{"id":27177,"date":"2024-11-27T10:46:06","date_gmt":"2024-11-27T09:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35330-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:46:07","modified_gmt":"2024-11-27T09:46:07","slug":"35330-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35330-01\/","title":{"rendered":"Club Nachhaltige Plastikverpackungen &#8211; Die Rolle der Konsumenten f\u00fcr eine erfolgreiche Transition zur Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf der Suche nach L\u00f6sungswegen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung wird immer wieder gro\u00dfe Hoffnung auf technische Ans\u00e4tze gelegt. So entstehen hier etliche neue Ideen und Verfahren, welche in ihrer Grundidee sehr vielversprechend sind und ein gro\u00dfes \u00f6kologisches Entlastungspotenzial verhei\u00dfen. Zu oft scheitern diese technischen Neuerungen jedoch am Markt und k\u00f6nnen sich nicht durchsetzen. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig, fehlende Nutzerakzeptanz (tats\u00e4chlich auftretend oder auch nur bef\u00fcrchtet) spielt hierbei jedoch h\u00e4ufig eine entscheidende Rolle: Sei es aufgrund h\u00f6herer Preise, aufgrund von Misstrauen gegen\u00fcber der Glaubw\u00fcrdigkeit oder auch aufgrund (bef\u00fcrchteter) mangelnder Vereinbarkeit mit den Alltagsroutinen vieler Verbraucher*innen. Grundanliegen des Projekts ist es, Einstellungen, Wahrnehmungen und tats\u00e4chliches Verhalten von Verbraucher*innen bei der Entwicklung  nachhaltiger\/kreislauff\u00e4higer Verpackungen st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen. Dabei sollen nicht nur das Verhalten der Verbraucher*innen, sondern auch der Entscheider*innen in Industrie und Handel besser verstanden werden, um auf beiden Seiten Hemmnisse f\u00fcr nachhaltige Verpackungsinnovationen zu identifizieren und abzubauen. <\/p>\n<p>Gegenstand des Projekts war vor diesem Hintergrund zun\u00e4chst die langfristige Einrichtung eines \u0084Clubs f\u00fcr nachhaltige Verpackungsl\u00f6sungen\u0093 mit dem Ziel, unter Beteiligung aller relevanten Stakeholdergruppen (Handel, KMU, Verbraucherorganisationen, NGOs, Wissenschaft u.a.) Erkenntnisse \u00fcber Einstellungen und Verhalten der Konsumenten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft in Initiativen und Handlungsempfehlungen zu \u00fcbersetzen. Dies soll vor allem Handel und KMU bei der Einrichtung eines erfolgreichen \u0096 d. h. von Konsumenten mitgetragenen und so letztlich umweltentlastenden \u0096 Kreislaufsystems unterst\u00fctzen. Die Arbeit im Club fokussiert dabei auf den Sektor Verpackungen und hierbei vorrangig (aber nicht ausschlie\u00dflich) den Werkstoff Plastik. Der Club wird in regelm\u00e4\u00dfigen Workshops zusammengebracht, um Wissen zum Verbraucherverhalten im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich und die zentralen Herausforderungen zu b\u00fcndeln. In einem Projekt des CSCP und der Stiftung Sitra werden auf EU-Ebene weitere Clubs (\u0084Consumer Insight Action Panels\u0093) zu Elektronik und nach M\u00f6glichkeit auch zu Textil eingerichtet, welche den gleichen Ansatz nutzen werden. Hier ist eine enge Kooperation geplant.