{"id":25883,"date":"2023-07-13T15:29:09","date_gmt":"2023-07-13T13:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29892-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:10","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:10","slug":"29892-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29892-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines integralen und zukunftsweisenden Planungsansatzes f\u00fcr den Neubau des Gymnasiums Diedorf bei Umsetzung des Plusenergiestandards in Holzbauweise und Entwicklung neuer L\u00f6sungen f\u00fcr offene Lernlandschaften"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Landkreis Augsburg plant den Neubau eines 4-z\u00fcgigen Gymnasiums in Diedorf. F\u00fcr den zeitgem\u00e4-\u00dfen Neu- oder Umbau von Schulen sind zukunftsf\u00e4hige r\u00e4umliche Konzepte, die den komplexen Nut-zungsanforderungen gerecht werden, sowie energieeffiziente und betriebswirtschaftlich \u00fcberzeugende L\u00f6sungen gefragt.<br \/>\nDurch den Neubau des Gymnasiums Diedorf soll durch einen Integralen Planungsprozess ein Weg zu innovativen und nachhaltige Planungen, die im Lebenszyklus ein wirtschaftliches und sparsames Umge-hen mit den vorhandenen Ressourcen erwarten lassen, aufgezeigt werden.<br \/>\nDie \u00f6kologische Sinnhaftigkeit von Holzbau ist heute unbestritten. Im Rahmen des Projektes sollen kon-struktive Prinzipl\u00f6sungen als Entscheidungshilfe f\u00fcr den \u00f6kologischen Holzbau und Antwort auf die g\u00e4n-gigen Vorurteile erarbeitet werden. Neben einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz des Geb\u00e4udes hin zu einer Plus-Energie-Schule steht ebenfalls die Verbesserung der Lern- und Lehrsituation im Fokus. Sowohl bauphysikalische Faktoren wie Raumluftqualit\u00e4t, Akustik und Tages-\/ Kunstlichtversorgung sowie ein flexibles Raumkonzept zur m\u00f6glichen Anpassung an sich wandelnde p\u00e4dagogische Ans\u00e4tze, insbesondere die Realisierung von Lernlandschaften, sind integrale Themen des Planungs- und Umsetzungsprozesses.<br \/>\nDas Projekt soll die Machbarkeit eines derartigen Neubaus zu vertretbaren Mehrkosten mit geringsten Betriebs- und Erhaltungskosten dokumentieren und Vorbildwirkung f\u00fcr andere Kommunen aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie wesentlichen Arbeitspakete lassen sich wie folgt beschreiben:<\/p>\n<p>1. P\u00e4dagogisches Konzept<br \/>\nErarbeitung eines Raumfunktionskonzepts in Zusammenarbeit mit den Nutzern und Abstimmung mit dem Raumprogramm. Verwirklichung von Lernlandschaften im Unterrichtsalltag. Einarbeitung in die Grundrisse. Mitwirkung der p\u00e4dagogischen Berater bei der Bedarfsermittlung f\u00fcr die Ausstattung des Geb\u00e4udes unter Ber\u00fccksichtigung von multifunktionalen Einrichtungskomponenten.<br \/>\n2. Planungskonzept und Architektur<br \/>\nErforschung und Entwicklung von verschiedenen L\u00f6sungsans\u00e4tzen und prinzipiellen Varianten und Ge-gen\u00fcberstellung in Form eines St\u00e4rke- und Schw\u00e4cheprofiles unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Zielkonfliktes Kompaktheit \u0096 r\u00e4umliche Differenziertheit \u0096 optimale Belichtung \/ landschaftsvertr\u00e4gliche Einbettung des Geb\u00e4udes unter Ber\u00fccksichtigung ressourcenschonender Gel\u00e4ndever\u00e4nderungen und Gr\u00fcndungsma\u00dfnahmen. Entwicklung von holzbauad\u00e4quaten L\u00f6sungen bei der Integration haustechni-scher Elemente und Systeme.