{"id":26400,"date":"2025-06-25T10:32:41","date_gmt":"2025-06-25T08:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31809-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:42","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:42","slug":"31809-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31809-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Umweltbildungsprojekts ENEFF &#8211; Energieeffizienz und Blended Learning. Ein integrierter Bildungsansatz zum Erlernen der Energieeffizienz von Geb\u00e4uden f\u00fcr Sch\u00fcler der 8. bis 12. Klasse an weiterf\u00fchrenden Schulen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel ist es, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 8. bis 12. Klassen das Wissen dar\u00fcber zu vermitteln, wie ein Geb\u00e4ude der<br \/>\nZukunft aussehen muss, um eine m\u00f6glichst geringe Belastung f\u00fcr die Umwelt darzustellen. Durch die Besch\u00e4ftigung<br \/>\nmit dem Thema Energieeffizienz erfolgt eine Sensibilisierung der Jugendlichen, die sich mit den gewonnenen<br \/>\nErkenntnissen aktiv an der aktuellen Energiedebatte beteiligen k\u00f6nnen. Dadurch wird den teilnehmenden Sch\u00fclern<br \/>\ndas Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Zusammenhang von Energieverbrauch und Umweltbelastung \u00fcber den CO2-Aussto\u00df deutlich<br \/>\ngemacht. So kann mit diesem Projekt ein Beitrag zur Bildung des Umweltbewusstseins und eine Sensibilisierung<br \/>\ngegen\u00fcber Umweltbelastungen geleistet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAls Lernform wird das \u0084Blended Learning\u0093 (integriertes Lernen) gew\u00e4hlt. Dieses Konzept, welches das E-Learning in<br \/>\nklassische Formen der Didaktik und P\u00e4dagogik der Pr\u00e4senzschulung einbettet sowie praktische Interaktion<br \/>\nverlangende Anteile enth\u00e4lt, bietet eine deutlich h\u00f6here Vermittlungseffizienz als der klassische Frontalunterricht.<br \/>\nWissensbasis ist neben einem virtuellen Kurs im Internet, auf den die Sch\u00fcler zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, ein<br \/>\nEffizienzpraktikum vor Ort. Das Lernprogramm gliedert sich in einen theoretischen Teil, der auch als PDF-Dokument<br \/>\nheruntergeladen und ausgedruckt werden kann, und Kontrollfragen am Ende des jeweiligen Kapitels.<br \/>\nIm Effizienzpraktikum werden die Schulen vor Ort besucht oder kommen in das Labor der Hochschule. Der zeitliche<br \/>\nAufwand betr\u00e4gt ca. drei Stunden. Jede Sch\u00fclergruppe bearbeitet zwei bis drei Experimente und wertet die<br \/>\nErgebnisse aus. Im Rahmen eines Kurzvortrags werden die Ergebnisse den Mitsch\u00fclern vorgestellt. Insgesamt sind 12<br \/>\nVersuche vorhanden, die mit einfachsten Mitteln (Baumarktmaterialien, Elektronikversand etc.) die grundlegenden<br \/>\nEffekte deutlich machen. Die Versuche befassen sich mit den Themen Klimawandel, W\u00e4rmeleitung, Solarthermie,<br \/>\nW\u00e4rmed\u00e4mmung, energieeffiziente Beleuchtung, Mehrfachverglasung und Fotovoltaik und k\u00f6nnen von den<br \/>\nSch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mithilfe von Arbeitsunterlagen oder mit dem Tablet eigenst\u00e4ndig bearbeitet werden. In<br \/>\neinem Vortrag seitens der Hochschule werden den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Grundkenntnisse \u00fcber die<br \/>\nArbeitsweise einer Thermografiekamera vermittelt. Als Abschluss k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in einem<br \/>\nEnergiequiz ihr Wissen testen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Energieeffizienz und CO2-Einsparung gewinnen immer mehr an Bedeutung. Ressourcenknappheit, steigende<br \/>\nEnergiekosten und nicht zuletzt die zunehmende Umweltbelastung durch steigenden CO2-Aussto\u00df sind<br \/>\nSchwerpunkte, mit denen sich die Politik immer mehr besch\u00e4ftigt. Die Zukunft des Bauens und Sanierens l\u00e4uft<br \/>\nsowohl auf die Errichtung als auch die Sanierung aller Geb\u00e4ude als Passivh\u00e4user oder Plus-Energieh\u00e4user hinaus, um<br \/>\nden Bedarf an Energie f\u00fcr Beheizung, Warmwasser und Haushaltsstrom m\u00f6glichst gering zu halten. Diese<br \/>\nEntwicklung betrifft als zuk\u00fcnftige Bauherren auch die Jugendlichen von heute, weshalb eine fr\u00fchzeitige<br \/>\nBesch\u00e4ftigung und Wissensbildung zu diesem Thema das Gesp\u00fcr f\u00fcr die Voraussetzungen der Errichtung und<br \/>\nSanierung zukunftsf\u00e4higer Geb\u00e4ude f\u00f6rdern kann. Die Vermittlung von Gestaltungskompetenz weitet den Blick f\u00fcr<br \/>\nFragen der Generationengerechtigkeit und den Zusammenhang \u00f6kologischer, \u00f6konomischer und sozialer Aspekte.