{"id":27044,"date":"2025-04-10T10:32:35","date_gmt":"2025-04-10T08:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34415-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:35","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:35","slug":"34415-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34415-01\/","title":{"rendered":"Verbesserung der N\u00e4hrstoffeffizienz und der Bodenfruchtbarkeit im Landbau \u0096 Praxisorientiertes, integrierendes Bewertungs- und Beratungsverfahren zur schnellen Einsch\u00e4tzung der Bodenstruktur im Feld"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Forschungsvorhabens war es: a) detaillierte Daten \u00fcber den aktuellen Strukturzustand repr\u00e4sentativer Ackerstandorte in Schleswig-Holstein zu erarbeiten,  b) aus dem dann sehr komplexen Datensatz auf Grundlage von Regressionsanalysen relevante Zusammenh\u00e4nge zwischen optisch erkennbaren Strukturmerkmalen und besonders bodenphysikalischen Bodeneigenschaften zu erkennen und c) Erkenntnisse \u00fcber die Bedeutung der Bodenstruktur f\u00fcr Boden-funktionen (u.a. Produktionsfunktion, Filter- und Speicherfunktion) zu erhalten und d) mit Hilfe dieser Zusammenh\u00e4nge vorhandene optische Methoden zur Beurteilung der Bodenstruktur weiterzuentwickeln (= Beratungstool).<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuswahl von 45 f\u00fcr Schleswig-Holstein repr\u00e4sentativer Ackerstandorte.<br \/>\nBeprobung von jeweils 15 Ackerstandorten in den Jahren 2019 \u0096 2021.<br \/>\nFeldmethoden: VESS = Visual Estimation of Soil Structure; Ertragserhebungen<br \/>\nLabormethoden: ges\u00e4ttigte Wasserleitf\u00e4higkeit (vertikal\/horizontal), Wasserretentionskurve, Crushing-Test (Tensile Strength), Nasssiebverfahren (Mean Weight Diameter), K\u00f6rnungsanalyse (Pipettmethode nach K\u00f6hn), pH-Wert (CaCl2), Corg (Verbrennungsmethode)<br \/>\nBildanalyse: a) Anfertigung von D\u00fcnnschliffen, Mikroskopie, quantitative Bildanalyse (Porenfl\u00e4chen > 10 \u00b5m), b) Anfertigung von r\u00f6ntgentomographischen Scans, quantitative Bildanalyse (Porenvolumen > 50 \u00b5m, Eulerzahl gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Pore)<br \/>\nAbsch\u00e4tzung des Bodenstrukturzustandes von Ackerstandorten in Schleswig-Holstein.<br \/>\nDurchf\u00fchrung von Regressionsanalysen, um Zusammenh\u00e4nge a) zwischen einzelnen bodenphysikalischen Parametern, b) zwischen VESS-Score und bodenphysikalischen Parametern, c) zwischen Ertrag und bodenphysikalischen Parametern und d) zwischen bildanalytischen Parametern und bodenphysikalischen Parametern zu identifizieren.<br \/>\nEntwurf bzw. Weiterentwicklung eines Beratungstools zur besseren Einsch\u00e4tzung des Bodenstrukturzustandes im Feld.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Strukturzustand der Ackerb\u00f6den in Schleswig-Holstein<br \/>\nDie Ergebnisse der bodenphysikalischen Untersuchungen zeigen zun\u00e4chst, dass zwischen den sandigen Standorten der Geest auf der einen und den lehmigen bzw. schluffig-tonigen Standorten des \u00f6stlichen H\u00fcgellandes sowie der Marsch differenziert werden muss. W\u00e4hrend f\u00fcr die sandigen Standorte auf Grundlage der CVT-Methode nach Zink et al. (2011) nur auf wenigen Standorten (ca. 6%) in der 2. und 3. Tiefe eindeutige Anzeichen des Vorhandenseins von Schadverdichtungen festgestellt werden konnten, lagen auf den lehmigen (ca. 17 %) in der 2. Tiefe und besonders auf den schluffig-tonigen (ca. 67 %) Standorten in der 2. und 3. Tiefe diese Anteile deutlich h\u00f6her. Auch die Analysen hinsichtlich der prim\u00e4ren Ausrichtung des Porensystems zeigen, dass auf den schweren Standorten in der 2. Entnahmetiefe eine \u00fcberwiegend horizontal ausgerichtete Anisotropie des Porensystems vorliegt. F\u00fcr die schluffig-tonigen Standorte (\u00fcberwiegend Marschen) konnte dies auch in der 3. Tiefe nachgewiesen werden. Ein weiteres, in der Literatur (u.a. Horn et al. 2009) h\u00e4ufig verwendetes Kriterium zur Einordnung des Bodenstrukturzustandes stellt der Grenzwert von 1,7 [g\/cm\u00b3] f\u00fcr die effektive Lagerungsdichte dar. Auch mit diesem Parameter konnten sch\u00e4dliche Strukturzust\u00e4nde in allen drei Entnahmetiefen f\u00fcr die untersuchten Standorte identifiziert werden.