{"id":25874,"date":"2023-07-13T15:29:09","date_gmt":"2023-07-13T13:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29857-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:09","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:09","slug":"29857-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29857-01\/","title":{"rendered":"Beseitigung von Hochwassersch\u00e4den an der Wasserkraftanlage des Klosters St. Marienthal, Ostritz (Sachsen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Infolge der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Hochwasserereignisse im August und September 2010 wurde der seiner-zeit gerade neu gebaute Hochwasserschutz am Kloster Marienthal um mehrere Dezimeter \u00fcberflutet, so dass Sch\u00e4den in Millionenh\u00f6he an den restaurierten Klosteranlagen und im internationalen Begegnungs-zentrum des Klosters verursacht wurden. Auch die Wasserkraftanlage mit den zugeh\u00f6rigen elektrischen und steuerungstechnischen Anlagen wurde vom Hochwasser zerst\u00f6rt und ist seitdem funktionsunt\u00fcchtig.<br \/>\nVordergr\u00fcndiges Sanierungsziel ist die Wiederherstellung der Funktionst\u00fcchtigkeit der Anlage zur umge-henden Wiederaufnahme der \u00d6kostromerzeugung und Einspeisung ins \u00f6ffentliche Stromnetz.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit dem Ziel einer m\u00f6glichst zeitnahen Ert\u00fcchtigung der Wasserkraftanlage wurden bereits unmittelbar nach Eintritt des Schadensereignisses die Herstellerfirmen der vorhandenen und instand zu setzenden Anlagen zur Schadensermittlung und Angebotslegung aufgefordert sowie zus\u00e4tzlich Vergleichsangebote von als fachkundig und zuverl\u00e4ssig bekannten Firmen eingeholt.<br \/>\nNach Ergehen der wasserrechtlichen Genehmigung mit beh\u00f6rdlichem Bescheid vom 08.08.2011 gem\u00e4\u00df \u00a7 91a i.V.m. \u00a7 91 S\u00e4chsWG sowie des am 07.10.2011 im Nachgang hergestellten Einvernehmen der zu-st\u00e4ndigen Fischereibeh\u00f6rde zur mangelfreien Funktionsf\u00e4higkeit der Fischaufstiegsanlage lagen die rechtlichen Voraussetzungen f\u00fcr die bauliche Umsetzung der Ma\u00dfnahmen zur Hochwasserschadensbe-seitigung vor. Die auf Grund der Spezifik der Reparatur- und Umbauarbeiten losweise Auftragvergabe erfolgte durch die Wirtschaftsverwaltungs-GmbH des Klosters St. Marienthal im Oktober 2011. Baube-ginn der Arbeiten zur Hochwasserschadensbeseitigung, beginnend mit dem Los 5 zur Schaffung eines trockenen und entschlammten Baubereichs, war der 10.11.2011. Nach hochwasserbedingter Unterbre-chungen der Bauarbeiten sowie zus\u00e4tzlich erforderlichen Arbeiten wurden die gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahmen mit der am 07.09.2012 durchgef\u00fchrten beh\u00f6rdlichen Abnahme erfolgreich abgeschlossen. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Neben der mit der umfassenden Sanierung der Wasserkraftanlage geschaffenen technisch-funktionalen Voraussetzung, die \u00d6kostromerzeugung und Einspeisung ins \u00f6ffentliche Stromnetz wiederaufzunehmen, w\u00fcrde auch die \u00d6kobilanz am Standort optimiert und ma\u00dfgeblich verbessert:<br \/>\n&#8211;\tWiederherstellung der Gew\u00e4sserdurchg\u00e4ngigkeit der Nei\u00dfe am Wehrstandort f\u00fcr wandernde aquati-sche Lebewesen durch Ber\u00e4umung und Stabilisierung des Fischaufstiegs einschl. Strukturverbesse-rung der Becken zur Optimierung der Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnisse und Habitatverbesserung.<br \/>\n&#8211;\tErt\u00fcchtigung und Umbau der Rechenreinigungsanlage mit Ausf\u00fchrung einer Sp\u00fclrinne ins Unterwas-ser des Wehres mit dem Ziel des Verbleibs des nat\u00fcrlichen Treibguts und organischen Materials im Gew\u00e4sser als funktioneller Teil des \u00d6kosystems.<br \/>\n&#8211;\tAnordnung der Sp\u00fclrinne in Form eines oberfl\u00e4chennahen Bypasses mit permanenter Wasserbeauf-schlagung zur Schaffung einer Fluchtm\u00f6glichkeit f\u00fcr Fische unmittelbar am Feinrechen (M\u00f6glichkeit der Abwanderung \u00fcber das Wasserpolster im Bereich der Rinnenausm\u00fcndung unterhalb des Fisch-passes). Weiterhin konnte die Wasserkraftanlage durch die Verbesserung konstruktiver Details (An-str\u00f6mbedingungen, station\u00e4re Rechenanlage mit Sp\u00fclrinne) im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit und ihrem Unterhaltungsaufwand wesentlich optimiert werden<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00f6ffizielle Einweihung der sanierten Wasserkraftanlage fand am 26.11.2012 unter Teilnahme von Vertretern der Landes- und Kommunalpolitik, der \u00fcber- und untergeordneten Verwaltungsbeh\u00f6rden, der Kirchenvorst\u00e4nde sowie der beteiligten Bau- und Planungsunternehmen statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Anlage entspricht nach ihrer umfassenden Sanierung dem Stand der Technik und den a.a.R.d.T. Die vorab definierten Ziele wurden vollumf\u00e4nglich umgesetzt und nachhaltig sichergestellt. Die Wasserkraftanlage des Klosters St. Marienthal speist nach erfolgreichem Probebetrieb seit dem 25.10.2012 wieder ins \u00f6ffentliche Netz ein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Infolge der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Hochwasserereignisse im August und September 2010 wurde der seiner-zeit gerade neu gebaute Hochwasserschutz am Kloster Marienthal um mehrere Dezimeter \u00fcberflutet, so dass Sch\u00e4den in Millionenh\u00f6he an den restaurierten Klosteranlagen und im internationalen Begegnungs-zentrum des Klosters verursacht wurden. 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