{"id":27360,"date":"2025-12-17T10:32:12","date_gmt":"2025-12-17T09:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35094-01\/"},"modified":"2025-12-17T10:32:14","modified_gmt":"2025-12-17T09:32:14","slug":"35094-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35094-01\/","title":{"rendered":"Wanderausstellung &#8216;Insektensterben&#8217;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Verlust von Biodiversit\u00e4t und vor allem das Insektensterben sind zentrale Themen des Naturschutzes und der Umweltbildung. Nichtsdestotrotz sind viele der wissenschaftlichen Hintergr\u00fcnde nicht f\u00fcr die Allgemeinheit aufbereitet. Aus diesem Grund hatten sich zw\u00f6lf norddeutsche naturkundliche Museen und Sammlungen, die im Museumsverbund der Nord- und Ostsee Region NORe e. V. organisiert sind, zusammengetan, um gemeinsam eine Wanderausstellung zum R\u00fcckgang der Insekten in Deutschland zu konzipieren und durchzuf\u00fchren.<br \/>\nZiel des noch bis mindestens 2027 weiterlaufenden Wanderausstellungsprojekts ist es \u00fcber Naturzusammenh\u00e4nge aufzukl\u00e4ren, damit Besuchende der Ausstellung, insbesondere Kinder und Jugendliche, das R\u00fcstzeug f\u00fcr eine aktive Teilnahme an der laufenden Diskussion \u00fcber den Insektenr\u00fcckgang erhalten.<br \/>\nDie Ausstellung \u0084Facettenreiche Insekten \u0096 Vielfalt I Gef\u00e4hrdung I Schutz\u0093 beantwortet Fragen rund um Insekten und vermittelt anschaulich aktuelle wissenschaftliche Grundlagen ohne die Besuchenden zu \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt ist in vier gr\u00f6\u00dfere Arbeitsschritte gegliedert, die teilweise parallel verlaufen sind:<br \/>\n1. Sichtung bestehender, lokaler wissenschaftlicher Daten und punktuelle Erg\u00e4nzung durch Sammlungsdaten, die den Insektenr\u00fcckgang belegen<br \/>\n2. Konzeption und Bau der Ausstellung<br \/>\n3. Pr\u00e4sentation der Ausstellung an zun\u00e4chst acht Standorten von NORe-Museen<br \/>\n4. Pr\u00e4sentation der Ausstellung an weiteren Stationen im gesamten Bundesgebiet<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde in zweifacher Ausf\u00fchrung produziert und wandert auch \u00fcber das drittmittelgef\u00f6rderte Projekt hinaus bis mindestens Ende 2027 durch verschiedene Museen und Naturschutzh\u00e4user. \u00dcber ein dazugeh\u00f6riges Begleitbuch und Veranstaltungen zur Ausstellung werden Besuchende, die nach einer Evaluation der ersten vier Ausstellungsstandorte n\u00e4her bestimmt werden konnten, erreicht und \u00fcber die Vielfalt, die Gef\u00e4hrdung und den Schutz von Insekten aufgekl\u00e4rt.<br \/>\nEine Ausstellung ist an sich ein gutes Instrument, um Themen aufzugreifen und die Aufmerksamkeit eines Teils der Gesellschaft darauf zu lenken. Zwar sind die Besuchenden eines naturkundlichen Museums nicht uneingeschr\u00e4nkt als repr\u00e4sentativ der allgemeinen Bev\u00f6lkerung anzusehen. Doch auch sie sind ein Bestandteil der Gesellschaft und genau dieser Teil der Gesellschaft \u0096 der nicht untersch\u00e4tzt werden sollte \u0096 kann Gro\u00dfes bewirken.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung an sich ist ein Medium, das sich an die \u00d6ffentlichkeit wendet und \u00fcber das Ergebnisse vermittelt werden. In einer Evaluierung wurden auch Informationen zur Besuchendenstruktur abgefragt. Damit kann gut abgesch\u00e4tzt werden, wen die Ausstellung erreicht. Rund 70 Prozent aller Befragten sind j\u00fcnger als 50 Jahren, knapp die H\u00e4lfte sind sogar j\u00fcnger als 40 Jahren. Teil des Budgets f\u00fcr die Ausstellung waren auch Gelder f\u00fcr Werbemittel wie Flyer, Postkarten und Plakate sowie die Finanzierung von gr\u00f6\u00dferen Marketingaktionen. Fast alle beteiligten NORe-Museen nutzen M\u00f6glichkeiten wie CityCards oder Plakatierung im \u00f6ffentlichen Raum bzw. schalteten Anzeigen sowohl in den Print- als auch in den sozialen Medien, um die Ausstellung bekannter zu machen.<br \/>\nAuf der Homepage www.proinsekt.de stehen die aktuell gezeigten Ausstellungsstandorte im Vordergrund mit ihren Begleitprogrammen. Im Archiv lassen sich die Informationen zu den bereits gezeigten Ausstellungsstandorten finden. Auch das Begleitbuch ist tr\u00e4gt mit einer Auflage von 2.000 St\u00fcck zur Verbreitung der Ergebnisse bei.<br \/>\n\u00dcber die vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen im Rahmen des Begleitprogramms zur Wanderausstellung besch\u00e4ftigten sich in den NORe-Museen gut 10.000 Teilnehmende mit der Vielfalt, der Gef\u00e4hrdung und den Schutz von Insekten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ausstellung und das dazu geh\u00f6rige Begleitbuch haben sich als sehr n\u00fctzliche Werkzeuge der Wissenschaftskommunikation erwiesen, die \u00fcber eine reine Ver\u00f6ffentlichung in einem Buch bzw. \u00fcber einzelne Veranstaltungen hinausgehen.<br \/>\nDie Insekten-Ausstellung ist als Wanderausstellung entworfen, sodass sie in mehreren Museen nacheinander aufgebaut werden kann \u0096 und auch nach einigen Stationen nichts von ihrer Relevanz einb\u00fc\u00dfen wird. Je nach Besuchendenandrang in den jeweiligen Museen werden in jeder Station, in der sie gezeigt wird, Tausende von Besuchenden sie besuchen, was nat\u00fcrlich die Anzahl der erreichten Menschen jeweils erh\u00f6ht und die Wirkung der Ausstellung erstens weiter bzw. gro\u00dffl\u00e4chiger streut, und zweitens verst\u00e4rkt.<br \/>\nDa sie in zweifacher Ausfertigung ihre Wanderschaft angetreten ist, werden noch mehr Menschen im gleichen Zeitraum erreicht.<br \/>\nDie Nachfrage f\u00fcr den Verleih der Ausstellung war sehr gro\u00df und konnte nicht gedeckt werden. Da der Verschlei\u00df der Wanderausstellung noch nicht abzusehen ist, wird aktuell nur bis Ende 2027, also mit fast sechs Jahre Wanderzeit geplant.<br \/>\nAuch war das Presse-Echo bei vielen Standorten sehr gro\u00df, was das Ausstellungsthema \u0084Insektenschwund\u0093 als gesellschaftlich aktuell und interessant ausweist, bei dem der Bedarf nach Informationen und Einordnung gro\u00df ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Verlust von Biodiversit\u00e4t und vor allem das Insektensterben sind zentrale Themen des Naturschutzes und der Umweltbildung. Nichtsdestotrotz sind viele der wissenschaftlichen Hintergr\u00fcnde nicht f\u00fcr die Allgemeinheit aufbereitet. Aus diesem Grund hatten sich zw\u00f6lf norddeutsche naturkundliche Museen und Sammlungen, die im Museumsverbund der Nord- und Ostsee Region NORe e. V. 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