{"id":25985,"date":"2023-07-13T15:27:40","date_gmt":"2023-07-13T13:27:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27259-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:27:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:27:41","slug":"27259-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27259-02\/","title":{"rendered":"Wasserdichter Montageschaum mit umweltfreundlichem Treibgas"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es sollte ein wasserdichter Montageschaum auf PU-Basis zur Abdichtung von Rohren entwickelt werden. Das Treibgas sollte umweltfreundlich sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie gesamte Rezeptur des wasserdichten Montageschaums und das Verpackungssystem mussten entwickelt werden.<br \/>\nDie Isocyanat-Komponente (IK) wurde ohne Prepolymerverfahren hergestellt. Es wurde Isocyanat mit Flammschutzmittel, Schaumstabilisator, Katalysator, etwas Fl\u00fcssiggas R152a und Sticksoff gemischt. Die IK wurde in die Hauptkammer der Colux-Dose gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Die H\u00e4rtung der IK erfolgte beim Ausspr\u00fchen durch die Polyol-Komponente (PK). Es handelte sich um eine Polyolformulierung im flexiblen Innenbeh\u00e4lter der Colux 2K-Dose, ohne Treibgas. Die beiden Komponenten reagierten zu Polyurethan.<\/p>\n<p>Als Treibgas kam das umweltsch\u00e4dliche R134a nicht infrage. Es wurden die Treibgase Stickstoff und R152a eingesetzt. F\u00fcllgut, Verpackungssystem und Treibgase mussten aufeinander eingestellt werden.<\/p>\n<p>Das Verpackungssystem wurde neu entwickelt. Anstatt des starren Innenbeh\u00e4lters wurde ein Beutel aus Aluverbundfolie benutzt. Diesen Beutel kann man zusammenfalten und leer in die Dose stecken. Dann kann man ihn durch das Ventil hindurch bef\u00fcllen. Weil in den Beutel eine viel gr\u00f6\u00dfere Menge passt, kann man ein echtes 2-K-System ohne Prepolymerverfahren machen. Die Mischung in diesem Projekt war ca. 2 Teile IK zu einem Teil PK.<br \/>\nDas bestehende Ausspr\u00fchsystem wurde an das neue System angepasst.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurde eine neue 2-Kammer-Aerosoldose mit flexiblem Innenbeh\u00e4lter entwickelt. An das umgebaute Colux-2K-Ventil wurde ein Beutel aus Aluverbundfolie geschwei\u00dft. Dazu wurde eine Beutelschwei\u00dfmaschine gebaut. Im Beutel befand sich eine Stange, die das vollst\u00e4ndige Entleeren gew\u00e4hrleistete.<\/p>\n<p>Es wurde die Isocyanatkomponente (IK) f\u00fcr die Hauptkammer der Colux-Dose entwickelt. Sie bestand aus Diphenylmethan-4,4\u00b4-diisocyanat, Tris (2-chlorisopropyl)- phosphat (TCPP), einem reaktiven Co-Flammschutzmittel, Schaumstabilisator der Evonik und Bis(2,2\u00b4-morpholinoethyl)ether (DMDEE).<\/p>\n<p>Die IK wurde mit verschiedenen Fl\u00fcssiggasen und Stickstoff gemischt und in die 400 ml Dose 65*157 gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Es wurde eine Polyolformulierung f\u00fcr die F\u00fcllung des Beutels entwickelt. Sie bestand aus zwei Triolen, zwei Katalysatoren, Kiesels\u00e4ure, Farbstoff und Wasser.<\/p>\n<p>Beide Komponenten wurden in die neue Colux 2K-Dose gef\u00fcllt und mit den Treibgasen Stickstoff und R152a ausgespr\u00fcht. Es entstand ein schnell h\u00e4rtender und wasserdichter Montageschaum.<\/p>\n<p>Obiges System funktionierte nur in einem sehr kleinen Temperaturfenster. Das war ein K.O.-Kriterium, sodass eine Umsetzung in die Serie nicht m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Es wurde das System modifiziert und auch der Beutel mit 152a begast. Damit konnte das Temperaturproblem gel\u00f6st werden. Das neue System hatte starke Lagerprobleme, sodass es ebenfalls f\u00fcr die Serie ausscheidet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wir werden die Ergebnisse auf unserer Homepage ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es war m\u00f6glich einen schnell h\u00e4rtenden und wasserdichten Montageschaum mit der neuen Colux 2K-Beuteldose herzustellen. Die Umsetzung scheiterte an zu hoher Temperaturabh\u00e4ngigkeit und an Lagerproblemen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es sollte ein wasserdichter Montageschaum auf PU-Basis zur Abdichtung von Rohren entwickelt werden. Das Treibgas sollte umweltfreundlich sein. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie gesamte Rezeptur des wasserdichten Montageschaums und das Verpackungssystem mussten entwickelt werden. 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