<br \/>\nDie Ergebnisse des \u0084Crushing-Tests\u0093 zeigen, dass kleine Aggregate stabiler als gro\u00dfe Aggregate sind, zudem steigt die Aggregatstabilit\u00e4t mit dem Tongehalt deutlich an. Hinsichtlich der Strukturbeurteilung der untersuchten Standorte ist festzustellen, dass die Aggregatstabilit\u00e4t gegen\u00fcber mechanischen Belastungen in der 2. Entnahmetiefe tendenziell h\u00f6her als in der 1. und 3. Tiefe ist. Diese Tendenz wird bei einer Differenzierung zwischen Standorten \u00fcber bzw. unter 12 % Ton deutlicher, d.h. bei Standorte > 12 % Ton sind die Aggregate der 2. Entnahmetiefe stabiler bei mechanischer Belastung als diejenigen der 1. und insbesondere der 3. Tiefe.  Die Ergebnisse der Nasssiebung zeigen ein komplett anderes Bild, hier weisen die Aggregate der 2. Beprobungstiefe die h\u00f6chste Verschl\u00e4mmungsneigung, das hei\u00dft die geringste Stabilit\u00e4t auf. Dieser Unterschied wird bei einer Differenzierung der Standorte in solche \u00fcber bzw. unter 12 % noch deutlicher. Es ist bekannt, dass Struktureinheiten bei h\u00f6heren Tongehalten im trockenen Zustand generell gegen\u00fcber mechanischer Belastung sehr stabil sein k\u00f6nnen, bei Wasseraufnahme aber durch den entstehenden Quellungsdruck leicht zerfallen. Dies gilt gerade f\u00fcr Aggregate im \u0084Erstschrumpfungszustand\u0093. Die h\u00f6here Belastbarkeit der Aggregate der 2. Tiefe ist durch die wiederholte mechanische Belastung dieser Bodenhorizonte durch direkte \u00dcberrollungen (u.a. Fahren in der Pflugfurche) und das Einwirken von Bearbeitungswerkzeugen zu erkl\u00e4ren. Dies wird durch deutlich h\u00f6here Lagerungsdichten der 2. gegen\u00fcber der 1. Entnahmetiefe best\u00e4tigt.<br \/>\nDie bisher diskutierten Ergebnissen zeigen, dass besonders bei B\u00f6den mit \u00fcber 12 % Ton eindeutige Anzeichen von Bodenschadverdichtungen im \u00dcbergang zwischen bearbeiteten und unbearbeiteten Bodenhorizonten nachgewiesen werden konnten. Diese wirken sich offensichtlich auch auf die Ertragsleistung der Standorte aus: Mit Hilfe des M\u00fcncheberger Soil Quality Ratings (MSQR) nach M\u00fcller et al. (2007) wird gezeigt, dass die Ertr\u00e4ge auf den untersuchten Standorten mit abnehmendem MSQR sinken. Anhand von bodenphysikalischen Parametern nachgewiesene Schadverdichtungen in der 2. Entnahmetiefe wirken sich also im Untersuchungszeitraum (2019 \u0096 2021) direkt auf das Ertragsgeschehen der untersuchten Standorte aus.<br \/>\nAnwendung von bildanalytischen Verfahren zur Beurteilung der Bodenstruktur<br \/>\nDie im Rahmen der durchgef\u00fchrten Untersuchungen konnten Zusammenh\u00e4nge zwischen den bildanalytischen Methoden und der Porengr\u00f6\u00dfenverteilung (vgl. Kap. 6.1.2 und 6.1.3) hergestellt werden, die Ergebnisse von Virto et al. (2005), Munkholm (2012) und Stoops (2020) best\u00e4tigen. Jedoch hat die gro\u00dfe Bandbreite der Standorte und Bewirtschaftungsweisen auch gezeigt, dass ein allgemeiner R\u00fcckschluss von bodenphysikalischen Eigenschaften auf bildhaft erfasste Daten nicht \u00fcber alle hier erhobenen Daten m\u00f6glich ist. Enge Zusammenh\u00e4nge zwischen visuellen Bodenstrukturmerkmalen (VESS) oder Aggregatstabilit\u00e4tsparametern mit bildanalytischen Ergebnissen konnten nicht nachgewiesen werden. Auch Zusammenh\u00e4nge zu Funktionalit\u00e4tsparametern, wie der ges\u00e4ttigten Wasserleitf\u00e4higkeit, konnten nicht identifiziert werden. Die schwachen Zusammenh\u00e4nge k\u00f6nnen u.a. damit begr\u00fcndet werden, dass die verschiedenen Parameter an unterschiedlichen Proben erhoben wurden und die Bodenstruktur von Natur aus sehr heterogen ausgepr\u00e4gt ist.