{"id":26772,"date":"2023-07-13T15:31:14","date_gmt":"2023-07-13T13:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33275-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:31:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:31:15","slug":"33275-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33275-01\/","title":{"rendered":"EnergieSchule &#8211; Energieeinsparung in der Schule durch Ver\u00e4nderungen im Nutzerverhalten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Themen regenerative Energien, Energieeffizienz sowie Ressourceneffizienz sind in der schulischen Umweltbildungspraxis Polens bislang nicht in vergleichbarem Ma\u00dfe verankert, wie dies in der Bundesrepublik Deutschland der Fall ist. Ziel des beantragten Vorhabens ist es, \u00fcber geeignete Materialien, Experimente, Modelle und praktische Aktivit\u00e4ten einen Beitrag zur Implementierung des Themas Energie- und Ressourceneffizienz sowie regenerative Energien in elementarp\u00e4dagogischen und schulischen Einrichtungen der ostpolnischen Stadt Skierbieszow zu leisten und einen Einstieg in diese Thematik  den Sch\u00fclern, der Schulleitung sowie den Eltern zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben beabsichtigt, Themen wie Elektro-, W\u00e4rme-, regenerative Energie und Wassereinsparung in den schulischen Unterricht einzuf\u00fchren.  Hierbei wird gezielt auf erprobte Materialien aus DBU-gef\u00f6rderten Projekten in Deutschland zur\u00fcckgegriffen, wie beispielsweise \u0084Zimmerwetter\u0093. Das Zimmerwetter-Bildungsangebot ist ein Unterrichtskonzept des Regionalverbandes Umweltberatung Nord e. V., das sich in Hamburg erfolgreich bew\u00e4hrt hat. Ziel des Zimmerwetter-Unterrichtes ist es, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kompetent f\u00fcr klimafreundliches und gesundes Wohnen zu machen, Wohnungsschimmel zu vermeiden und ein energieschonendes Heiz- und L\u00fcftungsverhalten zu f\u00f6rdern. Die Bildungsans\u00e4tze und Materialien werden an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten methodisch-didaktisch angepasst und auf die polnischen Belange hin optimiert. Dar\u00fcber hinaus werden Schullehrer durch Dozenten des Natur- und Technikinstitutes aus Zamosc fachlich qualifiziert und ihr Wissen angepasst an jeweilige Kinderaltersgruppen im Unterrichtsfach Naturwissenschaft weitervermitteln.  Weiterhin sind Wettbewerbsformate vorgesehen, die auf eine k\u00fcnstlerische Bearbeitung der Thematik zielen und einschl\u00e4gige Bildungsexkursionen zu Best Praxis Beispielen. Weiterhin werden vier praxisbezogene Themenarbeitsgruppen gebildet die Checklisten, Energie- und Wassermessungen durchf\u00fchren sowie Berichte, Dokumentation, und Informationsmaterialien erstellen. Dar\u00fcber hinaus wird ein Photovoltaikmodul und eine kleine Windkraftanlage vor dem Schulgeb\u00e4ude f\u00fcr Anschauungszwecke und Demonstrationszwecke installiert,  energiesparende Leuchtmittel und wassersparende Sp\u00fclk\u00e4sten in den Sanit\u00e4ranlagen montiert, Stand-By-Situationen bei Elektroger\u00e4ten vermieden und eine optimierte Steuerung der Raumtemperatur realisiert. \u00dcber \u00f6ffentlichkeitswirksame Veranstaltungen werden die Projektergebnisse an eine interessierte \u00d6ffentlichkeit kommuniziert werden. Hierbei sollen explizit Eltern und auch andere p\u00e4dagogische Einrichtungen erreicht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Vorfeld