{"id":25914,"date":"2023-07-13T15:29:06","date_gmt":"2023-07-13T13:29:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29806-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:08","slug":"29806-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29806-01\/","title":{"rendered":"Interdisziplin\u00e4re Fachtagung: Denkmalschutz und Energieeinsparung &#8211; f\u00fcnf Jahre nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 (F\u00f6rderschwerpunkt: Zukunftsf\u00e4hige Sanierung denkmalgesch\u00fctzter Altbausubstanz) (AZ 29800)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Dynamik ist das Thema Denkmalschutz und Energieeffizienz seit der Novellierung der Energieeinsparungsverordnung 2007 in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung gelangt. Die breit gef\u00fchrte Fachdiskussion mit Beteiligten unterschiedlicher Disziplinen \u00fcber den Einfluss der W\u00e4rmed\u00e4mmung auf die Baukultur, \u00fcber M\u00f6glichkeiten innovativer D\u00e4mmmaterialien und Anlagentechnik, \u00fcber G\u00fcte planerischer Pro-zesse hat seitdem deutlich an Qualit\u00e4t gewonnen. Die Tagung fokussiert auf die Pr\u00e4sentation des Status quo, f\u00fcnf Jahre nach der Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2007.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden, dem Institut f\u00fcr Steinkonservierung e. V., Mainz und der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt, Institut f\u00fcr Massivbau, Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen, hat sich f\u00fcr die Veranstaltung der Tagung ein Netzwerk aus Fachbeh\u00f6rde, Fachberatung und Forschung gefunden.<br \/>\nMit Beispielen aus Hessen und speziell aus dem Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet, in dem es viele denkmalgesch\u00fctzte Bauwerke gibt, m\u00f6chte die regionale Fachbeh\u00f6rde ihre Position im Spannungsfeld Denkmalschutz und Energieeinsparung pr\u00e4sentieren, ein modellhafter regionaler Ansatz der Informationsvermittlung bei den fast un\u00fcbersichtlich gewordenen Informationsangeboten auf diesem Gebiet. Dabei sind die Beispiele und Themen aber sicherlich von \u00fcberregionalem Interesse.<br \/>\nIn der Einf\u00fchrung werden aktuelle Entwicklungen bei der F\u00f6rderpolitik und innovative Ans\u00e4tze f\u00fcr strategische st\u00e4dtebauliche L\u00f6sungen thematisiert. Erfolge und Probleme der Energieeffizienzsteigerung im Geb\u00e4udebestand lassen sich allerdings nur in der Praxis messen und so will diese Veranstaltung vor allem den Blick auf hessische Beispiele von Ma\u00dfnahmen zu mehr Energieeffizienz durch die Sanierung von Baudenkmalen richten. Neben den Praxisbeispielen sollen die aktuell in der Diskussion befindlichen Fachfragen durch Experten aus Wissenschaft und Forschung aufbereitet werden. Insbesondere stehen die Themen Innend\u00e4mmung, Hohlraumd\u00e4mmung und Optimierungspotenziale durch haustechnische Anlagen auf dem Programm. Die Schweiz beschreitet einen anderen und erfolgversprechenden Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft. Zunehmend ger\u00e4t auch der Aspekt der Entsorgung von Verbundd\u00e4mmstoffen in das Blickfeld, auch dar\u00fcber gilt es zu berichten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zu der Fachtagung in der Rotunde im Schloss Biebrich (Wiesbaden) kamen 160 Teilnehmer\/innen. Der Tagungsraum war damit voll belegt. Rund 70 Anfragen konnten nicht ber\u00fccksichtigt werden. Die Resonanz zeigt das sehr gro\u00dfe Interesse an