{"id":27341,"date":"2025-10-21T10:32:24","date_gmt":"2025-10-21T08:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35674-01\/"},"modified":"2025-10-21T10:32:24","modified_gmt":"2025-10-21T08:32:24","slug":"35674-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35674-01\/","title":{"rendered":"Biodiversit\u00e4t auf der Landschaftsebene f\u00f6rdern \u0096 Partizipatives Forschungsprojekt zu \u00f6kologischer Wirkung, Wirtschaftlichkeit und Governance von kooperativen Agrarumweltma\u00dfnahmen (Abk\u00fcrzung: KOOPERATIV)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Intensivierung der Agrarlandschaften f\u00fchrt zu fortschreitenden Biodiversit\u00e4tsverlusten und zu einer Gef\u00e4hrdung von wichtigen \u00d6kosystemleistungen. Agrarumweltma\u00dfnahmen (AUM) k\u00f6nnen ein wichtiges Instrument sein, dass zur Vereinbarung von landwirtschaftlicher Produktion und dem Erhalt und der F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t in Agrarlandschaften beitragen kann. Bislang werden AUM jedoch haupts\u00e4chlich auf einzelnen und teilweise isolierten Fl\u00e4chen angelegt, w\u00e4hrend die F\u00f6rderung vieler mobiler Arten Ma\u00dfnahmen auf Landschaftsebene erfordert.<br \/>\nVor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt KOOPERATIV einen innovativen L\u00f6sungsansatz. Unter Ber\u00fccksichtigung der \u00f6kologischen Wirkungen und \u00f6konomischen Konsequenzen soll ein partizipativer und gemeinschaftlicher Ansatz zur Umsetzung von AUM auf der Landschaftsebene entwickelt und implementiert werden. KOOPERATIV basiert auf einem integrativen und interdisziplin\u00e4ren Vorgehen. Es sollen der Zustand der Biodiversit\u00e4t und deren \u00d6kosystemleistungen m\u00f6glichst kosteneffizient verbessert sowie partizipative und kooperative Governancebedingungen identifiziert werden, welche die r\u00e4umliche Koordination und langfristige Umsetzung von gemeinschaftlichen AUM erm\u00f6glichen. Zugleich ist vorgesehen, die \u00f6kologisch optimalen Fl\u00e4chenanteile und r\u00e4umliche Konfiguration von AUM zu bestimmen. Die Wechselwirkungen und Synergien zwischen den Bereichen Governance, \u00d6kologie und \u00d6konomie werden dabei ganzheitlich betrachtet. Der Fokus liegt auf mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen als potenziell besonders wirkungsvolle AUM. Diese sollen in unterschiedlichen Landschaftsr\u00e4umen und Designs der Untersuchungsregion des Landkreises Northeim in Niedersachsen angelegt werden, um die \u00f6kologischen Effekte entlang eines Landschaftsdiversit\u00e4tsgradienten zu erfassen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Partizipation und Kooperationen mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe vorgesehen. Neben den Rahmenbedingungen, die von beteiligten Akteur*innen hinsichtlich einer Zusammenarbeit als f\u00f6rdernd bzw. hemmend wahrgenommen werden, sollen dabei auch die \u00f6konomischen Konsequenzen f\u00fcr die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe erfasst werden.<br \/>\nIm Rahmen dieses DBU Projektes wurden grundlegende Vorarbeiten f\u00fcr ein anschlie\u00dfendes Hauptprojekt geleistet, das \u00fcber eine F\u00f6rderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) laufen soll. Neben dem Aufbau eines Netzwerks lokaler Akteur*innen wurden die Auswahl der Untersuchungslandschaften vorbereitet, Methoden zur Erfassung der Biodiversit\u00e4t und \u00d6kosystemfunktionen von funktionell relevanten Artengruppen identifiziert und Betriebe f\u00fcr die \u00f6konomischen Analysen ausgew\u00e4hlt. Zudem wurden Optionen zur Finanzierung der geplanten Ma\u00dfnahmen entwickelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas DBU Projekt KOOPERATIV gliederte sich in drei wissenschaftliche und ein koordinierendes Arbeitspaket (AP). Die zentralen T\u00e4tigkeiten des AP 1 (Koordination) betrafen die Kommunikation und Netzwerkbildung. Innerhalb eines Einf\u00fchrungsworkshops wurden Anforderungen und Ziele des Projektes partizipativ mit lokalen Akteur*innen abgestimmt. