{"id":27294,"date":"2025-09-09T10:32:33","date_gmt":"2025-09-09T08:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35524-01\/"},"modified":"2025-09-09T10:32:34","modified_gmt":"2025-09-09T08:32:34","slug":"35524-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35524-01\/","title":{"rendered":"ZOWIAC &#8211; Zoonotische und wildtier\u00f6kologische Auswirkungen invasiver Carnivoren"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt ZOWIAC diente der Erforschung von Invasionsprozessen gebietsfremder Wirbeltierarten, deren Interaktionsdynamiken in heimischen \u00d6kosystemen, sowie den potenziell damit verbundenen gesundheitlichen Risiken. Das Projekt nutzte insbesondere den omnipr\u00e4senten invasiven Waschb\u00e4ren als Modellorganismus. Aktuelle Forschungsans\u00e4tze m\u00fcssen dabei die Komplexit\u00e4t realer \u00d6kosysteme, Landschaften und urbaner R\u00e4ume abbilden, aber auch die verschiedenen r\u00e4umlichen, zeitlichen und gesellschaftspolitischen Ebenen miteinbeziehen, um ein effektives Management von IAS zu erm\u00f6glichen. ZOWIAC verfolgte diesen integrierten Ansatz und nutzte dabei die hessische Kompetenz in der \u00d6kologie- und Biodiversit\u00e4tsforschung, Parasitologie, Infektionsbiologie und Wildtierbiologie. R\u00e4umliche Verbreitung und epidemiologische Muster, \u00f6kologische und komplexe gesellschaftliche Interaktionsdynamiken k\u00f6nnen somit zusammengef\u00fchrt werden, um ein verbessertes Management invasiver Arten innerhalb Deutschlands und darauf aufbauend auch in der EU zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Projektes wurden vier unterschiedliche Forschungsbereiche (FB1-FB4) zu invasiven Karnivoren und deren Auswirkungen bearbeitet. Hierf\u00fcr war eine Probennahme erforderlich, die unterschiedliche Habitate ber\u00fccksichtigte. Die als Fokusr\u00e4ume bezeichneten Probengebiete wurden durch vorbereitende Strategietreffen mit den beteiligten Akteuren aus Naturschutz, Jagd, Landwirtschaft, und kommunalem sowie st\u00e4dtischem Ordnungswesen definiert und abgestimmt. Dabei wurden naturnahe Untersuchungsgebiete schwerpunktm\u00e4\u00dfig nach den Naturschutzgesetzgebungen der L\u00e4nder (z.B. HeNatG + Verordnungen) und durch das Vorkommen sensibler Tierarten, bekannter Pr\u00e4dationsereignisse und zu Monitorzwecken definiert. Urban-rurale R\u00e4ume wurden nach Abstimmung durch das Vorhandensein gro\u00dfer Waschb\u00e4rpopulationen, Interaktionsfrequenz mit der Bev\u00f6lkerung und Monitorzwecken ausgew\u00e4hlt. Ein strukturierter Probennahmeplan wurde in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und Kooperationspartnern entworfen. Au\u00dferhalb der Fokusr\u00e4ume wurden Proben der Zielarten aus deutschlandweiter Zusendung akquiriert, welche zus\u00e4tzlich in die Untersuchungen eingeflossen sind.<br \/>\nForschungsbereich 1 (FB1) war auf die \u00f6kologischen Auswirkungen von invasiven Karnivoren und deren Interaktionen mit heimischen Arten ausgerichtet. Neben einer deutschlandweiten Probennahme von Waschb\u00e4r, Marderhund und Mink, stand der Waschb\u00e4r zus\u00e4tzlich an ausgew\u00e4hlten Standorten in Hessen als Modellorganismus im Fokus. Forschungsbereich 2 (FB2) fokussierte auf die Analyse der Parasitosen und des Zoonosepotenzials von Waschb\u00e4r, Marderhund und Mink. In Forschungsbereich 3 (FB3) sollten unter Verwendung von verschiedenen Modellierungsans\u00e4tzen die r\u00e4umlichen und zeitlichen Verbreitungsmuster der betrachteten Arten aufgezeigt werden. Dies diente als Voraussetzung daf\u00fcr, die in lokalen Untersuchungen in FB1 und FB2 erzielten Ergebnisse auf einen gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab (Deutschland, Europa) zu \u00fcbertragen. Unter Einbezug der