{"id":26260,"date":"2026-04-03T10:32:15","date_gmt":"2026-04-03T08:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31350-01\/"},"modified":"2026-04-03T10:32:18","modified_gmt":"2026-04-03T08:32:18","slug":"31350-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31350-01\/","title":{"rendered":"Zukunftsweisender Umgang mit der Geh\u00f6lzvegetation historischer G\u00e4rten in Zeiten des Klimawandels"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In diesem Forschungsprojekt werden mehrere Modellvorhaben zur Erhaltung, Revitalisierung und Neupflanzung von Geh\u00f6lzbest\u00e4nden in historischen G\u00e4rten unter dem Eindruck der zunehmenden, lokal spezifisch wirksamen Auswirkungen des Klimawandels erarbeitet und exemplarisch\u2010experimentell erprobt. Dar\u00fcber hinaus wird eine m\u00f6gliche \u00dcbertragung \u00f6kologisch fundierter Betrachtungsweisen der Vegetationsentwicklung unter dem Eindruck des Klimawandels auf die Zielvorstellungen der Gartendenkmalpflege gepr\u00fcft, ebenso wie Fragen betreffend des zu verwendenden Geh\u00f6lzmaterials aus wissenschaftlichem, wie gartendenkmalpflegerischem Blickwinkel er\u00f6rtert. Der Park von Sanssouci soll hierbei als zentrales Modellobjekt dienen. Weitere Parkanlagen der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten (SPSG) wie Babelsberg, der Neue Garten und Rheinsberg werden einbezogen, um einen Stadt-Land-Gradienten in den Untersuchungsergebnissen ber\u00fccksichtigen zu k\u00f6nnen. Die Projektarbeit wird eine interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit zwischen Gartendenkmalpflegern bzw. Gartendenkmalpflegerinnen und Wissenschaftlern bzw. Wissenschaftlerinnen erm\u00f6glichen. Den t\u00e4glich in den G\u00e4rten Arbeitenden sowie den Besuchern der Parkanlagen werden die Modellvorhaben und deren Ergebnisse qualifiziert vermittelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitspaket 1: Bedeutung \u00f6kosystemarer Forschung f\u00fcr den Umgang mit Parkgeh\u00f6lzen in Zeiten des Klimawandels<br \/>\n1.1. Auswirkungen des Klimawandels auf historische Parkanlagen.<br \/>\n1.2. Zuk\u00fcnftige Sch\u00e4dlingskalamit\u00e4ten und ihre Auswirkungen auf historische Parks.<br \/>\n1.3. Verj\u00fcngungskonzept nach Prinzipien der \u00d6kosystemforschung (Resilienz).<br \/>\n1.4. Vegetationsbilder nach den Prinzipien der \u00d6kosystemforschung.<br \/>\n1.5 Expertenrunde<\/p>\n<p>Arbeitspaket 2: Nachpflanzung von B\u00e4umen (Versuchspflanzungen)<br \/>\n2.1. Aufarbeitung historisch-g\u00e4rtnerischen Wissens.<br \/>\n2.2. Nachhaltige Bew\u00e4sserungsmethoden zur Neupflanzung von Geh\u00f6lzen.<br \/>\n2.3. Einfluss von Boden und Substratzus\u00e4tzen auf den Etablierungserfolg.<br \/>\n2.4 Erstellung von Schauanlagen: vergleichende Demonstrationspflanzungen in den Parks (Charlottenburg, Sanssouci, Rheinsberg)<\/p>\n<p>Arbeitspaket 3: Revitalisierung\/St\u00e4rkung des Altbaumbestandes<br \/>\n3.1 Aufarbeitung historisch-g\u00e4rtnerischen Wissens.<br \/>\n3.2. Ma\u00dfnahmen zur Revitalisierung.<br \/>\n3.3. Beispielhafte Ermittlung des Revitalisierungsbedarfs.<br \/>\n3.4. Umsetzung und konkrete Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Arbeitspaket 4: Auswahl des Pflanzmaterials f\u00fcr historische Parkanlagen in Zeiten des Klimawandels<br \/>\n4.1. Zukunftsf\u00e4hige Geh\u00f6lze in Zeiten des Klimawandels.