{"id":27170,"date":"2026-04-10T10:32:14","date_gmt":"2026-04-10T08:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/32302-02\/"},"modified":"2026-04-10T10:32:14","modified_gmt":"2026-04-10T08:32:14","slug":"32302-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/32302-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Produktionsversuch eines stranggezogenen wasserdurchl\u00e4ssigen keramischen Pflasterziegels \u2013 Phase 2"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Wasserdurchl\u00e4ssige Deckschichten sind heute Stand der Technik. Ihre Anwendung ist in Merkbl\u00e4ttern und Vorschriften geregelt. In der KI Keramik-Institut GmbH wurde in den letzten Jahren ein wasserdurchl\u00e4ssiger Pflasterziegel entwickelt, der den Regelungen f\u00fcr wasserdurchl\u00e4ssige Deckschichten entspricht und in seiner Optik und Haptik wasserundurchl\u00e4ssigen Pflasterklinkern \u00e4hnelt. Alle technologischen Schritte und Eigenschaften der Zwischenprodukte entsprechen den Forderungen der Ziegelindustrie. Die einzige Ausnahme ist die Formgebung mittels hydraulischer Presse. Das Trockenpressen wird in der Ziegelindustrie faktisch nicht angewandt und stellt somit das Haupthindernis zur \u00dcberf\u00fchrung der Technologie in die industrielle Produktion dar.<br \/>\nEs soll eine Technologie zur Herstellung eines wasserdurchl\u00e4ssigen Pflasterziegels mittels Strangpressen entwickelt (TP1) und in einer Pilotproduktion (TP2) getestet werden. Damit wird Nutzern, die heute aus \u00e4sthetischen oder historischen Gr\u00fcnden keramische Deckschichten benutzen die M\u00f6glichkeit gegeben werden, versickerungsf\u00e4hige Verkehrsfl\u00e4chen zu errichten, die den bisher verwendeten wasserundurchl\u00e4ssigen Deckschichten aus Keramik im Material, in der Optik und in der Haptik gleichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\uf02d Umbau, Erweiterung und Test f\u00fcr eine Pilotproduktion notwendigen Einrichtungen<br \/>\n\uf02d Entwicklung einer Technologie f\u00fcr die Herstellung von Formlingen in der Pilotproduktion<br \/>\n\uf02d Anpassung der Brennkurve f\u00fcr die Pilotproduktion im industriellen Herdwagenofen<br \/>\n\uf02d \u00dcberwachung und Durchf\u00fchrung der Pilotproduktion wasserdurchl\u00e4ssiger Pflasterziegel<br \/>\n\uf02d Stetige interne \u00dcberwachung der Produkteigenschaften<br \/>\n\uf02d Pflastern einer Demonstrationsfl\u00e4che mit wasserdurchl\u00e4ssigen Pflasterziegeln aus der Pilotproduktion und Dokumentation der Arbeiten an der Demonstrationsfl\u00e4che<br \/>\n\uf02d \u00d6ffentlichkeitsarbeit<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurden 300 m2 wasserdurchl\u00e4ssige Pflasterziegel in einer Pilotproduktion unter Technikumsbedingungen (vorhandene, aber angepasste Maschinen und Ausr\u00fcstungen) hergestellt. Diese Pflasterziegel entsprechen nach externer und interner Pr\u00fcfung den anwendbaren Normen und Regeln f\u00fcr Pflasterziegel. Die ermittelte Wasserdurchl\u00e4ssigkeit ist mindestens 5x h\u00f6her als normativ gefordert. Mit den produzierten Pflasterziegeln wurde der Eingang zum Innovations-Centrum Mei\u00dfen gepflastert. Die Fl\u00e4che dient neben der Demonstration f\u00fcr zuk\u00fcnftige Anwender der Beobachtung und Beurteilung des Langzeitverhaltens wasserdurchl\u00e4ssiger Pflasterziegel. Die Ziegel werden \u00fcber die Webseite der KI Keramik-Institut GmbH, sowie regionale Baustoffh\u00e4ndler vermarket. Mit dem Ziel einer auch \u00f6konomischen Marktakzeptenz ist der Verkaufspreis nur geringf\u00fcgig h\u00f6her als die Produktionskosten. Weitere Schritte sind die Senkung der Produktionskosten, durch geeignetere -neue- Ausr\u00fcstungen und durch Liefervereinbarungen mit regionalen Anbietern des Ger\u00fcstkornes (Hauptbestandteil des Produktes).