Ergebnisse der ersten drei Forschungsbereiche sollte basierend auf einer Risiko-\/Konfliktfeldanalyse in FB4 Handlungsoptionen f\u00fcr Wissenschaft und Praxis abgeleitet werden, die als Grundlage f\u00fcr Managemententscheidungen der zust\u00e4ndigen Ministerien und Beh\u00f6rden im Umgang mit invasiven Karnivoren in Deutschland herangezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>(Publikationen i-ix siehe ZOWIAC-Endbericht) <\/p>\n<p>Genomische Untersuchungen (ii): In dieser wissenschaftlichen Arbeit des ZOWIAC-Projektes wurde das gesamte Erbgut des Marderhundes sequenziert, welches 2,39 Milliarden Basenpaare umfasst. Dadurch konnte bewiesen werden, dass Marderhunde geeignete Reservoirwirte f\u00fcr das SARS-CoV-2-Virus sein und dieses \u00fcbertragen k\u00f6nnen. M\u00f6glich ist dies, durch die im Genom vorgefundenen Gene f\u00fcr die beiden Membranproteine ACE2 und TMPRSS2, an welche SARS-CoV-2 andocken kann. <\/p>\n<p>Virologische Untersuchungen von Marderhund- und Waschb\u00e4rblutproben (iv): Aufgrund der stetig steigenden Bedeutung hochpathogener Zoonoseerrger in Wildtierpopulationen, wurden Blutproben von Marderhunden und Waschb\u00e4ren aus Deutschland auf das Vorkommen von SARS-CoV-2 und West-Nil-Virus (WNV) getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich weder SARS-CoV-2 noch WNV in den untersuchten Populationen etabliert hat, das West-Nil-Virus jedoch bereits sowohl im Marderhund, als auch im Waschb\u00e4r vorkommt. Ein weiteres Monitoring von Wildtierpopulationen und vor allem invasiven Arten ist auch zuk\u00fcnftig von gro\u00dfer Bedeutung, da ebendiese bisher keiner st\u00e4ndigen Gesundheits\u00fcberwachung unterliegen, die \u00dcbertragung von Pathogenen jedoch auch aufgrund der immer geringeren N\u00e4he zum Menschen (v.a. Waschb\u00e4r in St\u00e4dten) zu einer immer gr\u00f6\u00dferen Herausforderung wird und zunehmend an Wichtigkeit gewinnt. <\/p>\n<p>Habitateignungs- und Ausbreitungsmodelle (i, iii, vi): Die Einsch\u00e4tzung der aktuellen und zuk\u00fcnftigen Ausbreitung invasiver und gebietsfremder Karnivoren ist von besonderer Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die potenziellen \u00f6kologischen Auswirkungen und das Zoonose-Risiko, um fr\u00fchzeitige Gegenma\u00dfnahmen ergreifen zu k\u00f6nnen. Durch den Einsatz verschiedener Nischenmodelle, in Kombination mit diversen Variablen sowie der Analyse der aktuellen Verbreitung und der Verbreitung in den Ursprungsgebieten, lassen sich unterschiedliche Szenarien zur k\u00fcnftigen Ausbreitung der untersuchten Tierarten entwickeln. Im Rahmen des ZOWIAC-Projekts wurden solche Modellierungen f\u00fcr den Waschb\u00e4ren, Marderhund und Goldschakal durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse der Modellierungen deuten darauf hin, dass keine der untersuchten Arten ihr volles Ausbreitungspotential bislang erreicht hat, was auf eine weitere Expansion von Waschb\u00e4r und anderen Arten in Europa schlie\u00dfen l\u00e4sst. Solche Studien sind auch im Kontext des Klimawandels von gro\u00dfer Relevanz, um m\u00f6gliche negative Effekte wie Pr\u00e4dation oder die Verbreitung und \u00dcbertragung von Krankheitserregern, die durch die zunehmende Ausbreitung invasiver und gebietsfremder Arten beg\u00fcnstigt werden, fr\u00fchzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenma\u00dfnahmen einleiten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Nahrungs\u00f6kologische und parasitologische Untersuchungen (v, vii, viii): Die Ausbreitung gebietsfremder Karnivoren f\u00fchrt h\u00e4ufig zu Konflikten, insbesondere aufgrund der negativen Auswirkungen auf heimische \u00d6kosysteme sowie der \u00dcbertragung von Parasiten und anderen Zoonoseerregern. Es ist daher