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Vernetzung mit Akteur*innen vor Ort durch Informationsveranstaltungen eingeleitet. Der Fokus lag dabei auf Landwirt*innen, die bereit sind, mehrj\u00e4hrige Bl\u00fchfl\u00e4chen innerhalb des Hauptprojektes anzulegen, sowie auf begleitenden Akteur*innen, die durch ihre fachliche Expertise die Umsetzung der Bl\u00fchfl\u00e4chen beratend unterst\u00fctzen oder zur \u00f6ffentlichen Bewusstseinsbildung beitragen k\u00f6nnen. Entsprechend wurden Akteur*innen aus Landwirtschaft, Naturschutz und den Gemeindeverwaltungen kontaktiert. Weiterhin wurden Partizipationsm\u00f6glichkeiten durch den Aufbau von projektbegleitenden kommunalen Runden Tischen geschaffen. Schlie\u00dflich wurde der Antrag f\u00fcr das anschlie\u00dfende Hauptprojekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) erarbeitet.<br \/>\nIm AP 2 (Governance) wurde zun\u00e4chst ein vergleichender \u00dcberblick zu bestehenden kooperativen Initiativen in Europa anhand einer Literaturrecherche geschaffen. Aufbauend auf den im AP 1 gebildeten lokalen Netzwerken wurden Interessen und Abh\u00e4ngigkeiten der verschiedenen beteiligten Akteur*innen anhand einer Akteursmatrix erfasst. Auch wurde basierend auf Literaturanalysen ein Set partizipativer Forschungsmethoden definiert, mit dem Ziel, die beteiligten Akteur*innen in allen Projektphasen von der Konzeption bis zur Umsetzung und Bewertung der Ma\u00dfnahmen einbeziehen zu k\u00f6nnen. Um Einblicke in die Wertsch\u00e4tzung von Bl\u00fchstreifen durch die Bev\u00f6lkerung zu erhalten, wurden in einem zus\u00e4tzlichen Schritt fotobasierte Interviews in S\u00fcdniedersachsen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIm AP 3 (\u00d6kologie) wurden Geodaten zur Landnutzung, vorhandenen und geplanten AUM, FFH und anderen Schutzgebieten und Landschaftselementen zur Charakterisierung der Landschaftszusammensetzung zusammengestellt. Zudem wurden Landwirt*innen kontaktiert, um Fl\u00e4chen zur Anlage der mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen zu identifizieren. Es wurden Methoden ausgew\u00e4hlt, die im Hauptprojekt zur standardisierten Erfassung der Diversit\u00e4t funktionell wichtiger Artengruppen und \u00d6kosystemleistungen eingesetzt werden sollen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Anlage, Pflege und Finanzierung der mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen wurden mit Vertreter*innen des Nieders\u00e4chsischen Landwirtschaftsministeriums, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, des Nieders\u00e4chsischen Umweltministeriums und des Bundeslandwirtschaftsministeriums besprochen, konnten aber aufgrund der laufenden Verhandlungen zur GAP nicht abgeschlossen werden.<br \/>\nIm AP 4 (\u00d6konomie) wurden die \u00f6konomischen Auswirkungen der Umsetzung der geplanten kooperativen Ma\u00dfnahmen durch Betriebsbefragungen abgesch\u00e4tzt. In der Projektregion wurden sechs landwirtschaftliche Betriebe mit Hilfe eines betriebswirtschaftlichen Fragebogens befragt. Um ein m\u00f6glichst aussagekr\u00e4ftiges Bild zu erhalten, wurden die Betriebsstruktur und das Anbauprogramm erfragt. Anschlie\u00dfend wurden die Deckungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr die Ackerkulturen berechnet, um die Opportunit\u00e4tskosten der Teilnahme abzusch\u00e4tzen. Dar\u00fcber hinaus wurden Einstellungen und Motivationen von Landwirt*innen zur Teilnahme an kooperativen AUM durch Interviews erfragt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Innerhalb des von AP 1 organisierten Einf\u00fchrungsworkshops wurden wesentliche Anforderungen und Partizipationsprozesse abgestimmt sowie Herausforderungen identifiziert, die es im Zuge des Hauptprojektes zu ber\u00fccksichtigen gilt. Hierbei wurde u.a. deutlich, dass die Richtlinien der kommenden Reform der GAP ma\u00dfgeblich die Teilnahmebereitschaft von Landwirt*innen sowie die Vorgaben zur Anlage von mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen beeinflussen k\u00f6nnen. Entsprechend ist ein enger, vertrauensvoller Kontakt zu den teilnahmebereiten Betrieben ebenso wichtig, wie ein intensiver Austausch mit den zust\u00e4ndigen Landesstellen bez\u00fcglich der agrarpolitischen Entwicklungen.