{"id":26923,"date":"2024-11-27T10:42:50","date_gmt":"2024-11-27T09:42:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33796-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:42:50","modified_gmt":"2024-11-27T09:42:50","slug":"33796-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33796-01\/","title":{"rendered":"Nationalparktor am Erbeskopf &#8211; Dauerausstellung im Nationalpark Hunsr\u00fcck-Hochwald"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr den Nationalpark Hunsr\u00fcck Hochwald sind nach dem Nationalparkkonzept drei sogenannte Nationalparktore geplant. Sie sind zentrale Anlaufstellen f\u00fcr Besucher*innen des Nationalparks und vermitteln ihnen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, nationalparkspezifische Informationen. Dies sollen beim Nationalparktor am Erbeskopf die verschiedenen im Nationalpark Hunsr\u00fcck-Hochwald vorzufindenden Lebensr\u00e4ume sein. Ohne eine dazu geeignete Ausstellung war diese Umweltbildungsfunktion nur unzureichend zu erf\u00fcllen. Um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen, sollte der Standort im Bereich Umweltbildung mit einer ganzj\u00e4hrigen Dauerausstellung weiterentwickelt werden. Die Ausstellung soll den Besuchern zum einen den Nationalpark und seine Charakteristika n\u00e4herbringen, aber zum anderen auch die Vernetzung in die umliegende Kulturlandschaft und deren \u00f6kologische Relevanz beleuchten. Sie schafft damit auch den Br\u00fcckenschlag von der Wildnis in die Lebenswirklichkeit der Besucher*innen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Ausstellung gliedert sich thematisch in zwei \u00fcbergeordneten Bereiche: Zum einen der Innenausstellungsteil mit dem Themenkomplex Nationalpark und zum anderen der Au\u00dfenbereichsteil mit dem Schwerpunkt auf den umliegenden Kulturlandschaften. Urspr\u00fcnglich war geplant, dass die Gesamtausstellung mit einem internen Projektteam und der Agentur Kunstraum erarbeitet und umgesetzt werden soll. Das interne Projektteam bestand dabei aus dem Projektmanager, Mitarbeitern der Abteilung Umweltbildung, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung sowie Rangern.<br \/>\nNach der Fertigstellung des Innenbereichs musste die Agentur Kunstraum im Jahr 2019 Insolvenz anmelden, sodass der zentrale Projektpartner des Nationalparks weggebrochen ist. Hinzu kam die Covid19 Pandemie, sodass sich die Umsetzung des Au\u00dfenbereichs stark verz\u00f6gert hat. Daher musste das erste Projektteam aufgel\u00f6st werden.<br \/>\nIn 2021 konnte die Agentur Studio NTW GbR als neuer Kooperationspartner akquiriert und damit das Projekt mit neuem Projektteam fortgesetzt werden, diesmal projektiert durch die Abteilung 1 Querschnittsfunktionen. Die im Projektverlauf deutlich gestiegenen Preise f\u00fcr Material und Unternehmereinsatz haben insgesamt zwar zu deutlich h\u00f6heren Gesamtkosten der Ausstellung gef\u00fchrt, aber durch den forcierten Einsatz von Rangern bei den praktischen Arbeiten und die Nutzung von eigenem Holz konnten diese Steigerungen zumindest abgefedert werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Trotz der oben bereits beschriebenen externen H\u00fcrden konnte die Gesamtausstellung mit einer leichten Verz\u00f6gerung erfolgreich umgesetzt werden. Der Innenbereich wurde im Dezember 2018 und der Au\u00dfenbereich im Juli 2023 fertiggestellt. Trotz der Wechsel sowohl der beauftragten Agentur, als auch des internen Projektteams konnte eine in sich stimmiges Gesamtausstellungkonzept realisiert werden. Die Ausstellung bietet den Besuchern ein vielf\u00e4ltiges und aktivierendes Wissensangebot im Bereich der Umweltbildung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Innenbereich wurde am 16.12.2018 im Rahmen des Weihnachtsmarkts zusammen mit der Umweltministerin und dem Staatssekret\u00e4r des Landes Rheinlandpfalz sowie weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung er\u00f6ffnet. Zus\u00e4tzlich wurde in vielen, meist regionalen Zeitungen und dem Regionalfernsehen SWR berichtet.