{"id":27134,"date":"2023-07-14T10:38:58","date_gmt":"2023-07-14T08:38:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35072-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:38:59","modified_gmt":"2023-07-14T08:38:59","slug":"35072-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35072-01\/","title":{"rendered":"Luftdichte, biobasierte Celluloseh\u00fclsen f\u00fcr Kosmetik-Packaging"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Kosmetik-Markt festigt sich zunehmend der Ruf nach \u0084gr\u00fcnen\u0093, kunststofffreien L\u00f6sungen. Besonders im Bereich<br \/>\nder Make-Up H\u00fclsen und Stifte besteht enormes Potential zur Substitution von Plastik mit \u00f6kologisch optimierten<br \/>\nMaterialien. Ziel dieses Projektes ist es, eine luftdicht versiegelte, biobasierte Celluloseh\u00fclse zu entwickeln, deren<br \/>\nVersiegelungsschicht keine negativen Auswirkungen auf die Bioabbaubarkeit der Celluloseh\u00fclse hat. Es soll m\u00f6glich<br \/>\nsein, langhaftende 24 &#8211; 48 h Make-Ups abf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, ohne dass die volatilen Bestandteile der Pflegemasse<br \/>\ndurch die Wandung hindurch diffundieren k\u00f6nnen, wodurch sich f\u00fcr die Weimako GmbH und ihre Kunden eine<br \/>\nenorme Wertsteigerung im Endprodukt ergibt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenHierf\u00fcr muss ein biobasiertes, recyclebares Granulat entwickelt werden, welches die ben\u00f6tigten Eigenschaften f\u00fcr<br \/>\ndie Nachbehandlung mit Oberfl\u00e4chenmodifizierung vorweist. Die Anforderungen an Spitzbarkeit, Dekorierbarkeit,<br \/>\nHaptik etc. sind sehr umfassend. In einem ersten Schritt sollen die bestehenden, biobasierten L\u00f6sungen auf ihre<br \/>\nEignung zur luftdichten Versiegelung mit Siliciumwasserstoff (SiH4) \u00fcberpr\u00fcft werden. Die bisherigen H\u00fclsen auf<br \/>\nCellulosebasis bestehen aus einer Mischung von Arboblend 3178X und Arboblend 3344V1. Der Anteil an<br \/>\nBiopolymeren des Stiftes soll am Ende zwischen 75-95 % liegen. Die Front- und Endkappen sollen durch biobasierte<br \/>\nMaterialien ersetzt werden. F\u00fcr den Silanisierungsprozess muss eine Isolationskammer zur Behandlung der<br \/>\nRohh\u00fclsen mittels Flammenpyrolyse entwickelt werden. Es soll ein gr\u00f6\u00dftenteils geschlossenes System entstehen,<br \/>\ndas die Durchf\u00fchrung der H\u00fclsen mittels Kettenf\u00f6rderer und eine Abgasabf\u00fchrung gew\u00e4hrleisten kann. Die Bildung<br \/>\neiner silikatischen Schicht an der H\u00fclsenoberfl\u00e4che geschieht mittels Flammenpyrolyse. Dadurch kann eine d\u00fcnne<br \/>\nund gleichzeitig sehr dichte Schicht (4-50 nm) aufgebracht werden. F\u00fcr das Aufbringen der Silanschicht muss ein<br \/>\ngeeignetes Verfahren zur Vorbehandlung der Substratoberfl\u00e4che gefunden werden. Zur \u00dcberpr\u00fcfung der<br \/>\nLuftundurchl\u00e4ssigkeit der beschichteten H\u00fclsen m\u00fcssen Stabilit\u00e4tstests durchgef\u00fchrt mit unterschiedlichen<br \/>\nhochfl\u00fcchtigen Formulierungen und 100 % Isodecan im Fremdauftrag durchgef\u00fchrt werden. Es wird ein<br \/>\nsogenannter 3-Monats-Test durchgef\u00fchrt. Der maximale Gewichtsverlust darf nach Ende des Tests nicht \u00fcber 5-8<br \/>\nwt% liegen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die, in Zusammenarbeit mit den Granulatherstellern, entwickelten Stifth\u00fclsen haben die finalen Kundentests<br \/>\nbestanden und sind bereits im freien Markt erh\u00e4ltlich (Alkos France f\u00fcr die Marken Revlon, Sephora, Lady Gaga;<br \/>\nAbsatz >5 Mio Stifth\u00fclsen pro Jahr), oder kommen in der neuen, mikroplastikfreien Variante in Q1\/2022 in den<br \/>\nMarkt (Schwan Cosmetics; Absatz >7,5 Mio Stifth\u00fclsen pro Jahr).<br \/>\nAls n\u00e4chstes Ziel soll jetzt aus dem gleichen biobasierten, nachhaltigen Material ein drehbarer Automatikliner<br \/>\nentwickelt werden. Absatzmenge: > 15 Mio Automatikliner pro Jahr<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>3. Platz in der Kategorie &#8220;Impact of product&#8221;<br \/>\nbeim Sustainable Impact Award (SIA) der WirtschaftsWoche der Handelsblatt Media Group. Das ist f\u00fcr uns eine<br \/>\ngro\u00dfartige Anerkennung und Best\u00e4tigung f\u00fcr die Entwicklungsarbeit, unseren Eifer und die Ergebnisse der<br \/>\nvergangenen sechs Jahre.<br \/>\nWir sind stolz darauf!<br \/>\nAuch unseren Kunden sind wir daf\u00fcr dankbar, dass sie immer<br \/>\nan uns glauben und uns vertrauen: DANKE!<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit Hilfe der F\u00f6rderung konnten wir entscheidende Schritte in Richtung Marktreife einer cellulosebasierten,<br \/>\nnachhaltigen und luftdichten Kosmetikstifth\u00fclse durchf\u00fchren.<br \/>\nEine Prototype kann als neue Entwicklung voraussichtlich im Quartal 1\/2022 an einen der gr\u00f6\u00dften<br \/>\nKosmetikstiftabf\u00fcller in Deutschland verkauft werden. Dieser Kunde verkauft wiederum unsere neue<br \/>\nStifth\u00fclse als abgef\u00fclltes Fertigprodukt an eine global agierende Kosmetikmarke. Wenn dies einritt, hat sich<br \/>\ndie Entwicklungszeit mit allen M\u00fchen und Kosten ausgezahlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Kosmetik-Markt festigt sich zunehmend der Ruf nach \u0084gr\u00fcnen\u0093, kunststofffreien L\u00f6sungen. Besonders im Bereich der Make-Up H\u00fclsen und Stifte besteht enormes Potential zur Substitution von Plastik mit \u00f6kologisch optimierten Materialien. 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