{"id":27012,"date":"2023-07-13T15:32:17","date_gmt":"2023-07-13T13:32:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34498-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:32:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:32:17","slug":"34498-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34498-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeitsbenchmarking f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt zielt darauf ab, die Themen nachhaltiges Wirtschaften und kennzahlenorientiertes Benchmarking zu erforschen und zu einer innovativen Methode zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung im Mittelstand zu verzahnen. Die pilothafte Erprobung erfolgt im Rahmen des Projektes in Zusammenarbeit mit 40 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Hauptziel des Projektvorhabens ist es daher, eine Nachhaltigkeitsbenchmarking-Methode zu entwickeln und zu pilotieren, die auf die Anforderungen von KMU zugeschnitten ist und der gleichzeitig eine harmonisierte Kennzahlenbasis zu Grunde liegt. Die Methode soll langfristig eingesetzt werden, um vielen KMU die M\u00f6glichkeit zu er\u00f6ffnen, ihre Nachhaltigkeitsleistung untereinander, aber auch intern, perioden\u00fcbergreifend zu benchmarken und so Verbesserungspotenziale zu erkennen und umsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Inhalte des Projekts sind in drei thematische Arbeitspakete eingeteilt: Validierung der Nachhaltig-keitskennzahlen (AP1), pilothafte Erprobung des Nachhaltigkeitsbenchmarkings in KMU (AP2) sowie den Transfer der Ergebnisse in die Breite (AP3). Die Validierung der Nachhaltigkeitskennzahlen im Kennzahlenkatalog stellt den ersten Schritt des AP1 dar, welcher ben\u00f6tigt wird, um im Anschluss die Datenbasis aufzubauen. Die KMU-Anwender werden in AP2 in f\u00fcnf Regionalgruppen eingebunden, um das Vorgehen n\u00e4her zu erl\u00e4utern sowie die Datenerhebung vorzubereiten. Die erhobenen Daten werden anschlie\u00dfend analysiert und in Benchmarkingberichte f\u00fcr die KMU \u00fcberf\u00fchrt. Nach f\u00fcnf weiteren Regionaltreffen mit den KMU, in denen die Ergebnisse pr\u00e4sentiert und einer kritischen Pr\u00fcfung unterzogen werden, kann die Methode evaluiert und ggf. angepasst werden<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die inhaltliche, konzeptionelle Erarbeitung eines integrierten Nachhaltigkeitsmodells auf Basis existierender Rahmenwerke des Nachhaltigkeitsmanagements sowie der Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt die Basis des Benchmarkingsystems dar. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse von 19 entsprechenden Rahmenwerken sowie eine Klassifizierung und Typologisierung enthaltener Kennzahlen wurde ein Nachhaltigkeitsmodell und integrierter Kennzahlenkatalog entwickelt. Dieser Kennzahlenkatalog wurde in einer Online-Befragung ausgew\u00e4hlten Experten vorgestellt und bez\u00fcglich KMU- und Praxistauglichkeit sowie Relevanz und Vollst\u00e4ndigkeit der Inhalte, Kriterien und Kennzahlen bewertet. In Regionalworkshops (Berlin, Osnabr\u00fcck, Karlsruhe, Aschaffenburg und M\u00fcnchen) wurden das Modell, der Kennzahlenkatalog sowie die Benchmarking-Systematik und -Methodik insgesamt 70 Teilnehmern aus dem deutschen Mittelstand vermittelt. Gemeinsam mit den Pilotanwendern wurden Motivationen, Hindernisse und Erfah-rungen bez\u00fcglich nachhaltigen Wirtschaftens er\u00f6rtert und diskutiert. Das integrierte Nachhaltigkeitsmodell und die enthaltenen Kennzahlen wurden von den Unternehmen bez\u00fcglich der Relevanz der Themen in ihrem Unternehmen bewertet. Die ben\u00f6tigten Inputdaten wurden hinsichtlich zu erwartender Herausforderungen in der Erhebung bewertet. Allen Teilnehmern wurden ein erweiterter Fragebogen zu den qualitativen und quantitativen Inputdaten sowie unterst\u00fctzendes Material ausgeh\u00e4ndigt.