{"id":27165,"date":"2026-03-19T10:32:21","date_gmt":"2026-03-19T09:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34487-01\/"},"modified":"2026-03-19T10:32:21","modified_gmt":"2026-03-19T09:32:21","slug":"34487-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34487-01\/","title":{"rendered":"Identifikation von Umsetzungshemmnissen der kommunalen W\u00e4rmewende und Implementierung von Ma\u00dfnahmen in den Regionen &#8211; RegioW\u00e4rme"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In vielen Kommunen ist der Umbau der W\u00e4rmeversorgung aufgrund von Wertsch\u00f6pfung und Klimaschutz bereits ein zentrales Thema. Dennoch fehlt es an einer dringend notwendigen Dynamik bei der Nutzung regenerativer Technologien im W\u00e4rmebereich. Um die Klimaziele zu erreichen, muss der W\u00e4rmesektor jedoch in den n\u00e4chsten 25 bis 30 Jahren dekarbonisiert werden.<br \/>\nDas Projekt RegioW\u00e4rme adressierte den bestehenden Umsetzungsstau der kommunalen W\u00e4rmewende durch eine Sammlung, Systematisierung und Neubewertung bestehender Handlungsempfehlungen f\u00fcr Kommunen. Es zielte darauf ab, marktg\u00e4ngige Technologien sowie praktikable Instrumente der kommunalen W\u00e4rmewende zu identifizieren und ihre Umsetzung in allen Regionen Deutschlands zu bef\u00f6rdern. Dies sollte insbesondere durch Analyse der Wirksamkeit der Instrumente im gegebenen politischen Rahmen sowie durch Informations- und Wissenstransfer zwischen den Akteuren erfolgen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn des Projektes erfolgte die systematische Analyse, welche Technologien und Instrumente den Kommunen zur Umsetzung der kommunalen W\u00e4rmewende zur Verf\u00fcgung stehen. Die Planungs- und Umsetzungsrealit\u00e4ten auf der kommunalen Ebene, die als Erfolgsfaktoren oder Hemmnisse die Wirksamkeit der o. g. Instrumente und die Dynamisierung der kommunalen W\u00e4rmewende beeinflussen, wurden analysiert und systematisiert. Die Erhebung von Hemmnissen und Erfolgsfaktoren basierte dar\u00fcber hinaus auf der Befragung von Kommunen.<br \/>\nWeiterhin wurden drei Kommunen ausgew\u00e4hlt, die eine tiefgehende Betrachtung und Begleitung bei der Entwicklung eines W\u00e4rmeversorgungskonzepts erfahren.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus ging das Vorhaben jedoch neben der theoretischen Analyse zwei Schritte weiter. Denn erstens wurde die Theorie mit der Praxis abgeglichen (und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet) und zweitens wurde f\u00fcr Informations- und Wissenstransfer zwischen den Akteuren gesorgt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>ZIEL 1: Durchf\u00fchrung der wissenschaftlichen Begleitung der drei Modellkommunen<br \/>\nDie Begleitung der Modellkommunen in den ersten sechs Monaten des Projektes sollte sich mit den zunehmenden Herausforderungen und Fragen im Verlauf der Projekte der Modellkommunen in den folgenden elf Monaten der Betreuung intensivieren. Die neutrale R\u00fcckversicherung wurde durch regelm\u00e4\u00dfige Termine mit den Modellkommunen gew\u00e4hrleistet. Der Projektbeirat wurde zum Teil auch fachlich in die Begleitung eingebunden.<\/p>\n<p>ZIEL 2: Pflege und Aktualisierung des Living Documents<br \/>\nEin Living Document wurde unter der URL www.waermewende.de gelauncht. Seit dem offiziellen Roll-out wurde es mit aktuellen Entwicklungen im W\u00e4rmebereich, Grafiken, W\u00e4rmeveranstaltungen, neuen Instrumenten f\u00fcr die W\u00e4rmeplanung sowie mit der Dokumentation der Modellkommunen regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert.<\/p>\n<p>ZIEL 3: Wissensaustausch zwischen kommunalen Akteur*innen und Expert*innen aus dem W\u00e4rmebereich<br \/>\nDer Wissensaustausch konnte dank vielf\u00e4ltiger Aktivit\u00e4ten gew\u00e4hrleistet werden: das Living Document, zwei online-Workshops mit externen Akteur*innen, drei interne Workshops mit den Modellkommunen, drei regionale Veranstaltungen, Pr\u00e4sentationen in mehreren Veranstaltungen, eine digitale Pressekonferenz, Pressearbeit, Social-Media-Aktivit\u00e4ten, Unterst\u00fctzung einer Gruppe von Student*innen aus der TU-M\u00fcnchen, zwei KOMM:MAGs und die Aufzeichnung von acht \u201eEnergie-Kommunen des Monates\u201c. <\/p>\n<p>ZIEL 4: Aktualisierung der Instrumente f\u00fcr eine