{"id":27219,"date":"2023-07-13T15:33:14","date_gmt":"2023-07-13T13:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35394-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:33:14","modified_gmt":"2023-07-13T13:33:14","slug":"35394-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35394-01\/","title":{"rendered":"Realisierung des J\u00fcdischen Gartens in den G\u00e4rten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In den G\u00e4rten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf wird im Sommer 2021 ein J\u00fcdischer Garten er\u00f6ffnet. Dieser erg\u00e4nzt den Dialog der Kulturen und Weltanschauungen in den G\u00e4rten der Welt und komplettiert neben dem Orientalischen Garten (Islam) und dem Christlichen Garten die Darstellung der drei monotheistischen Weltreligionen. Dem Gesamtkonzept der G\u00e4rten der Welt liegt die These zugrunde, dass Religion eine elementare Voraussetzung f\u00fcr die Entwicklung der Kultur, hier insbesondere der Gartenkultur und damit einhergehend des Natur- und Umweltverst\u00e4ndnisses eines Kulturkreises ist. Im Jahr 2018 wurde vom Land Berlin ein k\u00fcnstlerisch-landschaftsarchitektonischer Gestaltungswettbewerb durchgef\u00fchrt, um einen Entwurf f\u00fcr diesen Garten zu finden. Der erste Preis im Wettbewerbsverfahren fiel auf die Arbeit des Teams atelier le balto Landschaftsarchitekten mit Manfred Pernice und Wilfried Kuehn. Die Preistr\u00e4ger sehen die interkulturelle Kommunikation als einen der Schwerpunkte des Entwurfs. Im Garten sollen aber auch verschiedene Aspekte des spezifisch j\u00fcdischen Naturverst\u00e4ndnisses vermittelt werden, das einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur einfordert. Tora und Talmud enthalten eine Vielzahl von Weisungen und Geboten, die sich direkt oder indirekt mit dem Verh\u00e4ltnis des Menschen zu seiner Umwelt und der Natur besch\u00e4ftigen. Respekt vor der Natur und Nachhaltiges Handeln sollen im J\u00fcdischen Garten in den G\u00e4rten der Welt ihren Ausdruck finden. Bereits der Wettbewerb wurde durch F\u00f6rdermittel u. a. der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Wettbewerbsbeitrag wurde seit Fr\u00fchjahr 2019 sukzessive zu einer umsetzungsreifen Freiraumplanung weiterentwickelt. F\u00fcr Planung und Bau gelten sowohl die Honorarordnung f\u00fcr Architekten und Ingenieure (HOAI) sowie die Vorschriften zum \u00f6ffentlichen Bauen im Land Berlin, insbesondere die Landeshaushalts-ordnung (LHO) bzw. die Allgemeine Anweisung f\u00fcr die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von Bauaufgaben Berlins (ABau).<\/p>\n<p>Bis zum Fr\u00fchjahr 2020 wurden die Planungsphasen der HOAI durchlaufen (LP 2-5 HOAI), danach erfolgte die Vergabe der Bauleistungen (LP 6 und LP 7 HOAI), vom Sommer 2020 bis zum Fr\u00fchjahr 2021 wurde der J\u00fcdisch Garten in den G\u00e4rten der Welt baulich hergestellt.<br \/>\nEin zentraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes f\u00fcr den J\u00fcdischen Garten in den G\u00e4rten der Welt ist die Vermittlung der vielf\u00e4ltigen Aspekte j\u00fcdischen Lebens. Ein Grundverst\u00e4ndnis f\u00fcr das Judentum in Religion und Kultur soll ebenso vermittelt werden wie zentrale Aspekte von Naturverst\u00e4ndnis und Umweltbildung. Im Juli 2020 wurde daher die Entwicklung eines Vermittlungskonzepts zum J\u00fcdischen Garten beauftragt, bis zum Jahresende wurden einzelne Module differenzierter ausformuliert. In Kooperation mit dem Umweltbildungszentrum Kienbergpark wurde das Programm &#8220;Haushalten. Klimawandel und Wasserknapp-heit&#8221; ausgearbeitet, das mit Bezug auf die konkrete gebaute Struktur des Gartens zentrale Fragen der Umweltbildung in den Mittelpunkt stellt. Eine weitere F\u00fchrung mit Schwerpunkt interkultureller Dialog wurde ausformuliert:&#8221;\u0091Feige, Granatapfel &#038; Co.