<br \/>\nAnhand des standardisierten Fragebogens erfassten die KMU die Nachhaltigkeitskennzahlen und \u00fcbermittelten diese an das IPK. W\u00e4hrend der Erhebung durch die KMU wurde eine bedarfsbasierte Unterst\u00fctzung angeboten. Parallel dazu wurde eine sekund\u00e4re Datenbasis mit 280 externen Datens\u00e4tzen auf-gebaut, indem Nachhaltigkeits- und Umweltberichte von KMU analysiert und relevante Informationen extrahiert wurden. Die Daten der Unternehmen wurden analysiert, validiert und genutzt, um f\u00fcr jedes Unternehmen einen individuellen Benchmarking-Bericht zu erstellen. In der zweiten Runde der Regio-nalworkshops, welche pandemiebedingt ausschlie\u00dflich online stattfand, erhielten die Pilotanwender einen Input zum ihnen bereits vorliegenden Nachhaltigkeitsbenchmarking-Bericht und dessen Analyse. Zus\u00e4tzlich stand der Austausch von Good Practices im Fokus der Workshops. Aufgrund der hohen Nachfrage sowie dem Ziel, die Methode in die Breite zu transferieren, wurde weiteren Unternehmen (Zweitanwen-der) die Teilnahme am Projekt erm\u00f6glicht. Insgesamt erhielten so 53 Unternehmen einen kostenfreien, individuellen Nachhaltigkeitsbenchmarking-Bericht. Zudem fanden zwei weitere Regionalworkshops f\u00fcr die Zweitanwender statt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der ersten Monate des Projektes konnte das Projekt durch \u00f6ffentlichkeitswirksame Auftritte und Ver\u00f6ffentlichungen beworben werden. Dazu geh\u00f6rten u. a. Projektpitch und Diskussionsstand auf der DGCN Teilnehmerkonferenz 2019, Kooperationsgespr\u00e4che mit dem Nachhaltigkeitskompass der GIZ, Projektbericht im Newsletter der Paderborner Wirtschaftsf\u00f6rderung sowie die Bewerbung im BVMW-Newsletter, dem Magazin DER Mittelstand sowie der direkten Unternehmensansprache durch die regionalen Vertreter des BVMW. Weiterhin wurde ein Artikel im Journal for Sustainability Research (Q3 2019) sowie in der Fraunhofer IPK Publikation FUTUR (Q1 2020) platziert. Bei allen \u00f6ffentlich wirksamen Vorstellungen wurde stets auf die F\u00f6rderung durch die DBU hingewiesen. Zudem wurde das Projekt 2020\/2021 im Rahmen von verschiedenen Online- und Hybridveranstaltungen pr\u00e4sentiert und eine Teilnahme als Zweitanwender angeregt. Die aufgrund der Pandemie abgesagte Woche der Umwelt findet im Juni 2021 online statt, hier wird das Projekt vorgestellt werden. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt wurde mit Ablauf der verl\u00e4ngerten Projektlaufzeit erfolgreich abgeschlossen. Die entwickelten Inhalte werden zurzeit in weiteren Forschungsprojektendes Fraunhofer IPK sowie der Lehre der TU Berlin eingesetzt. Aktuell wird die Methode zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt, um es auch weiterhin Unternehmen anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt zielt darauf ab, die Themen nachhaltiges Wirtschaften und kennzahlenorientiertes Benchmarking zu erforschen und zu einer innovativen Methode zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung im Mittelstand zu verzahnen. Die pilothafte Erprobung erfolgt im Rahmen des Projektes in Zusammenarbeit mit 40 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 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