{"id":26717,"date":"2026-03-13T10:32:26","date_gmt":"2026-03-13T09:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33114-01\/"},"modified":"2026-03-13T10:32:28","modified_gmt":"2026-03-13T09:32:28","slug":"33114-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/33114-01\/","title":{"rendered":"&#8220;Expertennetzwerk Naturschutz Balkan&#8221; als Grundlage einer grenz\u00fcberschreitenden Umweltkommunikation in S\u00fcdost-Europa"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die L\u00e4nder S\u00fcd- und Mitteleuropas (SOE\/MOE) werden auch als das \u201egr\u00fcne\u201c und \u201eblaue Herz\u201c Europas bezeichnet. Neben strukturreichen, \u00fcber Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaften, existieren noch naturnahe Flussauen, unber\u00fchrte Gebirgslandschaften und jahrtausendealte Urw\u00e4lder. Viele bedrohte und z. T. endemische Tier- und Pflanzenarten haben hier wichtige R\u00fcckzugsgebiete. Diese beispielhaften Natursch\u00e4tze sind vielerorts in Gefahr, da der wirtschaftliche Fortschritt zahlreicher L\u00e4nder nicht auf nachhaltigen Entwicklungen beruht. Naturschutz kann nur erfolgreich sein, wenn er von breitem Konsens und gesellschaftlicher Akzeptanz getragen ist. Dies kann nur durch eine ausgiebige Bildungsarbeit erreicht werden, wobei sie in allen ihren Aspekten \u2013 Umweltbildung, Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (BNE), Vermittlung und Kommunikation \u2013 gest\u00e4rkt werden muss. Ziel des Projektes BalkaNatureNet ist es, den Naturschutz in der Zielregion SOE\/MOE durch die Initiierung eines transnationalen Expertennetzwerkes zu st\u00e4rken. Durch die Vernetzung lokaler Experten und einem Wissens- und Erfahrungstransfers, soll die grenz\u00fcberschreitende Umweltkommunikation gef\u00f6rdert werden.Dabei wurde auf bereits bestehende Kontakte zur\u00fcckgegriffen. In den vergangenen zehn Jahren wurde in drei, durch die DBU, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die Heidehof Stiftung und die Michael-Otto-Stiftung gef\u00f6rderten, Einzelprojekten (NatuRegio-Programme) insgesamt 77 Nachwuchsfachkr\u00e4fte aus den Bereichen Naturschutz und nachhaltige Regionalentwicklung fortgebildet. Die Alumni dieser Fortbildungsprogramme sind innerhalb der jeweiligen Jahrg\u00e4nge untereinander gut vernetzt. Insbesondere der fachliche Austausch mit Experten aus der Region wurde als besonderer Mehrwert der Fortbildung wahrgenommen. Jedoch fand keine jahrgangs\u00fcbergreifende Vernetzung der Alumni statt. Die Idee f\u00fcr ein Expertennetzwerk mit den NatuRegio-Alumni als Kerngruppe stammte von den Alumni selbst.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Gesamtvorhaben wurde in zwei Stufen umgesetzt. Die erste Projektstufe stellte eine umfangreiche Machbarkeitsstudie dar, um den Bedarf und die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das geplante Netzwerk zu ermitteln. Hierf\u00fcr wurden die NatuRegio-Alumni detailliert zu ihren Erfahrungen in und nach der NatuRegio-Teilnahme, ihrem Interesse an einem Expertennetzwerk und zu ihren Ideen und Vorstellungen f\u00fcr ein solches Netzwerk befragt. Die Ergebnisse der Befragung dienten als Grundlage f\u00fcr einen Expertenworkshop im September 2016. Hier wurden Organisationsstrukturen, Ziele und Vision f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Expertennetzwerk BalkaNatureNet diskutiert und grundlegende Entscheidungen f\u00fcr die Netzwerkentwicklung getroffen. Der Workshop endete in einem Aktionsplan, der die Basis f\u00fcr die sogenannte Start-up Phase der zweiten Projektstufe darstellte. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, um die grundlegenden Strukturen f\u00fcr das Netzwerk BalkaNatureNet zu entwickeln. Zentral war die Vorbereitung des ersten offiziellen Netzwerktreffens im April 2017 in Tirana, Albanien. Es galt zum einen, das Netzwerk vorzustellen und formal zu gr\u00fcnden sowie Mitglieder und Unterst\u00fctzer zu werben, und zum anderen fachlichen Austausch auf verschiedenen Ebenen zu erm\u00f6glichen. Gleichzeitig wurde in enger Abstimmung mit den lokalen Experten eine Internetpr\u00e4senz f\u00fcr BalkaNatureNet entwickelt. Sie ist das zentrale Kommunikationstool der Netzwerkaktivt\u00e4ten und beinhaltet sowohl eine \u00f6ffentliche Webseite, einen internen Mitgliederbereich als auch ein eigenes Kommunikationsportal. Im September 2017 ging die Webseite nach einer langen Testphase online. Dies wurde von \u00d6ffentlichkeitsarbeit in der Region begleitet. