{"id":25627,"date":"2023-07-14T10:36:08","date_gmt":"2023-07-14T08:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/29006-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:36:09","modified_gmt":"2023-07-14T08:36:09","slug":"29006-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/29006-01\/","title":{"rendered":"Ausstellungs-Pavillon Gr\u00fcnes Band im Grenzlandmuseum Eichsfeld"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Botschaft dieses Moduls l\u00e4sst sich in folgendem Satz zusammenfassen:<br \/>\n\u0084Aus dem \u0082Eisernen Vorhang\u0091 ist eine Lebenslinie geworden, die nicht nur Pflanzen und Tieren, sondern auch den dort lebenden Menschen eine dauerhafte Zukunft bieten wird.\u0093 Die G\u00e4ste sollen erkennen, dass Naturschutz hier auch ein Instrument nachhaltiger Entwicklung ist und dazu beitr\u00e4gt, dass sich die ortsans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung entlang des \u0084Gr\u00fcnen Bandes\u0093 durch sanften Tourismus und Erhalt durch Nut-zung eine dauerhafte Perspektive schaffen kann. Die verbindende, grenz\u00fcbergreifende Funktion des \u0084Gr\u00fcnen Bandes\u0093 auf europ\u00e4ischer Ebene entlang des \u0084Green Belt Europe\u0093 soll dargestellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm gleichsam am \u0084Gr\u00fcnen Band\u0093 liegenden Grenzlandmuseum soll im Kernbestand der Dauerausstellung eine wesentliche Erweiterung des im M\u00fchlenturm vorhandenen Ausstellungsraums in einem besonderen \u0084Erweiterungsbau\u0093 vorgenommen werden. Dieser soll die G\u00e4ste nun aus der Vergangenheit\/Gegenwart in die Zukunft des \u0084Gr\u00fcnen Bandes\u0093 f\u00fchren. Anhand von Projekten auf regionaler, nationaler und europ\u00e4ischer Ebene entlang des Projekts wird dokumentiert, wie Naturschutzf\u00f6rderung gleichzeitig ein Instrument der Regionalentwicklung sein kann und auf diesem Wege nicht nur f\u00fcr die Natur, sondern ebenso f\u00fcr die ortsans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung eine nachhaltige Lebensgrundlage entsteht.<br \/>\nDer dem Antrag zugrunde liegende Entwurf wurde vor der Antragstellung in einem Ideenwettbewerb er-mittelt. Er sieht vor, das Modul in einem z. T. in die Erde eingelassenen Geb\u00e4ude unterzubringen. Von diesem wird \u00e4u\u00dferlich im Wesentlichen nur ein max. 2 m hoher gr\u00fcner H\u00fcgel erkennbar sein, der sich optimal in das denkmalgesch\u00fctzte Ensemble einf\u00fcgt. In seinem Inneren wird die o. g. Thematik anhand einer Vielzahl unterschiedlicher, \u00fcberwiegend interaktiver Exponate dargestellt. Diese sind so konzipiert, dass sie vom Museum mit eigenem Personal aktualisiert bzw. auf neue Projekte zugeschnitten werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich wird ein Angebot an Seminarveranstaltungen erarbeitet werden, die in diesem Ge-b\u00e4ude durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Deren Ergebnisse k\u00f6nnen, soweit sinnvoll und von den Teilneh-menden gew\u00fcnscht, Teil der Ausstellung werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das neu errichtete weitere Ausstellungsmodul in Form eines zum Teil in die Erde eingelassenen, \u00e4u\u00dfer-lich an einen Bunker der DDR-Grenztruppen anlehnenden Pavillons widmet sich ausf\u00fchrlich dem \u0084Gr\u00fcnen Band\u0093 sowohl als gesamteurop\u00e4isches (Green Belt Europe) Naturschutz-, als auch Regionalentwick-lungsprojekt f\u00fcr sanften Tourismus und gibt den Ausblick in die Zukunft. Hauptaussage dieses Projekts ist: \u0084Aus dem \u0082Eisernen Vorhang\u0091 ist eine Lebenslinie geworden, die nicht nur Pflanzen und Tieren, son-dern auch den dort lebenden Menschen eine dauerhafte Zukunft bieten wird.\u0093 Die G\u00e4ste sollen erkennen, dass Naturschutz hier auch ein Instrument nachhaltiger Entwicklung ist und dazu beitr\u00e4gt, dass sich die ortsans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung entlang des \u0084Gr\u00fcnen Bandes\u0093 durch sanften Tourismus und Erhalt durch Nut-zung eine dauerhafte Perspektive schaffen kann. Um diese Botschaft zu vermitteln, werden verschiedene Vorgehensweisen anhand einzelner Projekte beispielhaft dokumentiert. Im Vordergrund steht also das \u0084Gr\u00fcne Band\u0093 als Lebenslinie mit allen Chancen und M\u00f6glichkeiten jetzt und in der Zukunft. In diesem Sinne sollen exemplarisch Projekte am \u0084Gr\u00fcnen Band\u0093 im neuen Ausstellungsgeb\u00e4ude dokumentiert werden.<br \/>\nUm einen realistischen Ausblick auf die Erreichung der Projektziele zu gew\u00e4hrleisten, befindet sich in dem Geb\u00e4ude eine \u0084atmende\u0093 Ausstellung; die zwar im Kernbestand die thematische Basis bildet, aber dar\u00fcber hinaus u. a. die Pr\u00e4sentationen auf dem Touchscreen sowie der Exponate und Texte der jeweili-gen Projektentwicklung \u0096\u0096 anpasst.