{"id":26230,"date":"2023-07-14T10:36:29","date_gmt":"2023-07-14T08:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31240-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:36:30","modified_gmt":"2023-07-14T08:36:30","slug":"31240-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31240-01\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeitslotsen in Schule Peergroup und Familie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Basis des Projektes ist eine handlungs- und erlebnisorientierte Umweltbildung, die speziell f\u00fcr die Ziel-gruppe der gro\u00dfst\u00e4dtisch sozialisierten Jugendlichen aus prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen durch Gruppenerlebnisse und die Erweiterung von Erfahrungswelten, vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze f\u00fcr eine erfolgreiche Kompetenz- und Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung bietet. Zielstellungen des Projektes sind: 1) auf der Sch\u00fclerebene eine Wissensvermittlung, welche die Jugendlichen in die Lage versetzt, in konkreten Handlungsr\u00e4umen (Schule\/Sch\u00fclerfirma \u0096 weiterf\u00fchrend auch Familie, Freunde etc.) als Nachhaltigkeitslotse wirksam zu werden. Und 2) die Sensibilisierung schulischer Gremien, Entscheidungstr\u00e4ger und handelnden Personen f\u00fcr Partizipationsm\u00f6glichkeiten und kooperative Gestaltungsaktivit\u00e4ten in Fragen der Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wird in acht Schritten umgesetzt:<br \/>\n1. Information und Beratung: Informationen sowie die Schaffung eines &#8220;Unterst\u00fctzernetzwerkes&#8221; f\u00fcr die Jugendlichen Nachhaltigkeitslotsen.<br \/>\n2. Workshops zur Qualifizierung der Nachhaltigkeitslotsen: Jugendliche aus sozial benachteiligten Milieus k\u00f6nnen sich als &#8220;Nachhaltigkeitslotse\u0093 ausbilden zu lassen. Im ersten Projektjahr werden 40 Jugendliche aus ca. 10 Schulen im Berliner Raum ausgew\u00e4hlt und erhalten eine Schulung zu Hintergr\u00fcnden und der praktischen Umsetzung eines nachhaltigen Lebensstils. Schwerpunkte sind dabei die Bereiche &#8220;Ern\u00e4hrung\u0093, &#8220;Energiesparen\u0093 und &#8220;Lebensf\u00fchrung\u0093.<br \/>\n3.Besuch anderer, \u0084vorbildlicher\u0093 Schulen<br \/>\n4. Nachhaltigkeitscheck in den Schulen &#8211; Mit Checklisten und der erworbenen Motivation sowie dem  Wissen aus den Workshops haben die Nachhaltigkeitslotsen die Aufgabe, ihre Erfahrungen in die Breite zu tragen. Sie f\u00fchren in einem von ihnen gew\u00e4hlten Bereich einen &#8220;Nachhaltigkeitscheck&#8221; durch (z.B. Sch\u00fclerverpflegung oder Energieverbrauch&#8230;)<br \/>\n5. Entwicklung konkreter Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten &#8211; Auf der Grundlage der Ergebnisse des Nachhaltigkeitschecks erarbeiten die Jugendlichen im dritten Workshop, in einer Zukunftswerkstatt konkrete Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten f\u00fcr ihre Schule. Dabei werden sie beraten und unterst\u00fctzt.<br \/>\n6 und 7. Die Ergebnisse ihrer Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4t pr\u00e4sentieren die Jugendlichen sowohl in ihrer Schule, als auch bei einem Wettbewerb. Die erfolgreichsten Aktivit\u00e4ten werden ausgezeichnet und erhalten Preise.<br \/>\n8. Zum Projektende geben die Jugendlichen bei einem Seminar ihre Erkenntnisse an nachfolgende Lotsenteams ihrer Schule weiter. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der gesamten Laufzeit sind im Projekt 66 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als Nachhaltigkeitslotsen ausgebil-det worden. Durch Personalwechsel und Schulzusammenlegungen konnten jedoch nicht alle Lotsen im Projekt gehalten werden. Dennoch liegt die tats\u00e4chliche Teilnehmerzahl stetig bei 44-55 Jugendlichen.  Bisher wurden im Projekt thematische Informationsveranstaltung und daran ankn\u00fcpfende Seminarwochen zur Nachhaltigkeitslotsenausbildung (M\u00e4rz 2014, Juni 2014, November 2014, Juli 2015) durchgef\u00fchrt. Dies  erm\u00f6glichte eine sch\u00fclergerechte und handlungsorientierte thematische Einf\u00fchrung und einen transparenten Zugang zu den vielseitigen Wirkungsm\u00f6glichkeiten. F\u00fcr die Teilnehmer erwies es sich dabei als besonders wichtig und sinnstiftend, dass der abstrakte Nachhaltigkeitsbegriff durch aktives Mitmach-Lernen und neue Erfahrungswelten in konkrete Motive und Handlungsfelder \u0084\u00fcbersetzt\u0093 wurde. Zur Verwirklichung und Anwendung des erworbenen Wissens in schulischen und famili\u00e4ren Kontexten wurde im weiteren Projektfortschritt die Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsvorhaben gef\u00f6rdert. Daf\u00fcr wurden die Teilnehmerschulen besucht, die schulischen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten mit den Lotsen er\u00f6rtert und Umsetzungsvorhaben fachlich begleitet und unterst\u00fctzt. Ein weiterer f\u00fcnft\u00e4giger Workshop (\u0084Weiterbildungscamp\u0093 im Juni 2015) gab nach zweij\u00e4hriger Projektlaufzeit den Lotsen die M\u00f6glichkeit, ihr Nachhaltigkeitswissen aufzufrischen und zu vertiefen. Um die Projekte durch