<br \/>\nProjektziel ist die breite Verankerung des Wissens \u00fcber Zukunftstechnologien und Klimaschutz sowie \u00fcber Konzepte<br \/>\nnachhaltiger Entwicklung in der schulischen Bildung. Durch diese Kenntnis kann energiesparendes Verhalten<br \/>\neinge\u00fcbt werden und Kosten f\u00fcr Strom und Heizung werden minimiert. Die Sch\u00fcler lernen Verbrauchs- und<br \/>\nProduktionsgewohnheiten kennen, die durch mehr Effizienz in der Produktion (geringerer Material- und<br \/>\nEnergieverbrauch) und Ver\u00e4nderung im Konsumverhalten in Hinblick auf Ressourcenverbrauch und<br \/>\nEnergieeinsparung zu einer Verringerung von Umweltbelastungen f\u00fchren. Im Sinne einer Bildung f\u00fcr nachhaltige<br \/>\nEntwicklung werden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in die Lage versetzt, aktuell sinnvolle Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nzu treffen und das eigene Tun zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\nDas Konzept des Energieeffizienzpraktikums hat sich in der Praxis als erfolgreich erwiesen. Der zeitliche Rahmen von<br \/>\ndrei Stunden mit Pause konnte in den schulischen Ablauf ohne gro\u00dfe St\u00f6rungen integriert werden. Im f\u00fcnfteiligen<br \/>\nAufbau bestehend aus Einf\u00fchrung \u0096 Bearbeitung der Experimente \u0096 kurze Reflexion \u0096 2. Runde Bearbeitung der<br \/>\nExperimente \u0096- Energiesparquiz konnte das Wissen ad\u00e4quat vermittelt werden und die Sch\u00fcler bew\u00e4ltigten das<br \/>\nArbeitspensum in der verf\u00fcgbaren Zeit. Die Umsetzung mit sechs Betreuern war sehr personalintensiv, daher<br \/>\nwurden die Arbeitsunterlagen auf eine Tabletversion umstrukturiert, sodass die Sch\u00fcler diese ohne gro\u00dfe<br \/>\nHilfestellung alleine bearbeiten k\u00f6nnen und nur maximal zwei Personen die Versuche begleiten. Zur Dokumentation<br \/>\nwurde eine Handreichung f\u00fcr Lehrer und Interessierte erstellt, die neben dem physikalischen Hintergrund und der<br \/>\nBeschreibung der Experimente auch eine Zusammenstellung zum Bezug und den Kosten der Materialien f\u00fcr die<br \/>\nExperimente enth\u00e4lt sowie die Arbeitsbl\u00e4tter mit L\u00f6sungen und die Tabletversionen in drei B\u00e4nden umfasst.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Umweltbildungsprojekt wurde auf Veranstaltungen innerhalb der Hochschule wie Girls\u0091 Day, Schnupperstudium,<br \/>\nFerienuni oder MINT-Veranstaltungen der Initiative Bayerischer Untermain seitens der Hochschule pr\u00e4sentiert.<br \/>\nMehrere Schulbesuche wurden von der Presse begleitet und in regionalen und \u00fcberregionalen Zeitungen gew\u00fcrdigt.<br \/>\nIn Hochschulorganen und Jahresberichten der Schulen konnte die Vernetzung von Hochschule und Schulen<br \/>\ndokumentiert werden. In Zusammenarbeit mit der Johannes-de-la-Salle-Schule in Aschaffenburg fertigten die<br \/>\nSch\u00fcler zwei Metallh\u00e4uschen an, die in die Versuche \u0084W\u00e4rmed\u00e4mmung\u0093 und \u0084W\u00e4rmeleitung\u0093 integriert wurden<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die geforderten vierzehn Schulbesuche in den drei Bundesl\u00e4ndern Bayern, Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg konnten<br \/>\ndurchgef\u00fchrt werden, dazu kamen vier Schulen zum Praktikum in die Hochschule. Ferner wurden in der Hochschule<br \/>\ndreizehn weitere Veranstaltungen wie Ferienuni, Girls\u0091 Day etc. angeboten. Insgesamt wurden 479 Sch\u00fcler beim<br \/>\nPraktikum begleitet. Das Bildungskonzept erwies sich als erfolgreich umsetzbar und kam in reduzierter Version mit<br \/>\nzwei Experimenten (Solarthermie und Photovoltaik) bei Hochschulveranstaltungen zum Einsatz. Alle Materialien der<br \/>\nVersuchsaufbauten k\u00f6nnen \u00fcber Baum\u00e4rkte oder Elektronikhandel bezogen werden, einige Einbauten wurden im<br \/>\nLabor aus Kleinbauteilen zusammengestellt. In der Handreichung f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte wurde eine Unterlage erstellt, auf<br \/>\nder das Projekt in den Schulen weiterverfolgt werden kann. Das Angebot der Versuche umfasst zw\u00f6lf Versuche,<br \/>\nsodass insgesamt acht Stationen aufgebaut werden k\u00f6nnen. Es hat sich herausgestellt, dass die Versuchsaufbauten<br \/>\nvor allem f\u00fcr die Jahrgangstufe 8 bis 9 aller Schularten sehr gut geeignet sind. Das Programm wird hochschulintern<br \/>\nweiter eingesetzt und kann von interessierten Schulen bei einem Vor-Ort-Besuch in der Hochschule weiter genutzt<br \/>\nwerden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel ist es, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der 8. bis 12. 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