{"id":26872,"date":"2026-02-12T10:32:03","date_gmt":"2026-02-12T09:32:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33405-01\/"},"modified":"2026-02-12T10:32:04","modified_gmt":"2026-02-12T09:32:04","slug":"33405-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33405-01\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Gr\u00fcndungen als Transformationsmotor st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Obwohl das Gr\u00fcndungsfeld Green Economy mittlerweile eines der gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Gr\u00fcndungsfelder in Deutschland darstellt und sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch von herausragender Bedeutung ist, wird dessen Relevanz sowohl in der Umweltpolitik als auch in der Wirtschaftspolitik bislang kaum wahrgenommen. Um die Bedeutung gr\u00fcner Gr\u00fcndungen f\u00fcr die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft politisch angemessen zu w\u00fcrdigen, muss die gr\u00fcne Gr\u00fcnderszene aus dem Schatten der Digitalisierungs- und IT-Start-up-Szene heraustreten und bei Politik und Gr\u00fcndungsf\u00f6rderakteuren eigenst\u00e4ndig sichtbar werden.<\/p>\n<p>Das Vorhaben hatte das Ziel, durch geeignete Kommunikationsma\u00dfnahmen sowie die zielgruppengerechte Aufbereitung relevanter Informationen und Trends die sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch herausragende Bedeutung gr\u00fcner Gr\u00fcndungen bei Entscheidungstr\u00e4gern aus Politik und F\u00f6rdereinrichtungen bekannter zu machen. Damit sollen durch das Projekt:<br \/>\n(1)\tGr\u00fcne Gr\u00fcndungen als Transformatoren f\u00fcr eine Green Economy gest\u00e4rkt werden,<br \/>\n(2)\tbei Entscheidungstr\u00e4gern aus Politik und F\u00f6rdereinrichtungen bessere Kenntnisse \u00fcber Rahmen-bedingungen, Bedeutung, Trends und H\u00fcrden gr\u00fcner Start-ups geschaffen werden,<br \/>\n(3)\tein Beitrag geleistet werden zur \u00dcberpr\u00fcfung der DBU-F\u00f6rderwerkzeuge sowie gew\u00e4hlter Schwerpunkte mit dem Ziel, passgenau gr\u00fcne Gr\u00fcndungen zu f\u00f6rdern,<br \/>\n(4)\tauf die M\u00f6glichkeit der F\u00f6rderung durch die DBU aufmerksam gemacht und die Sichtbarkeit der DBU bei Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder sowie Gr\u00fcndungsf\u00f6rdereinrichtungen verbessert werden sowie<br \/>\n(5)\tneue und verst\u00e4rkte Initiativen f\u00fcr die gezielte und bedarfsgerechte F\u00f6rderung gr\u00fcner Gr\u00fcndungen angesto\u00dfen werden.<br \/>\nMit diesen Zielen st\u00e4rkt das Vorhaben die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und unterst\u00fctzt die Erreichung der Ziele von Energiewende, Klimaschutzplan 2050 und weiteren nachhaltigkeitspolitischen Zielsetzungen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einem ersten Schritt wurde im Rahmen des Vorhabens ein sogenannter \u201eFaktencheck\u201c (AP 1) durchgef\u00fchrt. Dieser erhebt in empirischen Untersuchungen belastbare und verallgemeinerungsf\u00e4hige Daten und Erkenntnisse zu Bedeutung, Besonderheiten und Trends gr\u00fcner Gr\u00fcndungen in Deutschland. Die f\u00fcr den Faktencheck gew\u00e4hlte Form ist der Green Startup Monitor, der in Kooperation mit dem Bundesverband Deutsche Start-ups w\u00e4hrend der Projektlaufzeit dreimal erarbeitet und ver\u00f6ffentlicht wurde. Um vergleichen zu k\u00f6nnen, wie sich das mittel- und langfristige Erfolgspotenzial gr\u00fcner Start-ups von anderen Start-ups unterscheidet, erfolgt in einem zweiten Schritt eine Bewertung der Wirkungserwartungen und des Wirkungsmanagements von gr\u00fcnen Start-ups und eine systematische Identifizierung gr\u00fcner Good Practice-Beispiele des Wirkungsmanagements (AP 2). Diese beiden Schritte bildeten die Grundlage f\u00fcr die Durchf\u00fchrung einer faktenbasierten und bundesweiten Dialogreihe mit relevanten Entscheidungstr\u00e4gern aus Politik und Gr\u00fcndungsf\u00f6rderinstitutionen aus Bund, L\u00e4ndern und Kommunen (AP 3). Dar\u00fcber hinaus erfolgt auf Wunsch der DBU eine \u00dcberpr\u00fcfung der DBU-eigenen F\u00f6rderwerkzeuge und -schwerpunkte, um die Passgenauigkeit der F\u00f6rderangebote f\u00fcr gr\u00fcne Gr\u00fcndungen zu erh\u00f6hen (AP 4). Der Schwerpunkt von AP 4 lag in der Beratung und Unterst\u00fctzung zum Green-Start-up-Sonderprogramm der DBU.