{"id":26175,"date":"2026-04-03T10:32:11","date_gmt":"2026-04-03T08:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/31065-01\/"},"modified":"2026-04-03T10:32:15","modified_gmt":"2026-04-03T08:32:15","slug":"31065-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/31065-01\/","title":{"rendered":"Bildungs- und Qualifizierungsprogramm Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in Jugendverb\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel des Vorhabens war es, die sich aus der Zwischenstellung von Entscheidern in Vereinen und anderen selbstorganisierten Strukturen ergebende Hebelwirkung zu nutzen, um ein nachhaltiges Konsumverhalten in und f\u00fcr Verb\u00e4nde umzusetzen. Konkret geht es darum, die Umweltauswirkungen des menschlichen Handelns in Deutschland zu vermindern und die Ressourceneffizienz zu steigern. Durch das Vorhaben soll es Entscheidern in Verb\u00e4nden erm\u00f6glicht werden, unter minimalem Ressourcenaufwand (Arbeitszeit, Transporterfordernisse, Kosten) die Bedarfe an Lebensmitteln (und ggf. weiteren Verbrauchsmaterialien zu decken und gleichzeitig gesamtgesellschaftlich eine \u00c4nderung der Nachfrage in ihrer Intensit\u00e4t (Suffizienz) sowie eine qualitative Verbesserung (Ressourceneffizienz) umzusetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInhalt des Vorhabens ist die Entwicklung eines Kommunikations- und Schulungskonzepts zur nachhaltigen Beschaffung von Lebensmitteln in Jugendverb\u00e4nden. Daf\u00fcr sollen Themen aufbereitet, Methoden bereitge-stellt und mit einem web-basierten Werkzeug kombiniert werden. Dieses Werkzeug dient der beispielhaften Umsetzung nachhaltiger Beschaffung in Jugendverb\u00e4nden beginnend mit der Beschaffung von Lebensmit-teln durch eine Kombination von Informationen und Aktion (Interaktion, Ausl\u00f6sung und Abwicklung der Bestellung nachhaltiger Produkte. Dabei wird eine konsequente \u201eWeb-Orientierung\u201c f\u00fcr \u201edigital natives\u201c (z. B. weitestm\u00f6glicher Verzicht auf Drucksachen, Erstellung von Web-Ressourcen) verfolgt. Dar\u00fcber hinaus ist ein Arbeitspaket (AP6) auf die Verstetigung (wirtschaftliche Eigenst\u00e4ndigkeit) der Vorhabensergebnisse durch ein anbieter-\u00fcbergreifendes Web-Portal mit Schulungs- und Bestell-Elementen und dauerhaftem Be-trieb aus Lizenzeinnahmen der Anbieter ausgerichtet.<br \/>\nDie Kennzeichen des Vorhabens-Ansatzes sind<br \/>\n\u2022\u201eExpertenwissen f\u00fcr Ehrenamtliche\u201c, d. h. eine hochwertige, anwendungsorientierte Informations-aufbereitung und Schulungsangebote \u201eface-to-face\u201c und web-basiert f\u00fcr Ehrenamtliche.<br \/>\n\u2022\u201eVon der Information zur Aktion\u201c: Erm\u00f6glichung konkreten nachhaltigen Handelns bei der Beschaffung von Lebensmitteln durch die Einrichtung einer Beschaffungsplattform.<br \/>\nDas Vorhaben dient dabei der Unterst\u00fctzung der Aktivit\u00e4ten aller Jugendverb\u00e4nde, die in ihrem Handeln nachhaltiger werden wollen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die beiden oben genannten Hauptziele \u201eExpertenwissen f\u00fcr Ehrenamtliche\u201c zu generieren und die \u201e\u00dcberf\u00fchrung dieses Wissens in praktische Handlung\u201c wurden erreicht. Expertenwissen f\u00fcr Ehrenamtliche wurde durch die Erstellung von praktischen \u201eKitchenGuides\u201c, Schulungseinheiten zu Themen wie \u201eDie K\u00fcche, \u201eGrundtechniken Kochen\u201c, \u201eSiegelkunde\u201c oder \u201eMehrwert Bio\u201c zielgruppenorientiert aufbereitet. Besonders innovativ und gleichzeitig Alleinstellungsmerkmal des Vorhabens ist dabei die konsequente \u00dcberf\u00fchrung der Belehrung nach \u00a743 IfSG (\u201eHygieneschulung\u201c) in eine Online-Schulungseinheit, die in der konzipierten Art und Weise deutschlandweit einmalig ist.