{"id":26879,"date":"2023-09-24T10:32:51","date_gmt":"2023-09-24T08:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35154-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:51","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:51","slug":"35154-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/35154-01\/","title":{"rendered":"Inwertsetzung von Streuobst \u0096 vom Modell in die Praxis"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Obwohl Streuobstbest\u00e4nde eine der naturschutzfachlich wertvollsten Habitate f\u00fcr Flora und Fauna sind, ist ihr stetiger R\u00fcckgang aus der Landschaft vielerorts sichtbar. Dabei sind die \u00dcberf\u00fchrung in einen Schutzstatus wie auch die Vermittlung von Wissen um die Pflege, insbesonders von \u00f6kologisch wichtigen Altbest\u00e4nden und die Verwertung von Streuobst Kardinalpunkte, durch die der dauerhafte Erhalt der Best\u00e4nde gesichert werden kann.<\/p>\n<p>Das vorliegende Projekt baut auf das Projekt Az 33535\/01 \u0084Inwertsetzung von Streuobstbest\u00e4nden f\u00fcr eine Modellregion (Mittelfranken)\u0093 auf und erprobt das darin entworfene Bewertungsmodell in weiteren Gemeinden mit vorhandenen Streuobstbest\u00e4nden. Die Untersuchungen zur \u00d6kokontof\u00e4higkeit von Streuobstbest\u00e4nden werden vertieft und sollen bei der praktischen Anwendung deutschlandweit Eingang finden. Zudem steht der kooperative Austausch der sich mit Streuobst besch\u00e4ftigenden Personen im Mittelpunkt, sodass sich die Erkenntnisse des Projektes m\u00f6glichst schnell verbreiten, die dem Erhalt und \u00fcberdies hinaus auch dem Aufbau dieser besonderen Form der Kulturlandschaft dienen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInnerhalb des Projekts 33535\/01 wurde ein neuartiges Bewertungsmodell entwickelt, welches auf die unterschiedlichen Aspekte der naturschutzfachlichen Pflege der Streuobstfl\u00e4chen eingeht und dazu jeweils geeignete L\u00f6sungen zur Aufwertung eines Bestandes bereith\u00e4lt. Um das genannte Bewertungsmodell zu verifizieren, dessen \u00dcbertragbarkeit auf andere Streuobstregionen zu pr\u00fcfen und die Datenbasis auszubauen, soll es in weiteren Streuobstgebieten erprobt werden. Dabei flie\u00dfen zus\u00e4tzliche Aspekte in die Auswertungen mit ein, auf die das Projekt 33535\/01 aufgrund der regionalen Auspr\u00e4gungen nicht eingehen konnte. Die daraus gewonnenen Erfahrungen und Ideen sollen in die Erweiterung der bayerischen Biotopwertliste integriert werden.<br \/>\nIn einem abschlie\u00dfenden Streuobst-Symposium sollen die Projektergebnisse einem breiten Publikum aus Fachbesuchern, Multiplikatoren im Bereich des Naturschutzes sowie Vertretern der Politik und verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen pr\u00e4sentiert werden. Unterschiedliche Vortr\u00e4ge und Workshops zum Thema \u0084Streuobst\u0093 verkn\u00fcpfen diese Interessensgruppen und schaffen ein Forum, um so dem fl\u00e4chendeckenden Erhalt von Streuobst beizutragen. Insbesondere liegt dabei ein Schwerpunkt auf der projekt\u00fcbergreifenden Vernetzung mit dem DBU-gef\u00f6rderten Projekt \u0084On-site Training und \u00f6kologische Streuobstwiesenmanagementplanung\u0093 am Streuobstzentrum \u0084Main\u00c4ppelHaus\u0093 Lohrberg.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die gesetzlichen naturschutzrechtlichen Regelungen in Bayern sahen f\u00fcr bestehende Streuobstbest\u00e4nde mit Ausnahme der Aufwertung des Unterwuchses keine M\u00f6glichkeit, diese in ein \u00d6kokonto durch Kompensation einzubringen. Durch die Erstellung von unterschiedlichen Ma\u00dfnahmen wurden bereits in einem vorangegangenen Projekt verschiedene weitere Wege aufgezeigt, alte Best\u00e4nde aufzuwerten. In einer intensiven Zusammenarbeit mit der H\u00f6heren Naturschutzbeh\u00f6rde der Regierung Mittelfranken und dem Bayerischen Landesamt f\u00fcr Umwelt wurde der Ma\u00dfnahmenkatalog verifiziert. Er findet in die Erweiterung der Biotopwertliste der Bayerischen Kompensationsverordnung ohne nennenswerte Ver\u00e4nderungen Eingang.