{"id":27138,"date":"2023-07-14T10:38:53","date_gmt":"2023-07-14T08:38:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34958-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:38:55","modified_gmt":"2023-07-14T08:38:55","slug":"34958-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34958-01\/","title":{"rendered":"Bef\u00f6rderung des Einsatzes von Sekund\u00e4r-Kunststoff durch eine einheitliche Methode f\u00fcr die CO2-Bilanzierung von technischen Rezyklaten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Rezyklate technischer Kunststoffe weisen im Vergleich zu neuem Kunststoff eine vorteilhafte CO2-Bilanz auf. Um jedoch CO2-Einsparungen beim Einsatz von Rezyklat fundiert ausweisen zu k\u00f6nnen, bedarf es einer wissenschaftlichen und standardisierten Methode. Bisher mangelte es allerdings an einer einheitlichen Bilanzierungsgrundlage. Dies wird vor allem in Hinblick auf die Diversit\u00e4t der aktuell angewandten Bewertungsstandards deutlich, die jeweils gro\u00dfe Spielr\u00e4ume bei ergebnisrelevanten Rahmenbedingungen, wie Systemgrenzen oder Allokationsregeln, lassen. Die Ergebnisse der CO2-Bilanzen sind damit bisher kaum vergleichbar und oft nicht nachvollziehbar. Im Projekt SCO2RE wurden daher einheitliche und<br \/>\nbranchenweit akzeptierte Berechnungsregeln f\u00fcr die CO2-Bilanzierung von Rezyklaten technischer Kunststoffe erarbeitet. Die Verwendung der Methode wird durch ein praxistaugliches Berechnungsinstrument zur CO2-Bilanzierung unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklung der Methode sowie der weiteren Projektergebnisse erfolgte in mehreren Schritten, die teilweise parallel durchgef\u00fchrt wurden. Zun\u00e4chst wurde der methodische Rahmen f\u00fcr die CO2-Bilanz auf Basis der Anforderungen gem\u00e4\u00df vorhandener Normen definiert. Zudem wurden die Anforderungen und Bed\u00fcrfnisse der Unternehmen im Zusammenhang mit dem Thema \u0084CO2-Bilanzierung\u0093 ermittelt. Darauf aufbauend wurde die Methode zur einheitlichen Berechnung von CO2-Bilanzen technischer Kunststoff-Rezyklate im Projektkonsortium unter enger Beteiligung des im Projekt eingerichteten Projektbeirats, bestehend aus Vertretern relevanter Interessensgruppen, entwickelt und abgestimmt. F\u00fcr die einfache Anwendung der zu entwickelnden Methode wurde anschlie\u00dfend ein praxistaugliches Berechnungsinstrument erstellt. Um die Konformit\u00e4t mit vorhandenen Normen und Standards sicherzustellen, fand eine entwicklungsbegleitende, kritische Pr\u00fcfung durch drei unabh\u00e4ngige \u00d6kobilanzexperten statt. Zudem wurden die Ergebnisse des Projekts durch verschiedene Ma\u00dfnahmen validiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Anforderungen aus Normen und Standards sowie aus der Industrie an die CO2-Bilanzierung wurden in einem Anforderungskatalog zusammengestellt. Daraus wurden, einem zuvor definierten Workflow folgend, zun\u00e4chst verschiedene Methodenvarianten zur CO2-Bilanzberechnung konstruiert und getestet. Aus der Diskussion mit relevanten Interessensgruppen ergab sich eine sukzessive Reduzierung der Methodenvielfalt.<br \/>\nDie letztlich gefundene, einheitliche Bilanzierungsmethode wurde in einem Methodenbericht<br \/>\nfestgehalten, der einer kritischen Pr\u00fcfung durch drei unabh\u00e4ngige \u00d6kobilanzexperten unterzogen wurde. Dadurch wurde die Konsistenz der Methode in sich und mit den relevanten Normen sichergestellt. Aus dem finalen Methodenbericht wurde ein Leitfaden mit Checklisten zur vereinfachten Anwendung der Methode abgeleitet.<\/p>\n<p>Die Berechnungsmethode wurde zudem in einem frei verf\u00fcgbaren Berechnungsinstruments implementiert, welches eine orientierende CO2-Bilanzierung f\u00fcr Rezyklate technischer Kunststoffe erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die Einbindung des Projektbeirats aus Vertretern relevanter Interessensgruppen erfolgte ein unmittelbarer Transfer der gewonnenen Erkenntnisse. Zudem wurden durch weitere Ma\u00dfnahmen, z. B. Pressemitteilungen und Vortragsaktivit\u00e4ten, das Projekt und die Ergebnisse bekannt gemacht. Durch die Projekthomepage (erreichbar \u00fcber www.skz.de\/forschung\/kreislaufwirtschaft), die dort verf\u00fcgbaren Projektdokumente und das Berechnungsinstrument stehen die Ergebnisse des Projekts zudem einer breiten \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen von SCO2RE wurden in einem partizipativen Prozess einheitliche Berechnungsregeln f\u00fcr die CO2-Bilanzierung von Rezyklaten technischer Kunststoffe entwickelt. Damit wurden eine gesteigerte Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit solcher Bilanzergebnisse erreicht. Zudem wurde dadurch eine Diskussion zur Vereinheitlichung und Harmonisierung der Berechnungsregeln f\u00fcr verschiedene Kunststoffe (Neuware und verschiedene Rezyklate) angesto\u00dfen sowie Grundlagen f\u00fcr deren Standardisierung geschaffen. Damit k\u00f6nnen eine gr\u00f6\u00dfere Vergleichbarkeit und Chancengleichheit verschiedener Kunststoffe erreicht werden. Dies erm\u00f6glicht es Unternehmen der Kunststoffindustrie, eine valide Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die Materialauswahl auf Basis technischer, \u00f6konomischer und \u00f6kologischer Kenngr\u00f6\u00dfen zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Rezyklate technischer Kunststoffe weisen im Vergleich zu neuem Kunststoff eine vorteilhafte CO2-Bilanz auf. Um jedoch CO2-Einsparungen beim Einsatz von Rezyklat fundiert ausweisen zu k\u00f6nnen, bedarf es einer wissenschaftlichen und standardisierten Methode. Bisher mangelte es allerdings an einer einheitlichen Bilanzierungsgrundlage. 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