essenziell, die potenziellen Gefahren, die von Arten wie dem Waschb\u00e4ren ausgehen, umfassend zu verstehen. Dies gilt umso mehr, da die zunehmende Ausbreitung dieser Tiere ihre N\u00e4he zu Menschen sowie zu Haus-, Nutz- und Wildtieren verringert und somit ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die \u00dcbertragung von Krankheiten und anderen negativen Einfl\u00fcssen entsteht. Durch die im Projekt durchgef\u00fchrten Untersuchungen von Waschb\u00e4ren und Marderhunden, konnten diverse Parasiten identifiziert werden, die unter anderem ein humanpathogenes Potential aufweisen. Auch lassen sich durch die Parasitierung R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Ern\u00e4hrung der Tiere ziehen, die zus\u00e4tzlich durch Nahrungsanalysen auf eine Pr\u00e4dation heimischer, zum Teil gef\u00e4hrdeter Tierarten schlie\u00dfen lassen. Durch die Untersuchungen der Waschb\u00e4ren konnten 28 Parasitenarten identifiziert werden, teilweise sogar erstmals f\u00fcr den Waschb\u00e4ren in Europa, von denen einige ein humanpathogenes Potential aufweisen. Auch konnte die Pr\u00e4dation auf heimische Amphibien, Reptilien, Fische, V\u00f6gel, S\u00e4ugetiere, Schnecken und Insekten nachgewiesen werden, die teilweise stark gef\u00e4hrdet und\/oder besonders gesch\u00fctzt sind, wie beispielsweise die Ringelnatter Natrix natrix oder die Gelbbauchunke Bombina variegata. In den untersuchten Marderhunden wurden 9 Ekto- und 11 Endoparasiten identifiziert, von denen ebenfalls einige, wie der Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis, humanpathogen sind. Auch die untersuchten Mageninhalte der Marderhunde zeigten eine vielseitige Ern\u00e4hrung und best\u00e4tigten eine Pr\u00e4dation heimischer Tierarten. Die Tatsache, dass invasive und gebietsfremde Arten wie der Waschb\u00e4r und der Marderhund eine so vielf\u00e4ltige Parasitenfauna aufweisen und einen erheblichen Raubdruck auf heimische Arten aus\u00fcben, k\u00f6nnte bei der \u0096 sehr wahrscheinlichen \u0096 weiteren Ausbreitung zunehmend problematisch werden. Auch zuk\u00fcnftig sollten weitere Untersuchungen hinsichtlich der Parasitierung und Ern\u00e4hrung invasiver Karnivoren durchgef\u00fchrt werden, damit fr\u00fchzeitig ein Management zum Schutz heimischer Tierarten sowie zur Minimierung des Zoonoserisikos geplant und durchgef\u00fchrt werden kann. <\/p>\n<p>Sozial-\u00f6kologische Analyse \u0096 Identifikation der relevanten Einflussfaktoren und Akteure (ix): Um ein funktionierendes Management invasiver und gebietsfremder Arten gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, ist es wichtig, alle relevanten Gruppen und Akteure miteinzubeziehen. Hierzu wurde eine Befragung hinsichtlich der Wahrnehmung invasiver Arten von 9 Akteursgruppen (J\u00e4ger und Mitglieder in Jagdvereinen, Landwirte, Mitglieder von Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Mitglieder in Kleingartenvereinen, Tiersch\u00fctzer, Taucher, Mitarbeiter in Zoologischen G\u00e4rten, Verwaltungsmitarbeiter in der Ordnungsbeh\u00f6rde, H\u00f6hlenforscher), die vorrangig mit invasiven Arten in Ber\u00fchrung kommen, durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar die Anzahl invasiver Tier- und Pflanzenarten in allen Gruppen richtig eingesch\u00e4tzt wurde, der durch sie verursachte wirtschaftliche Schaden jedoch deutlich untersch\u00e4tzt wurde. Solche Einblicke sind wichtige Forschungsans\u00e4tze, da die st\u00e4rkere Aufkl\u00e4rung der Interessengruppen zwangsl\u00e4ufig zu einem besser funktionierenden Management f\u00fchrt, da diese wiederum auch die Wahrnehmung der \u00d6ffentlichkeit beeinflussen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auszeichnungen: ZOWIAC-Projektmitglieder wurden f\u00fcr ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, u. a. f\u00fcr ihre Forschungen \u00fcber die Parasitenfauna und Infektionskrankheiten bei invasiven Arten, was die Relevanz und Qualit\u00e4t der Forschung unterstreicht.