{"id":26314,"date":"2023-07-13T15:29:59","date_gmt":"2023-07-13T13:29:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31540-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:59","slug":"31540-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31540-01\/","title":{"rendered":"Evaluierung und modellhafte Anwendung von harten UV-Strahlern zum Abbau von Althydrophobierungen auf Silikonbasis"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es wurden an vier Bauwerken Proben von dokumentierten Althydrophobien, die ca. 30 Jahre alt waren, bei Sanierungen entnommen, an uns \u00fcbergeben und im Labor mit mehreren Methoden die Art, der Zustand und die heutige Zusammensetzung der Althydrophobien untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Althydrophobierungen, die damaligen Produkte und die \u00dcberlagerung mit Umweltbelastungen bzw. die Abbaureaktionen mit der Umwelt weitaus komplexer waren als erwartet. Hierzu wurden viele chemische bis physikalische Ergebnisse erzielt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Problem war bisher, bis auf Bauwerksversuche der Reaktivierung der Wirksamkeit der Hydrophobie-rung (Wendler, u.a.), dies mit sehr wechselnden Resultaten, v\u00f6llig ungel\u00f6st (s.o.).<br \/>\nEs konnten die verschiedenen Reaktions-, Abbau- und Nebenprodukte von siliconhaltigen Hydrophobie-rungsmitteln exemplarisch nachgewiesen werden. Dabei kamen viele chemische Nachweisverfahren, zuerst in der Testphase und als Methodenvergleich, zum Einsatz. Einige haben sich bew\u00e4hrt und wurden f\u00fcr diese Aufgabenstellung kalibriert. Bei ca. 25-30 Jahre alten Hydrophobierungen waren die Silicone nicht mehr nachweisbar.<br \/>\nEs wurde als Nebeneffekt entdeckt, dass: 1. in der Vergangenheit bis heute st\u00e4ndig wechselnde Produk-te als Hydrophobierungsmittel eingesetzt wurden und 2. eine zus\u00e4tzliche 2. Hydrophobie durch Umwelt-schadstoffe bis hin zu Produkten von Mikroorganismen auftritt, die aber gezielt abnehmbar ist [4] und oft mit tats\u00e4chlichen \u0084Althydrophobien durch Silicone\u0093 in der Praxis verwechselt wurde.<br \/>\nDer Abbau der Hydrophobiewirkung auf photochemischem Weg durch UV-Strahler konnte durch Tast-versuche nachgewiesen werden, wobei jede Art von Quantifizierung und Auswahl der Strahler bisher fehlt. Dies erfolgte \u00fcber Wirknachweise: Wiederbenetzung m\u00f6glich bis Nachweis verringerten Konzentra-tionen von Siliconfragmenten. (Details werden oben in a-j dargelegt).<br \/>\nAls Nachweis f\u00fcr eine Unterscheidung wurde in (4) ein Testablauf vorgeschlagen. Der bisherige Test mit dem Tr\u00f6pfcheneindringen oder dem Karsten`schen Pr\u00fcfr\u00f6hrchen, beides Nachweise der Kapillaraktivit\u00e4t, sollten nur als erste Erfassung eingesetzt werden, dann muss eine differenzierte Analyse erfolgen.<br \/>\nEs ist geplant die Aktivit\u00e4ten in einem weiteren Forschungsprojekt fortzusetzen.<br \/>\nLiteratur: a. Bisheriger Kenntnisstand:<br \/>\n(1) Wendler, E., Sattler, L. (1988): Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit von Steinkonservierungen mit siliziumorganischen Stoffen.- Bautenschutz &#038; Bausanierung, Sonderausgabe (1989), Bausubstanzerhal-tung in d. Denkmalpflege, 2. Statusseminar des BMFT, Dez. 1988, Wuppertal, S. 70-75.<br \/>\n(2) Wendler, E., Klemm, D.D. &#038; Snethlage, R. (1991): Consolidation and Hydrophobic treatment of Natural Stone. In: Durability of Building Materials and Components, Proc. 5th Int.Conf. Brighton, 7.