{"id":27283,"date":"2025-07-05T10:32:16","date_gmt":"2025-07-05T08:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34921-01\/"},"modified":"2025-07-05T10:32:16","modified_gmt":"2025-07-05T08:32:16","slug":"34921-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34921-01\/","title":{"rendered":"StErn-Kita: Regionalentwicklung durch Steigerung und Einf\u00fchrung von Ern\u00e4hrungsbildung und regional-nachhaltig produzierten Lebensmitteln in K\u00f6lner Kitas und Familienzentren"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das vorliegende Projekt bettet sich in die f\u00fcr die Stadt K\u00f6ln erarbeitete Ern\u00e4hrungsstrategie ein und m\u00f6chte am Beispiel von zehn beteiligten Kitas modellhaft zeigen, dass die fl\u00e4chendeckende Versorgung mit regional und nachhaltig produzierten Lebensmitteln funktionieren kann. Dazu wird die Ern\u00e4hrungsbildung in den Einrichtungen ein Schwerpunkt der Arbeit einer Regionalentwicklerin sein, die eng mit den Kindertageseinrichtungen zusammenarbeiten und ein Konzept entwickeln wird. Dieses soll die Steigerung und Einf\u00fchrung von Ern\u00e4hrungsbildung und regional und nachhaltig produzierten Lebensmitteln (StErn) f\u00fcr alle beteiligten Einrichtungen erm\u00f6glichen. Die Einrichtungen werden sich auf eine regionale Ern\u00e4hrungs- und Umweltbildung mit den Kindern fokussieren und ihre Einkaufswege hinterfragen und anpassen. Dies soll Landwirt*innen aus der Region erm\u00f6glichen, Versorgungswege vom Gro\u00dfmarkt und Gro\u00dfhandel unabh\u00e4ngig zu gestalten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Planungsphase fand neben der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse in den beteiligten Kitas die Datenauswertung des MehrWertKonsum-Projektes der Verbraucherzentrale statt, welches bereits in den Kitas durchgef\u00fchrt wurde und den dortigen Ist-Zustand z. T. schon erfasst. Die Projektwebseite dient hierbei zum einen als Kommunikationstool, um die durch die Pandemie bedingten Einschr\u00e4nkungen in der pers\u00f6nlichen Betreuung aufzufangen, zum anderen als Grundlage zur operativen Umsetzung der im zum Abschluss erstellten Modellkonzept dargestellten Ma\u00dfnahmen. Das Projektteam entwickelte Bildungsmodule und Materialien, die zum Download zur Verf\u00fcgung stehen. Inhaltlich und stilistisch wurde die Form im Vorfeld mit den Kitas abgekl\u00e4rt. Hinzu kamen neben Workshops und fortlaufenden Beratungstagen in den Kitas auch die Durchf\u00fchrung von f\u00fcnf Fachtagungen mit den Kitaleiter*innen, Erzieher*innen und Hauswirtschaftskr\u00e4ften. F\u00fcr die Fachtagungen konnten Referent*innen aus den zu behandelnden Sachbereichen gewonnen werden, die die Veranstaltungen begleiten. Die Beratung und Betreuung der Kitas wurde in einem Betreuungsleitfaden festgehalten und erfolgte stark individualisiert je nach Bedarf und Situation in der Kita. Die B\u00fcndelung und Listung aller regionalen Landwirte wurde zu Beginn durchgef\u00fchrt und um eine umfangreiche Erhebung der Bedarfe unter den Landwirt*innen erweitert. Zu diesem Zwecke hat die Regionalentwicklerin mit zw\u00f6lf Produzierenden aus der Region Gespr\u00e4che gef\u00fchrt. Nach ausf\u00fchrlicher Recherche bei Produzierenden in der Region wurde deutlich, dass es zun\u00e4chst einer L\u00f6sung f\u00fcr die Transportlogistik bedarf, um eine regionale Versorgung der Modell-Kitas umzusetzen. Aus diesem Grunde wurde Feldling, ein Logistik-Start-Up aus der Region, in das Projekt mit aufgenommen und fungiert als Vermittler zwischen