<br \/>\ni. Als W\u00fcrdigung der herausragenden Leistungen des Forschungsprojektes ZOWIAC, wurde Prof. Dr. Sven Klimpel zusammen mit Timo Spaniol (NABU) durch Staatsminister Ingmar Jung (Hessischer Minister f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat) auf dem Landesj\u00e4gertag in Fulda am 28.05.2024 mit dem dotierten Hessischen Wildtierpreis 2024 ausgezeichnet.<br \/>\nii. Auf der internationalen Tagung \u0084Zoonoses 2023 \u0096 International Symposium on Zoonoses Research\u0093 (Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF)) die vom 09.10.-11.10.2023 in Berlin durchgef\u00fchrt wurde erhielten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des ZOWIAC-Projektes den dotierten 1. und 2. Posterpreis (1. Platz: Raccoon Expansion as a threat to Ecosystem Health, 2. Platz: Raccoon Dogs as Zoonotic Vectors) <\/p>\n<p>Internetpr\u00e4senz: Die ZOWIAC Internetplattform (www.zowiac.eu) sowie die ZOWIAC-Applikation f\u00fcr Android und iOS (Smartphone-App) werden kontinuierlich nachgefragt und genutzt. Die Plattform dient dabei als zentraler Anlaufpunkt f\u00fcr Interessierte (z.B. B\u00fcrger, J\u00e4ger, Wissenschaftler) und als Kommunikationsforum f\u00fcr den direkten Austausch und Dialog zwischen Nutzern und Wissenschaftlern. Die Internetplattform enth\u00e4lt eine Nachrichtenseite, auf der aktuelle Mitteilungen, aufbereitete Berichte und Veranstaltungen dargestellt werden. Dar\u00fcber hinaus werden fortlaufend kurze Artenportraits zu den untersuchten Tierarten, deren Beutetieren sowie Parasiten und Krankheitserregern ver\u00f6ffentlicht. Die deutsche Internetseite www.zowiac.eu ist seit dem 01.04.2022 und die englische seit dem 01.11.2023 f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit verf\u00fcgbar. Sie wurde seitdem von etwa 55.000 individuellen Nutzern ca. 175.000-mal aufgerufen und die englische Version wurde von ca. 20.000 Nutzern 55.000-mal aufgerufen. Die App ist ebenfalls seit dem 01.04.2022 verf\u00fcgbar, sie wurde bisher etwa 1000-mal installiert und hat derzeit 350 aktive Nutzer. Die Nutzer haben bisher beispielsweise \u00fcber 2300 verwertbare Waschb\u00e4rmeldungen vorgenommen und 500 weitere Meldungen wie die von Marderhunden durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Medien: Ergebnisse aus dem Projekt ZOWIAC wurden und werden via Pressemitteilungen in die Gesellschaft kommuniziert und wurden auf Tagungen der Wissenschaft pr\u00e4sentiert. Exemplarische Beispiele sind: <\/p>\n<p>wissenschaftliche Tagungen, \u00f6ffentliche Veranstaltungen, etc.<br \/>\ni. Posterpr\u00e4sentation auf der Konferenz \u0093Planetary Health Forums 2023\u0093 in Berlin am 30.11.-01.12.2023<br \/>\nii. Besuch des \u0093International Symposium on Zoonoses Research\u0093 durchgef\u00fchrt von der Nationalen Forschungsplattform f\u00fcr Zoonosen des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung, Berlin 9.-11.10.2023, Posterpreise Platz 1 und Platz 2 gingen an ZOWIAC<br \/>\niii. Durchf\u00fchrung der 1. ZOWIAC Tagung am 14. und 15. September 2023 an der Goethe-Universit\u00e4t mit \u00fcber 100 Teilnehmern<br \/>\niv. Vorstellung von ZOWIAC auf dem 1st European Raccoon Colloquium in Lyon (Frankreich, 16.