{"id":26509,"date":"2026-04-03T10:32:36","date_gmt":"2026-04-03T08:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/32208-01\/"},"modified":"2026-04-03T10:32:39","modified_gmt":"2026-04-03T08:32:39","slug":"32208-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/32208-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung und Inklusion \u2013 Entwicklung und Erprobung eines didaktischen Konzepts zu Schl\u00fcsselthemen der nachhaltigen Entwicklung f\u00fcr Schulen und au\u00dferschulische Bildungseinrichtungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektvorhabens ist es, anhand von konzipierten und erprobten Lernmodulen zum Thema \u201eUmweltprozesse verstehen\u201c aufzuzeigen, wie Schl\u00fcsselthemen der nachhaltigen Entwicklung in ein inklusives und heterogenes Bildungssystem implementiert werden k\u00f6nnen. Zur Umsetzung dieses Ziels werden vier praxistaugliche spiralcurriculare Lernmodule f\u00fcr Schulen und au\u00dferschulische Bildungseinrichtungen entwickelt:<br \/>\n(1) Kraftwerke der Natur,<br \/>\n(2) Sonne(n) mit Verstand,<br \/>\n(3) \u00d6kosystem Boden und<br \/>\n(4) Nachhaltiger Weinbau.<br \/>\nZu jedem Modul werden f\u00fcnf Lerneinheiten konzipiert und erprobt. Jeweils eine Lerneinheit f\u00fcr Kinder und Jugendliche des Kindergartens, der Grundschule, der Orientierungsstufe, der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II. Ausgew\u00e4hlte Module werden durch Modifikation auch Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen (Motorik, Wahrnehmung, Kognition) zug\u00e4nglich gemacht. Die spiralcurriculare Ausarbeitung der Lernmodule erm\u00f6glicht zuk\u00fcnftigen Generationen an Kindern und Jugendlichen eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit aktuellen Umweltproblemen und ausgew\u00e4hlten Nachhaltigkeitsthemen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Umsetzung des Projektvorhabens ist die Entwicklung von Methoden und Materialien erforderlich, welche nachhaltiges Denken und Handeln zusammenf\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Methoden weiterentwickelt werden, um Kinder und Jugendliche zu einer reflexiven Gestaltung ihrer Umwelt zu motivieren und zu bef\u00e4higen. Das Projektvorhaben orientiert sich methodisch an dem zyklischen Modell der partizipativen Aktionsforschung (Eilks &#038; Ralle 2002) und wird in mehreren Phasen evaluiert. Zu Beginn des Projektvorhabens erfolgt die inhaltliche Ausgestaltung der spiralcurricularen Lernmodule. Die Konzeption ist bewusst interdisziplin\u00e4r angelegt, da auch im schulischen Bereich alle F\u00e4cher Schl\u00fcs-selthemen der nachhaltigen Entwicklung vermitteln sollen. Auf der Landesgartenschau 2015 in Landau werden erste Lerneinheiten au\u00dferschulisch erprobt, der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt und qualit\u00e4tssichernd be-gleitet. Im Anschluss findet die \u00dcberarbeitung der Lerneinheiten \u2013unter Einbezug \u201einklusiver Ans\u00e4tze\u201c\u2013 und deren Transfer in Schulen und au\u00dferschulische Bildungseinrichtungen statt. Abschlie\u00dfend werden Handreichungen f\u00fcr P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen erstellt und die Projektergebnisse in Form von Publikationen, Fortbildungen, Fachtagungen und \u00f6ffentlichkeitswirksamen Ma\u00dfnahmen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als wichtigstes Produkt des Projektvorhabens entstehen praxistaugliche Handreichungen, die aufzeigen, wie Kinder und Jugendliche aller Altersstufen und Bildungsbereiche f\u00fcr das Thema \u201eUmweltprozesse verstehen\u201c begeistert werden k\u00f6nnen. Zielgruppe f\u00fcr die Handreichungen sind P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen aus dem deutschen Sprachraum. Diese Handreichungen, die innovative Materialien wie Medien, Modellexperimente, und Arbeitsbl\u00e4tter enthalten, sowie die zentralen Projektergebnisse werden \u00fcber eine Internetseite  dauerhaft  bereitgestellt.  