{"id":27175,"date":"2025-06-25T10:33:00","date_gmt":"2025-06-25T08:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34620-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:33:01","modified_gmt":"2025-06-25T08:33:01","slug":"34620-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34620-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines umweltentlastenden Fugendichtstoffs und einer Fl\u00e4chenbeschichtung f\u00fcr den Jauche-, G\u00fclle- und Silage (JGS)-Bereich"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Sogenannte Silagesickers\u00e4fte enthalten neben verschiedensten N\u00e4hrstoffen, wie Ammonium, Nitrat, Nitrit, Phosphate auch organischen S\u00e4uren, welche als Komplexbildner Schwermetalle im Boden mobilisieren k\u00f6nnen. Zudem enthalten die Silagesickers\u00e4fte je nach Ursprung auch eine Vielzahl an organischen Stoffen, welche leicht biologisch Abbaubar sind. Die Zur\u00fcckhaltung dieser Fl\u00fcssigkeiten dient dem Schutz von Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern vor Eutrophierung durch Verhinderung von N\u00e4hrstoffeintrag und damit einer Reduzierung des Algen- und Pflanzenwachstums sowie einer Verunreinigung des Grundwassers mit diesen N\u00e4hrstoffen, welche nur schlecht oder mit hohem technischen Aufwand zu entfernen w\u00e4ren. Aus diesem Grunde wurde die AwSV zum 01.08.2017 in Kraft gesetzt, welche unter anderem die Anlagen f\u00fcr die Lagerung und den Umschlag von Silage, G\u00fclle etc. beinhaltet.<br \/>\nZiel war die Entwicklung und Zertifizierung zweier Systeme, welche gegen\u00fcber den bekannten im JGS-Bereich auftretenden Belastungen und Fl\u00fcssigkeiten ausreichend best\u00e4ndig sind: zum Ersten ein best\u00e4ndigen und hochelastischen Dichtstoffes f\u00fcr senkrechten Fugen in Kombination mit einer Beschichtung zum Schutz der W\u00e4nde und zweitens ein einen mechanisch belastbareren, geringelastischen Dichtstoff in Kombination mit einer Beschichtung f\u00fcr die Bodenfugen und zum Schutz des Bodens.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgehend von einem bereits vorhanden, jedoch gegen\u00fcber den JGS-Pr\u00fcffl\u00fcssigkeiten unbest\u00e4ndigen Epoxidharzsystem, sollten jeweils nach Festlegung der Zielwerte und in \u00dcbereinstimmung mit den Genehmigungsgrunds\u00e4tzen des DIBt Fugendichtstoffe und Beschichtungen zum Schutz und zur Abdichtung von JGS-Anlagen entwickelt werden. Das Ziel dieser Arbeit war eine deutliche Verbesserung der chemischen und mechanischen Eigenschaften der bisher am Markt vorhanden Dichtstoffe auf der Basis Polyurethan oder MS-Hybrid. F\u00fcr die Aufgabe galt es theoretische Rezepturen f\u00fcr Primer, Beschichtungen und Dichtstoffe zu entwickeln, die Rezepturen anschlie\u00dfend im Laborma\u00dfstab dar zu stellen und zu testen. F\u00fcr die Labormuster wurden verschiedene Lieferanten mit dieser Fragestellung und der Beschaffung entsprechender Rohstoffmuster kontaktiert.