<br \/>\nIm Zuge der Informationsgespr\u00e4che wurden 14 Vertreter*innen der Gemeinden, der Naturschutzverwaltung und des Verbandswesens des Landkreises Northeim kontaktiert, die ihr Interesse an einer Projektteilnahme in schriftlichen Interessensbekundungen zum Ausdruck brachten. Die sieben kontaktierten Gemeinden erf\u00fcllen wichtige Multiplikatorfunktionen zur Erweiterung des Netzwerks landwirtschaftlicher Kontakte. Auch werden sie die \u00f6ffentliche Sichtbarmachung des Projektes und die Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr den Biodiversit\u00e4tsschutz in Agrarlandschaften unterst\u00fctzen. Das in zwei Gemeinden signalisierte Interesse zur Etablierung projektbezogener Runder Tische erm\u00f6glicht den lokalen Austausch von Akteur*innen, bietet eine Grundlage f\u00fcr die Verstetigung der Projektideen nach Projektende und beg\u00fcnstigt die Analysen der akteursbezogenen Kommunikations- und Steuerungsprozesse im AP 2.<br \/>\nZum projekt\u00fcbergreifenden Austausch wurden im AP 1 dar\u00fcber hinaus Gastwissenschaftler*innen zu Vortr\u00e4gen und Diskussionen eingeladen, Kontakte zu weiteren Modellprojekten innerhalb und au\u00dferhalb der Region aufgebaut sowie Vernetzungen zu politischen Initiativen hergestellt. Letzteres betrifft insbesondere den Nieders\u00e4chsischen Weg, einem Abkommen zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik in Niedersachsen, innerhalb dessen die St\u00e4rkung des Naturschutzes in der Landwirtschaft vorgesehen ist.<br \/>\nDer im AP 1 erstellte Antrag f\u00fcr das Hauptprojekt \u00fcber eine GAP-F\u00f6rderperiode im BPBV wurde positiv bewertet. Das Hauptprojekt begann im August 2021.<br \/>\nIm AP 2 wurde eine tabellarische \u00dcbersicht zu 10 bestehenden kooperativen Modellen in Europa erstellt. Zu einigen kooperativen Initiativen wurde bereits Kontakt aufgenommen. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Akteursmatrix erstellt, die Kriterien der Zusammenarbeit abbildet, welche f\u00fcr den landschafts- und kommunikationsbezogenen Ansatz des KOOPERATIV-Projektes zentral sind. Das definierte Set partizipativer Forschungsmethoden bietet einen kontextbezogenen Rahmen, um Erfahrungen und Sichtweisen der Ak-teur*innen sowie f\u00f6rderliche Rahmenbedingungen von Kooperationen partizipativ zu erforschen. Es st\u00fctzt sich auf einen dreistufigen, aus qualitativen und quantitativen Methoden bestehenden Ansatz. Zur Analyse der gesellschaftlichen Wertsch\u00e4tzung von Bl\u00fchstreifen wurden insgesamt 102 Interviews mit der Bev\u00f6lkerung im Umkreis von G\u00f6ttingen gef\u00fchrt, die aktuell inhaltsanalytisch ausgewertet werden.<br \/>\nF\u00fcr die Auswahl der Untersuchungslandschaften wurde im AP 3 eine neue Methode entwickelt, mit der die Landschaftsdiversit\u00e4t basierend auf den zusammengestellten Geodaten f\u00fcr 1 km\u00b2 gro\u00dfe Landschaftsausschnitte berechnet wurde. Anschlie\u00dfend wurden die Landschaftsausschnitte hinsichtlich ihrer \u00c4hnlichkeit in sechs Landschaftsdiversit\u00e4tsklassen gruppiert. In allen Diversit\u00e4tsklassen wurden bereits Fl\u00e4chen identifiziert, auf denen mehrj\u00e4hrige Bl\u00fchstreifen angelegt werden k\u00f6nnten. Ein Netzwerk aus Landwirt*innen wurde aufgebaut, allerdings konnten keine finalen Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen werden, da die konkrete Ausgestaltung der neuen GAP noch nicht bekannt ist. In intensivem Austausch mit den zust\u00e4ndigen Stellen aus Bauernverband, Landwirtschaftskammer, den Nieders\u00e4chsischen Ministerien sowie dem Bundeslandwirtschaftsministerium wurden f\u00fcr KOOPERATIV relevante rechtliche Rahmenbedingungen diskutiert. Die Wirkungen der Landschaftsdiversit\u00e4t und mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen sollen f\u00fcr funktionell wichtige Artengruppen und \u00d6kosystemleistungen erfasst werden. F\u00fcr die standardisierten Erfassungen wurden Methoden ausgew\u00e4hlt, die von traditionellen Methoden (z.B. Transektbegehungen, Beutekarten) \u00fcber akustische Aufnahmen zu genetischen Analysen reichen.