<br \/>\n3. Holzbau<br \/>\nErarbeitung von konstruktiven L\u00f6sungen und Materialkonzepten, die einen guten sommerlichen thermi-schen Komfort gew\u00e4hrleisten. Erforschung und systematische Darstellung von Wand- und<br \/>\nDeckenaufbauten in Hinsicht Ihres Schalld\u00e4mmasses. Handlungsempfehlungen im Hinblick auf Dau-erhaftigkeit, F\u00e4ulnisgefahr, chemischer Holzschutz sowie Luftdichtigkeit wissenschaftlich beurteilen.<br \/>\n4. Bauphysik \/ Entwicklung baulich technischer Energiekonzept<br \/>\nEntwicklung der Geb\u00e4udeh\u00fclle unter Einbeziehung der Ergebnisse aus thermisch-dynamischer Simu-lationsberechnungen und tageslichttechnischer Berechnungen. Auswirkungen auf den thermischen Kom-fort ermitteln. Erarbeitung von Anregungen zur Raumorganisation. Handlungsempfehlungen zur Errei-chung einer Plus-Energie-Schule.<br \/>\n5. Entwicklung technisches Anlagenkonzept<br \/>\nEntwicklung einer str\u00f6mungsg\u00fcnstigen mechanischen Zu-\/Abluftanlage mit einer hocheffizienten W\u00e4rme- und Feuchtigkeitsr\u00fcckgewinnung. Variantenuntersuchung zur W\u00e4rme- und K\u00e4lteversorgung im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und CO\u00b2 &#8211; Emissionen. Potentialuntersuchung der Variante W\u00e4rme-r\u00fcckgewinnung aus Abwasser. Kunstlichtkonzeptentwicklung mit wenig Energiebedarf. Gegen\u00fcberstellung von Strom-energieverbrauch\/-einsparung und Stromerzeugung.<br \/>\n6. Schallschutz \/ Akustik<br \/>\nEntwicklung von raumakustischen Anforderungen f\u00fcr die Lernbereiche \/ Lernlandschaften unter Be-r\u00fccksichtigung des Wegfalls der T\u00fcren.<br \/>\n7. Lichtplanung<br \/>\nAnpassung der Kunst-\/Tageslichtplanung an die p\u00e4dagogischen \/ architektonischen Konzepte.<br \/>\nTageslichtkonzeptentwicklung bez\u00fcglich des Plusenergiekonzeptes.<br \/>\nAnpassung der Kunstlichtplanung und Kunstlichtsteuerung an das Plusenergiekonzept.<br \/>\n8. Brandschutz<br \/>\nMachbarkeitsstudie und Pr\u00fcfung innovativer Grundrisskonzepte, insbesondere im Hinblick auf die Lern-landschaften. Untersuchung innovativer Konzepte der Haustechnik hinsichtlich des Brandschutzes. Eva-kuierungskonzepte erstellen.<br \/>\n9. Kostenberechnung<br \/>\nKostentechnische \u00dcberpr\u00fcfung der Baukonstruktionen in Kombination mit energetischen und bau\u00f6kologischen \u00dcberpr\u00fcfungen parallel zu den jeweiligen Entwicklungen um Kostensicherheit zu erzielen.<br \/>\n10.Lebenszykluskosten und Wirtschaftlichkeitsberechnung<br \/>\nVor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Ansatzes ist bei der Projektentwicklung auch zu ber\u00fcck-sichtigen, dass die Summe aus Kapital-, Betriebs- und Umweltfolgekosten \u00fcber den gesamten Le-benszyklus des Geb\u00e4udes zu minimieren ist. Dies wird durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sicher-gestellt.<br \/>\n11. \u00d6kobilanz<br \/>\n12. Risikostoffe f\u00fcr die lokale Umwelt<br \/>\nErarbeitung von Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Materialwahl<br \/>\n13. Risikostoffe f\u00fcr die Innenraumhygiene<br \/>\nErarbeitung von Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Materialwahl und Baustoffwahl<br \/>\n14. Projektdokumentation<br \/>\n15. Projektbegleitung<br \/>\nControlling in der Entwicklungs- \/ Planungsphase. Projektkoordination.<br \/>\n16. Integraler Planungsprozess<br \/>\nDie Forschungsziele werden definiert und zeitlich wie finanziell quantifiziert und qualifiziert.<br \/>\nL\u00f6sungsans\u00e4tze werden unter Einhaltung der wirtschaftlichen und zeitlichen Zielvorgaben erarbeitet.<br \/>\n17. Einbindung Nutzer und \u00d6ffentlichkeit<br \/>\n18. Monitoring<br \/>\nErstellung eines Monitoringkonzeptes f\u00fcr eine durchgehende Qualit\u00e4tssicherung in allen Projektphasen. