{"id":27176,"date":"2025-09-09T10:32:27","date_gmt":"2025-09-09T08:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35214-01\/"},"modified":"2025-09-09T10:32:29","modified_gmt":"2025-09-09T08:32:29","slug":"35214-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35214-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung, Durchf\u00fchrung, Evaluation und Etablierung von experimentellen Kursabenden zum Thema &#8220;Umweltbelastung durch Kunststoffe und Mikroplastik&#8221; in der Erwachsenenbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Problematik (Mikro-)Plastik und seine Auswirkungen auf die Umwelt wird neben vielen weiteren Bereichen des Klimaschutzes derzeit intensiv in der Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert und stellt somit eine hochaktuelle Thematik dar, die bisher jedoch nur sehr wenig Umsetzung im schulischen und au\u00dferschulischen Kontext gefunden hat. Auch im Bereich der Erwachsenenbildung sind bis auf die Durchf\u00fchrung von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen keine tiefergehenden, experimentell ausgerichteten Veranstaltungsformate zu diesem Thema zu finden. Da aktuelle wissenschaftliche Publikationen jedoch sehr ernstzunehmende Hinweise darauf geben, dass sich das Thema Plastik- bzw. Mikroplastikm\u00fcll zu einem \u00f6kologischen Dilemma entwickeln kann, ist es wichtig, dieses Thema auch in einem Projektvorhaben im Rahmen der Erwachsenenbildung aufzugreifen. Auf Basis der beliebten Kochkurse an Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie des beliebten Sch\u00fclerlabors GreenLab_OS Mikroplastik wird im Rahmen des Projektes ein experimentelles Kursangebot f\u00fcr Anf\u00e4nger und Fortgeschrittene zur oben beschriebenen Thematik entwickelt, durchgef\u00fchrt und im Rahmen wissenschaftlicher Begleitforschung evaluiert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Projektphase wurden zun\u00e4chst konkrete Inhalte, wie z. B. Vortr\u00e4ge, Experimente, Materialien und Methoden entwickelt und pilotiert. Hierbei wurde entsprechend den veranschlagten Zielgruppen zwischen Anf\u00e4ngern und Fortgeschrittenen unterschieden. Die Differenzierung \u00e4u\u00dferte sich insbesondere in der Ausf\u00fchrung des Impulsvortrages, der didaktischen Reduktion der Fachinhalte und der Komplexit\u00e4t der Experimente. Die Erarbeitung der Experimente erfolgt in Kleingruppen, organisiert in einer Stationsarbeit. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung wurde das Kurskonzept umfassend evaluiert. Hierbei wurden wichtige Schl\u00fcsselstellen und Kriterien ermittelt, die eine erfolgreiche Transformation vom Sch\u00fclerlabor zum Erwachsenenformat erm\u00f6glichen. Zudem wurden im Rahmen der Begleitforschung Skalen zum Umweltbewusstsein eingesetzt, um m\u00f6gliche Auswirkungen der experimentellen Kursabende auf das eigene Umweltverhalten messen zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus wurden Online-Formate und weitere Vortragskonzepte sowie Fortbildungen entwickelt, um die Zielgruppe zu erweitern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das schwerpunktm\u00e4\u00dfig konzipierte Kursformat gliedert sich in einen Einf\u00fchrungsvortrag, eine ausgepr\u00e4gte Experimentalphase, in welcher die Experimente in Stationsarbeit bearbeitet werden k\u00f6nnen sowie eine Abschlussdiskussion, in der unter Einbezug der Teilnehmenden L\u00f6sungsans\u00e4tze und best-practice-Beispiele erarbeitet werden. Die entwickelten Kontexte sprechen insbesondere die Bereiche \u0084Kunststoffe im Alltag\u0093, \u0084Eintragsquellen von Mikroplastik in die Umwelt\u0093, \u0084Begrifflichkeiten rund um Mikroplastik\u0093, \u0084Methoden der Wissenschaft\u0093, \u0084M\u00fclltrennung und Recycling\u0093 sowie \u0084Biokunststoffe und L\u00f6sungsans\u00e4tze\u0093 an. Hiermit stellt das Experiment immer den zentralen Gegenstand zum Erkenntnisgewinn an der jeweiligen Station dar.