Landwirt*innen und Gro\u00dfabnehmer*innen; sie helfen so bei der Etablierung einer regionalen Wertsch\u00f6pfungskette. Die Kitas bestellen die Waren bis Freitag, Montagmorgens wird von den Landwirt*innen geerntet, danach f\u00e4hrt Feldling die H\u00f6fe ab und die Ware wird direkt an die Einrichtungen geliefert. Die Preise werden von den Erzeuger*innen w\u00f6chentlich neu angepasst, z. B. als Reaktion auf Ernteausf\u00e4lle oder andere Gegebenheiten des Marktes, was eine faire Preisgestaltung darstellt. Die frische und qualitativ hochwertige Ware sorgt f\u00fcr eine Reduktion von Abf\u00e4llen, da sie l\u00e4nger gelagert werden kann. Das Projekt wurde in zahlreichen Workshops und Vernetzungstreffen vorgestellt und stie\u00df auf gro\u00dfe Resonanz, was zu zahlreichen Beratungsanfragen f\u00fchrte. Eine Erfolgsmessung erfolgte zu mehreren Zeitpunkten innerhalb des Projektes und wurde dokumentiert und floss direkt in die Ergebnisse des Modellkonzepts ein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bei der Bedarfsanalyse in den Kitas wurde deutlich, dass nicht viele zeitliche Ressourcen f\u00fcr Fortbildungsma\u00dfnahmen vorhanden sind. Dies bezieht sich sowohl auf die Kitaleitungen als auch auf p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte und K\u00fcchenfachkr\u00e4fte. Wir mussten daher bei der Planung der Ern\u00e4hrungsbildung und der Fortbildungsma\u00dfnahmen diesen Umstand ber\u00fccksichtigen und m\u00f6glichst niederschwellige Angebote entwickeln. Alle Angebote stehen zum Download zur Verf\u00fcgung, da die Kitas diese in Mappen in den Einrichtungen verteilen wollen, statt sie digital zu nutzen. Beiden Bildungsmodulen gegen\u00fcber wurden von Seiten des Steuerungskreises Bedenken bez\u00fcglich der angebotsp\u00e4dagogischen Ausrichtung der Bildungsmodule ge\u00e4u\u00dfert. Dies wurde durch die Erstellung von Verfahrensleitlinien zur Anwendung der Module in den Kitas gel\u00f6st.<br \/>\nBez\u00fcglich der regionalen Versorgung sahen wir uns zwei besonders gro\u00dfen Herausforderungen gegen\u00fcber: Zum einen haben die Kitas wenig bis keinen finanziellen Spielraum und m\u00fcssen knapp kalkulieren. Auch sind sie wenig flexibel bzgl. Lieferlogistik. Die landwirtschaftlichen Betriebe hingegen bevorzugen Abnahmegarantien, ohne dabei Preise voraussagen zu k\u00f6nnen. Auch w\u00fcrden sie gerne in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Mengen ihre Waren abgeben. Hinzu kommt, dass Landwirt*innen lediglich ihre eigenen Waren transportieren d\u00fcrfen. Die Idee, dass verschiedene Betriebe im Zusammenschluss und abwechselnd mehrere H\u00f6fe abfahren, mussten wir leider verwerfen. Es w\u00fcrde dadurch ein Transportunternehmen entstehen, das steuerrechtliche Konsequenzen f\u00fcr die Produzierenden h\u00e4tte. Wir haben in Feldling einen Kooperationspartner gefunden, der die Transportlogistik \u00fcbernimmt, so dass kein Konflikt entsteht.<br \/>\nDie Waren werden frisch geerntet und kommen aus dem Umkreis von 30 km und erf\u00fcllen damit den im Projekt festgelegten Regionalit\u00e4tsradius von 70 km. Wir k\u00f6nnen nach bisherigen Erfahrungen sagen, dass der Bedarf sowohl nach regionaler, saisonaler als auch vor allem frischer Versorgung in den Einrichtungen sehr hoch ist. Dadurch konnten noch zehn weitere projektexterne Einrichtungen f\u00fcr die Teilnahme am Testlauf Feldling gewonnen werden. Das Konzept ist etabliert und auf weitere Betriebe und Kitas ausgeweitet. Gerade die Erkenntnis, was wirklich in der Region w\u00e4chst, und insbesondere ab wann es nicht mehr verf\u00fcgbar ist, war ein wichtiger Punkt, deren Vermittlung gelungen ist.