{"id":27056,"date":"2026-07-02T10:34:17","date_gmt":"2026-07-02T08:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34649-01\/"},"modified":"2026-07-02T10:34:22","modified_gmt":"2026-07-02T08:34:22","slug":"34649-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34649-01\/","title":{"rendered":"Konzeptionelle Mehraufwendungen f\u00fcr ein 14-geschossiges Holzhochhaus in Pforzheim"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projekts \u201eCARL\u201c war der Nachweis der technischen Realisierbarkeit, der brandschutztechnischen Sicherheit sowie der \u00f6kologischen Leistungsf\u00e4higkeit eines mehrgeschossigen Holz-Hybrid-Hochhauses im urbanen Kontext. Ausgangspunkt des Vorhabens war der weiterhin hohe Einsatz energieintensiver, konventioneller Baustoffe im Bauwesen sowie der wachsende Bedarf an nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauweisen.<br \/>\nVor diesem Hintergrund sollte das Projekt aufzeigen, dass der Baustoff Holz auch im Hochhausbau geeignet ist, konventionelle Materialien wie Beton und Stahl in wesentlichen Bereichen zu substituieren. Gleichzeitig wurde angestrebt, die Vereinbarkeit eines hohen Holzanteils mit den Anforderungen an Architektur, Funktionalit\u00e4t, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit exemplarisch nachzuweisen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden<\/p>\n<p>Zu Beginn des Vorhabens erfolgte eine umfassende Analyse der bautechnischen, brandschutzrechtlichen und \u00f6kologischen Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend wurde ein integrales Planungskonzept entwi<br \/>\nckelt, das ein Holz-Hybrid-Tragwerk mit einem aussteifenden Betonkern sowie ein spezifisches Brand<br \/>\nschutzkonzept mit umlaufenden Betonkrempen umfasst.<br \/>\n Die Umsetzung basierte auf einem hohen Vorfertigungsgrad der Bauteile sowie einer Just-in-Time-Logistik,<br \/>\n um Bauzeiten zu verk\u00fcrzen und die Ausf\u00fchrungsqualit\u00e4t zu sichern. Der Planungs- und Bauprozess war durch eine enge interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit mit Fachplanern, Beh\u00f6rden und weiteren Projektbeteiligten gepr\u00e4gt. Erg\u00e4nzend kamen Low-Tech-Strategien, insbesondere im Bereich der nat\u00fcrlichen Bel\u00fcftung,<br \/>\n sowie Konzepte zur regionalen Materialbeschaffung zur Anwendung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt konnte erfolgreich realisiert werden und best\u00e4tigt die grunds\u00e4tzliche Umsetzbarkeit eines Holz-Hybrid-Hochhauses im urbanen Kontext. Insbesondere die \u00f6kologische Qualit\u00e4t, der hohe Anteil nachwachsender Rohstoffe sowie die Effizienzgewinne durch Vorfertigung sind positiv hervorzuheben.<br \/>\n Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Umsetzung mit erheblichen planerischen, technischen und organisatorischen Herausforderungen verbunden ist. Insbesondere Anforderungen des Brandschutzes sowie  derhohe Abstimmungsbedarf mit Beh\u00f6rden f\u00fchrten zu einer gesteigerten Komplexit\u00e4t und erh\u00f6hten Kosten. Das Projekt ist daher als Prototyp und Leuchtturmvorhaben zu bewerten, dessen Erkenntnisse f\u00fcr zuk\u00fcnftigeEntwicklungen von hoher Bedeutung sind, jedoch derzeit nur eingeschr\u00e4nkt auf wirtschaftlich optimierte Standardbauweisen \u00fcbertragbar erscheinen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eCARL\u201c erfuhr eine hohe \u00f6ffentliche und fachliche Aufmerksamkeit und wurde als beispielhaftes Leuchtturmprojekt wahrgenommen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen von Fachveranstaltungen, Besichtigungen und Ver\u00f6ffentlichungen einem breiten Publikum zug\u00e4nglich gemacht.<br \/>\n Dar\u00fcber hinaus erfolgte eine kontinuierliche kommunikative Begleitung des Projekts, wodurch ein aktiver Wissenstransfer in Fachkreise sowie in die interessierte \u00d6ffentlichkeit gew\u00e4hrleistet werden konnte. Die Pr\u00e4senz von Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Praxis unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens f\u00fcr dieWeiterentwicklung des nachhaltigen Bauens.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Projekt \u201eCARL\u201c konnte ein st\u00e4dtebaulich pr\u00e4gnantes und \u00f6kologisch ambitioniertes Geb\u00e4ude realisiert werden, das die Potenziale des Holz-Hybrid-Hochhausbaus eindrucksvoll demonstriert. Das Vorhaben<br \/>\n leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Bauweisen und zur Etablierung des Bau<br \/>\nstoffs Holz im urbanen Hochhausbau.<br \/>\nGleichzeitig zeigt das Projekt deutlich die bestehenden Herausforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Planungsaufwand und Genehmigungsprozessen auf. F\u00fcr eine breitere Anwendung sind insbesondere die Standardisierung technischer L\u00f6sungen, die Optimierung von Verfahren sowie die Weiterentwicklung geeigneter Rahmenbedingungen erforderlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projekts \u201eCARL\u201c war der Nachweis der technischen Realisierbarkeit, der brandschutztechnischen Sicherheit sowie der \u00f6kologischen Leistungsf\u00e4higkeit eines mehrgeschossigen Holz-Hybrid-Hochhauses im urbanen Kontext. 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