{"id":27087,"date":"2025-06-25T10:33:00","date_gmt":"2025-06-25T08:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34674-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:33:01","modified_gmt":"2025-06-25T08:33:01","slug":"34674-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34674-01\/","title":{"rendered":"Sanierung von Bodenschadverdichtungen an urbanen Baumstandorten (SANURBAUM)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsprojektes SANURBAUM war es, praxistaugliche Verfahren zur nachhaltigen Sicherung der Bodenfunktion als Baumstandort in urbanen Quartieren herzuleiten und bereits eingesetzte Verfahren zu evaluieren. Konkret sollte untersucht werden, ob und wie Bodenschadverdichtungen bei urbanen Baumstandorten mit unterschiedlichen Standortsvoraussetzungen saniert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDabei sollten folgende Ans\u00e4tze verfolgt werden:<br \/>\n\u0095\tMelioration der Bodenbel\u00fcftung durch Bel\u00fcftungsl\u00f6cher<br \/>\n\u0095\tSanierung der Bodenstruktur durch Druckluftlanzen<br \/>\n\u0095\tBodensanierung mittels intensiv und tief wurzelnden krautigen Pflanzen<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Evaluierung der Sanierungsverfahren wurde ein mobiles CO2-Messger\u00e4t entwickelt und sowohl im Labor als auch im Feld mit den Messungen eines Gaschromatographen verglichen. Der Einfluss von Bel\u00fcftungsrohren und L\u00f6chern auf den Bodengashaushalt wurde anhand eines Computermodells simuliert, welches ebenfalls durch Messungen im Labor und Feld validiert wurde. Der Erfolg von Druckluftlanzensanierungen wurde auf einer sandigen, schluffigen und tonigen Versuchsfl\u00e4che untersucht. Prim\u00e4r wurde die Effektivit\u00e4t der Sanierungsma\u00dfnahmen \u00fcber die Messung der Bodenanhebung durch einen Laserscanner evaluiert. Au\u00dferdem wurden CO2-Konzentration, Wurzeldichte, Lagerungsdichte, Luftkapazit\u00e4t, Gasdiffusionskoeffizient und Luftleitf\u00e4higkeit sowie die Arten und Dichte von Regenw\u00fcrmern aufgenommen. Um die Reaktion der B\u00e4ume zu untersuchen wurde D\u00e4mmerungswasserpotenzial, Blattfl\u00e4chenindex, Kronenmantelfl\u00e4che und Kronengeometrie sowie Baumh\u00f6he und Stammumfang in 1 m H\u00f6he aufgenommen. Die Sanierung von Bodenschadverdichtung mittels tief und intensiv wurzelnden Pflanzen wurde ebenfalls auf drei Versuchsfl\u00e4chen mit unterschiedlichen Bodenarten untersucht. Daf\u00fcr wurde eine Saatmischung mit 29 verschiedenen Pflanzen ausgebracht und der Erfolg der Sanierungsma\u00dfnahme anhand des Deckungsgrads der einzelnen Pflanzenarten und der Durchwurzelungsintensit\u00e4t analysiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass das neu entwickelte CO2-Messger\u00e4t unter Laborbedingungen genauso gut misst wie ein Gaschromatograph und bei Feldmessungen eine hinreichend hohe Genauigkeit liefert. Damit kann nun die Boden-CO2-Konzentration schnell und kosteng\u00fcnstig erhoben und so die Bel\u00fcftungssituation des Bodens beurteilt werden.<\/p>\n<p>In dem Projektteil zu den Bel\u00fcftungsrohren und L\u00f6chern wurde ein Computermodell erstellt und anhand von Messergebnissen validiert. Mit Hilfe der Simulationen konnten bisherige Annahmen zur Effektivit\u00e4t von Bel\u00fcftungsrohren \u00fcberpr\u00fcft und Empfehlungen zum Einsatz in der Praxis gegeben werden. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse zu den Druckluftlanzensanierungen zeigen, dass der Sanierungseffekt erheblich von Bodenart, Verdichtungsgrad, Sanierungsvariante und dem Abstand zu den Bel\u00fcftungsl\u00f6chern abh\u00e4ngt. <\/p>\n<p>Eine Sanierung von Bodenschadverdichtung mittels tief und intensiv wurzelnden Pflanzen konnten in zwei Jahren nicht erreicht werden. Eine l\u00e4ngere Standzeit der Pflanzen und eine Verbesserung der Wachstumsbedingungen durch W\u00e4sserung und ggf. D\u00fcngung lassen einen besseren Sanierungserfolg erwarten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden bereits in 7 Ver\u00f6ffentlichungen und 13 Vortr\u00e4gen publiziert. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen in per-reviewed Journals, in deutschsprachigen Fachzeitschriften und Fachtagungen sind in Bearbeitung. Au\u00dferdem finden die Ergebnisse Eingang in die Lehre bei den Arboristen an der HAWK, in einer Erweiterung des \u0082Praxishandbuch Wurzelraumansprache\u0091 (Benk et al. 2021) und in diversen bodenbezogenen Seminaren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt SANURBAUM hat ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, viele essenzielle Fragen in Bezug auf die Effektivit\u00e4t von Verfahren zur Sanierung von Bodenschadverdichtung zu kl\u00e4ren. Die Untersuchungen zeigen, dass die untersuchten Verfahren Potenzial haben, Bodenschadverdichtung auf urbanen Baumstandorte zu sanieren. Dennoch gilt, dass f\u00fcr eine erfolgreiche Sanierung eine Optimierung der Verfahren erforderlich ist. Weitere Forschung ist daf\u00fcr notwendig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Forschungsprojektes SANURBAUM war es, praxistaugliche Verfahren zur nachhaltigen Sicherung der Bodenfunktion als Baumstandort in urbanen Quartieren herzuleiten und bereits eingesetzte Verfahren zu evaluieren. Konkret sollte untersucht werden, ob und wie Bodenschadverdichtungen bei urbanen Baumstandorten mit unterschiedlichen Standortsvoraussetzungen saniert werden k\u00f6nnen. 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