{"id":26861,"date":"2025-06-25T10:32:55","date_gmt":"2025-06-25T08:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34273-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:58","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:58","slug":"34273-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/34273-01\/","title":{"rendered":"Geruchsreduktion von gebrauchten Kunststoffrezyklaten durch kontrollierte Bakterienkulturen in kreislaufgef\u00fchrten Waschprozessen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Derzeit stellt die Kontamination der Kunststoffabf\u00e4lle mit Geruchsstoffen ein gro\u00dfes Problem dar, vor allem, wenn die Kunststoffabf\u00e4llen rezykliert und zur Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden, da die Geruchswahrnehmung eines Produktes die Kaufentscheidung der Kunden stark beeinflusst. Im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens gilt es also, den Geruch von post-consumer Kunststoffabf\u00e4llen und Rezyklaten weitgehend zu minimieren, um diese wiedereinzusetzen und einer wertvollen Kreislaufwirtschaft zuzuf\u00fchren. Momentan werden aber lediglich solche Kunststoffmaterialien recycelt, die eine hohe Reinheit und einen geringeren Verschmutzungsgrad aufweisen, wie z.B. PET-Flaschen, die \u00fcber ein Pfandsystem getrennt erfasst werden und in einem aufw\u00e4ndigen Recyclingprozess zu einem hochwertigen PET-Recyclat verarbeitet werden. In der deutschen Verpackungsindustrie haben allerdings Folien mit 38,5% das gr\u00f6\u00dfte Anwendungsgebiet. Um also langfristig h\u00f6here Recyclingquoten zu erreichen, ist es notwendig die gro\u00dfen Mengen an Folienabf\u00e4llen aus post-consumer Abf\u00e4llen zu recyclen.<br \/>\nDas \u00fcbergeordnete Ziel des Forschungsvorhabens bestand daher in der die Pr\u00fcfung der M\u00f6glichkeit, geruchsaktive Substanzen oder die Verunreinigung, die zu Geruchsver\u00e4nderungen in post consumer Folien f\u00fchren, schon w\u00e4hrend der Kunststoffw\u00e4sche zu eliminieren, um eine Geruchsreduktion im Endprodukt Rezyklat zu erzielen. Das Schlie\u00dfen dieses Rohstoffkreislaufs durch einen innovativen Waschprozess soll das Recycling von post-consumer Folienabf\u00e4llen effizienter, nachhaltiger und energiesparender gestalten.<br \/>\nIndustrielle Waschprozesse au\u00dferhalb der Recyclingbranche nutzen in letzter Zeit neben chemischen auch biologische Zus\u00e4tze. Hier hat sich insbesondere ein biologischer Ansatz etabliert, bei dem das Waschwasser mit Bakterienimpfl\u00f6sungen (sogenannte \u0084PIP\u0093 \u0096 fortschrittliche probiotische Produkte) ver-sehen wird. Die eingesetzten PIP Produkte gelten als sicher, FDA und EU Ecolabel zertifiziert und damit umweltfreundlich. Die einzusetzenden Bakterienl\u00f6sungen enthalten neben nat\u00fcrlichen Spuren- und N\u00e4hr-stoffen ausschlie\u00dflich Mikroorganismen der Risikogruppe 110, die nicht unter das Gentechnikrecht fallen.<br \/>\nEs handelt sich dabei um keinen gef\u00e4hrlichen Stoff und ist nach ((EG)1272\/2008) nicht kennzeichnungs-pflichtig. Die PIP Kultur verstoffwechselt organischen Schmutz aktiv und verhindert eine Umwandlung in riechende fl\u00fcchtige Verbindungen bzw. kann auch, je nach Art des Mikroorganismus und Geruchssubstanz, geruchsbildende Mikroorgansimen verdr\u00e4ngen. Durch die Anreicherung der PIPs werden im Zuge dessen geruchsbildende Mikroorganismen weitgehend zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Diese Methodik wird bereits erfolgreich eingesetzt in der Klinikhygiene, in Haushalt, Tiermast und Aquakultur, aber auch besonders in der industriellen Prozesswasseranwendung, beispielsweise in K\u00fchlt\u00fcrmen und Klimaanlagen. Ein Einsatz in Recycling-Waschkreisl\u00e4ufen wurde bislang nicht untersucht.<br \/>\nDer L\u00f6sungsansatz bestand darin, post-consumer Abf\u00e4lle mit bakterienbeimpftem Wasser w\u00e4hrend der Kunststoffaufbereitung zu behandeln. Die gereinigten Kunststoffe wurden dazu olfaktorisch durch ein Testpanel bewertet und dem Stand der Technik gegen\u00fcbergestellt. Die Antragsteller gehen davon aus, dass durch den Einsatz der Bakterien innerhalb der Kunststoffw\u00e4sche nur geringe Produktionsmehrkosten im Vergleich zu den bisherigen Prozessen verursacht werden. Die \u00fcblichen Waschtemperaturen k\u00f6nnen vermutlich mit dem Bakterieneinsatz reduziert werden. Des Weiteren werden keine hohen Investitionskosten erwartet, da sich das technische Prinzip der Waschanlagen nicht ver\u00e4ndert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Derzeit stellt die Kontamination der Kunststoffabf\u00e4lle mit Geruchsstoffen ein gro\u00dfes Problem dar, vor allem, wenn die Kunststoffabf\u00e4llen rezykliert und zur Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden, da die Geruchswahrnehmung eines Produktes die Kaufentscheidung der Kunden stark beeinflusst. 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