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnis der ersten Planungsphase kann festgehalten werden:<br \/>\n1. Die neue \u0084p\u00e4dagogische Architektur\u0093 ist ohne relevante Mehrfl\u00e4chen gegen\u00fcber dem Standardprogramm umzusetzen.<br \/>\n2. Es wurden gekoppelte Lernlandschaften (Klassencluster) entwickelt. Um eine wirtschaftlichere Variante im Hinblick auf die Baukosten und dem Verh\u00e4ltnis NF\/BRI zu erzielen wurde die dreigeschossige Bauweise gew\u00e4hlt. Vorteil dieser L\u00f6sung ist auch der geringere Grundverbrauch. Eine nat\u00fcrliche Belichtung der tiefen Lernlandschaften (Marktpl\u00e4tze) konnte erzielt werden. Durch die Optimierung der H\u00fcllfl\u00e4che und damit des umbauten Raums wurde eine deutliche Kostenreduktion erreicht. Eine Umsetzung desp\u00e4dagogischen Konzepts erfolgt auch in der Au\u00dfenraumgestaltung (z.B. Werkterrassen).<br \/>\n3. Es wurden Qualit\u00e4tssicherungsma\u00dfnahmen anhand der DIN 68800 erarbeitet. Es wird kein Chemischer Holzschutz verwendet, alle Ma\u00dfnahmen werden getroffen, dass durch geeignete Konstruktionen sowie geeignete Holzauswahl dieser nicht notwendig wird. Die Geb\u00e4udedichtigkeit wird den Anforderungen des Passivhauses gerecht, diese sind mit den heute bekannten Produkten und Standarddetaill\u00f6sungen umsetzbar. Bei der Detaillierung wird besonders auf diesen Punkt Augenmerk gelegt, die Pr\u00fcfung erfolgt \u00fcber umfassende heute \u00fcblichen \u0084Blowerdoor Tests\u0093.<br \/>\n4. Allein unter Ausnutzung der daf\u00fcr bereitgestellten Dachfl\u00e4chen kann der Plusenergiestandard gem\u00e4\u00df der projektspezifischen strengen Definition erreicht werden kann.  Es wurde ein energetisches Pflicht-enheft f\u00fcr den weiteren Planungsprozess erarbeitet.<br \/>\n5. Aus dem Variantenvergleich wurde die Variante (Pelletkessel, indirekte adiabate K\u00fchlung, Kompressions?K\u00e4ltemaschine) zur weiteren Planung ausgew\u00e4hlt. Dies begr\u00fcndet sich durch einer im Vergleich<br \/>\nrelativ niedrigen j\u00e4hrlichen Vergleichskosten, die niedrigsten CO\u00b2Emissionen und dem geringsten Pri-m\u00e4renergiebedarf von allen Varianten.<br \/>\n6. Zum Erreichen der raumakustischen Anforderungen sind im Vergleich zu \u00fcblichen Klassenr\u00e4umen insbesondere die schallabsorbierenden Verkleidungen zu vergr\u00f6\u00dfern.<br \/>\n7. Das Ziel der Tageslichtversorgung der inneren Bereiche des Geb\u00e4udes wird durch die Ausbildung  der Oberlicht\u00f6ffnungen grunds\u00e4tzlich erreicht.<br \/>\nDer Einsatz von intelligenten Tageslichtsystemen ist f\u00fcr alle Tageslicht\u00f6ffnungen aufgrund der hohen G?Wert Anforderungen notwendig. Neben einer ergonomischen Benutzung der R\u00e4ume f\u00fcr alle Wetter-lagen und Sonnenst\u00e4nde stellen sie eine Begrenzung des Strahlungsw\u00e4rmeeintrages sicher.  Die Ober-lichter und der Lichthof werden mit Mikrosonnenschutzraster im Glaszwischenraum des 3fach?Isolierglasverbundes ausgestattet, welches direkte Sonneneinstrahlung verhindert und gleichzeitig diffuses Tageslicht in den Raum l\u00e4sst.<br \/>\nBei der Kunstlichtplanung werden anstatt von  Kompakt?Leuchtstofflampen oder Halogen?Gl\u00fchlampen<br \/>\nLED-Leuchtmittel in den korrekten Lichtfarben verwendet. Dies bietet das gr\u00f6\u00dfte Energieeinsparungspotential und ist wartungstechnisch als sehr positiv einzuordnen.<br \/>\n8. Anhand von geeigneten Kompensationsma\u00dfnahmen ist es auch f\u00fcr die geplante Holzbauweise mit offenen Lernlandschaften m\u00f6glich, eine Gleichwertigkeit zu Standardl\u00f6sungen auf der Grundlage des Musterkonzeptes der Bauordnungen sowie der Schulbaurichtlinien zu erzielen. Zu den Hauptschwerpunkten geh\u00f6ren hierbei ein geeignetes Konzept f\u00fcr eine Brandfr\u00fcherkennung, eine Sicherung der Rettungswege, eine ausreichende Bereitstellung von Rettungswege sowie eine effektive Entrauchung von Hallenbereichen.