<br \/>\nZur \u00dcberf\u00fchrung des Wissens in konkrete Handlung wurde eine Webplattform entwickelt, die sich konsequent am durch ehrenamtliche Mitarbeiter durchgef\u00fchrten Planungsprozess einer Freizeit orientiert. Zum einen kann der komplette Planungs- und Bestellprozess innerhalb dieser Plattform durgef\u00fchrt werden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die M\u00f6glichkeit, den Arbeitsprozess nach jedem Arbeitsschritt zu beenden und lediglich die bis dorthin erstellten Informationen zu nutzen, so dass eine Beschaffung der Lebensmittel aus unterschiedlichen Quellen (Bestellung, Vor-Ort-Beschaffung, Resteverwertung) einfach m\u00f6glich wird und so auch Nachhaltigkeitsaspekte der regionalen Beschaffung einfach umsetzbar sind.<br \/>\nFerner wurde im Rahmen des Projekts u. a. eine Ersterhebung zur Strukturen der Gemeinschafts-verpflegung durch Ehrenamtliche in Jugendverb\u00e4nden durchgef\u00fchrt und auf einer Veranstaltung der DGE ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit innerhalb des Projekts fand durch die Vorstellung der Inhalte und der zu erwartenden Ergebnisse innerhalb verschiedener Gremien und in den Strukturen der Projektpartner statt. Durch insgesamt 99 Vorstellungen des Projekts u. a.  im Rahmen von zahlreichen Workshops f\u00fcr Ehrenamtliche, Personen in Vermittlerrollen und Querschnittsbereichen konnten insgesamt etwa 800 Menschen angesprochen und informiert werden, darunter zahlreiche Multiplikatoren wie z. B. Jugendreferenten. Das online-Angebot der \u201eHygieneschulung\u201c wurde von \u00fcber vierhundert Menschen genutzt. Das Vorhaben verf\u00fcgt weiterhin \u00fcber die Webseite \u201ewww.gruppenfairpflegung.de\u201c. Insgesamt wurden vier Pressemeldungen sowie zwei wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen erstellt, von denen eine durch die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung ausgezeichnet wurde.<br \/>\nZu Beginn des Vorhabens wurde das Projekt im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags auf dem Markt der M\u00f6glichkeiten vorgestellt. Hierbei wurden etwa zwanzig konkrete Einzelgespr\u00e4che zu dem Vorhaben gef\u00fchrt.<br \/>\nDie Abschlusspr\u00e4sentation des Projekts erfolgt im Januar 2018 im Rahmen der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin in der Halle des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, wobei ein Expertengespr\u00e4ch auf dem Podium gef\u00fchrt und das Projekt auf dem Stand des EJW pr\u00e4sentiert wurde.<br \/>\nDes Weiteren konnte das Vorhaben im Ministerium f\u00fcr l\u00e4ndlichen Raum in Baden-W\u00fcrttemberg mehrmals unter anderem gegen\u00fcber der Staatssekret\u00e4rin Fr. Gurr-Hirsch pr\u00e4sentiert werden. Die Staatssekret\u00e4rin besuchte dar\u00fcber hinaus eine Freizeitma\u00dfnahme des EJW. <\/p>\n<p>Das Vorhaben verf\u00fcgt \u00fcber die website www.gruppenfairpflegung.de. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ziele des Gesamtvorhabens wurden erreicht. Zum Vorhabensabschluss wurde ein gemeinn\u00fctziger Verein (Gruppenfairpflegung e. V.) gegr\u00fcndet, der die Vorhabensergebnisse nutzen und weiterf\u00fchren soll.<br \/>\nAus den Erkenntnissen innerhalb des Projekts wird eine Weiterarbeit am Grundansatz der nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung in Jugendverb\u00e4nden sinnvoll. Dies k\u00f6nnte beispielsweise durch eine zus\u00e4tzliche Ber\u00fccksichtigung der regionalen Herkunft von Lebensmitteln, klimaneutraler Veranstaltungen, Optimierung von Lieferketten oder Digitalisierung in spezieller Verkn\u00fcpfung mit l\u00e4ndlichen R\u00e4umen realisiert werden. Zudem kommt auch eine Weiterarbeit im Bildungssektor, beispielsweise im Handlungsfeld des informellen Lernens in Freizeitkontexten, in Frage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel des Vorhabens war es, die sich aus der Zwischenstellung von Entscheidern in Vereinen und anderen selbstorganisierten Strukturen ergebende Hebelwirkung zu nutzen, um ein nachhaltiges Konsumverhalten in und f\u00fcr Verb\u00e4nde umzusetzen. Konkret geht es darum, die Umweltauswirkungen des menschlichen Handelns in Deutschland zu vermindern und die Ressourceneffizienz zu steigern. 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