<br \/>\nDie Daten der Gel\u00e4ndekartierungen in den vier Gemeinden wurden durch fl\u00e4chige Untersuchungen erhoben. Die aufschlussreichen Ergebnisse wurden mit den Erfassungen der Gemeinden des vorangegangenen Projektes verglichen und pr\u00e4sentierten hierbei informative Resultate.<br \/>\nDie Verflechtung der Akteure aus Politik, Wirtschaft und Umwelt sowie die Einbindung der breiten Bev\u00f6lkerung in die Thematik Streuobst wurden bei mehreren Veranstaltungen und \u00f6ffentlichen Auftritten in signifikantem Ausma\u00df vorangebracht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211; Gestaltung einer Brosch\u00fcre \u00fcber Ziele und Wirkungen des Projektes<br \/>\n&#8211; Gestaltung von weiteren \u00f6ffentlichkeitswirksamen Medien: sieben gro\u00dfe Plakate, zwei Roll-Ups, ein gro\u00dfformatiges Mesh-Banner und drei Baumst\u00e4mme<br \/>\n&#8211; Vorstellung in einer Versammlung der Arbeitsgemeinschaft &#8220;Streuobst in Bayern&#8221;, 15. Mai 2019, Freising<br \/>\n&#8211; Vorstellung auf dem Triesdorfer Johannitag, 30. Juni 2019, Triesdorf<br \/>\n&#8211; Ausrichtung eines Workshops mit kommunalen Entscheidungstr\u00e4gern, 17. Juli 2019, Triesdorf<br \/>\nVorstellung auf der Bayerischen &#8211; Landesgartenschau, 24.-28. Juli 2019, Wassertr\u00fcdingen<br \/>\n&#8211; Vorstellung auf dem Tag der Umwelt, Nachhaltigkeit und Energie, 29. September 2019, Wendelstein<br \/>\n&#8211; Vorstellung bei einem Besuch des Streuobstzentrums \u0084Main\u00c4ppelHaus\u0093, 19. Dezember 2019, Frankfurt a. M.\/Seckbach<br \/>\n&#8211; Ausrichtung eines Streuobst-Symposiums, 23. Januar 2020, Triesdorf<br \/>\n&#8211; Auftritt auf den Internetseiten der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf \u00fcber die gesamte Projektlaufzeit und dar\u00fcber hinaus<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das vorliegende Projekt stellt die entscheidende Grundlage zur Erweiterung der Biotopwertliste der Bayerischen Kompensationsverordnung hinsichtlich des Biotoptyps \u0084Streuobstbest\u00e4nde\u0093 dar. Erstmalig ist die Aufwertung alter, bestehender Streuobstbest\u00e4nde in einen h\u00f6herwertigen Zustand durch verschiedene Pflege- und Erhaltungsma\u00dfnahmen m\u00f6glich. Die erarbeiteten Ma\u00dfnahmen sind aufgrund der Erprobung in weiteren Gebieten in der Fl\u00e4che praktisch anwendbar und k\u00f6nnen im gesamten bayerischen Raum in die Realit\u00e4t umgesetzt werden. Den Projektpartnergemeinden wurden unterschiedliche M\u00f6glichkeiten der Inwertsetzung ihrer Best\u00e4nde aufgezeigt. Durch die intensive Vernetzung von Politik, Wirtschaft und Umwelt innerhalb mehrerer Vortr\u00e4ge und Diskussionsrunden wurde die unabdingbare Verzahnung der drei S\u00e4ulen der Inwertsetzung von Streuobst in bedeutendem Ausma\u00df intensiviert. Die Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung auf unterschiedlichen Veranstaltungen f\u00fcr das Thema Streuobst tr\u00e4gt den naturschutzfachlichen Gedanken und den \u00f6kologischen Wert von Streuobst \u00fcber das Projekt hinaus in die breite \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nDas Projekt leistet somit einen bedeutenden Beitrag, den dauerhaften Erhalt von Streuobst in Bayern zu unterst\u00fctzen und dadurch f\u00fcr Artenvielfalt, Umwelt und Natur einen der wertvollsten Landschaftsbestandteile Europas zu sichern und zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Obwohl Streuobstbest\u00e4nde eine der naturschutzfachlich wertvollsten Habitate f\u00fcr Flora und Fauna sind, ist ihr stetiger R\u00fcckgang aus der Landschaft vielerorts sichtbar. 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