<br \/>\n9. Es hat sich gezeigt, dass bei einer fr\u00fchzeitigen Absch\u00e4tzung der Kosten noch ohne gro\u00dfen Mehraufwand die Planung \u00fcberarbeitet und im Hinblick auf die gesamte Wirtschaftlichkeit optimiert werden kann.<br \/>\n10. Die ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung weist einen geringen Vorteil zugunsten der Variante Plus-energieschule mit offenem Lernkonzept auf. Bei einer dynamisierten Berechnung mit einer Steigerung der Baupreise und Energiekosten, steigt der Vorteil \u00fcber den Betrachtungszeitraum stark an.<br \/>\n11. Die \u00f6kologische Sinnhaftigkeit von Holzbauten ist unumstritten. Beim Neubau des Gymnasiums Diedorf f\u00fchrt die Prim\u00e4rkonstruktion in Holz f\u00fchrt zu ca. 30 % geringeren Werten. Entlastungen durch die Alternative Plusenergieschule von bis zu 220% ?300% sind \u00fcberzeugende Ergebnisse.<br \/>\n12. Die Materialwahl Schaumglas ist begr\u00fcndet durch die Vermeidung von Risikostoffen, die in synthetischen Bauprodukten enthalten sind. Die D\u00e4mmdicke muss wegen des schlechteren Lambda? Wertes<br \/>\nerh\u00f6ht werden.<br \/>\n13. Im Rahmen der weiteren Planung werden weitere Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Innenraum \u0096Materialwahl und Baustoffwahl erarbeitet. Insbesondere eine detaillierte Leistungsbeschreibung in der Ausschreibung sollen Risikostoffe f\u00fcr Innenraumhygiene vermeiden.<br \/>\n14. Durch die Dokumentation des Projektes kann eine Informationsweitergabe an andere Bauherren erfolgen. Insbesondere auch im Hinblick auf vergaberechtliche Aspekte und den Integralen Planungsprozess k\u00f6nnen Erfahrungen zur Evaluierung beitragen.<br \/>\n15. Im gesamten Planungsprozess werden im Vorentwurf und im Entwurf \u0084Optimierungsphasen\u0093 eingef\u00fchrt, um dem Bauherrn, den Nutzern und allen Planern ausreichend Gelegenheit f\u00fcr eine Optimierung des Entwurfs hinsichtlich Energieeffizienz, Funktionalit\u00e4t und Nachhaltigkeit unter Ber\u00fccksichtigung der Lebenszykluskosten zu verschaffen. Die Optimierungsschritte wurden in Planungsteambesprechungen wahrgenommen.<br \/>\n16. Im Planungsprozess ist es von entscheidender Bedeutung, die Zielkriterien, deren Indikatoren, die Beschreibung der Anforderungen und die Nachweismethoden fr\u00fchzeitig zu definieren und fortzuschreiben. Dies ist eine wichtige Planungshilfe, die es erm\u00f6glicht fr\u00fchzeitig die qualitativen und quantitativen Vorteile des entwickelten Planungskonzeptes im Hinblick auf die Zielstellungen zu konkretisieren und abzubilden.<br \/>\n17. Aus Sicht der Schulgemeinschaft sind die Ideen und W\u00fcnsche der Nutzer in geradezu optimaler Weise in den bisherigen Planungsprozess eingeflossen. Am Anfang stand die Erarbeitung eines Raumkonzepts durch die Schulgemeinschaft, in das Ideen von Sch\u00fclern, Eltern und Lehrkr\u00e4ften eingeflossen sind.<br \/>\nDie Gremien des Kreistags, insbesondere der Bau-, Umwelt- und Energieausschuss haben sich in \u00f6ffentlicher Sitzung  umfassend mit der Planung befasst. Eine Information der \u00d6ffentlichkeit ist \u00fcber die Zeitung erfolgt.  F\u00fcr die Eltern der Sch\u00fcler und die Lehrer sind im Anschluss an die \u00f6ffentliche Behandlung eigene Informationsveranstaltungen durchgef\u00fchrt worden.