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr den Club konnte eine hilfreiche Mischung verschiedener Akteure gewonnen werden \u0096 darunter Einzelh\u00e4ndler, Systemgastronomieanbieter, Verpackungsunternehmen, Abfallsammler und -verwerter sowie Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Aufgrund seines Multi-Stakeholder-Charakters beherbergt der Club eine gro\u00dfe Vielfalt an Perspektiven und vor allem komplement\u00e4re Kompetenzen und Erfahrungen. Zudem konnten als Vertreter der unterschiedlichen Organisati-onen Experten*innen mit unterschiedlichen Ausbildungen und Arbeitsschwerpunkten gewonnen werden.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Club-Mitgliedern wurden in einem mehrstufigen Prozess vier Verhaltensweisen von Verbraucher*innen als Herausforderung f\u00fcr eine st\u00e4rkere Kreislauff\u00fchrung von Verpackungsressourcen als Arbeitspriorit\u00e4ten definiert. Die Reihenfolge und Intensit\u00e4t der Bearbeitung erfolgten in Abstimmung mit den Club-Mitgliedern vor dem Hintergrund der verf\u00fcgbaren Ressourcen sowie in Abw\u00e4gung der jeweils aktuellen Einschr\u00e4nkungen und M\u00f6glichkeiten:<br \/>\n\u0095\tKaufverhalten: Unverpackt bzw. besser verpackt: Verbraucher*innen fordern (z.B. bei Obst\/ Gem\u00fcse) mehr Unverpacktes, kaufen aber mehrheitlich das Verpackte<br \/>\n\u0095\tVerpackungsmythen: Verbraucher*innen orientieren sich an Verpackungsmythen und greifen nicht zur \u00f6kologisch vorteilhafteren Verpackung<br \/>\n\u0095\tTrennen\/Sortieren: Verbraucher*innen werfen Abfall und Wertstoffe nicht in die richtige Tonne (z. T. weil sie Verpackungsabfall nicht sortenrein trennen)<br \/>\n\u0095\tLittering: Verbraucher*innen entsorgen ToGo-Beh\u00e4lter nicht im M\u00fclleimer, sondern frei in der Um-gebung des jeweiligen Gastronomiebetriebs<\/p>\n<p>Zu jedem Themenschwerpunkt wurden bzw. werden grob folgende Bearbeitungsschritte durchgef\u00fchrt:<br \/>\n\u0095\tLiteraturrecherche: Welche Erkenntnisse zum Verbraucherverhalten und den zugrunde liegenden Handlungsmotivation gibt es bereits? Welche relevanten Fragen bleiben offen?<br \/>\n\u0095\tAnalyseplanung: Welche Thesen sollen im Rahmen einer Analyse \u00fcberpr\u00fcft werden? Welche Form der Analyse\/Beobachtung ist hierf\u00fcr zielf\u00fchrend (und in Zeiten von Corona-Einschr\u00e4nkungen durchf\u00fchrbar)?<br \/>\n\u0095\tDurchf\u00fchrung Analyse\/Beobachtung: Welche Thesen werden (nicht) best\u00e4tigt? Welche weiteren Erkenntnisse werden gewonnen?<br \/>\n\u0095\tUrsachenanalyse\/L\u00f6sungssuche: Welche Gr\u00fcnde\/Muster\/Mythen f\u00fchren zum analysierten\/beobachteten Verbraucherverhalten?<br \/>\n\u0095\tInterventionsplanung: Welche Intervention (z. B. zu Norm, Einstellung, Gewohnheit, Umfeldfaktor) scheint geeignet, den jeweiligen Verhaltensherausforderungen entgegenzuwirken und \u00c4nderungen im Verbraucherverhalten zu f\u00f6rdern? Welche Zielgruppen sind besonders relevant und wie k\u00f6nnen diese gezielt angesprochen werden?<br \/>\n\u0095\tIntervention: Wie erfolgreich wirkt die Intervention? Was muss ggf. ver\u00e4ndert werden?<br \/>\n\u0095\tVermittlung der Erkenntnisse an KMU: Welche allgemeinen Erkenntnisse und Empfehlungen f\u00fcr die zirkul\u00e4re Entwicklung einer Verpackung und die Einbindung von Verbraucher*innen lassen sich ableiten? Wie k\u00f6nnen die Erkenntnisse zielgruppengerecht vermittelt werden?<br \/>\n\u0095\tAbleitung von Politikempfehlungen: Welche Herausforderungen in diesem Themenfeld lassen sich besser oder sogar prim\u00e4r durch regulative Vorgaben angehen\/l\u00f6sen als durch unternehmerisches Handeln? Wie k\u00f6nnte ein entsprechender Regulierungsansatz aussehen?