des Projektes wurden die Lehrer zu den Themen: Energie-, Wassersparen und erneuerbare Energien von Experten geschult. Aufgabenbezogene Fach-Teams, bestehend aus einem Lehrer und zehn Sch\u00fclern aus den Klassen V-VI, wurden gegr\u00fcndet. Den einzelnen Teams wurden die Themen Wasser, elektrische Energie, W\u00e4rmeenergie und erneuerbare Energien zugeordnet. Das Schulgeb\u00e4ude wurde von den Teams unter dem Gesichtspunkt des Wasser-, Strom- und W\u00e4rmeverbrauches entsprechend inspiziert und die Nutzung von Wasser und Energie in der Schule bewertet. Die Sanit\u00e4ranlagen in der Schule wurden \u00fcberpr\u00fcft und Stellen gefunden, wo zu viel Wasser und Strom verbraucht wurde. Die Sch\u00fcler haben ferner unter der Leitung der Lehrer L\u00f6sungen erarbeitet, die eine Reduktion des Wasser- und Energieverbrauches sowohl in der Schule als auch zu Hause erm\u00f6glichen. Sie haben Kriterien f\u00fcr einen Austausch bzw. Einkauf von Materialien definiert, die zum Ziel einen sparsamen Umgang mit Strom, Wasser und W\u00e4rmeenergie haben. Vor dem Schulgeb\u00e4ude wurden ein Photovoltaikmodul und eine kleine Windanlage installiert, die didaktischen Zielen und der energiesparenden Au\u00dfenbeleuchtung dienen. Es wurden Fensterrolll\u00e4den, Thermometer, Strommessger\u00e4te, wassersparende Wasserh\u00e4hne und Sp\u00fclkasten in den Toiletten sowie energiesparende Gl\u00fchbirnen gekauft und installiert. Die Sch\u00fcler kontrollierten stets den Wasser-, Energieverbrauch sowie die Temperatur in den R\u00e4umen und fertigten Statistiken dar\u00fcber. Sie achteten auf die richtige L\u00fcftung der R\u00e4ume, schalteten unn\u00f6tige Beleuchtung und Stand-by Stellung bei Ger\u00e4ten aus, schlossen die Fensterrolll\u00e4den nach dem Unterricht und nutzten sparsam Wasser. Mittels Pr\u00e4sentationen, Faltbl\u00e4ttern, Werbeplakaten, Wandzeitungen und diversen Veranstaltungen wurden die Ergebnisse an ihre Mitsch\u00fcler sowie au\u00dferhalb der Schule weitervermittelt. Diese Gewohnheiten und die daraus resultierenden Beobachtungen nahmen sie mit nach Hause und vermittelten sie den Familienmitgliedern. Im Rahmen des Projektes sind dar\u00fcber hinaus drei Bildungsreisen zum Thema erneuerbare Energien und deren Nutzung durchgef\u00fchrt worden sowie zwei Tagesausfl\u00fcge zu den Themen Wasser, technische und naturnahe Abwasserbehandlung. \u00d6kologische Inhalte des Projektes wurden auch in den Pflichtf\u00e4chern wie Naturkunde, Kunst, polnische Sprache und in den Erziehungsstunden thematisiert. Die Umsetzung des Zimmerwetterunterrichts fand im Januar 2017 mit zwei Klassenstufen (V und VI) statt. Insgesamt nahmen an dem Unterricht 62 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler teil, die mit Lust am Forschen und Experimentieren das Zimmerwetter entdeckten. Durch eigene Beobachtungen haben die Kinder feststellen k\u00f6nnen, dass sich im Klassenraum warme und kalte sowie feuchte und trockene Stellen befinden. Die Zusammenh\u00e4nge zwischen Luftfeuchte und Temperatur sind von den Kindern selbst\u00e4ndig erkannt worden: Eine Form der \u00dcberpr\u00fcfung der Projekteffekte stellten Wissenswettbewerbe dar, an denen sich insgesamt 259 Teilnehmer beteiligt haben. Es wurden durchgef\u00fchrt: zwei Wissenswettbewerbe zu den Themen \u0084Umweltschutz beginnt in meinem Zuhause\u0093 und \u0084Meister