<br \/>\n4.2. Herk\u00fcnfte der Pflanzware und ihre genetische Ausdifferenzierung.<br \/>\n4.3. Qualit\u00e4ten des Pflanzmaterials f\u00fcr erfolgreiche Nachpflanzungen.<br \/>\n4.4. Konzept f\u00fcr eine lokale Anzucht von Geh\u00f6lzen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Arbeitspaket 1: Bedeutung \u00f6kosystemarer Forschung f\u00fcr den Umgang mit Parkgeh\u00f6lzen in Zeiten des Klimawandels<br \/>\nEine Risikoanalyse auf Basis einer statistischen Auswertung der Geh\u00f6lzkataster (hot-spot Analyse) sowie eine vertiefende Risikoanalyse mittels einer jahrringanalytischen Vorgehensweise wurden vorgenommen. Die Ergebnisse der hot-spot Analyse sind in Form einer Publikation und eines Vortrages auf den Deutschen Baumpflegetagen in Augsburg 2017 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt sowie auf einer Pr\u00e4sentation in der Gartenabteilung der SPSG bekannt gemacht worden. Die begutachtete Publikation wurde im April im Jahrbuch der Baumpflege 2017 ver\u00f6ffentlicht und kann im Jahrbuch der Baumpflege 2017 eingesehen werden. Der Frage nach dem Auftreten und den m\u00f6glichen Auswirkungen von zuk\u00fcnftigen Sch\u00e4dlingskalamit\u00e4ten in historischen G\u00e4rten wurde im Expertenworkshop I \u201eSch\u00e4dlinge und Krankheiten an Geh\u00f6lzen historischer G\u00e4rten in Zeiten des Klimawandels\u201c, am Donnerstag, den 20.10.2016, an der TU Berlin sowie in den Arbeiten f\u00fcr das \u201eKapitel 6. Sch\u00e4dlinge und Krankheiten an Geh\u00f6lzen\u201c der Publikation \u201eGeh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; Transdisziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts\u201c nachgegangen.<\/p>\n<p>Arbeitspaket 2: Nachpflanzung von B\u00e4umen (Versuchspflanzungen)<br \/>\nBetr. Forschungsfrage 1: Die Arbeit mit den Originalzitaten aus den historischen Quellen zum Thema \u201ePflanzungen von Geh\u00f6lzen in historischen Parkanlagen\u201c wurde zur Erstellung des \u201e5. Kapitel: Wassermanagement und Bew\u00e4sserung\u201c der Projektpublikation herangezogen. Zwei zus\u00e4tzliche fachwissenschaftliche Artikel sind zur Einreichung vorgesehen.<br \/>\nBetr. Forschungsfrage 2: Das \u201eKapitel 5. Kapitel: Wassermanagement und Bew\u00e4sserung\u201c der Publikation \u201eGeh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; Transdiziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts\u201c wurde unter Auswertung des Expertenworkshops III \u201eWassermanagement und Bew\u00e4sserung in historischen G\u00e4rten in Zeiten des Klimawandels\u201c, am Donnerstag, den 2.3.2017 an der TU Berlin ebenso wie die Auswertung der Sammlung historischer Zitate zu diesem Thema erarbeitet. Diese Ergebnisse zum Thema nachhaltigen Wassermanagements bei Neupflanzungen erg\u00e4nzten die vorgenommene Literaturauswertung aktueller Forschungsliteratur zu diesem Thema.