<br \/>\nF\u00fcr die erfolgreiche Realisierung des Faktenchecks und der Dialogveranstaltungen k\u00f6nnen das Borderstep Institut und die Universit\u00e4t Oldenburg auf ein breites Unterst\u00fctzernetzwerk von regionalen und bundesweiten Partnerorganisationen aus dem Bereich der Gr\u00fcndungs- und Innovationsf\u00f6rderung zur\u00fcckgreifen. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Vorhaben wurde im Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2021 durchgef\u00fchrt und hatte damit eine Laufzeit von vier Jahren. Im Vorhaben wurden folgende zentrale Ergebnisse erzielt:<\/p>\n<p>AP 1: Green Startup Monitor: Im Rahmen des Vorhabens wurde das Konzept f\u00fcr den Green Startup Monitor erarbeitet. Auf Basis von Erhebungen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 wurden drei Ausgaben des Green Startup Monitor erstellt und ver\u00f6ffentlicht. Bei der Erhebung und Ver\u00f6ffentlichung wurde eng mit dem Bundesverband Deutsche Startups zusammengearbeitet. Der Green Startup Monitor wurde gemeinsam vom Borderstep Institut und dem Startup-Verband herausgegeben. Die Ergebnisse des Green Startup Monitor 2018, des Green Startup Monitor 2020 sowie des Green Startup Monitor 2021 k\u00f6nnen den jeweiligen Ver\u00f6ffentlichungen entnommen werden. Sie sind kostenfrei zug\u00e4nglich unter: https:\/\/www.borderstep.de\/projekte\/gruene-gruendungen-als-transformationsmotor-staerken\/ (letzter Zugriff am 28.01.2022). Durch die Zusammenarbeit mit dem Startup-Verband konnte eine umfangreiche Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit stattfinden. Die breite Rezeption wurde auch dadurch beg\u00fcnstigt, dass alle drei Ausgaben des Green Startup Monitor Geleitworte des Bundeswirtschaftsministers sowie der Bundesumweltministerin umfassten. Aufgrund von R\u00fcckmeldungen von Presse, Politik und Partnern haben wir uns bei der Benennung der zweiten und dritten Ausgabe der Studie nicht mehr am Erhebungs-, sondern am Erscheinungsjahr orientiert, um zu signalisieren, dass es sich hier um die neuesten Erkenntnisse zu gr\u00fcnen Gr\u00fcndungen in Deutschland handelt.<\/p>\n<p>AP 2: Es wurden zw\u00f6lf Fallanalysen zur Wirkungserwartung und dem Wirkungsmanagement gr\u00fcner Start-ups im Vergleich zu nicht-gr\u00fcnen Start-ups durchgef\u00fchrt und in Form von Einzelprofilen und als zusammenfassendes Handout den zw\u00f6lf Dialogveranstaltungen in AP 3 zu Grunde gelegt. Mit Hilfe der zw\u00f6lf explorativen Fallstudien, konnten f\u00fcnf zentrale Unterschiede bzgl. der Wirkungserwartungen und des Wirkungsmanagements von gr\u00fcnen und nicht-gr\u00fcnen Start-ups herausgearbeitet werden. Die Falluntersuchungen weisen darauf hin, dass gr\u00fcne Start-ups eher die Transformation von M\u00e4rkten und Industrien zu mehr Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen und damit systemische Ver\u00e4nderungen in Markt, Gesellschaft und Umwelt anstreben, w\u00e4hrend nicht-gr\u00fcne Start-ups sich auf L\u00f6sungen f\u00fcr ihre Kunden konzentrieren, ohne dabei den Anspruch systemischer Ver\u00e4nderungen zu haben. Ein weiterer Unterschied deutet sich bez\u00fcglich der Kundenbeziehung an. W\u00e4hrend gr\u00fcne Start-ups sich um ein Kunden-Empowerment bem\u00fchen, und diese bei einem nachhaltigeren Produktions- oder Konsumstil unterst\u00fctzen m\u00f6chten, fokussieren die nicht-gr\u00fcnen Start-ups auf die Identifizierung und Erf\u00fcllung von Kunden- und Nutzerbed\u00fcrfnissen.