<br \/>\nEin Vergleich der \u00fcber die D\u00fcnnschliffe ermittelten Porenfl\u00e4che > 50 \u00b5m und der durch Auswertungen r\u00f6ntgentomographischer Scans berechneten Makroporosit\u00e4t zeigt unterschiedliche Ergebnisse. Zwar befinden sich die Werte auf einem vergleichbaren Niveau hinsichtlich des Anteils der Porenfl\u00e4che an der Bodenmatrix, es zeigt sich jedoch, dass die Methoden zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Dies ist einerseits auf die hohe und auf engen Raum stark variierende Bodenstruktur zur\u00fcckzuf\u00fchren. Andererseits ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass der Ausschnitt einer zweidimensionalen Betrachtung von Bodenmaterial auf einem 28 mm x 48 mm gro\u00dfen Objekttr\u00e4ger nicht die gleiche Repr\u00e4sentativit\u00e4t aufweist, wie ein dreidimensionales Bild einer ungest\u00f6rten Bodenprobe aus einem 100 cm\u00b3 Stechzylinder. Au\u00dferdem sind die gro\u00dfe Bandbreite der untersuchten Bodentypen sowie jahreszeitliche Effekte in diesem Zusammenhang sehr entscheidend.<br \/>\nEntwicklung eines Beratungstools<br \/>\nZiel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Beratungstools zur schnellen Beurteilung des Bodenstrukturzustandes im Feld. Grundlage hierf\u00fcr sollten Korrelationsanalysen zwischen sichtbaren Strukturmerkmalen auf verschiedenen Skalenebenen und der Auspr\u00e4gung bodenphysikalischer Parameter sein. Die \u00dcberpr\u00fcfung der Zusammenh\u00e4nge zwischen einzelnen bodenphysikalischen Parametern hat ergeben, dass, auch nach Gruppierung der Daten in Standorte \u00fcber bzw. unter 12 % Ton, nur wenige eindeutige Korrelationen auf Grundlage des vorliegenden Datensatzes nachgewiesen werden konnten. Dies ist auf verschiedene Ursachen zur\u00fcckzuf\u00fchren: a) unterschiedliche, oft nicht bekannte Bewirtschaftung (u.a. Bodenbearbeitung, Fruchtfolge) b) die Probenahme erfolgte \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren, so dass Witterungseinfl\u00fcsse zu ber\u00fccksichtigen sind c) Heterogenit\u00e4t der Standorte: w\u00e4hrend 33 Standorte einen Tongehalt unter 12 % Ton aufwiesen, gingen nur 12 Standorte mit h\u00f6heren Tongehalten in die Grundgesamtheit ein. Ziel muss es daher sein, die Grundgesamtheit der Standorte sukzessive und m\u00f6glichst \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu erh\u00f6hen. Als Grundlage der Strukturbeurteilung im Feld und auch Ausgangsmaterial f\u00fcr die Entwicklung eines erweiterten Beratungstools f\u00fcr die Ackerstandorte Schleswig-Holsteins\/Norddeutschlands sollte das Bewertungsschema Visual Estimation of Soil Structure VESS nach Ball et al. (2007) f\u00fcr den Oberboden bzw. f\u00fcr den Unterboden das SubVESS Schema nach Ball et al. (2015) herangezogen werden. Als Grundlage der Weiterentwicklung sollten Zusammenh\u00e4nge zwischen bodenphysikalischen Laborparametern und visuellen bzw. bildhaften Merkmalen bzw. daraus berechneten Parameter dienen. Die bisherige Auswertung lassen f\u00fcr B\u00f6den < 12 % Ton keinen bzw. nur schwach ausgepr\u00e4gte Zusammenh\u00e4nge erkennen. F\u00fcr B\u00f6den > 12 % Ton konnten hingegen Zusammenh\u00e4nge hergestellt werden. Johannes et al. (2017) sind zu vergleichbaren Erkenntnissen gekommen: Im Freiland konnten sie keine engen Beziehungen zwischen VESS-Score und physikalischen Eigenschaften nachweisen. Lediglich mit der Beurteilung der Bodenstruktur an nat\u00fcrlich gelagerten Bodens\u00e4ulen unter standardisierten Bedingungen (u.a. einheitlicher Wassergehalt) mit Hilfe der von ihnen entwickelten Core-VESS konnten engere Beziehungen erzielt werden. Somit wird deutlich, dass die von Ball et al. (2007, 2015) entwickelten VESS bzw. SubVESS Schemata nicht ausreichen, um von sichtbaren Merkmalen im Feld direkt auf konkrete Bodeneigenschaften zu