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Demonstrationsfl\u00e4che (50m2) wurde in Anwesenheit des Oberb\u00fcrgermeisters der Stadt Mei\u00dfen und in Anwesenheit der regionalen Presse er\u00f6ffnet. Eine Tafel zur Beschreibung des neuartigen Belages ist beauftragt.<br \/>\nIn der Fachzeitschrift THIS (Tiefbau Hochbau Ingenieurbau Stra\u00dfenbau) wird in der Ausgabe 11\/12 2021 ein Fachbeitrag f\u00fcr m\u00f6gliche Anwender des wasserdurchl\u00e4ssigen Pflasterziegels erscheinen.<br \/>\nDie Vorstellung des Produktes auf Veranstaltungen wird bei dem erwarteten R\u00fcckgang der Covid-19 Einschr\u00e4nkungen forciert werden.<br \/>\nDas Produkt wird im Webauftritt des Antragstellers erkl\u00e4rt und beworben<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Wasserdurchl\u00e4ssige Pflasterziegel werden im Moment in einer Pilotproduktion hergestellt. Die Pflasterziegel bestehen aus Gesteinssplitt, Feldspat und Ton. Sie werden durch Formen, Trocknen und Brennen bei \u00fcber 1000 \u00b0C hergestellt. Sie entsprechen damit der Definition eines keramischen Pflasterziegels.<br \/>\n1. Die wasserdurchl\u00e4ssigen Pflasterziegel erf\u00fcllen die in der EN 1344 f\u00fcr Pflasterziegel definierten h\u00f6chsten Anforderungen, soweit diese auf das Produkt wasserdurchl\u00e4ssiger Pflasterziegel anwendbar sind. Der Parameter Frost-Tau-Widerstand der EN 1344 wurde ebenfalls erf\u00fcllt.<br \/>\n2. Die Wasserdurchl\u00e4ssigkeit betr\u00e4gt mehr als das 5-fache der geforderten Durchl\u00e4ssigkeit, so dass gro\u00dfe Reserven gegen Verschmutzung bestehen.<br \/>\n3. Die Aufbereitung der Rohstoffe entspricht den in der Ziegelindustrie vorherrschenden Aufbereitungsmethoden.<br \/>\n4. Die Ziegel konnten im Stapel mit bis zu 6 Ziegeln gebrannt werden (Ausbrandtemperatur gr\u00f6\u00dfer 1000\u00b0C).<br \/>\n5. Wasserdurchl\u00e4ssige Pflasterziegel lassen sich mit ca. 50% weniger Erdgas und demzufolge ca. 50% geringeren CO2-Emissionen herstellen, da die Produkte keine Trocken- und keine Brennschwindung aufweisen.<br \/>\n6. Aus der Pilotproduktion des Keramik-Institutes wurden vor dem Haupteingang der Innovations Centrum Mei\u00dfen GmbH 50 m2 einer \u00f6ffentlich zug\u00e4ngigen Fl\u00e4che gepflastert, die als Demonstrations- und Testfl\u00e4che dient (Zugang 24\/7).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Wasserdurchl\u00e4ssige Deckschichten sind heute Stand der Technik. Ihre Anwendung ist in Merkbl\u00e4ttern und Vorschriften geregelt. In der KI Keramik-Institut GmbH wurde in den letzten Jahren ein wasserdurchl\u00e4ssiger Pflasterziegel entwickelt, der den Regelungen f\u00fcr wasserdurchl\u00e4ssige Deckschichten entspricht und in seiner Optik und Haptik wasserundurchl\u00e4ssigen Pflasterklinkern \u00e4hnelt. 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