<\/p>\n<p>AP 3: Im Rahmen des Politik- und F\u00f6rderdialogs \u201eGr\u00fcne Gr\u00fcndungen st\u00e4rken! wurden im Zeitraum von drei Jahren (2019 bis 2021) insgesamt zw\u00f6lf Dialogveranstaltungen mit \u00fcber 2.000 Teilnehmenden durchgef\u00fchrt. Pandemiebedingt mussten viele von diesen als Online-Veranstaltungen konzipiert und durchgef\u00fchrt werden. Grundlage f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der faktenbasierten Dialogreihe waren die Daten und Erkenntnisse aus AP 1 und 2. Mit der Dialogreihe konnte das Ziel erreicht werden, bei Entscheidungstr\u00e4gerinnen und Entscheidungstr\u00e4gern aus Politik, Unternehmen und Gr\u00fcndungsf\u00f6rderinstitutionen bessere Kenntnisse \u00fcber die Rahmenbedingungen, die Bedeutung, die Trends und die H\u00fcrden gr\u00fcner Start-ups zu schaffen. Dadurch wurden neue oder verst\u00e4rkte Initiativen zur zielgruppengerechten F\u00f6rderung gr\u00fcner Start-ups auf regionaler-, Landes- oder Bundesebene ausgel\u00f6st und unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>AP 4: Die DBU bietet ein breites Spektrum an umwelt- und nachhaltigkeitsbezogenen F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten. Dieses steht auch Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern sowie gr\u00fcnen Start-ups zur Verf\u00fcgung. In AP 4 wurde untersucht, inwieweit die bestehenden Angebote und F\u00f6rderwerkzeuge bereits hinreichend passgenau und zielgruppengerecht f\u00fcr gr\u00fcne Gr\u00fcndungsvorhaben und Start-ups sind. Borderstep und die Universit\u00e4t Oldenburg brachten im Rahmen des Vorhabens ihr gr\u00fcndungsbezogenes Fachwissen sowie passgenaue Methoden und Tools in die Planung des Green-Start-up-Sonderprogramms der DBU ein und unterst\u00fctzen die DBU bei der Konzeption und Durchf\u00fchrung des Auswahlprozesses, u.a. mit der Teilnahme an Auswahlsitzungen f\u00fcr das Green-Startup-Sonderprogramm<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Alle Ergebnisse und Publikationen aus dem Vorhaben sind auf der Website des Borderstep Instituts verf\u00fcgbar:  https:\/\/www.borderstep.de\/projekte\/gruene-gruendungen-als-transformationsmotor-staerken\/<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die f\u00fcr das Vorhaben \u201eGr\u00fcne Gr\u00fcndungen als Transformationsmotor st\u00e4rken\u201c gesetzten Ziele konnten erreicht werden. Das Projekt konnte durch geeignete Kommunikationsma\u00dfnahmen sowie die zielgruppengerechte Aufbereitung relevanter Informationen und Trends dazu beitragen, die sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch herausragende Bedeutung gr\u00fcner Gr\u00fcndungen bei Entscheidungstragenden aus Politik und F\u00f6rdereinrichtungen bekannter zu machen. Das Vorhaben konnte mit der Konzeption des Green Startup Monitors und seiner dreimaligen Erhebung die Grundlage f\u00fcr ein dauerhaftes Monito-ringinstrument und eine wichtige evidenzbasierte Informations- und Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die staatliche Gr\u00fcndungsf\u00f6rderpolitik und das Gr\u00fcndungs\u00f6kosystem in Deutschland legen. Der Green Star-tup Monitor wird auch nach Vorhabensende fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Obwohl das Gr\u00fcndungsfeld Green Economy mittlerweile eines der gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Gr\u00fcndungsfelder in Deutschland darstellt und sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch von herausragender Bedeutung ist, wird dessen Relevanz sowohl in der Umweltpolitik als auch in der Wirtschaftspolitik bislang kaum wahrgenommen. 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