<br \/>\nAuch die praktische Begleitung wird dankend angenommen, wobei sich die Kitas vor allem Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung von Kitag\u00e4rten und Aktionstagen w\u00fcnschen. Wir konnten mehrere Einrichtungen bei dem Bau und der Bepflanzung von Hochbeeten und dem Anlegen von G\u00e4rten unterst\u00fctzen. Dieser Ansatz erwies sich als besonders geeignet, um interdisziplin\u00e4r verschiedene p\u00e4dagogische Themen vermitteln zu k\u00f6nnen. In den Kitas stieg im Projektverlauf das Interesse an unserem Angebot von Seiten der Mitarbeitenden.  Bereits w\u00e4hrend der Projektlaufzeit konnte eine Steigerung der Bereitschaft der Mitarbeitenden, Themen im Kitaalltag aufzugreifen, beobachtet werden. Alle Kitas konnten nach eigenen Aussagen durch unsere Ma\u00dfnahmen dauerhafte Ver\u00e4nderungen etablieren und nachhaltig von den Ergebnissen profitieren. Die Kitaleitungen wurden in die Lage versetzt, sich trotz mangelnder finanzieller Ressourcen und Personal- und Zeitknappheit den Themen Ern\u00e4hrungsbildung und Nachhaltigkeit zu widmen, da die implementierten Ma\u00dfnahmen individuell zugeschnitten und niedrigschwellig konzipiert wurden.<br \/>\nDie Hauswirtschaftskr\u00e4fte wurden bedingt durch den Testlauf zur regionalen Versorgung sehr stark ins Projekt mit eingebunden. Einige K\u00fcchenkr\u00e4fte kommunizierten dadurch auch mehr \u00fcber das Essen innerhalb der Einrichtungen, sowohl mit anderen Fachkr\u00e4ften als auch mit den Kindern. Dies f\u00fchrte zu einer besseren Integration der K\u00fcchenkr\u00e4fte, aber auch zu einer st\u00e4rkeren Etablierung des Themas Ern\u00e4hrung. Die Kitaleitungen sahen hier einen Zusammenhang mit dem neuen Konzept, da sich der Fokus auf die Lebensmittel und somit auch die Zubereitung verlagert hatte.<br \/>\nDie Umstellung auf regionale Versorgung hatte unerwartet Einfluss auf die Kinder. Die Fachkr\u00e4fte erz\u00e4hlten in den Kitas von der neu etablierten regionalen Versorgung, und allein das Wissen, dass die Lebensmittel frisch und direkt von Landwirt*innen geerntet worden waren, sorgte bei einigen f\u00fcr mehr Nachfrage nach Obst und Gem\u00fcse. Die Hofbesuche stellten im Projekt ein Highlight sowohl f\u00fcr die Kinder als auch f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte und Eltern dar. Das direkte Erleben von Natur und Landwirtschaft steigerte das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die durch das Projekt vermittelten Ans\u00e4tze enorm.<br \/>\nDurch die stattgefundenen Gespr\u00e4che mit Kitaleitungen wurde ein unerwartet gro\u00dfer Bedarf an grunds\u00e4tzlicher Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitsbildung bei den p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften evident. Die Regionalentwicklerin bekam die M\u00f6glichkeit, einige Unterrichtseinheiten im Berufskolleg F\u00fcssenich abzuhalten, um zuk\u00fcnftige Erzieher*innen auf das Thema Regionalit\u00e4tssteigerung und Ern\u00e4hrungsbildung vorzubereiten. Da in jeder Ausbildungsform ein praktischer Teil obligatorisch ist, k\u00f6nnen gerade praxisbezogene Konzepte dort als eine Art Vorlage f\u00fcr die Umsetzung eines Projektes dienen. Der StErn-Kita-Ansatz stie\u00df bei Sch\u00fcler*innen, Lehrer*innen und Schulleitung auf gro\u00dfes Interesse.