vor alle im Hinblick auf Vertrauensw\u00fcrdigkeit. Hierzu wurde zun\u00e4chst eine Zertifizierung der Emission von HOLZ VON HIER\u00ae-Klimazertifikaten mittels des bekannten Gold-Standards gepr\u00fcft. Dies stellte sich jedoch als undurchf\u00fchrbar und nicht sinnvoll heraus. Aus diesem Grund erfolgte die Entwicklung eines eigenen regionalen VCM-Standards f\u00fcr die Ausgabe von HVH-Klimazertifikaten, der die Erf\u00fcllung mit den \u00fcblichen internationalen Anforderungen an Senkenprojekte dokumentiert. Die Entwicklung erfolgte dabei in Anlehnung an dem einzigen sonstigen regionalen Standard in Deutschland, den \u0084Moor Futures\u0093. Als Grundlage f\u00fcr das weitere Vorgehen wurden im Projekt \u0084realgenerische Benchmarks\u0093 zur Rohstoffgewinnung (A1), f\u00fcr Transporte A2 (Prozesskette) und A4 (Produktherk\u00fcnfte) erarbeitet, mit Beschreibung der Methodik, Kriterien und Datengrundlagen. Weiterhin erfolgte eine B\u00fcndelung und Vergleich klassischer Referenzwerte im Bereich Produktion A3 und Nachnutzug (C, D) aus diversen Datenbanken. Anschlie\u00dfend wurde mit der technischen Umsetzung im Rahmen des elektronischen Controllingsystems von HOLZ VON HIE\u00ae begonnen. Die HVH produktbezogenen Zertifikate dokumentieren derzeit nur die akkumulierten Transportentfernungen, bilanzieren selbst aber noch nicht die CO2-Einsparung durch HVH gegen\u00fcber Benchmarks. Dies soll auf den Klima-Zertifikaten geschehen. Die Verkn\u00fcpfung der Klimazertifikate mit den Produkt-Zertifikaten muss neu programmiert werden inklusive aller internationaler Anforderungen an Klima-Zertifikate (z. B. L\u00f6schung usw.).<br \/>\nZu 2) Parallel zu den oben genannten Arbeiten wurde mit unterschiedlichen potenziellen Anbietern oder Plattformen f\u00fcr Klimazertifikate Kontakt aufgenommen und eine Integration von HVH Klimazertifikaten diskutiert. Der Vorteil hiervon l\u00e4ge darin, dass der Zugang zu potenziellen K\u00e4ufern von Klimazertifikaten erleichtert w\u00fcrde, da die Plattformen bereits eine mehr oder weniger gro\u00dfe Bekanntheit und damit auch entsprechend Kunden haben. Die meisten der bestehenden (Handels-)Plattformen kommen jedoch nach den Gespr\u00e4chen und Recherchen hierf\u00fcr nicht in Frage, da sie ausschlie\u00dflich Senkenprojekte in Entwicklungsl\u00e4ndern oder Schwellenl\u00e4ndern akzeptieren bzw. vermitteln. Ansatzpunkte f\u00fcr eine Verankerung haben sich aber bei drei Plattformen ergeben: a) mit dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern, das eine eigene Handelsplattform f\u00fcr Umweltzertifikate betreibt, b) der Plattform \u0082NatureOffice\u0091 sowie c) der \u00f6sterreichischen Plattform \u0082Klimacent\u0091. Unabh\u00e4ngig von einer Verankerung in bestehende Handelsplattformen k\u00f6nnen die Zertifikate aber auch direkt vom Emittenten angeboten werden (s. Punkt 3).<br \/>\nZu 3) Eine Emissionsstelle \u0082Low Carbon Trust\u0091 wurde konzipiert und entwickelt. Sie befindet sich zum Zeitpunkt des Projektabschlusses in der Gr\u00fcndungsphase. Zun\u00e4chst wird der Trust von HOLZ VON HIER\u00ae verwaltet, die Kontrolle der Zertifikate und Mittelfl\u00fcsse wird durch einen unabh\u00e4ngigen Notar und einen Steuerberater \u00fcberwacht werden. Zudem werden Beschl\u00fcsse in einem gesonderten Aufsichtsratsgremium \u00fcbernommen, erste Partner aus dem Bereich kommunale Spitzenverb\u00e4nde haben hier bereits ihre Bereitschaft erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Handlungsfeld 4) Green Bonds &#038; Green Loans.<br \/>\nTeilziel: Ziel im Handlungsfeld 4 war die Sensibilisierung von Kapitalmarktakteuren f\u00fcr die Bedeutung von kurzen, klimafreundlichen Lieferketten, nachgewiesen durch HOLZ VON HIER\u00ae. Wenn m\u00f6glich, sollte die Verankerung von HVH in bestehenden Kapitalmarktplattformen bzw. Finanzprodukten mit entsprechenden Banken und Finanzinstituten angesprochen werden. Zudem sollte mit Banken eine m\u00f6gliche Entwicklung eines Green Bonds mit dem Thema diskutiert werden.