<br \/>\nIm Rahmen einer dreistufigen Begleitevaluation wurden zentrale Elemente der Konzeption evaluiert und Kriterien identifiziert, die als f\u00f6rderlich f\u00fcr die Konzeption und den Erfolg dieser Formate angesehen werden k\u00f6nnen. Es hat sich gezeigt, dass f\u00fcr die Teilnehmenden insbesondere das angebotene Thema sowie der Erwerb von im Alltag anwendbarem Wissen von Relevanz ist. Das Experiment wurde, neben dem Einf\u00fchrungsvortrag als besonders lernf\u00f6rderlich bewertet. Zudem wurde die enge Verzahnung von Theorie und Praxis als gewinnbringend genannt. Die Resonanz zum innovativen Kurskonzept war sehr positiv.<br \/>\nBasierend auf dem Hauptkonzept wurden w\u00e4hrend Pandemie-bedingten Beschr\u00e4nkungen abgewandelte Formate, wie z. B. ein Online-Workshop und ein Messestand, entwickelt und durchgef\u00fchrt. Der Online-Workshop wurde im M\u00e4rz 2021 in Kooperation mit den Scientist for Future Osnabr\u00fcck angeboten. Der Messestand wurde auf der KlimOS in der Osnabr\u00fccker Innenstadt im Oktober 2021 pr\u00e4sentiert. In Zusammenarbeit mit der KEB Ostfriesland wurde zudem ein Urlauberbildungsformat entwickelt. Hierbei wird ein Diskussionsvortrag zur Plastikproblematik mit Experimenten begleitet. Neben der Herstellung von Kunststoffen, konnte so insbesondere ein Einblick in die Vielfalt und daraus resultierende diverse Anwendungsgebiete gegeben werden. Eine kurze begleitende Evaluation zeigte ebenfalls hier einen deutlich positiven Einfluss des Experimentes auf die verst\u00e4ndliche Darstellung fachlicher Sachverhalte. Zudem wurde dieses als willkommene Abwechslung f\u00fcr das klassische Vortragsformat wahrgenommen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden in unterschiedlichen Formaten f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Das Projekt wurde auf den Seiten der Chemiedidaktik an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck vorgestellt und beworben.<br \/>\nNeben der Zusammenfassung in einer begleitenden Brosch\u00fcre, die auch auf der Homepage der Chemiedidaktik Osnabr\u00fcck downloadbar ist, wurde das Konzept auf den Fachtagungen der Fachgruppe Chemieunterricht der GDCh, dem Forum Wissenschaftskommunikation sowie dem World Environmental Education Congress vorgestellt. Aus dem Projekt sind mehrere Ver\u00f6ffentlichungen hervorgegangen, die in chemiedidaktischen Fachzeitschriften, wie z. B. der CHEMKON ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Zeitraum von November 2019 bis Juli 2023 konnte erfolgreich das Projekt \u0084Plastik, Mikroplastik und Plastikm\u00fcllvermeidung &#8211; Durchf\u00fchrung und Evaluation von experimentell ausgerichteten Kursabenden in der Erwachsenenbildung\u0093 durchgef\u00fchrt werden. Im Zuge des Projektverlaufes wurde ein experimentell ausgerichtetes Bildungsangebot f\u00fcr die Erwachsenenbildung entwickelt, was ein bis dato hoch innovatives Format f\u00fcr den Unterrichtsbereich Nachhaltigkeit\/Umweltbildung darstellt. Neben der Transformation bew\u00e4hrter Sch\u00fclerlaborexperimente in ein neues methodisches Grundger\u00fcst, wurden insbesondere neue Bildungsmaterialien zu verbraucherorientierten Themen wie M\u00fclltrennung, Naturkosmetik und Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt entwickelt. Hierbei stellt das Experiment stets den Mittelpunkt des jeweiligen Ausgangskontextes dar. Die in Reaktion auf die Corona-Pandemie entwickelten digitalen Formate und Urlauberbildungsformate stie\u00dfen auf eine gro\u00dfe positive Resonanz und werden zusammen mit den Kursabenden auch \u00fcber das Projektende hinaus angeboten. Au\u00dferdem werden auf Basis der in diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse zur Konzeption experimenteller Kurse f\u00fcr die Erwachsenenbildung neue Themen im Kontext Nachhaltigkeit erschlossen. Derzeit ist ein Angebot zum Thema Landnutzungswandel in der Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Problematik (Mikro-)Plastik und seine Auswirkungen auf die Umwelt wird neben vielen weiteren Bereichen des Klimaschutzes derzeit intensiv in der Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert und stellt somit eine hochaktuelle Thematik dar, die bisher jedoch nur sehr wenig Umsetzung im schulischen und au\u00dferschulischen Kontext gefunden hat. 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