<br \/>\nF\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Best\u00e4ndigkeitstest wurden Pr\u00fcfk\u00f6rper erstellt und Diese f\u00fcr die Best\u00e4ndigkeitspr\u00fcfung in die Pr\u00fcffl\u00fcssigkeiten gelegt und jeweils im Abstand von einem Monat die Werte f\u00fcr die Festigkeit (Shoreh\u00e4rte A) und das Volumen bestimmt. Nach Bestehen der Labortests, allem voran die Best\u00e4ndigkeitstest an standardisierten Pr\u00fcfmedien des DIBt, sollten die geeignetsten Muster an Versuchsfl\u00e4chen sowie sp\u00e4ter an in Betrieb befindlichen Anlagegen getestet werden. Dabei sollten neben der Feststellung der mechanischen Eignung auch weitere Langzeittest bez\u00fcglich der chemischen Best\u00e4ndigkeit an originalen Medien innerhalb der Anlagen durchgef\u00fchrt werden, um ggf. Anpassungen der Rezepturen\/Formulieren vor der endg\u00fcltigen Zertifizierung durch das DIBt vornehmen zu k\u00f6nnen. Mit Hilfe der zertifizierten Produkte sollte dem Markt ein sicheres, chemisch best\u00e4ndiges und dauerhaftes Material zur Verf\u00fcgung gestellt werden, um ein Eindringen der verschiedensten Fl\u00fcssigkeiten aus Silagen, Biogasanlagen und sowie G\u00fcllebeh\u00e4ltern in den Boden oder in das Grundwasser zu verhindern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden verschiedenste Epoxidharzsysteme auf Basis Novolak\/Amin H\u00e4rter mit verschiedenen Weichmachern angemischt und anschlie\u00dfend entsprechend den DIBt-Kriterien gepr\u00fcft, jedoch konnte bei keinem der erstellten Muster die geforderte Best\u00e4ndigkeit im Labor erreicht werden. Urs\u00e4chlich erscheinen hier die eingesetzten Weichmacher und die geringe Vernetzungsdichte innerhalb des Epoxidharzsystems. Da viele Pr\u00fcfk\u00f6rper bereits nach weniger als der geplanten Zeit der Beaufschlagung versagten wurden auch keine weiteren Versuche an Versuchsfl\u00e4chen oder an Anlagen aus dem Bereich des JGS mit diesen Materialien geplant oder durchgef\u00fchrt.<br \/>\nEin Wechsel des Bindemittelsystems auf die sogenannten \u0084Polyaspartics\u0093 konnte im Laborma\u00dfstab jedoch \u00fcberzeugen. Die erzielten Resultate sowohl f\u00fcr einen Dichtstoff als auch f\u00fcr eine Beschichtung bez\u00fcglich der Best\u00e4ndigkeit und der Festigkeit w\u00fcrden einen sp\u00e4teren Einsatz in den JGS-Bereichen erm\u00f6glichen. Hier w\u00e4ren jedoch weitere Arbeiten im Hinblick auf Anpassung der Formulierungen und die abschlie\u00dfenden Pr\u00fcfungen durch ein unabh\u00e4ngiges Institut und die anschlie\u00dfende Zulassung des DIBt notwendig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Arbeit wurden nicht ver\u00f6ffentlicht<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Leider ist es w\u00e4hrend des F\u00f6rderzeitraumes nicht gelungen, ein marktf\u00e4higes und zugelassenes Produkt zu entwickeln. Vor allem durch die anf\u00e4ngliche Fokussierung auf Epoxidharzsysteme und die Suche nach speziellen geeigneten Weichmachern verhinderten eine fr\u00fchere Suche nach einem anderen geeigneten Bindemittelsystem. Ein Wechsel des Bindemittesystems auf Basis von Polyasparagins\u00e4ureestern (Polyaspartics) k\u00f6nnte technisch zum Ziel f\u00fchren, dem gegen\u00fcber stehen die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Kosten f\u00fcr ein solches Bindemittelsystem, welches eine erfolgreiche Einf\u00fchrung in den Markt deutlich erschwert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Sogenannte Silagesickers\u00e4fte enthalten neben verschiedensten N\u00e4hrstoffen, wie Ammonium, Nitrat, Nitrit, Phosphate auch organischen S\u00e4uren, welche als Komplexbildner Schwermetalle im Boden mobilisieren k\u00f6nnen. Zudem enthalten die Silagesickers\u00e4fte je nach Ursprung auch eine Vielzahl an organischen Stoffen, welche leicht biologisch Abbaubar sind. 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