schlie\u00dfen, bzw. diese ableiten und quantifizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Tagungsbeitr\u00e4ge<br \/>\nEurosoil 2021 (Online)<br \/>\nM\u00fcller, G., Wiermann, C., Peth, S., Fleige, H., Cordsen, E., Ormeno, J.: Evaluation Tool to determine soil structure effects on nutrient use efficiency (Posterbeitrag)<\/p>\n<p>ISTRO 2022 (Tagung abgesagt)<br \/>\nM\u00fcller, G., Peth, S., Uteau, D., Ormeno, J., Fleige, H., Cordsen, E., Wiermann, C.: Correlation of visual soil evaluation characteristics with yield data and physical soil parameters (Posterbeitrag)<\/p>\n<p>DBG Trier 2022<br \/>\nCordsen, E., M\u00fcller, G., Fleige, H., Peth, S., Uteau, D., Wiermann, C.: Entwicklung eines Beratungstools zur Beurteilung der Bodenstruktur und Verbesserung der N\u00e4hrstoffverf\u00fcgbarkeit (Posterbeitrag)<br \/>\nM\u00fcller, G., Wiermann, C., Fleige, H., Peth, S., Uteau, D., Cordsen, E.: Abgleich physikalischer Bodenparameter mit der visuellen Bewertung der Bodenstruktur (VESS) auf schleswig-holsteinischen Ackerfl\u00e4chen zur Entwicklung eines Beratungs-Tools (Posterbeitrag)<br \/>\nFleige, H., Mordhorst, A., Horn, R., Uteau, D., Peth, S., Cordsen, E., M\u00fcller, G., Wiermann, C.: Anisotropie der ges\u00e4ttigten Wasserleitf\u00e4higkeit verschiedener Bodentypen Schleswig-Holsteins (Posterbeitrag)<br \/>\nUteau, D., Ormeno, J., Wiermann, C., Cordsen, E., M\u00fcller, G., Fleige, H., Peth, S.: Ableitung bodenphysikalischer Parameter von Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen in Schleswig-Holstein anhand dreidimensionaler bildanalytischer Verfahren. (Posterbeitrag)<\/p>\n<p>DBG Halle 2023<br \/>\nWiermann, C., M\u00fcller, G., Peth, S., Fleige, H., Mordhorst, A., Uteau, D., Cordsen, E.:  Untersuchungen zur Funktionalit\u00e4t der Bodenstruktur von Ackerstandorten in Schleswig-Holstein (Vortrag)<\/p>\n<p>Praxistage<br \/>\nPraxistag Boden am 29.05.2022<br \/>\nGemeinsame Veranstaltung von Landesamt f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume des Landes SH, Christian-Albrechts- Universit\u00e4t zu Kiel und Fachhochschule Kiel<br \/>\nTeilnehmer: ca. 60 Personen (Berater:in, Praktiker:in, Lehrkr\u00e4fte, Verwaltung).<\/p>\n<p>Vortrags- und Praxistag am 20.04.2023<br \/>\nThema: Bodenstruktur: Erkennen \u0096 Beurteilen \u0096 F\u00f6rdern<br \/>\nTeilnehmer: ca. 100 Personen (Praktiker:in, Berater:in, Wissenschafler:innen)<br \/>\nPraxistag Boden am 10.05.2023<br \/>\nGemeinsame Veranstaltung von Landesamt f\u00fcr Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume des Landes SH, Christian-Albrechts- Universit\u00e4t zu Kiel und Fachhochschule Kiel<br \/>\nTeilnehmer: ca. 60 Personen (Berater:in, Praktiker:in, Verwaltung)<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen in Vorbereitung<br \/>\nEntwicklung eines Verfahrens zur quantitativen Porenanalyse mikroskopischer Untersuchungen an Bodend\u00fcnnschliffen.<br \/>\nUntersuchungen zum Bodenstrukturzustand repr\u00e4sentativer Ackerstandorte in Schleswig-Holstein und deren Ertragswirkung<br \/>\nR\u00f6ntgentomographische Untersuchung von Bodenstrukturparametern und deren Bedeutung f\u00fcr physikalische Bodenfunktionen am Beispiel von Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen in Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die vorgestellten Untersuchungen von 45 repr\u00e4sentativen Ackerstandorten in Schleswig-Holstein haben weiterf\u00fchrende Erkenntnisse hinsichtlich des Struktur- bzw. Fruchtbarkeitszustandes dieser B\u00f6den ergeben. Es konnten eindeutige Anzeichen von Bodenschadverdichtugen besonders im \u00dcbergang von bearbeiteten zu unbearbeiteten Bodenhorizonten nachgewiesen werden. Besonders in Jahren mit extremen Witterungsverl\u00e4ufen werden teilweise enorme Ertragseinbu\u00dfen verursacht, so dass weiterf\u00fchrende Ma\u00dfnahmen zur bodenschonenden Bodenbewirtschaftung erforderlich sind, um zus\u00e4tzliche