<br \/>\nIm Handlungsfeld 4 wurden folgende Aktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt:<br \/>\n1) Recherche nach potenziellen einschl\u00e4gigen Kapitalmarktakteuren und nachfolgend intensiver Dialog mit diversen solcher Akteure, wie Banken und Finanzdienstleister, bez\u00fcglich der M\u00f6glichkeiten einer Integration des Umweltzeichens HOLZ VON HIER\u00ae in ggf. vorhandene Nachhaltigkeitskriterien derselben. Nach den Gespr\u00e4chen mit verschiedenen Akteuren ist dabei eine Voraussetzung, dass Grundlagen f\u00fcr die Ermittlung der Klimawirkung erarbeitet sind, die auch mit den internationalen Anforderungen an Gr\u00fcne Finanzprodukte konform sein m\u00fcssen. Aus diesem Grund erfolgte<br \/>\n2) die Erarbeitung solcher Grundlagen f\u00fcr die Integration von HVH in Finanzprodukte bzw. Nachhaltigkeitskriterien. Hierzu z\u00e4hlen neben den Unterlagen, die die Klimawirkung ermitteln und auch f\u00fcr das Thema VCM Markt wichtig sind, auch Konformit\u00e4tsdokumentationen mit dem PCAF-Standard.<br \/>\n3) Ansprache von potentiellen Emittenten eines Green Bonds. Green Bonds sind nur ein spezielles Finanzprodukt, in welches man die Aspekte Graue Energie der Vorketten und klimaoptimierte Vorketten integrieren kann. Prinzipiell k\u00f6nnen solche Aspekte in unterschiedlichsten gr\u00fcnen Finanzprodukten aufgenommen werden.<br \/>\nErgebnisse.<br \/>\nFolgende Ergebnisse konnten erzielt werden:<br \/>\n\u0095\tVerankerung in Investitionskrediten einer Aufbaubank. Die S\u00e4chsische Aufbaubank (SAB) z.B. nennt in der F\u00f6rderrichtlinie \u0082GRW RIGA\u0091 das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae als eine M\u00f6glichkeit, die Anforderungen im Rahmen des erweiterten \u00f6kologischen Nachhaltigkeitsnachweises (als Voraussetzung f\u00fcr die Kreditvergabe) zu dokumentieren.<br \/>\n\u0095\tBaukredite der Ethikbank. Aktuell werden, durch das Projekt angesto\u00dfen, bereits zinsverg\u00fcnstigte Kredite f\u00fcr Geb\u00e4ude mit HVH Baustoffen von der Ethikbank vergeben. Verschiedene andere Banken werden dem Beispiel voraussichtlich folgen.<br \/>\n\u0095\tIntegration in Nachhaltigkeitsanforderungen eines Immobilienfinanzierers. Der in \u00d6sterreich und Deutschland aktive Immobilienfinanzierer \u0082FairFinance\u0091 hat das Umweltzeichen HOLZ VON HIER\u00ae mit zus\u00e4tzlichen positiven Punkten beim Rating eines Immobilienprojektes bewertet.<br \/>\n\u0095\tVorgespr\u00e4che und Grundlagenerhebung f\u00fcr die Entwicklung eines Green Bonds mit der evangelischen Bank als ein Pionier und einer der gr\u00f6\u00dften Nachhaltigkeitsbanken in Deutschland. Der Vorschlag f\u00fcr den Green Bond und die verst\u00e4rkte Ber\u00fccksichtigung von scope 3 in die Nachhaltigkeitsbewertung bei der Kreditvergabe und anderer Finanzprodukte stie\u00df auf gro\u00dfes Interesse und die Auflage eines solchen Green Bond ist nach den bisherigen Gespr\u00e4chen durchaus denkbar bzw. realistisch. Eine entsprechende gemeinsame Entwicklung h\u00e4tte den Rahmen des Projekts bei weitem gesprengt und war w\u00e4hrend der Projektlaufzeit nicht realisierbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts wurden neben der zielgruppenspezifischen Kommunikation und Ansprache in den 4 Handlungsfeldern verschiedene Beitr\u00e4ge in der Fachpresse sowie in Presseorganen von Stakeholdern in verschiedenen Bundesl\u00e4ndern und Regionen publiziert.  <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt konnte das Projekt mit einem erfreulichen Erfolg umgesetzt werden. Wenngleich z.B. im Handlungsfeld 1 auf Bundesebene die internen Erwartungen des Antragstellers\/Projektteams nicht erf\u00fcllt worden sind, konnten in den anderen Bereichen \u00fcberraschende Erfolge erzielt werden, die die gesteckten Ziele eher \u00fcbertrafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zur Finanzierung von Klimaschutzma\u00dfnamen wurde und wird eine Vielzahl von Anreizinstrumenten und Programmen auf unterschiedlichen Ebenen entwickelt und aufgelegt. Diesen Instrumenten fehlt jedoch \u00fcberwiegend die Ber\u00fccksichtigung von Vorketten und hier vor allem der Transporte entlang der oft globalen Prozessketten. 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