<br \/>\nBetr. Forschungsfrage 3:  Eine Darstellung der wichtigsten Ergebnisse des Pflanzversuchs f\u00fcr das Jahr 2016 und eine ausf\u00fchrliche Beschreibung der Methoden und des Materials findet sich im Handbuch \u201eGeh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; Transdiziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts\u201c. <\/p>\n<p>Als Fazit des Pflanzversuches kann benannt werden, dass grundlegend die im ersten Jahr nach der Pflanzung gegebene Bew\u00e4sserung f\u00fcr eine rasche Feinwurzelbildung, die Etablierung und letztlich das \u00dcberleben, als prim\u00e4r festzustellen ist. F\u00fcr Hainbuche und Linde zeigten sich signifikante Unterschiede im Zuwachsverhalten zwischen den Substratvarianten im zweiten Standjahr. Auf der Substratvariante \u201eBodenkunde\u201c wurden die h\u00f6chsten Raten des Durchmesser- und H\u00f6henzuwachses erzielt \u2013 auf der Substratvariante \u201eZeoplant\u201c die niedrigsten. Die bisherigen Ergebnisse f\u00fcr die Parameter Wasserdefizit und Chlorophyll-Fluoreszenz lassen noch keine gesicherte Aussage zu. Dennoch kann eine Tendenz zu geringeren Defiziten und Stresslevel f\u00fcr die Substratvariante \u201eBodenkunde\u201c abgeleitet werden.<\/p>\n<p>Betr. Forschungsfrage 4: Zwei Modellversuchsanlagen wurden realisiert:<br \/>\n1. Pflanzversuch: Im Bereich der G\u00e4rtnerei des Neuen Gartens Potsdam der Versuch zur Neupflanzung von Geh\u00f6lzen unter Verwendung verschiedener Substratzus\u00e4tze<br \/>\nund<br \/>\n2. Revitalisierungsversuch: im Parterrebereich des Schlossgartens Berlin-Charlottenburg ein Versuch zur Bodeninjektion verschiedener Substrate. <\/p>\n<p>Arbeitspaket 3: Revitalisierung\/St\u00e4rkung des Altbaumbestandes<br \/>\nBetr. Fragestellung 1: Die Sammlung an Originalzitaten zeigte, dass es kaum historische Berichte in den untersuchten Quelldaten zur Frage der Revitalisierung von Altb\u00e4umen gibt. Schnittma\u00dfnahmen in Baumkronen, die bis hin zu einer Kappung der gesamten Krone reichen k\u00f6nnen, wurden historisch als Revitalisierungsma\u00dfnahme diskutiert (Allee zu Herrenhausen). Sie sind bis heute gleicherma\u00dfen in Vorschlag und Diskussion befindlich, wenngleich der Leitsatz \u201eKappung ist ein Tod auf Raten\u201c (Interviewserie mit den Garten-Fachbereichsleitenden der SPSG, Schmidt-Wiegand, 2016-2017) sich in der Praxis der Gartendenkmalpflege weitgehend etabliert und durchgesetzt hat.<br \/>\nBetr. Fragestellung 2 und 3: Eine Bearbeitung dieser Fragen fand mit Hilfe einer Literaturrecherche statt. Die Ergebnisse dieser Recherche sind im \u201e4. Kapitel: Revitalisierung von Geh\u00f6lzbest\u00e4nden\u201c des Buches \u201eGeh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; Transdiziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts\u201c eingeflossen.<br \/>\nBetr. Fragestellung 4: Die konkrete Ma\u00dfnahme wurde im Modellversuch 2. zur Vitalit\u00e4tssteigerung (Substratversuch\/ Bodeninjektionsversuch) vorgenommen. <\/p>\n<p>Als Fazit zum Revitalisierungsversuch ist zu nennen, dass im ersten Jahr nach der Pflanzung nach der Bodeninjektion keine Durchmesserzuw\u00e4chse zu beobachten waren und im zweiten Jahr nur minimale Umfang\u00e4nderungen, die sich als Radialzuwachs interpretieren lassen, geschahen. Im zweiten Jahr zeigten sich deutliche Unterschiede im Quellungs- und Schrumpfungsverhalten mit einer geringeren Auspr\u00e4gung und Dauer der Wasserdefizite f\u00fcr die Substratvariante \u201ePalaterra\u201c. Die bisherigen Ergebnisse f\u00fcr die Chlorophyll-Fluoreszenz lassen ein geringes Stresslevel f\u00fcr die injizierten Substrate im Vergleich zu der \u201eNullvariante\u201c (d.h. ohne Substratzusatz) erkennen. Allerdings ergeben sich kaum statistische