dem Thema und den angebotenen Vortr\u00e4gen. Wie von den Veranstaltern angestrebt, geh\u00f6rten viele Mitarbeiter\/innen aus Planung und Verwaltung, die sich mit Fragen der Energieeffizienzsteigerung bei Baudenkmalen und erhaltenswerter Altbausubstanz auseinandersetzen, zum Teilnehmerkreis. <\/p>\n<p>Der einleitende Teil wies auf das in Vorbereitung befindliche neue KfW- F\u00f6rdersegment Effizienzhaus Denkmal hin. Die Information wurde sehr positiv aufgenommen. Welche Schwierigkeiten in Planung und Durchf\u00fchrung detaillierter Ert\u00fcchtigungsma\u00dfnahmen im Bestand  bestehen, konnten die interessierten Zuh\u00f6rer den Ausf\u00fchrungen von Herrn Dr. Worch und Dr. Auras entnehmen. Ihr Beitrag vermittelte Fachwissen \u00fcber Innend\u00e4mmung und Fragen der Schlagregenbeanspruchung. Auch die beiden folgenden wissenschaftlichen Vortr\u00e4ge handelten von Problemen mit D\u00e4mmma\u00dfnahmen im Mauerwerkskern bzw. der Innend\u00e4mmung. Damit waren klassische Problemlagen von energetischer Ert\u00fcchtigung bei Geb\u00e4uden ohne die M\u00f6glichkeiten der Au\u00dfend\u00e4mmung angesprochen. Auf besonderes Interesse stie\u00df auch das Vorgehen der Stadtdenkmalpfleger in Winterthur, die die tats\u00e4chlichen Bilanzen energetischer Ert\u00fcchtigungen im Altbaubereich und im Vergleich im Minergie-Neubaubereich auf der Handlungsebene des St\u00e4dtebaues ansprachen. Die hessischen Beispiele f\u00fchrten den Zuh\u00f6rern vor Augen, welche baulichen Ma\u00dfnahmen in der j\u00fcngeren Vergangenheit zur Effizienzsteigerung der historischen Geb\u00e4ude von engagierten Planungsb\u00fcros get\u00e4tigt worden sind. Dass auch durch die Anlagentechnik das Innenraumklima von sensiblen historischen R\u00e4umen und ihrer Ausstattung gesteuert werden kann, f\u00fchrte der Vortrag von Prof. Garrecht dem Publikum vor Augen. Der letzte Vortrag wiederum betrachtete die k\u00fcnftigen Entsorgungsprobleme der D\u00e4mmma\u00dfnahmen von heute, was von den Zuh\u00f6rern mit diversen R\u00fcckfragen diskutiert wurde. <\/p>\n<p>In den Fragen und Diskussionen wurde die gro\u00dfe Bandbreite und Komplexit\u00e4t des Themas der Energieeinsparung im historischen Geb\u00e4udebestand deutlich. Akzeptiert wurde auch, dass die Energieeinsparungsverordnung allein keine ausreichenden Wege zum Ziel einer gr\u00f6\u00dferen Energieeffizienz weisen kann, sondern dass noch gro\u00dfer Forschungsbedarf von Wissenschaft und Industrie und Steuerungsbedarf auf der Seite der Politik besteht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Tagungsband:<br \/>\nInstitut f\u00fcr Steinkonservierung e.V. (Hrsg.):<br \/>\nDenkmalschutz und Energieeinsparung, Stand der Dinge f\u00fcnf Jahre nach der EnEV 2007<br \/>\nIFS-Bericht Nr. 41, Mainz 2012<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Virulenz des Themas Denkmalschutz und Energieeinsparung bleibt, so die Auffassung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Vortr\u00e4ge wie auch die gesamte Veranstaltung hatte ein sehr positives Echo bei den Teilnehmern und in den Pressemedien. Es ist vorgesehen, das Tagungsthema mit aktuellen Beitr\u00e4gen aus Forschung und Praxis fortzuschreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit gro\u00dfer Dynamik ist das Thema Denkmalschutz und Energieeffizienz seit der Novellierung der Energieeinsparungsverordnung 2007 in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung gelangt. 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