<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Potenziale des Kreislaufprinzips zur Reduktion negativer Umwelteffekte sind enorm und es liegen gro\u00dfe Hoffnungen auf diesem Prinzip f\u00fcr die F\u00f6rderung eines nachhaltigen Produzierens und Konsumierens (EC 2015). Im Bereich Plastik und Verpackungen sind \u0096 neben einer signifikanten Entlastung der Meere und des Nahrungskreislaufs durch jedes Kunststoffelement, das nicht in die Umwelt gelangt &#8211; beispielsweise folgende positive Umwelteffekte zu nennen: Das Recycling von einer Million Tonne Plastik hat das gleiche CO2-\u00c4quivalente-Einsparpotenzial wie eine Million weniger Autos auf der Stra\u00dfe (EC 2018). Laut \u00d6ko-Institut (2016) entlastet allein die Sammlung und Verwertung durch das Duale System in Deutschland die Umwelt pro Jahr heute um 1,9 Millionen Tonnen CO2-\u00c4quivalente. Die Versauerung der B\u00f6den sinke ebenso signifikant wie die Belastung durch Phosphat\u00e4quivalente. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden fossile energetische Ressourcen, beispielsweise Kohle und \u00d6l, durch das Duale System geschont.<\/p>\n<p>Entsprechend gr\u00f6\u00dfer k\u00f6nnten diese positiven Umwelteffekte werden, wenn die Menge der Verpa-ckungskunststoffe, die bisher nicht in den Kreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, reduziert wird. Die systematische Einbindung der Konsumentenperspektive ist hierbei ein vielversprechender und notwendiger Ansatz, um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen und die Potenziale des Recyclings auszusch\u00f6pfen (EC 2018). <\/p>\n<p>Die Einrichtung von Clubs ist in diesem Zusammenhang ein neuer Ansatz, um sektorenspezifische L\u00f6sungen f\u00fcr die Einbindung der Konsumentenperspektive in zentrale Umweltherausforderungen zu finden und vielversprechenden L\u00f6sungsstrategien wie der Kreislaufwirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen. Die grundlegende Vorgehensweise \u0096 Sammlung von Wissen, Identifikation zentraler Herausforderungen, Auswahl praxistauglicher L\u00f6sungsstrategien sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen und Weiterbildungsformaten \u0096 l\u00e4sst sich auf andere Sektoren und auch andere L\u00f6sungsans\u00e4tze \u00fcbertragen. Dies wird im Rahmen des Projekts bereits durch den engen Austausch mit einem von der Stiftung Sitra gef\u00f6rderten Projekt zum Sektor Consumer Electronics stattfinden, um einerseits sektoren-spezifische und andererseits sektoren\u00fcbergreifende L\u00f6sungspfade f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft identifizieren zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die erste Projektphase war gepr\u00e4gt von der Etablierung des Clubs, der Identifizierung relevanter Verhaltensherausforderungen, umfangreicher Literaturrecherche und der Durchf\u00fchrung erster eigener Analysen. Sehr aufschlussreich war in diesem Zusammenhang die Analyse des Trenn- und Sortierverhaltens von 14 Haushalten unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe beim St\u00e4dtepartner Solingen. W\u00e4hrend die Trennung in Verpackungs- und Restabfall in weiten Teilen den Vorgaben entsprach, traten Herausforderungen insbesondere beim Trennen von Mehrkomponentenverpackungen wie Joghurtbechern (mit Pappbanderole) deutlich zutage. Dar\u00fcber hinaus konnten weitere Hemmnisse f\u00fcr das Recycling von Plastikverpackungen identifiziert werden, wie z. B. das Ineinanderstopfen von Folien und Schalen aus unterschiedlichen Kunststoffen.