&#8221; In diesem Format wird unter Bezugnahme auf verschiedene Pflanzen, die im J\u00fcdischen Garten ihren Platz gefunden haben, zum Judentum im Allgemeinen und zu spezifischen Aspekten j\u00fcdischen Lebens informiert. Parallel konnte die Gr\u00fcn Berlin GmbH in ihrem Netzwerk weitere interessierte Umweltbildungsakteure gewinnen, die erg\u00e4nzend im Kontext eines eher k\u00fcnstlerischen und interkulturellen Schwerpunkts eingebunden werden sollen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das \u00fcbergeordnete Ziel, die Fertigstellung der r\u00e4umlichen Strukturen des J\u00fcdischen Gartens sowie der \u00fcberwiegenden Pflanzungen aus B\u00e4umen, Str\u00e4uchern, Stauden und Geophyten, aber auch unterschiedlichsten Nutzpflanzen und Feldfr\u00fcchten zum Fr\u00fchjahr 2021, ist mit Abschluss der Bauma\u00dfnahmen im M\u00e4rz 2021 erf\u00fcllt. Die Er\u00f6ffnung des J\u00fcdischen Gartens in den G\u00e4rten der Welt konnte jedoch aufgrund der anhaltenden Krisensituation Covid 19 nicht zum urspr\u00fcnglich vorgesehenen Zeitpunkt erfolgen. Ebenso konnten aus gleichem Grund bisher keine Workshops. F\u00fchrungen oder sonstigen Veranstaltungen mit edukativer Zielstellung im Rahmen der Umweltbildung durchgef\u00fchrt werden, wenngleich umsetzungsreife Planungen f\u00fcr entsprechende Formate vorliegen. Momentan ist nicht absehbar, zu welchem Zeitpunkt die Durchf\u00fchrung von Workshops oder F\u00fchrungen starten kann. Die weitere Entwicklung der Pandemie-Situation bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Er\u00f6ffnung des J\u00fcdischen Gartens sollte urspr\u00fcnglich im April 2021 stattfinden, ein Festakt \u00e4hnlich der feierlichen Grundsteinlegung vom Oktober 2019 war vorgesehen und befand sich in der Vorbereitung. Aufgrund der sich versch\u00e4rfenden Pandemie-Situation wurde zu Jahresbeginn jedoch vorsorglich entschieden, f\u00fcr den April keine Veranstaltung mit einer hohen Zahl von G\u00e4sten und gro\u00dfem Rahmenprogramm vorzubereiten, sondern eine Veranstaltung in kleinerem Rahmen durchzuf\u00fchren. Weiter steigende Inzidenz-Zahlen f\u00fchrten letztendlich dazu, auch von dieser Planung Abstand zu nehmen und die Er\u00f6ffnung des Gartens f\u00fcr den Sp\u00e4tsommer vorzusehen. Sofern es die Corona-Einschr\u00e4nkungen zulassen, soll die Er\u00f6ffnung dann mit einem Publikumstag und einem vielf\u00e4ltigen kulturellen Rahmenprogramm durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der J\u00fcdische Garten in den G\u00e4rten der Welt ist Wirklichkeit geworden. Der Garten zeigt sich im Sommer 2021 als fein differenzierter Gesamtraum, subtil verflochten mit den angrenzenden gr\u00fcnen Strukturen, wie selbstverst\u00e4ndlich eingebettet in seine Umgebung. Die Vision eines Ortes f\u00fcr Austausch und Begegnung wurde mit hoher gestalterischer und r\u00e4umlicher Qualit\u00e4t umgesetzt, ein vielf\u00e4ltig angelegtes Pflanzensortiment bildet den r\u00e4umlichen Rahmen und l\u00e4dt zum Entdecken ein. Der Garten stellt bereits jetzt eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr die G\u00e4rten der Welt dar. Er bietet beste Voraussetzungen zur Durchf\u00fchrung der geplanten F\u00fchrungen, Workshops und weiteren Vermittlungsformate, die bereits ausgearbeitet vorliegen und die starten werden, sobald es die Rahmenbedingungen wieder zulassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In den G\u00e4rten der Welt in Berlin Marzahn-Hellersdorf wird im Sommer 2021 ein J\u00fcdischer Garten er\u00f6ffnet. Dieser erg\u00e4nzt den Dialog der Kulturen und Weltanschauungen in den G\u00e4rten der Welt und komplettiert neben dem Orientalischen Garten (Islam) und dem Christlichen Garten die Darstellung der drei monotheistischen Weltreligionen. 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