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Webseite www.stern-kita.koeln dient als Fundament f\u00fcr die Projektkommunikation. Neben Informationen zum Hintergrund und den Zielen des Projektes enth\u00e4lt sie eine kurze Vorstellung des Teams und der Modell-Kitas. Erg\u00e4nzt wurde sie im Projektverlauf um den Baukasten, der Bildungsmodule, Materialsammlungen etc. enth\u00e4lt. Um die w\u00e4hrend der Coronapandemie eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten zur Kommunikation und PR zu \u00fcberbr\u00fccken, ver\u00f6ffentlichte das Projektteam anf\u00e4nglich jede Woche einen Artikel unter Neuigkeiten. \u00dcber Social Media wurden zudem die Projektergebnisse im Verlauf regelm\u00e4\u00dfig kommuniziert. In zahlreichen Vernetzungstreffen, sowohl digital als auch pers\u00f6nlich, konnten wir unser Projekt vorstellen. Im Einzelnen waren dies: politische Vertreter*innen der Gr\u00fcnen Partei, CDU und SPD, verschiedener \u00c4mtern der Stadt K\u00f6ln, des Klimarats der Stadt K\u00f6ln, weiterer Kitas und Schulen, von Akteurs-B\u00fcndnissen aus der Region (IWE, Verbraucherzentrale NRW, Forum f\u00fcr soziale Innovation, NEIS Projekt, Offener Kochtopf, Sarah Wiener Stiftung, Netzwerk e. V., Tr\u00e4gervertreter*innen u. a).<br \/>\nIm Sommer 2022 fand eine Messe f\u00fcr nachhaltige Ern\u00e4hrungsbildung auf dem Gel\u00e4nde des Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen in K\u00f6ln-Porz statt. Vertreten waren rund 20 Ausstellende, neben zahlreichen Initiativen f\u00fcr Umwelt- und Ern\u00e4hrungsbildung, waren einige Anbieter*innen regionaler Lebensmittel sowie ein nachhaltiges Cateringunternehmen vor Ort. Gef\u00f6rdert durch die Stadt K\u00f6ln erstellte das Projektteam zum Abschluss ein Kochbuch \u0084Damit K\u00f6ln besser isst\u0093. Hier wurden je Monat ein saisonales Lieblingsrezept aus den beteiligten Kitas und ein Rezept von anderen Projektbeteiligten ver\u00f6ffentlicht. Abgerundet wurde das ganze durch Gem\u00fcsesteckbriefe und Tipps zur nachhaltigen Ern\u00e4hrung und Essensp\u00e4dagogik. Dieses Kochbuch wird auch \u00fcber das Projektende hinaus die Arbeitsergebnisse weitertragen. Im M\u00e4rz 2023 wurde zum Abschluss des StErn-Kita-Projekts\u0096 zusammen mit den beiden Stiftungen SUE und DBU \u0096 feierlich das \u0093Konzept zur Steigerung und Einf\u00fchrung von Regionalit\u00e4t und Nachhaltigkeit in K\u00f6lner Kitas und Familienzentren\u0093 der Stadt K\u00f6ln \u00fcberreicht. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Obwohl die Coronapandemie sehr starken Einfluss auf die Situation in den Kitas nahm, konnten wir uns sehr schnell auf die neuen Bedingungen einstellen und Konzepte entwickeln, um die geplanten Beratungen und Ma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren. Die individuelle und flexible Begleitung der Kitas innerhalb des Projektes kristallisierte sich als eines der Hauptmerkmale heraus, die zum Projekterfolg beigetragen haben.<br \/>\nDurch das zahlreiche Feedback, welches wir sowohl projektintern als auch von externen Einrichtungen erhalten haben, wurde deutlich, dass es einen gro\u00dfen Bedarf an den Konzepten gibt, welche wir entwickeln. Das gilt vor allem f\u00fcr die regionalen Wertsch\u00f6pfungsketten, naturnahen Lernorte\/Kitag\u00e4rten und Bildungsmodule zu Ern\u00e4hrung, Klima und Nachhaltigkeit.<br \/>\nWir sehen uns darin best\u00e4tigt, dass eine Verkn\u00fcpfung der Themenbereiche Gemeinschaftsverpflegung und Ern\u00e4hrungsbildung zu einer nachhaltigen Bewusstwerdung dieser komplexen Zusammenh\u00e4nge beitr\u00e4gt, vielleicht sogar als obligatorisch anzusehen ist, um gezielt Ver\u00e4nderungen und so die angestrebte Ern\u00e4hrungswende vorantreiben zu k\u00f6nnen. Wir sehen dieses Projekt daher als ein zentrales Instrument, um den Strukturwandel in der Region zu f\u00f6rdern.