{"id":25808,"date":"2023-07-13T15:29:01","date_gmt":"2023-07-13T13:29:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29631-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:29:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:29:02","slug":"29631-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29631-01\/","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Begleitung einer gesundheitsfreundlichen und energieeffizienten Badewasser-Filterkreislauftechnik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es derzeit 3.484 Hallenb\u00e4der, 3.239 Freib\u00e4der und 1.068 Naturb\u00e4der. Die Badbetrei-ber sind aus betriebswirtschaftlichen Gr\u00fcnden gehalten, die Badegastzahlen zu erh\u00f6hen und parallel die Betriebskosten ihrer B\u00e4der durch moderne geb\u00e4ude- und anlagenbautechnische Ausstattung weiter zu senken. Vor dem Hintergrund der Besucherzahlensteigerung erweiterten die Stadtwerke Osnabr\u00fcck das Nettebad um eine besondere Attraktion in Form einer weiteren Rutschen-Anlage.<br \/>\nProjektrelevantes Ziel der Stadtwerke zur Senkung der Betriebskosten war die Reduzierung des Bade-wasseraufbereitungsaufwandes f\u00fcr die neue Rutschen-Anlage mit Hilfe einer Vorfiltrationsstufe in Form mechanischer, selbstreinigender Mikrosiebe zur Entfernung kleinster Partikel. Die Kombination \u0084Captura\u0093-Filter + \u0084VERTO\u0093-Trommelfilter ist ein neu entwickeltes System und wurde bisher bei Badewasser-aufbereitungsanlagen nicht eingesetzt. Aufgrund der identischen Situation k\u00f6nnte die Anlagenkonzeption vollst\u00e4ndig auf andere B\u00e4der \u00fcbertragen werden \u0096 insbesondere bei allen Rutschen-Anlagen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt konzentrierte sich auf das Segment einer wissenschaftlichen Begleitung und die daf\u00fcr erfor-derliche bauliche Anlagenperipherie hinsichtlich der Hygieneparameter und Energieeffizienz des neuarti-gen Badewasseraufbereitungsverfahrens. Das eigens aufgestellte Messprogramm mit komplexen Mess-reihen f\u00fcr die Beweisf\u00fchrung der Wirksamkeit, bestehend aus 100 Einzelmessungen, beinhaltete alle in der B\u00e4derpraxis vorkommenden Betriebszust\u00e4nde sowohl im Bade- als auch im Ruhebetrieb. Zur besse-ren Vergleichbarkeit und Dimensionierungshilfe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Projekte wurden in der Dokumentation die Energiebezugs-\/Sp\u00fclwassermengen und Besucherzahlen in einer vergleichbaren Zeitspanne vor Ein-bau\/Nutzung der innovativen Filtertechnik und w\u00e4hrend des Versuchsbetriebes erfasst.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurden am 28.10.2012 und am 04.11.2012 jeweils 510 Messungen durchgef\u00fchrt:<br \/>\n1)\tChlor (frei)<br \/>\n2)\tChlor (gebunden)<br \/>\n3)\tpH Korrektur<br \/>\n4)\tRedoxspannung<br \/>\n5)\tTemperatur\t6)\tVolumenstrom<br \/>\n7)\tPersonenfrequenz<br \/>\n8)\tOxidierbarkeit<br \/>\n9)\tNitrat<br \/>\n10)\tS\u00e4urekapazit\u00e4t\t11)\tKBE (20\/36 \u00b0C)<br \/>\n12)\tPartikel (<10 \/ 10-50 \/ >50 ?m)<br \/>\n13)\tTrichloramin<br \/>\nAlle Messungen f\u00fchrten zu dem Ergebnis, dass bei reduziertem Volumenstrom von 150 m\u00b3\/h (Sollwert gem. DIN 19643: 220 m\u00b3\/h) die Filterkombination, be-stehend aus Captura- und Ver-toeinheiten, alle mikrobiologi-schen, physikalischen und che-mischen Anforderungen an das Reinwasser erf\u00fcllte. Umgerech-net ergab sich hieraus ein k-Wert von 0,73.\t <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde zum Projektauftakt im Rahmen der Fr\u00fchjahrssitzung 2013 des Technischen Aus-schusses der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr das Badewesen e. V. in Essen und auf dem 5. Osnabr\u00fccker B\u00e4dertag im Februar 2012 vorgestellt und diskutiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Berechnung des Bedarfs an Wasser, Strom, W\u00e4rme und Chlorgas und die daraus resultierenden j\u00e4hrlichen Betriebskosten zeigen die Einsparpotenziale am Beispiel der Rutschenanlage deutlich auf.<br \/>\nHier werden neben der Reduzierung von j\u00e4hrlich 63.510 kg CO2 auch die Betriebskosten (Netz- und Ab-wasser \u0096 Strom \u0096 W\u00e4rme \u0096 Chemikalien) um rund 41.000,- \u0080\/a und die Investitionskosten (Bau + TGA) um 138.000,- \u0080 gemindert. Die Vergleichsrechnung zeigt deutlich den \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Vorteil von Kombinationen Unterdruckfiltern mit vorgeschalteten Trommel- bzw. Scheibenfiltern gegen-\u00fcber konventionellen Drucksandfiltern auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Deutschland gibt es derzeit 3.484 Hallenb\u00e4der, 3.239 Freib\u00e4der und 1.068 Naturb\u00e4der. 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