<br \/>\n18. Das vorhandene Messtechnikkonzept wird laufend an den aktuellen Planstand angepasst, dies betrifft insbesondere die Zentralen Anlagen der Haustechnik. Im Planungsprozess ist die erg\u00e4nzende Messtechnik in das Konzept der GLT und MSR einzubinden. Die zus\u00e4tzliche Monitoring?MSR unterliegt somit synchron den Phasen Planung, Umsetzung, Inbetriebnahme und M\u00e4ngelbeseitigung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Gremien des Kreistags, insbesondere der Bau-, Umwelt- und Energieausschuss werden sich auch weiter hin in \u00f6ffentlicher Sitzung  umfassend mit der Planung befassen. Schulleiter wie Lehrer sollen in den laufenden Planungsprozess mit eingebunden werden und auch bei Jour Fixe Terminen mit anwesend sein.  \u00dcber den Fortgang der Planungen und den Bauprozess soll die \u00d6ffentlichkeit fortlaufend \u00fcber die Homepage des Gymnasiums unterrichtet werden. F\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre werden mehrere fachspezifische und f\u00e4cher\u00fcbergreifende Veranstaltungen f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte geplant. Besuche bei Schulen, in denen bereits in offenen Lernlandschaften gearbeitet wird, sind vorgesehen. Damit kann ein kollegialer Austausch \u00fcber Chancen und allt\u00e4gliche Schwierigkeiten im Umgang mit dem Konzept stattfinden. Gleichzeitig wurden bereits verpflichtend in jeder Jahrgangsstufe in allen Kernf\u00e4chern Lehrerteams gebildet, die gemeinsame Pr\u00fcfungsaufgaben entwerfen und gemeinsam an ihrer Unterrichtskultur arbeiten. Soweit dies in der derzeitigen Architektur der Containerlandschaft m\u00f6glich ist, versucht die Lehrerschaft bereits jetzt offene Unterrichtsformen einzusetzen, um so auch die Sch\u00fcler schrittweise auf das Jahr 2015\/16 vorzubereiten. Erg\u00e4nzend ist die Projektdokumentation als Brosch\u00fcre, in diversen Fachartikeln und parallel im Internet vorgesehen. Ein Symposium zum Thema Schulbau soll im fertigen Objekt mit Besichtigung, alternativ mit Baustellenbesichtigung geplant werden. Dar\u00fcber hinaus soll  die Verbreitung der Forschungsergebnisse als Fachbuch erfolgen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Entscheidungen zu Beginn eines Planungsprozesses haben besonders hohe Auswirkungen auf das Gelingen des Projektes. Bereits bei den ersten Planungsschritten, die Zusammenarbeit in einem interdisziplin\u00e4ren Planungsteam zu beginnen, hat sich aus Sicht des Landkreises Augsburg als sehr positiv bew\u00e4hrt. Der Integrale Planungsprozess, wie er beim Neubau des Gymnasiums Diedorf praktiziert wurde, stellt einen L\u00f6sungsweg f\u00fcr die Verwirklichung komplexer Planungsaufgaben dar. Durch bereichs\u00fcbergreifende Gesamtplanungen k\u00f6nnen synergieorientierte Konzepte f\u00fcr Lebens? und Arbeitsr\u00e4ume geschaffen werden, bei denen die Gesichtspunkte Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle spielen. Bei dem Projekt Neubau des Gymnasiums Diedorf hat sich gezeigt, dass gerade die gemeinsamen technischen Workshops bzw. Planertreffen zum besseren Verstehen der Planungsaufgabe und der einzelnen fachplanerischen L\u00f6sungsans\u00e4tze beigetragen haben. Es wurde hierdurch ein bereichs\u00fcbergreifendes Konzept zur Verwirklichung der Zieldefinitionen erarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Landkreis Augsburg plant den Neubau eines 4-z\u00fcgigen Gymnasiums in Diedorf. F\u00fcr den zeitgem\u00e4-\u00dfen Neu- oder Umbau von Schulen sind zukunftsf\u00e4hige r\u00e4umliche Konzepte, die den komplexen Nut-zungsanforderungen gerecht werden, sowie energieeffiziente und betriebswirtschaftlich \u00fcberzeugende L\u00f6sungen gefragt. 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