<\/p>\n<p>Als weiteres besonders relevantes Hemmnis zur Schlie\u00dfung von Ressourcenkreisl\u00e4ufen traten in den Diskussionen neben der Entsorgungsseite zunehmend das Kaufverhalten und damit verbundene Risiken zutage. Anbieter etablierter Produkte scheuen demnach in der Regel den Umstieg auf recyclingf\u00e4hige Verpackungsalternativen, da dies in der Regel mit Aufwand, Absatzrisiken, Investitionen und Mehrkosten verbunden ist:<br \/>\n\u0095\tAufwand, da eine Verpackung gestaltet, ggf. auch beworben und Prozesse hierf\u00fcr ver\u00e4ndert werden m\u00fcssen,<br \/>\n\u0095\tAbsatzrisiken, da eine etablierte und erfolgreiche Verpackung ver\u00e4ndert wird, mit der Gefahr, dass hierdurch Wiedererkennbarkeit und\/oder Kundenakzeptanz geschw\u00e4cht wird,<br \/>\n\u0095\tInvestitionen braucht es insbesondere dann, wenn Abf\u00fcllprozesse ver\u00e4ndert und Verpackungsma-schinen an neue Anforderungen angepasst werden m\u00fcssen,<br \/>\n\u0095\tMehrkosten sind dann zu erwarten, wenn komplexe Barriere- und Schutzanforderungen, wie z. B. bei Lebensmittelprodukten, durch aufw\u00e4ndigere Monomaterialschichtl\u00f6sungen recyclingf\u00e4higer werden sollen. Hier muss mit dauerhaften Verpackungsmehrkosten von aktuell etwa 10 &#8211; 20 % ge-rechnet werden.<\/p>\n<p>Um dennoch eine z\u00fcgigere Umstellung auf kreislauff\u00e4hige Verpackungsans\u00e4tze zu f\u00f6rdern, sehen die Club-Mitglieder zum einen die Politik mit entsprechenden Regulierungsvorgaben als wichtigen Impulsgeber. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte der Club selbst st\u00e4rker aktiv werden, um insbesondere den Aspekt der Absatzrisiken auf Seiten der Verbraucher*innen besser zu verstehen und wirksame Interventionen zu entwickeln. Chancen bietet vor allem die Substitution von Einwegverpackungen durch Alternativen, die eine Mehrfachnutzung erm\u00f6glichen und f\u00f6rdern. Gerade sie sind es jedoch auch, die einen grundlegenden Wandel der Verbraucherroutinen erfordern. Ein wichtiges Ziel des Clubs f\u00fcr die zweite Projektphase ist es daher, die Bereitschaft der Verbraucher*innen  f\u00fcr einen solchen Systemwechsel zu verstehen, vor allem aber auch die Hindernisse, die einen solchen Wandel der Routinen erschweren. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der dezidierte Fokus des Projekts auf das Verbraucherverhalten kann nicht mit einem Ausblenden erg\u00e4nzender Initiativen und Entwicklungen einhergehen. Um dem Ziel einer st\u00e4rkeren Ber\u00fccksichtigung von Verbraucher*innenverhalten Rechnung zu tragen, braucht es eine Vernetzung mit \u00e4hnlichen oder erg\u00e4nzenden Projekten und Initiativen. In vielen Bereichen fungieren die Club-Mitglieder bereits als hilfreiche Schnittstellen zu anderen Initiativen und tragen neue Entwicklungen in die Club-Workshops. Auf diese Weise bestehen z. B. Verbindungen zum Rezyklat-Forum, zur Zentralen Stelle Verpackungsregister und zu diversen Forschungsprojekten. Die Verb\u00e4nde und Handelsunternehmen im Partnernetzwerk des CSCP sind wichtige Multiplikatoren und werden in diese Aktivit\u00e4ten einbezogen. Dar\u00fcber hinaus wird das Projekt im engen Austausch mit dem Sitra-gef\u00f6rderten Projekt zu Elektronik stehen, um