au\u00dferschulische Perspektiven anzureichern, wurden thematische Exkursionen organisiert und die Lotsen auf dem Weg zum Pr\u00e4sentationswettbewerb (M\u00e4rz 2016) begleitet und unterst\u00fctzt. Mit den Pr\u00e4sentationen der schulischen Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten im Rahmen des Wettbewerbs wurde nicht nur deutlich, dass an den Schulen inzwischen fachlich gute und aufwendige Projekte gestartet und auf breiter Basis umgesetzt wurden. Es zeigt sich auch immer mehr, dass die Jugendlichen gerade im Bereich der sozialen und kommunikativen Kompetenzen in gro\u00dfem Ma\u00dfe von den Aktivit\u00e4ten profitieren. Mit den im Mai, Juni und Juli 2016 durchgef\u00fchrten Gewinnerworkshops konnten viele der schulischen Nachhaltigkeitsthemen noch einmal vertieft oder neue Bet\u00e4tigungsfelder erschlossen werden, um die Aktivit\u00e4ten noch breiter aufzustellen. Bei allen Projektschulen sind demnach deutliche Bestrebungen erkennbar, dass die Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten auch nach dem Projektende fortgesetzt werden bzw. diese inzwischen einen festen Teil der Schulidentit\u00e4t ausmachen. Durch die Investition der ausgesch\u00fctteten Preisgelder k\u00f6nnen die geschaffenen Strukturen nun noch weiter gefestigt und die Qualit\u00e4t der Arbeit an den Schulen zus\u00e4tzlich erh\u00f6ht werden. Gleichzeitig gibt es bereits jetzt Tendenzen, dass an vielen Schulen die Lotsenverantwortung auf Nachfolger \u00fcbertragen wird oder die Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten durch eine Verankerung in Sch\u00fclerfirmen inzwischen klassen\u00fcbergreifende Relevanz erlangt haben anstatt lediglich durch das Lotsenteam getragen zu werden. Die Ergebnisse, das Feedback der Schulen, sowie die Akzeptanz der Nachhaltigkeitsorientierung in den Schulgemeinschaften zeigen deutlich, dass ein Gro\u00dfteil der Projektziele erreicht wurde. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Zuge der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und zur Information von interessierten Schulen (Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fcler\/Sch\u00fclerinnen und auch Eltern) wurde ein Projektflyer erstellt. Des Weiteren wird auf der Webseite (www.asig-berlin.de\/nachhaltigkeitslotsen) zu den Projektschritten und -phasen informiert. Informationen zu Exkursionen und Aktivit\u00e4ten werden auf der zentralen News-Seite der ASIG-Stiftung eingestellt. Eine entsprechende Facebook-Gruppe als interaktives Forum f\u00fcr Fragen und Informationen ist eingerichtet.<br \/>\nIm Rahmen des \u0084Weiterbildungscamps\u0093 entstanden auch zwei Filmbeitr\u00e4ge einer Teilnehmerschule zu ihrem Nachhaltigkeitsthema \u0084M\u00fcllvermeidung \u0096 nachhaltiger Materialverbrauch\u0093. Diese wurden ebenfalls  auf der Webseite ver\u00f6ffentlicht. Eine Pr\u00e4sentation des Projektes erfolgte u.a. auf der DIDACTA 2015, zum ASIG-Schulwettbewerb (Juli 2015 in der Hauptstadtrepr\u00e4sentanz der Deutschen Bank) und der ASIG-Kuratoriumssitzung (September 2015 im Reichstag). Dabei wurden Kooperationspartner, Multiplikatoren, Schulleiter, Elternvertreter, Vertreter der Wirtschaftsverb\u00e4nde und Vertreter der Bildungspolitik zu den Projektentwicklungen informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt konnte mit einer etwa drei-monatigen Anlauf- und Vorbereitungsphase (Organisation, Teilneh-merakquise) und der Durchf\u00fchrung der ersten Ausbildungsschritte im Sinne der Projektplanungen realisiert werden. Die Nachhaltigkeitslotsen wurden in f\u00fcnft\u00e4gigen Seminarwochen im IBZ St. Marienthal mit den Schwerpunkten \u0084Ern\u00e4hrung\u0093, \u0084Energiesparen\u0093 und \u0084Lebensf\u00fchrung\u0093 ausgebildet und sind fortan an Schulen aktiv. Im Zuge von Schulbesuchen und Beratungstagen wurde vor Ort Unterst\u00fctzung zum Aufbau der Pro-jekte und Einbindung der Schulgemeinschaft geleistet.<br \/>\nMit der Durchf\u00fchrung des Wettbewerbs der besten Nachhaltigkeitsprojekte wurden die Ergebnisse der schulischen Aktivit\u00e4ten der vergangenen Projektjahre vorgestellt und ausgezeichnet. Insgesamt wurden 9.000 EUR an Preisgeldern an die Teilnehmerschulen und Lotsenteams ausgesch\u00fcttet. Das Geld wurde f\u00fcr weitere Nachhaltigkeitsvorhaben oder zur qualitativen Verbesserung aktueller Initiativen genutzt. Mit der \u00dcbergabe der Nachhaltigkeitsaktivit\u00e4ten an nachfolgende Lotsenteams und der Verstetigung geschaffener Prozesse und Strukturen wurde das Projekt am 31.12.2016 erfolgreich abgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Basis des Projektes ist eine handlungs- und erlebnisorientierte Umweltbildung, die speziell f\u00fcr die Ziel-gruppe der gro\u00dfst\u00e4dtisch sozialisierten Jugendlichen aus prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen durch Gruppenerlebnisse und die Erweiterung von Erfahrungswelten, vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze f\u00fcr eine erfolgreiche Kompetenz- und Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung bietet. 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