Unterschiede. Eine Bodeninjektion zur Revitalisierung ist f\u00fcr einzelne, wichtige B\u00e4ume zur Verbesserung der Stresssituation und des Wasserhaushaltes bei angespannter Wasserversorgung als sinnvoll zu erachten. Hierzu m\u00fcssen jedoch weitere Versuche zur gezielten Wahl des Bodensubstrates durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Arbeitspaket 4: Auswahl des Pflanzmaterials f\u00fcr historische Parkanlagen in Zeiten des Klimawandels<br \/>\n4.1. Zukunftsf\u00e4hige Geh\u00f6lze in Zeiten des Klimawandels.<br \/>\n4.2. Herk\u00fcnfte der Pflanzware und ihre genetische Ausdifferenzierung.<br \/>\n4.3. Qualit\u00e4ten des Pflanzmaterials f\u00fcr erfolgreiche Nachpflanzungen.<br \/>\n4.4. Konzept f\u00fcr eine lokale Anzucht von Geh\u00f6lzen<\/p>\n<p>Die Expertenworkshops III und IV zu den Themen \u201eWasser und Wassermanagement in historischen G\u00e4rten in Zeiten des Klimawandels\u201c und \u201eLokale Anzucht von Geh\u00f6lzen\u201c lieferten gute Ergebnisse zu gestelletn ersten drei Forschungsfragen, die inhaltlich aufgearbeitet wurden und in das Buch \u201eGeh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; Transdiziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts\u201c eingeflossen sind. \u00dcbergreifend in alle Kapitel ist das Thema \u201eZukunftsf\u00e4hige Geh\u00f6lze\u201c eingegangen. Das \u201e7. Kapitel: Lokale Anzucht von Geh\u00f6lzen\u201c diskutiert die Bedingungen und \u00dcberlegungen zu einem Konzeptansatz f\u00fcr die lokale Anzucht von Geh\u00f6lzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Buch \u201eK\u00fchn, N.; Gillner, S.; Schmidt-Wiegand, A. (2017): Geh\u00f6lze in historischen G\u00e4rten im Klimawandel &#8211; transdisziplin\u00e4re Ans\u00e4tze zur Erhaltung eines Kulturguts. Universit\u00e4tsverlag der TU Berlin, Berlin\u201c (ISBN: 978-3-7983-2959-1 sowie Repositorium der TU Berlin https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/handle\/11303\/6574) wurde am 30.11.2017 als Projektpublikation auf einer Pressekonferenz im Schloss Glienicke, Berlin-Wannsee, der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/p>\n<p>Webseite \u2013 der Webauftritt zur Projektvorstellung wird unter der Adresse www.gehoelze-im-klimawandel.projekte.tu-berlin.de erreichbar sein. Die Fertigstellung ist f\u00fcr Mitte M\u00e4rz 2018 vorgesehen.<\/p>\n<p>Eine Informationstafel im Schlossgarten Charlottenburg wurde aufgestellt, um direkt am Standort des \u201eModellversuchs zur Revitalisierung von Altgeh\u00f6lzbest\u00e4nden\u201c die Gartenbesucher und -besucherinnen zum Geschehen zu informieren und \u00fcber den Sinn und Zweck der angebrachten Mess-instrumente (Dendrometer) aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Posterpr\u00e4sentation auf der 39. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 im World Conference Center in Bonn\/Deutschland.<\/p>\n<p>Projektvorstellung (Vortrag) auf der GalaBauMesse in N\u00fcrnberg, Forum der Zeitschrift Garten + Landschaft zum Thema \u201eHistorische G\u00e4rten im Klimawandel\u201c.<\/p>\n<p>Artikel und Pr\u00e4sentation &#8211; aus Anlass einer Einladung wurde das Projekt in einer Pr\u00e4sentation auf den Deutschen Baumpflegetagen in Augsburg 2017 vorgestellt. Im April erfolgte die Publikation des erarbeiteten wissenschaftlichen Artikels im begleitenden \u201eJahrbuch der Baumpflege 2017\u201c.