Die  Lerneinheiten  zu  den  Modulen  (1)  Kraftwerke  der  Natur,  (2) Sonne(n) mit Verstand und (3) \u00d6kosystem Boden sind bewusst so ausgelegt, dass sie an nahezu jedem Ort durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Das Modul (4) Nachhaltiger Weinbau hat einen gro\u00dfen lokalen Bezug zum Projektstandort Landau\/Pfalz, kann aber auch in anderen Regionen authentisch eingesetzt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Lernmodule werden auf der Landesgartenschau 2015 in Landau \u00f6ffentlichkeitswirksam bekannt ge-macht. Im Sinne der partizipativen Aktionsforschung werden die am Projekt beteiligten Lehrkr\u00e4fte sowie Erzieherinnen undErziehern von Beginn an bei der Entwicklung und Umsetzung der Lerneinheiten syste-matisch einbezogen und fungieren so als Multiplikatoren, die in ihren Bildungseinrichtungen das innovative spiralcurriculare Konzept immer weiter verbreiten. Weitere P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen werden durch Vortr\u00e4ge \u00fcber das Projekt informiert. Das \u201eZentrum f\u00fcr Bildung und Forschung an Au\u00dferschulischen Lern-orten (ZentrAL)\u201c bietet regelm\u00e4\u00dfig Fortbildungen an, die auf Inhalte, Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekts aufbauen.Umdie Zielgruppe \u201eGesellschaft\u201c auf das Projektvorhaben aufmerksam zu machen, wird das Projekt \u00fcber eine eigene Homepage, Informationsbrosch\u00fcren (\u201eFlyer\u201c) sowie \u00fcber regionale und \u00fcberregionale Pressemeldungen und Radiobeitr\u00e4ge regelm\u00e4\u00dfig verbreitet. Am \u00f6ffentlichen \u201eTag der Umweltprozesse\u201c am Cam-pus Landau besteht die M\u00f6glichkeit, die inklusiven Lernmodule kennen zu lernen und zu erproben. Zur Kommunikation und Diskussion der Ergebnisse wird auf dem \u201eTag zur Nachhaltigkeit\u201c eine Podiumsdis-kussion mit Expertinnen und Experten durchgef\u00fchrt.Die Erkenntnisse und Curricula werden direkt in die Ausbildung von Lehramtsstudierenden integriert, die diese als weitere Multiplikatoren in ihre Unterrichtskonzepte einbeziehen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr wird eine fach-\u00fcbergreifende Lehrveranstaltung der F\u00e4cher Chemie, Biologie, Physik und Geografie generiert, bei der Studierende die Lernmodule an den au\u00dferschulischen Lernorten \u201eFreilandmobil\u201c und \u201eNawi-Werkstatt\u201c mit Kindern und Jugendlichen der Region weiterentwickeln.Der  f\u00fcr  die  professionelle  Entwicklung  des  Projekts  erforderliche  wissenschaftliche  Diskurs  wird  durch Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften sowie Vortrags- und Posterbeitr\u00e4gen auf nationalen und internationalen Fachtagungen gef\u00fchrt. Zum Abschluss der F\u00f6rderung ist geplant, eine wis-senschaftliche Tagung zum Projektthema an der Universit\u00e4t Koblenz-Landau durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Kinder und Jugendliche sind die Umweltakteure von morgen. Deshalb ist die Sensibilisierung dieser Ziel-gruppe f\u00fcr die inder Umwelt ablaufenden Prozesse und die damit verkn\u00fcpften Konsequenzen ihres Handelns von h\u00f6chster Bedeutung. Umweltgerechtes Handeln erfordert das Verst\u00e4ndnis und den Einsatz eines und einer jeden Einzelnen vor Ort. Das Projektvorhaben befasst sich dahermit der Frage, wie Schl\u00fcsselthemen der nachhaltigen Entwicklung in einem inklusiven und heterogenen Bildungssystem vermittelt und perspektivisch implementiert werden k\u00f6nnen. Hierbei gilt es vor allem passgenaue Methoden und Materialien, f\u00fcr das differenzierte Lernen in verschiedenen Ziel- und Altersgruppen, zu konzipieren, zu evaluieren und Wege aufzuzeigen, wie die Inhalte in Schulen und au\u00dferschulische Bildungseinrichtungen aufgenommen werden k\u00f6nnen. Das Konzept der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (BNE) liefert eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Entwicklung der Lernmodule. Gestaltungskompetenz als anzustrebende Schl\u00fcssel-kompetenz einer BNE umfasst einen wesentlichen Anteil sozialer Kompetenzen. Darin spiegelt sich die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit als eine der Leitideen des Nachhaltigkeitsansatzes wider. Diese Gerechtigkeitsperspektive verbindet den Nachhaltigkeitsansatz mit der Forderung nach einer inklusiven Gesellschaft und speziell nach einem inklusiven Bildungssystem. Eine Auswahl an Lernmodulen wird daher f\u00fcr inklusive Lerngruppen ausgearbeitet, um der immer weiter fortschreitenden Heterogenit\u00e4t in allen Schularten zu begegnen. Dies ist eine umfassende Aufgabe, zu deren Bew\u00e4ltigung die Entwicklung empirisch gest\u00fctzter Materialien und Methoden unabdingbar ist. Ein Ansatzpunkt zur Begegnung dieser Vielfalt besteht darin, f\u00fcr alle Kinder und Jugendlichen ad\u00e4quate Zug\u00e4nge zu Inhalten zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektvorhabens ist es, anhand von konzipierten und erprobten Lernmodulen zum Thema \u201eUmweltprozesse verstehen\u201c aufzuzeigen, wie Schl\u00fcsselthemen der nachhaltigen Entwicklung in ein inklusives und heterogenes Bildungssystem implementiert werden k\u00f6nnen. 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