branchen\u00fcbergreifende Erkenntnisse und L\u00f6sungswege zu generieren. Diese Kooperation soll zudem die Kommunikation auf EU-Ebene und damit eine internationale Strahlkraft des Projekts erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse werden \u00fcber den Club hinaus verbreitet und implementiert:<br \/>\nUnter https:\/\/www.ciap-circular.eu wurde eine englischsprachige Landingpage f\u00fcr das \u00fcbergeordnete Projekt erstellt, auf der Besucher*innen neben dem Verpackungsthema auch weitere Informationen zum gerade gestarteten Electronics Club und dem weiterhin relevanten, aber noch nicht implementierten Textil-Club finden k\u00f6nnen. Auch auf den Seiten der EU findet sich hierzu eine Kurzbeschreibung: https:\/\/circulareconomy.europa.eu\/platform\/en\/about\/cg-activities-documents\/consumer-insight-action-panel <\/p>\n<p>Ein besonders gro\u00dfes Medienecho fand die Analyse von Haushaltsabf\u00e4llen in Solingen. Die liegt als Ergebnispr\u00e4sentation vor. \u00dcber die Aktion wurde von lokalen Zeitungen sowie einem Radiosender und dem WDR-Fernsehen berichtet. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Club f\u00fcr nachhaltige Verpackungsl\u00f6sungen zeigt innovative Ans\u00e4tze auf, wie Erkenntnisse \u00fcber das Handeln der Konsumenten in L\u00f6sungen zur Kreislaufwirtschaft integriert werden k\u00f6nnen. Neu ist nicht nur diese systematische Konsumentenperspektive, sondern auch die Erweiterung herk\u00f6mmlicher Stakeholderdialoge um einen zielgerichteten Action-Plan Richtung L\u00f6sungsstrategien. Handel und KMU erhalten einen direkten, praxisrelevanten Mehrwert durch:<br \/>\n\u0095\tKonkrete Handlungsempfehlungen<br \/>\n\u0095\tEin Weiterbildungs-Format, das sie f\u00fcr sich und ihre Mitarbeiter nutzen k\u00f6nnen<br \/>\n\u0095\tEinen umfassenden Wissenspool zu den Hintergr\u00fcnden des Konsumentenverhaltens, zu den zentralen Herausforderungen in den jeweiligen Clubs und zu praktischen L\u00f6sungsans\u00e4tzen inkl. Sammlung von Best Cases<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umstellung auf kreislauff\u00e4higere Verpackungen seitens der Anbieter wurden in der ersten Projektphase eine Reihe relevanter Hemmnisse identifiziert. Da der Wechsel von schlecht rezyklierbaren Mehrkomponentenverpackungen hin zu Monomateriall\u00f6sungen kaum noch eine technische, sondern vor allem eine Kostenfrage darstellt, braucht es hier vor allem strengere gesetzliche Vorgaben, um die ben\u00f6tigte zirkul\u00e4re Transformation zu beschleunigen. Wollen wir jedoch den grundlegenderen Wandel hin zu st\u00e4rkerer Wieder- und Mehrfachnutzung f\u00f6rdern, gilt es umso mehr, die entsprechenden Nutzungsanreize und Hemmnisse auf Seiten der Verbraucher*innen zu verstehen. Wenn es hierdurch gelingt, mit geeignetem Angebotsdesign und begleitenden Interventionen das Interesse an und die Akzeptanz f\u00fcr solche \u0084Reuse\u0093-Ans\u00e4tze zu steigern, bauen wir damit eine wesentliche Br\u00fccke f\u00fcr Industrie und Handel, um ihrerseits radikalere L\u00f6sungen zu testen und zu implementieren. Dies wird ein wesentlicher Baustein der zweiten Projektphase.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf der Suche nach L\u00f6sungswegen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung wird immer wieder gro\u00dfe Hoffnung auf technische Ans\u00e4tze gelegt. 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