<br \/>\nDie Herausforderung wird in Zukunft darin bestehen, den Bioanteil der verwendeten Produkte mit den bisher vorhandenen finanziellen Ressourcen zu erh\u00f6hen. Die Vermittlung von grundlegendem Wissen \u00fcber Zusammenh\u00e4nge von Klima, Umweltbedingungen und Wetter auf die Landwirtschaft an die Abnehmer*innen sollte ein integraler Bestandteil beim Aufbau von Regionalvermarktungskonzepten sein.<br \/>\nDie Landwirtschaft stellt das Fundament unserer Versorgung dar und muss als solche vor allem politisch noch st\u00e4rker in den Fokus des angestrebten Strukturwandels ger\u00fcckt werden. Die Integration aller Mitarbeitenden inkl. der Hauswirtschaftskr\u00e4fte in den Kitas tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zum Erfolg von Ern\u00e4hrungsbildung bei. Die im Projekt erarbeiteten Ans\u00e4tze sind skalierbar auf Schulen und Berufskollegs, wo ebenfalls ein steigender Bedarf an Ern\u00e4hrungs- und Nachhaltigkeitsbildung zu verzeichnen ist. Die Herausforderungen der Zukunft liegen sicherlich in der wirtschaftlich angespannten Lage durch die politischen Ver\u00e4nderungen der letzten Jahre, sind jedoch gleichzeitig auch wiederum die besten Argumente zur Fortf\u00fchrung von Projekten im Bereich der Nachhaltigkeitsf\u00f6rderung.<br \/>\nDas regionale Konzept bleibt nach Ablauf der Projektlaufzeit bestehen und wird momentan ausgeweitet. Auch finden Gespr\u00e4che mit Vertreter*innen der Stadt K\u00f6ln bez\u00fcglich der gro\u00dfr\u00e4umigen Skalierung der erarbeiteten Konzepte statt. Der Kooperationspartner Feldling musste im Laufe des Projektes feststellen, dass die Akquise neuer Einrichtungen mit einem unerwartet hohen Zeitaufwand verbunden ist. In Zukunft wird sich die Frage der Rentabilit\u00e4t verst\u00e4rkt stellen und es wird schwierig, den bisherigen Ansatz weiter beizubehalten. Die M\u00f6glichkeit der Expansion auf deutlich mehr Kitas ist mit gro\u00dfen Investitionen verbunden, bspw. der Anschaffung mehrerer Lieferwagen. Eine \u00fcber die Woche verteilte Lieferung mit einem Fahrzeug ist nicht m\u00f6glich, da die Kitas die Waren zu Beginn der Woche ben\u00f6tigen. Eine Ausweitung des Angebots auf die Gastronomie oder Gro\u00dfk\u00fcchen scheitert bspw. oft daran, dass bereits gewaschenes oder vorgeschnittenes Gem\u00fcse ben\u00f6tigt wird. Diese Beispiele zeigen exemplarisch auf, dass eine gezielte F\u00f6rderung von innovativen Konzepten als Voraussetzung einer nachhaltigen Implementierung anzusehen ist, die zudem in enger Zusammenarbeit mit der Kommune realisiert werden sollte. Um die nachhaltige Versorgung K\u00f6lns zu erm\u00f6glichen, m\u00fcssen regionale Wertsch\u00f6pfungsketten etabliert werden. Eine flexible Transportlogistik ist Voraussetzung f\u00fcr eine emissionsarme Verteilung der Waren. F\u00fcr ein gro\u00dffl\u00e4chiges Ausrollen eines solchen Konzeptes ben\u00f6tigt es einen Broker bzw. Vermittler und\/oder Food Hub.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das vorliegende Projekt bettet sich in die f\u00fcr die Stadt K\u00f6ln erarbeitete Ern\u00e4hrungsstrategie ein und m\u00f6chte am Beispiel von zehn beteiligten Kitas modellhaft zeigen, dass die fl\u00e4chendeckende Versorgung mit regional und nachhaltig produzierten Lebensmitteln funktionieren kann. 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