-9. Nov. 1990, Baker, J.M., Nixon, P.J., Majumdar, A.J., Davies, H. (eds.),Chapman and Hall, 203-212.<br \/>\n(3) Meinhardt-Degen, J., Snethlage, R. (2002): Alte Pinakothek in Munich and Schillingsf\u00fcrst Castle &#8211; Investigations of the effects of retreatment on consolidated as well as hydrophobed sandstone facades. In: R. Snethlage, J. Meinhardt-Degen, eds., Workshop DBU-Project: Evaluation of Protective Measures on Sandstone Buildings, 10.-12. Oct. 2002, pp. 27-38. Bay. Landesamt Denkmalpflege. M\u00fcnchen.<br \/>\nb. Neue Ans\u00e4tze, Publikationen:<br \/>\n(4) Grassegger, G., Dettmann, U., Wendler, E., Hartmann, E., Kieferle, A., N. Hommrichhausen und O. W\u00f6lbert (2017): Organische und anorganische Komponenten von Verschmutzungen an Bauwerksfas-saden, 1. Folgen f\u00fcr die Reinigungstechnik \u0096 2. Ursache f\u00fcr Hydrophobie. S. 35-44. In: G. Patitz, Grasseg-ger G. und O. W\u00f6lbert (2017) (Hrsg): Natursteinsanierung Stuttgart 2017 \u0084Neue Natursteinrestaurierungs-ergebnisse und messtechnische Erfassungen\u0093, 18. 19. M\u00e4rz 2017, Stuttgart, Fraunhofer IRB Verlag.<br \/>\n(4b): Eine journalistische Kurznotiz zu (4) ist in Restauro\u0093, Heft April 2017, erfolgt.<br \/>\n(5) Grassegger, G. &#038; Br\u00fcggerhoff, S. (2014): Chemische Analytik an gesch\u00e4digten und konservierten Natursteinen als Voruntersuchung. S. 41-52. In: Patitz, G., Grassegger, G. &#038; W\u00f6lbert, O. (Hrsg.) 2014: Natursteinbauwerke: Untersuchen &#8211; Bewerten &#8211; Instandsetzen. Arbeitsheft Nr. 29 LAD, B.-W., IRB-Fraunhofer und Theiss Verlag\/Stuttgart.<br \/>\n(6) Brook, Michael A. (2000): Silicon in organic, organometallic, and polymer chemistry. New York u.a., Verlag Wiley, USA.<br \/>\n(7) Blanksby, S. J.\/Ellison, G. B. (2003): Bond Dissociation Energies of Organic Molecules. In: Accounts of Chemical Research, 36 (4), 255-263.<br \/>\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<br \/>\nTeilergebnisse (4) wurden im Rahmen der Tagung Natursteinsanierung Stuttgart 2017 am 17. M\u00e4rz 2017 vorgestellt und im Fach-Tagungsband ver\u00f6ffentlicht (s.o.). Eine internationale Publikation (englischspra-chig) und eine Publikation in einem dt. Denkmalschutz-Periodika sind in Vorbereitung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse stehen der Praxis, Planern, zahlreichen Bauwerken und den Wissenschaftlern auf dem Gebiet zur Verf\u00fcgung. Die 2. Hydrophobie stellt eine erhebliche Umweltentlastung durch Abreinigung statt Austausch\/Nachhydrophobierung dar. Ein m\u00f6glicher (noch zu entwickelnder) mobiler UV-Abbau stellt durch geringes Verbrauchsmaterial, keine neuen Rohstoffe werden ben\u00f6tigt, das Original kann erhalten und kann ggf. von anderen Sch\u00e4den beh\u00fctet, \u0084konventionell\u0093 weiterbehandelt werden (z.B. M\u00f6rteleinsatz, Entsalzung, Schalenverklebung, Feuchtesanierungen etc.), einen technologischen Fortschritt und eine erhebliche Umweltentlastung dar.<br \/>\nDie sp\u00e4teren Anwender-Zielgruppen sind: Planer, Denkmaleigent\u00fcmer, Baubeh\u00f6rden, Landesdenkmal-\u00e4mter etc. Ausf\u00fchrende Personen w\u00e4ren vermutlich: Restauratoren und geschulte Bauhandwerker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es wurden an vier Bauwerken Proben von dokumentierten Althydrophobien, die ca. 30 Jahre alt waren, bei Sanierungen entnommen, an uns \u00fcbergeben und im Labor mit mehreren Methoden die Art, der Zustand und die heutige Zusammensetzung der Althydrophobien untersucht. 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