<br \/>\nBasierend auf den Informationsgespr\u00e4chen wurden im AP 4 sechs Betriebe f\u00fcr die Betriebsbefragungen ausgew\u00e4hlt, die im Januar und Februar 2021 befragt wurden. Es wurden betriebswirtschaftliche und strukturelle Daten erhoben und anschlie\u00dfend die Deckungsbeitr\u00e4ge im Ackerbau berechnet, um die Opportunit\u00e4tskosten der Teilnahme an Bl\u00fchstreifenprogrammen B 12 (Anlage von strukturreichen Bl\u00fchstreifen, einj\u00e4hrig, 875 EUR\/ha) und B 2 (Anlage von mehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchstreifen, 950 EUR\/ha) abzusch\u00e4tzen. Es zeigt sich, dass eine Teilnahme aus \u00f6konomischer Perspektive im Moment f\u00fcr einige Betriebe machbar erscheint, bei anderen Betrieben \u00fcbersteigen die Kosten die in Aussicht stehenden Pr\u00e4mien. Da mit zus\u00e4tzlichem Koordinationsaufwand und mit zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr die r\u00e4umliche Konfiguration zu rechnen ist, erscheint eine h\u00f6here Pr\u00e4mie f\u00fcr Bl\u00fchstreifen f\u00fcr den zus\u00e4tzlichen Aufwand sachlich gerechtfertigt und f\u00fcr eine breitere Teilnahme in der Region auch erforderlich.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Einstellungen und Motivationen zur Teilnahme an KOOPERATIV sehen Landwirt*innen im Landkreis Northeim insbesondere gesellschaftliche Nutzen im Sinne einer gesteigerten Landschafts\u00e4sthetik sowie Naherholungsfunktion. Dem gegen\u00fcberstehende Barrieren betreffen vorrangig das Management. Hervorgehoben wurden offene Fragen hinsichtlich des Pflegekonzepts der Streifen, der Rekultivierung nach F\u00f6rderende und des Erhalts des Ackerstatus, sowie der Zustimmung der Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer*in. Die enge Abstimmung mit den zust\u00e4ndigen Stellen der Agrarverwaltung in AP 3 erm\u00f6glicht es, diese Fragen in der kommenden Projektphase umfassend zu adressieren, um Sicherheiten f\u00fcr die Landwirt*innen zu schaffen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Zuge des DBU Projektes wurde eine breite \u00d6ffentlichkeitsarbeit betrieben. Eine Projekthomepage wurde erstellt, welche einen \u00dcberblick \u00fcber den Projektansatz, die Partner*innen sowie projektbegleitende Aktivit\u00e4ten gibt. Dar\u00fcber hinaus wurden Infoflyer zum Projekt entworfen und im Rahmen der Informationsveranstaltungen an die Akteur*innen ausgegeben. \u00dcber soziale Medien und in Pressemitteilungen wurde \u00fcber aktuelle Entwicklungen im Projekt informiert. Mit den Gemeinden wurden zudem \u00d6ffentlichkeitsarbeitsformate f\u00fcr das Hauptprojekt spezifiziert. Zuk\u00fcnftig soll hier eine Anbindung des KOOPERATIV-Projektes an bestehende Formate, wie die Landesgartenschau in Bad Gandersheim, forciert werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses DBU Projektes wurde ein partizipativer und gemeinschaftlicher Ansatz zur Umsetzung von AUM auf der Landschaftsebene vorbereitet, anhand dessen in einem sich anschlie\u00dfenden Hauptprojekt \u00f6kologische Effekte, \u00f6konomische Konsequenzen und Governancestrukturen erfasst und beschrieben werden sollen. Der konzipierte Ansatz umfasst die Analyse f\u00f6rderlicher und hemmender Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit (AP 2), die Erfassung der Effekte von kooperativen und landschaftsskaligen AUM auf die Biodiversit\u00e4t und \u00d6kosystemleistungen (AP 3) sowie die \u00f6konomische Bewertung der gemeinschaftlichen Umsetzung von AUM (AP 4). Um dies zu erm\u00f6glichen, wurden in diesem DBU Projekt weitreichende Akteur*innennetzwerke in der Projektregion etabliert und die wissenschaftlichen T\u00e4tigkeiten der APs fundiert vorbereitet. Vor dem Hintergrund offener Fragen bei der finalen Ausgestaltung der neuen GAP-F\u00f6rderperiode konnte die Zusammenarbeit mit Landwirt*innen noch nicht in Kooperationsvereinbarungen beschlossen werden. Ein enger Kontakt zu den zust\u00e4ndigen Verwaltungsbeh\u00f6rden wird jedoch einen fr\u00fchzeitigen Austausch bez\u00fcglich der GAP-Entwicklungen erm\u00f6glichen, um das Hauptprojekt KOOPERATIV aufbauend auf dem geschaffenen lokalen Engagement mit Beginn der neuen F\u00f6rderperiode umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Intensivierung der Agrarlandschaften f\u00fchrt zu fortschreitenden Biodiversit\u00e4tsverlusten und zu einer Gef\u00e4hrdung von wichtigen \u00d6kosystemleistungen. 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