erfolgreiche kommunale W\u00e4rmewende<br \/>\nIm Projekt konnte eine Sortierung bestehender Instrumente der kommunalen W\u00e4rmewende vorgenommen werden, auf die f\u00fcr die Erstellung des Instrumentenbaums zur\u00fcckgegriffen werden konnte. Die Ergebnisse wurden in einer interaktiven Grafik, die online f\u00fcr alle Interessent*innen leicht verwendbar w\u00e4re, dargestellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Living Document wurde unter der URL www.waermewende.de gelauncht. Der Instrumentenbaum \u201edie Werkzeugkiste f\u00fcr die W\u00e4rmewende\u201c wurde auf dem Living Document ver\u00f6ffentlicht. Weitere \u00d6ffentlichkeitsarbeit-Aktivit\u00e4ten wurden unter \u201eZiel 3\u201c bereits aufgef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt konnte mit der Sortierung bestehender Instrumente der kommunalen W\u00e4rmewende in Form von Steckbriefen die Grundlage f\u00fcr die Erstellung eines Online-Toolkits gelegt werden. Das Feedback der Kommunen und des Beirats sowie externer Akteur*innen, hat dem Projektteam dabei geholfen, das Toolkit anzupassen.<br \/>\nF\u00fcr die Identifikation und Analyse von Planungs- und Umsetzungsrealit\u00e4ten in den Kommunen, wurde ein Fragebogen erstellt, welcher sich an \u201eHigh Potentials\u201c und \u201eHigh Performer\u201c Kommunen richtete. Die Ergebnisse dieser Befragungen sind in Grafiken eingeflossen und wurden \u00fcber das Living Document ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDie Auswahl der Modellkommunen lief \u00fcber einen Ausschreibungsprozess, an dem sich circa 50 Kommunen beteiligt haben. Die finale Entscheidung wurde von den Projektpartner*innen in Zusammenarbeit mit dem Projektbeirat getroffen. F\u00fcr das Auswahlverfahren der Modellkommunen wurden verschiedene Kriterien festgelegt. Als Ergebnis wurden die drei Modellkommunen Hoyerswerda, Hoya\/Weser und Regensburg ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nDie Unterst\u00fctzung der Modellkommunen erfolgte durch die Vernetzung mit dem Beirat, der Zusendung von Informationsmaterial sowie der konkreten Erstellung typischer Arbeitsplanungen, aber auch durch die Thematisierung von Fragestellungen in Workshops.<br \/>\nDie Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung lie\u00dfen sich in rechtliche, technische und \u00f6konomische Hemmnisse als Oberthemen im Rahmen der Ideen und Planungen zur W\u00e4rmewende zusammenfassen.<br \/>\nDas Fazit der Modellkommunen zu der wissenschaftlichen Begleitung ist grunds\u00e4tzlich positiv ausgefallen. Verbesserungsbedarf sahen die Modelkommunen, insbesondere bei der Laufzeit der wissenschaftlichen Begleitung, da Teile der Planung- sowie Umsetzungsphase im Zeitrahmen des Projektes nicht begleitet werden konnten.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes war geplant, die Kosten der drei Modellkommunen so detailliert wie m\u00f6glich abzubilden. Festzuhalten ist, dass die Ermittlung der Kosten der Planung und Durchf\u00fchrung von Projekten zur W\u00e4rmewende keine unmittelbaren R\u00fcckschl\u00fcsse auf die genauen Kosten f\u00fcr die Planung und\/oder Umsetzung anderer Kommunen zul\u00e4sst. Die \u00dcbertragbarkeit ist daher nur begrenzt gegeben.<br \/>\nDas Living Document hat gro\u00dfes Interesse innerhalb der Branche geweckt, und diese Webseite ist eine wichtige Referenz f\u00fcr die deutsche W\u00e4rmewende geworden.<br \/>\nLeider konnten die Veranstaltungen coronabedingt nicht wie geplant als Pr\u00e4senzformate durchgef\u00fchrt werden. Trotzdem haben die Modellkommunen ein sehr positives Feedback zu den Wissenstransferaktivit\u00e4ten gegeben. Insbesondere haben die Kommunalvertreter*innen hervorgehoben, dass dieses Arbeitspaket dazu beigetragt hat, die Akzeptanz der W\u00e4rmeprojekte bei den B\u00fcrger*innen zu steigern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In vielen Kommunen ist der Umbau der W\u00e4rmeversorgung aufgrund von Wertsch\u00f6pfung und Klimaschutz bereits ein zentrales Thema. Dennoch fehlt es an einer dringend notwendigen Dynamik bei der Nutzung regenerativer Technologien im W\u00e4rmebereich. Um die Klimaziele zu erreichen, muss der W\u00e4rmesektor jedoch in den n\u00e4chsten 25 bis 30 Jahren dekarbonisiert werden. 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