-17.03.2023)<br \/>\nv. Vorstellung von ZOWIAC auf dem parlamentarischen Abend des Lore-Steubing-Instituts (LSI), Hessischen Landesamtes f\u00fcr Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am 02.11.2022 in der Wandelhalle des Museums Wiesbaden zusammen mit der hessischen Umweltministerin Priska Hinz<br \/>\nvi. Vortrag auf dem Workshop Biodiversit\u00e4t und Zoonosen, Teil 2: St\u00e4dte, Nationale Forschungsplattform f\u00fcr Zoonosen\/ Akademie f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit, 13.09.2022 (online)<br \/>\nvii. Pr\u00e4sentation von zwei Postern auf der 15th ICOPA (15th International Congress of Parasitology) in Kopenhagen, 21.-26.08.2022<br \/>\nviii. diverse Vortr\u00e4ge bei Naturschutz- und Jagdverb\u00e4nden<\/p>\n<p>diverse Pressemitteilungen + Resonanz (exemplarisch)<br \/>\ni. Bildzeitung, Waschb\u00e4ren, 20.06.2024<br \/>\nii. Stern, Waschb\u00e4ren sind Gefahr f\u00fcr heimische Fauna, 15.05.2024<br \/>\niii. MDR wissen, Waschb\u00e4ren sind gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr heimische Tierwelt, 15.05.2024<br \/>\niv. ARD Tagesschau, Waschb\u00e4ren gef\u00e4hrden einheimische Tiere, 14.05.2024<br \/>\nv. Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Waschb\u00e4ren bedrohen heimische Tierarten, 12.04.2024<br \/>\nvi. Zeit, Waschb\u00e4r breitet sich aus: Heimische Tierarten bedroht, 05.04.2024<br \/>\nvii. Frankfurter Rundschau (FR), Der Marderhund \u0096 ein Wirt f\u00fcr viele Parasiten, 30.01.2024<br \/>\nviii. National Geographic, Waschb\u00e4ren in Deutschland: Was die invasiven Raubtiere so gef\u00e4hrlich macht, 05.01.2024<br \/>\nix. FAZ, Eingewanderte Marderhunde noch keine Gefahr f\u00fcr die Fauna, 13.12.2023<br \/>\nx. FAZ, Waschb\u00e4ren dezimieren seltene Amphibien und Reptilien, 08.09.2023<br \/>\nxi. FAZ, Waschb\u00e4ren mit potentiell gef\u00e4hrlichen Viren infiziert, 07.03.2023<br \/>\nxii. Die Ratgeber, hr-Fernsehen, Invasive Arten, 23.06.2023<br \/>\nxiii. Die Ratgeber, hr-Fernsehen, Waschb\u00e4ren-Plage: Was tun?, 31.05.2022<br \/>\nxiv. Deutschlandfunk Nova, Citizen Science- Waschb\u00e4ren, Marderhund und Mink per App melden, 26.04.2022<br \/>\nxv. FAZ, Mit Parasiten durchseucht, 19.04.2022<br \/>\nxvi. FAZ, Die reinste Plage, 10.04.2022<br \/>\nxvii. Natur-Forschung-Museum das Senckenberg Wissenschaftsmagazin, Die Suche nach dem Ursprung, 01.09.2021<br \/>\nxviii. Anna und die wilden Tiere \u0096 Ist der Marderhund ein Hund?, KiKA-Fernsehen, 25.08.2021<br \/>\nxix. FR, Der Marderhund als potenzieller Viruswirt, 05.05.2021<br \/>\nxx. Der Standard, Eingeschleppte Waschb\u00e4ren und Marderhunde in Europa auf dem Vormarsch, 16.04.2021<br \/>\nxxi. FR, Invasoren auf der Spur, 18.12.2020<br \/>\nxxii. FAZ, Waschb\u00e4r, Mink und Marderhund als Seuchentr\u00e4ger, 12.05.2020<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das ZOWIAC-Projekt hat bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verbreitungsmuster invasiver Karnivoren, ihrem Zoonoserisiko sowie den Auswirkungen auf \u00d6kosysteme und heimische Tierarten gewonnen, die in renommierten Fachzeitschriften ver\u00f6ffentlicht wurden. Durch den interdisziplin\u00e4ren Ansatz, der \u00f6kologische, parasitologische und gesellschaftliche Aspekte abdeckte, wurde ein umfassendes Verst\u00e4ndnis der potenziellen Ausbreitungswege sowie den Auswirkungen dieser Arten auf das \u00d6kosystem erarbeitet. Die Modellierung zuk\u00fcnftiger Ausbreitungen sowie die Identifikation gesundheitlicher Gefahren bieten eine fundierte Grundlage f\u00fcr das Management invasiver Arten in Deutschland und Europa. Die Einbindung relevanter Akteure sowie die Aufkl\u00e4rung und Einbindung der \u00d6ffentlichkeit sind dabei entscheidend und unabdingbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt ZOWIAC diente der Erforschung von Invasionsprozessen gebietsfremder Wirbeltierarten, deren Interaktionsdynamiken in heimischen \u00d6kosystemen, sowie den potenziell damit verbundenen gesundheitlichen Risiken. 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