Sch\u00e4den zu vermeiden und Anpassungen der Bewirtschaftungssysteme an die Auswirkungen des Klimawandels (u.a. Wasserverf\u00fcgbarkeit) zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nDie Anwendung von quantitativen bildanalytischen Verfahren hat gezeigt, dass diese Methoden in Erg\u00e4nzung zur bodenphysikalischen Grundanalytik wertvolle weiterf\u00fchrende Erkenntnisse \u00fcber den Strukturzustand von B\u00f6den liefern k\u00f6nnen. W\u00e4hrend mit der Mikroskopie neben der bildhaften Darstellung und dem \u0084Blick ins Detail\u0093 lediglich Kapazit\u00e4tsgr\u00f6\u00dfen berechnet werden k\u00f6nnen, bietet die R\u00f6ntgentomographie \u00fcber Konnektivit\u00e4tsanalysen die M\u00f6glichkeit, die Funktionalit\u00e4t der Bodenstruktur zu untersuchen. Neben der quantitativen Analytik sind diese Verfahren geeignet, um \u0084Struktur\u0093 sichtbar zu machen und damit ein neues sowie erg\u00e4nzendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diesen wichtigen Baustein der Bodenfruchtbarkeit zu generieren.<br \/>\nF\u00fcr die zuk\u00fcnftige Weiterentwicklung bzw. Anpassung bestehender Feldmethoden zur Beurteilung des Strukturzustandes von B\u00f6den in Schleswig-Holstein\/Norddeutschland m\u00fcssen folgende Erkenntnisse aus der bisherigen Auswertung der Projektdaten ber\u00fccksichtigt werden: a) Eine Differenzierung der Standorte \u00fcber den Tongehalt (unter\/\u00fcber 12 % Ton) ist notwendig. b) Der Wassergehalt des Bodens zum Zeitpunkt der Beurteilung muss in die Beurteilung besonders der tonreichen Standorte einflie\u00dfen. c) Die optischen Feldbeurteilungen sollten auf den untersuchten Fl\u00e4chen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum wiederholt werden, um den Bewirtschaftungseinfluss ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen. d) Die Grundgesamtheit der Standorte, besonders derjenigen > 12 % Ton sollte erweitert werden. e) Das umfangreiche Bildmaterial sollte bei der Ausgestaltung des Beratungstools genutzt werden, um m\u00f6glichst viele Strukturzust\u00e4nde f\u00fcr den Anwender zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Forschungsvorhabens war es: a) detaillierte Daten \u00fcber den aktuellen Strukturzustand repr\u00e4sentativer Ackerstandorte in Schleswig-Holstein zu erarbeiten, b) aus dem dann sehr komplexen Datensatz auf Grundlage von Regressionsanalysen relevante Zusammenh\u00e4nge zwischen optisch erkennbaren Strukturmerkmalen und besonders bodenphysikalischen Bodeneigenschaften zu erkennen und c) Erkenntnisse \u00fcber die Bedeutung der Bodenstruktur f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,2422,51,70,52,2423,53],"class_list":["post-27044","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-ressourcenschonung","tag-schleswig-holstein","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"34415\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"296.003,00","dbu_projektdatenbank_firma":"FuE-Zentrum Fachhochschule Kiel GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Schwentinestr. 24","dbu_projektdatenbank_plz_str":"24149","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Kiel","dbu_projektdatenbank_p_von":"2019-03-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2023-04-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"4 Jahre und 2 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"+49 431 218-4444","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Schleswig-Holstein","dbu_projektdatenbank_foerderber":"152","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"DBU-Abschlussbericht-AZ-34415_01-Hauptbericht.pdf","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/27044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/27044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128420,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/27044\/revisions\/128420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}