<\/p>\n<p>Das Projekt und einige der Ergebnisse wurden am 13.12.2017 auf der erstmalig gemeinsam stattfindenden internationalen Jahrestagung der British Ecological Society, der Nederlands-Vlaamse Verenigung voor Ecologie und der Gesellschaft f\u00fcr \u00d6kologie in Gent\/Belgien mit einer Posterpr\u00e4sentation und zudem einer short speech einem internationalen Publikum vorgestellt.<br \/>\nDie der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4ngliche und vorab bekannt gemachte Projekt-Abschlussveranstaltung \u201eZukunftsweisender Umgang mit der Geh\u00f6lzvegetation historischer G\u00e4rten in Zeiten des Klimawandels\u201c fand am 01.12.2017 im Kavalierfl\u00fcgel des Schlosses Glienicke, Berlin-Wannsee, statt.<br \/>\nAu\u00dferdem wurden Herr Gillner und Frau Schmidt-Wiegand im GartenForum Glienicke am Mittwoch, den 31.01.2018 zur \u201eWEITERBILDUNG \u2013 PFLANZENSCHUTZ F\u00dcR ANWENDER\u201c zur Pr\u00e4sentation wesentlicher Projektergebnisse eingeladen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aus den Projektergebnissen l\u00e4sst sich insgesamt schlussfolgern, dass die Bedeutung \u00f6kosystemarer Forschung f\u00fcr den Umgang mit Parkgeh\u00f6lzen in Zeiten des Klimawandels einen wichtigen Beitrag zur Erarbeitung zuk\u00fcnftiger Pflegestrategien leisten kann. So sollte begonnene Forschung weitergef\u00fchrt werden, um aussagekr\u00e4ftige Datenreihen zu erzielen. F\u00fcr Fragestellungen im Bereich der Nachpflanzung von B\u00e4umen ist die \u00fcbergro\u00dfe Bedeutung der regelm\u00e4\u00dfigen Bew\u00e4ssrung im ersten Jahr nach der Pflanzung herauszustellen und die sich andeutenden positiven Tendenzen in der Anwendung von Pflanzsubstraten. Aufgrund der f\u00fcr die Erzielung belastbarer Daten notwendigen l\u00e4ngeren Datenaufnahmezeitr\u00e4ume ist eine Weiterf\u00fchrung der Datenaufnahme als wichtig herauszustellen. F\u00fcr den Bereich der Revitalisierung bzw. St\u00e4rkung von Altbaumbest\u00e4nden zeigte der Bodeninjektionsversuch positive Tendenzen. Eine weitere Datenaufnahme und \u2013auswertung wird jedoch auch hier erst belastbare Ergebnisse liefern. F\u00fcr die Frage der Auswahl von Pflanzmaterial f\u00fcr historische Parkanlagen in Zeiten des Klimawandels lassen die Projektergebnisse die Wichtigkeit des Kriteriums der Vitalit\u00e4t von Geh\u00f6lzen in den Vordergrund treten. So sollte unbedingt auf gesundes Pflanzmaterial geachtet werden ebenso wie auf einen standortgerechten Einsatz. Ma\u00dfnahmen zur Vitalit\u00e4sf\u00f6rderung w\u00e4hrend des Wachstums erscheinen f\u00fcr alle Baumaltersklassen sehr sinnvoll um insbesondere einem Befall durch Sch\u00e4dlinge und Krankheiten vorzubeugen. Pflanzen, die Trockenperioden \u00fcberstehen k\u00f6nnen, sind im Vorteil, ebenso wie Pflanzen, deren Anzuchtbedingungen \u00c4hnlichkeit mit dem sp\u00e4teren Standort aufweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In diesem Forschungsprojekt werden mehrere Modellvorhaben zur Erhaltung, Revitalisierung und Neupflanzung von Geh\u00f6lzbest\u00e4nden in historischen G\u00e4rten unter dem Eindruck der zunehmenden, lokal spezifisch wirksamen Auswirkungen des Klimawandels erarbeitet und exemplarisch\u2010experimentell erprobt. 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