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie offenbarte eine breite Zustimmung zur geplanten Netzwerkentwicklung unter den NatuRegio-Alumni. Es nahmen fast zwei Drittel der Alumni teil und 52 gaben an, das Netzwerk aktiv unterst\u00fctzen zu wollen. Viele Ideen f\u00fcr die Ziele, Ausrichtung und Organisationsstruktur wurden genannt und darauf der Expertenworkshop aufgebaut. 22 Experten aus 9 L\u00e4ndern nahmen teil, unter ihnen auch externe Experten der Zielregion sowie Experten f\u00fcr Netzwerkentwicklung. Organisationsstrukturen, Ziele und Vision f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Expertennetzwerk BalkaNatureNet wurden diskutiert und grundlegende Entscheidungen f\u00fcr die Netzwerkentwicklung getroffen.<br \/>\nDer Workshop endete in einem Aktionsplan als Basis f\u00fcr die anschlie\u00dfende Start-up Phase in der zwei-ten Projektstufe. \u00dcber 20 lokale Experten arbeiteten ehrenamtlich an der Organisationsstruktur, der Kommunikationsstruktur, Mitgliedsmanagement sowie am Wissenstransfer. Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung des ersten offiziellen Netzwerktreffens \u201a BalkanatureNet Forum\u2018 in Tirana im April 2017. \u00dcber 60 Personen aus 13 L\u00e4ndern nahmen an dieser Gr\u00fcndungsveranstaltung teil. W\u00e4hrend dieser Ver-anstaltung bildete sich ein Managementteam aus \u00fcber 30 Personen, die zuk\u00fcnftig das Netzwerk leiten werden und es wurden 50 Mitgliedsantr\u00e4ge ausgef\u00fcllt.<br \/>\nGleichzeitig wurde in enger Abstimmung mit den lokalen Experten eine Internetpr\u00e4senz f\u00fcr BalkaNa-tureNet entwickelt. Sie ist Dreh- und Angelpunkt aller Netzwerkaktivt\u00e4ten und beinhaltet sowohl eine \u00f6ffentliche Webseite, einen internen Mitgliederbereich als auch ein eigenes Kommunikationsportal. Im September 2017 ging die Webseite nach einer langen Testphase online, begleitet  von \u00d6ffentlichkeitsarbeit in der Region.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Netzwerk BalkaNatureNet arbeitet zentral von der eigenen Internetpr\u00e4senz aus (www.balkanature.net). Hier wird auch auf die BalkaNatureNet Facebook-Seite verwiesen. Dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgt BalkaNatureNet \u00fcber eine Corporate Identity, die f\u00fcr alle \u00f6ffentlichkeitswirksamen Mitteilungen verwendet wird. Im Laufe des Projektes wurden sowohl in Deutschland als auch in der Region Pressemitteilungen herausgegeben und das neu gegr\u00fcndete Netzwerk bei Partnern und zentralen Naturschutzorganisationen in der Region publik gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>BalkaNatureNet ist als transnationales Expertennetzwerk f\u00fcr Naturschutz und Umweltbildung im Balkanraum erfolgreich gegr\u00fcndet. Es wurden Strukturen aufgebaut, um eine Koordination vor Ort zu erm\u00f6glichen, bisher erfolgt dies ehrenamtlich. Die enge Einbindung lokaler Experten in die Entwicklung eines solchen Netzwerkes von Beginn an hat sich als zielf\u00fchrend und identit\u00e4tsf\u00f6rdernd bew\u00e4hrt. Das geleistete ehrenamtliche Engagement und der Enthusiasmus aller Beteiligten best\u00e4tigen dies.<br \/>\nBalkaNatureNet wird nun von ca. 30 Experten vor Ort koordiniert und m\u00f6chte in Zukunft weiter wachsen und Aktivit\u00e4ten in der Region aufbauen. Wichtigstes Ziel ist es, das Netzwerk im ersten Jahr weiterzuentwickeln, Strukturen und Arbeitsweisen zu evaluieren und zu optimieren  sowie ein n\u00e4chstes Netzwerktreffen f\u00fcr Mitglieder und externe Experten in 2018 zu organisieren. Das gemeinsame Ziel, den Naturschutz in der Region voranzubringen, steht dabei im Fokus \u2013 getreu dem Motto:<br \/>\nBorders do not matter. Nature does.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die L\u00e4nder S\u00fcd- und Mitteleuropas (SOE\/MOE) werden auch als das \u201egr\u00fcne\u201c und \u201eblaue Herz\u201c Europas bezeichnet. Neben strukturreichen, \u00fcber Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaften, existieren noch naturnahe Flussauen, unber\u00fchrte Gebirgslandschaften und jahrtausendealte Urw\u00e4lder. Viele bedrohte und z. T. endemische Tier- und Pflanzenarten haben hier wichtige R\u00fcckzugsgebiete. 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