<br \/>\nDie offizielle Er\u00f6ffnung des Au\u00dfenbereichs fand am 28.09.2023 im gleichen Rahmen wie die Er\u00f6ffnungsfeier des Innenbereichs statt. Auch wenn die Ausstellung sowohl bauseitig als auch inhaltlich bereits im Juli fertiggestellt wurde, wurde der Er\u00f6ffnungstermin im September gew\u00e4hlt, zum Start der Schulherbstferiensaison. Zum einen gab dies die M\u00f6glichkeit noch Pflanzarbeiten durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, f\u00fcr die der Sommer temperaturbedingt nicht geeinigt ist, zum anderen fand an diesem Tag eine Sitzung der Nationalparkversammlung statt, welche die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit verst\u00e4rkt. Die Bepflanzung ist nicht nur Rahmen f\u00fcr eine stimmige visuelle Wahrnehmung, sondern ein wichtiger Teil der Ausstellung.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich hat die Gesamtausstellung auch ihren Platz im Internetauftritt des Nationalparks Hunsr\u00fcck-Hochwald.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Gesamtausstellung mit ihren beiden Teilen erm\u00f6glicht es nun dem Nationalparktor Erbeskopf f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen seine essentiellen Grundfunktionen zu erf\u00fcllen: Information, Umweltbildung und Handlungsanregung.<br \/>\nIn der Innenausstellung spricht das Thema \u0084Urwald von Morgen\u0093 Besucher nicht nur emotional an, sondern l\u00e4sst sie auf eine ungew\u00f6hnliche und interessante Art und Weise mehr \u00fcber den Nationalpark und die Natur erfahren. Wie geplant, ist die Ausstellung sowohl selbstst\u00e4ndig erlebbar, als auch durch den direkten Kontakt mit einem Ranger bei den angebotenen F\u00fchrungen ein Mehrwert erfahrbar. F\u00fcr Kinder wurde inzwischen als weitere Aktivierungsoption ein Quiz als Ausstellungsbegleiter erarbeitet.<br \/>\nTrotz gravierender unvorhersehbarer Hindernisse, konnte die Au\u00dfenausstellung 2023 (mit Verz\u00f6gerung) abgeschlossen werden. Die Anpassung der Wegef\u00fchrung, der Stationsinhalte sowie der Stationszwischenfelder an die vorgegebenen Gel\u00e4ndebedingungen in Verbindung mit einer behutsamen Modellierung des Reliefs ist gelungen. Dieses harmonische Ganze macht die Kulturlandschaften um den Nationalpark und deren synergetische Verkn\u00fcpfung als \u0084gr\u00fcnes Netz\u0093 von Lebensr\u00e4umen erlebbar. Dar\u00fcber hinaus werden den Besuchern Umsetzungsideen vermittelt, wie sie das gr\u00fcne Netz in ihrem Alltag weiter kn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Abgerundet wird dies mit der Verbindung der Inhalte mit der Agenda 2030 bzw. den globalen 17 Nachhaltigkeitszielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr den Nationalpark Hunsr\u00fcck Hochwald sind nach dem Nationalparkkonzept drei sogenannte Nationalparktore geplant. Sie sind zentrale Anlaufstellen f\u00fcr Besucher*innen des Nationalparks und vermitteln ihnen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, nationalparkspezifische Informationen. Dies sollen beim Nationalparktor am Erbeskopf die verschiedenen im Nationalpark Hunsr\u00fcck-Hochwald vorzufindenden Lebensr\u00e4ume sein. 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