der \u00d6kologie\u0093 sowie vier Kunstwettbewerbe zu den Themen: \u0084Wasser ist Leben\u0093, \u0084Wie sorge ich f\u00fcr meine Umwelt\u0093, \u0084Ich spare Wasser und Strom\u0093 und \u0084Ich sorge f\u00fcr Energie\u0093. Am Ende des Projektes wurde das Vorhaben evaluiert. Die durchgef\u00fchrte Umfrage bei Sch\u00fclern, Lehrern und Eltern ergab, dass die Zielsetzung des Projektes erreicht worden ist. Seine Durchf\u00fchrung hat sich ma\u00dfgeblich auf die \u00c4nderung der Gewohnheiten und des Verhaltens seiner Teilnehmer im Bereich des Energie- und Wassersparens ausgewirkt. Auf dem Schulgel\u00e4nde ist eine deutliche Tendenz zum sparsamen Umgang mit Energie und Wasser zu beobachten. Die am h\u00e4ufigsten beobachtete Beispiele der Sch\u00fclergewohnheiten sind: Licht nach dem Unterricht auszuschalten, Hinweise an j\u00fcngere Sch\u00fcler zum sparsamen Umgang mit Wasser in den Toiletten zu vermitteln, Temperaturen in den R\u00e4umen nicht zu hoch zu halten, L\u00fcften der Klassenr\u00e4ume in den Pausen. Diese und \u00e4hnliche Handlungen best\u00e4tigen, dass die im Projekt behandelten Themen zum Alltag der Sch\u00fcler geworden sind. Die Projektumsetzung hat der Schule messbare Vorteile gebracht, indem der Wasserverbrauch um ca. 30 %  und der Energieverbrauch um 25 % reduziert werden konnte. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Um f\u00fcr die Projektideen zu werben und zu verbreiten, wurden projektbezogene Internetseiten gef\u00fchrt sowie zwei \u00d6ko-Feste organisiert, an denen \u00fcber 1.000 Personen teilgenahmen. Auf Festen wurden die Projektergebnisse mittels Pr\u00e4sentationen rgestellt. Sie wurden u. a. an die eingeladenen Sch\u00fcler und Lehrer aus anderen Schulen weiter vermittelt. Dar\u00fcber hinaus fanden Elterntreffen statt, bei denen die Sch\u00fclerfachteams ihre medialen Pr\u00e4sentationen \u00fcber die bisher erfolgten Projektma\u00dfnahmen informierten. Ein \u0084gr\u00fcner Zug\u0093 wurde organisiert, bei dem gr\u00fcn verkleidete Sch\u00fcler der j\u00fcngeren Klassen f\u00fcr pro\u00f6kologischen Lebensstill mit umweltbezogenen Spr\u00fcchen geworben haben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Alle Teilnehmer des Projektes haben vielf\u00e4ltige Vorteile aus seiner Durchf\u00fchrung gewonnen. Das Projekt vermittelte nicht nur konkretes Wissen \u00fcber sehr aktuelle und notwendige Umweltschutzthemen und die globalen Bedrohungen, sondern \u00e4nderte nachhaltig die Verhaltensmuster, erforderte und unterst\u00fctzte die Zusammenarbeit, Integration, Erfindung neuer Arbeitsmethoden und Kooperation auf verschiedenen Ebenen. Die Durchf\u00fchrung des Projektes wirkt sich nachhaltig aus, denn seine Teilnehmer deklarieren ihre Fortsetzungsbereitschaft. Die Sch\u00fcler erkl\u00e4ren sich bereit, gewonnene Gewohnheiten zum Energie- und Wassersparen zu bewahren und weiterzuvermitteln. Die Lehrer empfehlen und bef\u00fcrworten die weitere Behandlung der Projektthemen im Unterricht sowie Organisation und Durchf\u00fchrung weiterer Umweltaktionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Themen regenerative Energien, Energieeffizienz sowie Ressourceneffizienz sind in der schulischen Umweltbildungspraxis Polens bislang nicht in vergleichbarem Ma\u00dfe verankert, wie dies in der Bundesrepublik Deutschland der Fall ist. 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