{"id":26184,"date":"2026-04-03T10:32:15","date_gmt":"2026-04-03T08:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31091-01\/"},"modified":"2026-04-03T10:32:16","modified_gmt":"2026-04-03T08:32:16","slug":"31091-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31091-01\/","title":{"rendered":"Kindertagesst\u00e4tten und Energiewende &#8211; Entwicklung modellhafter Bildungspraxis, Mitarbeiterqualifizierung und kommunale Einbindung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Eine der gro\u00dfen Zukunftsaufgaben, die gegenw\u00e4rtig angegangen werden m\u00fcssen, ist die Energiewende. Kommunen sind mit ihrer Aufgabe der Daseinsvorsorge einer der Hauptakteure. Bildungseinrichtungen k\u00f6nnen als Teil des Gemeinwesens dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie erschlie\u00dfen Kindern und Jugendlichen zentrale Zukunftsfragen und haben zugleich als \u00f6ffentliche Einrichtung Vorbildcharakter hinsichtlich ihres Wirtschaftens. Durch eine Orientierung am Konzept Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung l\u00e4sst sich das Potential einer Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Kommune \u2013 hier am Beispiel von Kindertagesst\u00e4tten (Kitas) \u2013 f\u00fcr die Energiewende aufzeigen und entwickeln. Indem Energie als Bildungsthema und Erfahrungsfeld im Alltag einer Kita aufgegriffen und mit den kommunalen Aufgaben verkn\u00fcpft wird, wird auch den beteiligten Erwachsenen ein Umdenken und Neudenken erm\u00f6glicht. Das Modellprojekt hatte die Aufgabe, Verfahren, Konzepte und Materialien zu entwickeln und zu erschlie\u00dfen, die bei Kindern, Kita-MitarbeiterInnen als Multiplkatoren, Eltern und kommunalen Akteuren zu einem verst\u00e4rkten Nachhaltigkeitsbewusstsein als auch zu materiellen Beitr\u00e4gen zur Energiewende f\u00fchren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBeteiligt an dem Projekt waren in Norddeutschland und in Bayern jeweils 5 Kommunen und darin jeweils eine Kita, in denen exemplarisch das Potential einer Zusammenarbeit aufgezeigt und entwickelt wurde. Dazu wurde das vorhandene Wissen \u00fcber Energie und die Erfahrungen und Zug\u00e4nge zu Energiefragen von Kindern, ErzieherInnen und  Eltern erhoben. Zugleich wurden Energiepolitik und Ma\u00dfnahmen zur Energiewende auf kommunaler Ebene analysiert und mit einschl\u00e4gigen Akteuren diskutiert. Auf dieser Grundlage wurden gemeinsam mit den Kitas Bildungsvorhaben in den Kitas realisiert und die Kita zu einem Erfahrungsraum weiterentwickelt. Die Kita selbst wurde als Akteur der Energiewende durch Expertengespr\u00e4che, durch Einbeziehung der Eltern, durch \u00f6ffentliche Veranstaltungen und die Entwicklung neuer Kooperationsbeziehungen mit lokalen Akteuren sichtbar. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt KIEN hat konkrete Beitr\u00e4ge zur Energiewende und zur Verankerung von Bildung und Bildungsinstitutionen in kommunaler Nachhaltigkeitspolitik erbracht. Die Projektaktivit\u00e4ten haben zum einen eine breitere Kommunikation der Aufgabe der Energiewende und ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Energiefragen und die Rolle von Bildung und Bildungsinstitutionen bei den beteiligten Akteuren erm\u00f6glicht. Zum anderen waren die Projektaktivit\u00e4ten unter der Perspektive Bildung und Weiterbildung Ausl\u00f6ser und Anlass f\u00fcr auch materielle Beitr\u00e4ge zur Energiewende sowohl in den Kitas als auch in den Kommunen. Die Begleitung der Kitas durch das Projekt hat zu einer systematischen Ber\u00fccksichtigung des Themenfeldes Energie in beteiligten Kitas und durch diese Herausforderung auch zu neuen Team-Arbeitsformen gef\u00fchrt. Die Kitas als Beteiligte an der Energiewende haben auf kommunaler Ebene neue Ideen und Aktivit\u00e4ten zur Energiewende hervorgebracht. Die Kooperation mit lokalen\/ regionalen Partner hat sich durch Unterst\u00fctzung des Projekts KIEN verbreitert. Insbesondere die Instrumente \u201eLokale Energierunde Kita und Kommune\u201c und der \u201eKita-Energie-Check\u201c haben dazu beigetragen. Sie werden als sinnvolle strategische Instrumente von den Beteiligten auch zur \u00dcbertragung auf andere Kommunen bewertet. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend der Laufzeit des Projekts wurden Aktivit\u00e4ten zur Dissemination der Projektidee und von (Zwischen-)Ergebnissen realisiert. Dazu geh\u00f6rten die Verteilung von Flyern; Seminare, Vortr\u00e4ge und Expertengespr\u00e4che auf Einladung von Multiplikatoren f\u00fcr Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung\/ f\u00fcr Energiepolitik auf L\u00e4nderebene; die Beteiligung an der \u201eWoche der Umwelt\u201c 2016; die Kooperation mit anderen Projekten und \u2013wo m\u00f6glich \u2013 die Kooperation mit den regionalen Medien. Die Projektergebnisse werden in ein Handbuch f\u00fcr Kitas und Kommunen einflie\u00dfen, das in 2018 im Verlag f\u00fcr Akademische Schriften erscheinen wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als Voraussetzungen und Gelingensbedingungen einer derartigen Arbeitsweise konnten insbesondere identifiziert werden: Weiterbildung zu Energiefragen und zum Konzept Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (wie jetzt auch im Nationalen Aktionsplan BNE vorgesehen); Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Kitas hinsichtlich der Gestaltung der Kita als Bildungsort f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung; der systematische Aufbau einer lokalen thematischen Bildungslandschaft \u201eEnergie\u201c, die neue Allianzen f\u00fcr eine Kommunale Nachhaltigkeitspolitik er\u00f6ffnet und die Bildungsarbeit durch Kooperationsbeziehungen unterst\u00fctzt; die politische Unterst\u00fctzung durch den B\u00fcrgermeister, nicht zuletzt durch F\u00f6rderung einer integrativ arbeitenden Verwaltung und die Kommunikation von Energiefragen als dringende gemeinsame Anliegen; die Existenz institutionalisierter Impulsgeber, Wegbereiter und Mediatoren.<br \/>\nVor dem Hintergrund des Nationalen Aktionsplans Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung 2017 kann das Projekt KIEN als ein aktueller und richtungsweisender Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung im Gestaltungsfeld \u201eEnergie\u201c und zur Integration von Bildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung in die Arbeit von Kindertagesst\u00e4tten wie von Kommunen gesehen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Eine der gro\u00dfen Zukunftsaufgaben, die gegenw\u00e4rtig angegangen werden m\u00fcssen, ist die Energiewende. 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