<br \/>\nUm das fertige Ausstellungsmodul nachhaltig in Wert zu setzen, wurde ein geeignetes p\u00e4dagogisches Begleitprogramm in Form eines Grundger\u00fcsts aus Seminarangeboten, wie z. B. Workshops, Planspiele und Zukunftswerkst\u00e4tten, erarbeitet.<br \/>\nZur Diskussion sei \u0096 stellvertretend f\u00fcr viele andere \u0096 einleitend die \u0084Th\u00fcringer Historikerkommission zu Erarbeitung eines Landesf\u00f6rderkonzepts f\u00fcr Gedenkst\u00e4tten und Lernorte zur Aufarbeitung des SED-Regimes\u0093 zitiert. Sie schreibt in ihrer Stellungnahme zum Grenzlandmuseum Eichsfeld unter anderem: \u0084Die Verbindung von historischen mit \u00f6kologischen Fragen (Heinz Sielmann Stiftung\/Gr\u00fcnes Band) ist besonders geeignet, jugendliche Besucher anzuziehen und f\u00fcr historische Themen zu interessieren.\u0093 Dieser f\u00e4cher\u00fcbergreifende Ansatz entspricht auch den Erfordernissen einer Bildung f\u00fcr nachhaltige Ent-wicklung.<br \/>\nObige Verkn\u00fcpfung ist schon l\u00e4nger ein Alleistellungsmerkmal des Grenzlandmuseums. Dass dieses ge-st\u00e4rkt und weiterentwickelt werden muss, versteht sich also von selbst. Insoweit ist an dieser Stelle nicht mehr das \u0084Ob\u0093, sondern nur noch das \u0084Wie\u0093 zu diskutieren. Dies gilt auch f\u00fcr die Gr\u00fcnde, die zur Festle-gung des eigentlichen Ausstellungsinhalts gef\u00fchrt haben und in Kap. 1 und 2 dargelegt werden.<br \/>\nBei einem Projekt von der Dimension des Europ\u00e4ischen Gr\u00fcnen Bandes, auf dem immer wieder neue Entwicklungen stattfinden oder angesto\u00dfen werden, ist eine Dokumentation des Status quo immer nur zeitlich begrenzt g\u00fcltig. Eine Dauerausstellung zu diesem Thema muss also zwingend dynamisch sein, d. h. mindestens ebenso viele ver\u00e4nderbare wie bleibende Elemente aufweisen. Die bleibenden Elemente stellen dabei den Rahmen der ver\u00e4nderbaren Elemente dar.<br \/>\nDie bleibenden Elemente sind klassische Museumstexte, die direkt auf die Wind oder auf Freiformele-mente als Tr\u00e4ger aufkaschiert sind. Die Wechselelemente sind auf drehbare Stahlscheiben aufgebrachte Folien, die ausgewechselt werden k\u00f6nnen oder \u00fcber Touchscreen aufrufbare Texte und Bilder, die jeder-zeit erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnen. Hinsichtlich \u00dcbersichtlichkeit, Informationsgehalt und Betriebs- und Unter-haltungsaufwand stellte sich diese L\u00f6sung als die sinnvollste heraus.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde planm\u00e4\u00dfig am 21.06.2013 zum Anlass des 40 Jahrfestages der Inbetriebnahme des Grenz\u00fcbergangs Duderstadt Worbis er\u00f6ffnet. \u00dcber das Projekt wurde w\u00e4hrend seiner Laufzeit mehr-fach in der Presse berichtet (s. Pressespiegel im Anhang 3 des Abschlussberichts)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die oben beschriebene Umsetzung der Planung konnte ein Ausstellungsmodul realisiert werden, welches den im Ideenwettbewerb gestellten Anforderungen voll und ganz entspricht. Die Entscheidung der Jury, den im Projektantrag beschriebenen Entwurf als Sieger des Ideenwettbewerbs auszuw\u00e4hlen, ist dadurch best\u00e4tigt worden. Das in Kap. 2 beschriebene Projektziel wurde durch die Umsetzung der Inhalte erreicht. Die Grundidee der Ausstellung muss sich nun im musealen Alltagsbetrieb bew\u00e4hren und ihre Aufgaben, n\u00e4mlich das Europ\u00e4ische Gr\u00fcne Band in der \u00d6ffentlichkeit voranzubringen und die Attraktivit\u00e4t des Grenzlandmuseums zu steigern, erf\u00fcllen. Die sich aus der Realisierung und dem Betrieb der Ausstellung ergebenden Kontakte und Vernetzungen d\u00fcrften f\u00fcr das Museum sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich seines Gewichts sehr f\u00f6rderlich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Botschaft dieses Moduls l\u00e4sst sich in folgendem Satz zusammenfassen: \u0084Aus dem \u0082Eisernen Vorhang\u0091 ist eine Lebenslinie geworden, die nicht nur Pflanzen und Tieren, sondern auch den dort lebenden Menschen eine dauerhafte Zukunft bieten wird.\u0093 Die G\u00e4ste sollen erkennen, dass Naturschutz hier auch ein Instrument nachhaltiger Entwicklung ist und dazu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,71,2423],"class_list":["post-25627","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-thueringen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"29006\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"","dbu_projektdatenbank_bsumme":"97.756,00","dbu_projektdatenbank_firma":"Grenzlandmuseum Eichsfeld e. 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