{"id":25603,"date":"2023-07-13T15:28:33","date_gmt":"2023-07-13T13:28:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28903-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:28:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:28:34","slug":"28903-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28903-01\/","title":{"rendered":"Demonstration einer modellhaften und umweltfreundlichen W\u00e4rmeversorgung eines Kinderheims in Rum\u00e4nien am Beispiel des Dorfes Roades, Kreis Brasov"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In einer strukturschwachen, jedoch waldreichen Region Rum\u00e4nien sollte die effiziente, energiesparende und damit kosteng\u00fcnstige Kombination einer Holzvergaser- und Solarheizung im Rahmen eines Sozial-projekts aufgezeigt werden. Durch die Verwendung ortsnah nachwachsender Rohstoffe und den Ein-satz emissionsarmer Technologien und Ger\u00e4te wird in der Region, in der das Heizen traditionell mit Holz-einzel\u00f6fen niedrigen Wirkungsgrads geschieht, eine umweltfreundlichere und effizientere Alternative mo-dellhaft vorgestellt und eingef\u00fchrt. So werden den \u00f6rtlichen Verbrauchern M\u00f6glichkeiten zur dauerhaf-ten Einsparung von Anschaffungs-, Transport- und Verbrauchskosten vermittelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenOrganisation &#038; Planung<br \/>\nDie Projektleitung lag in Verantwortung von Dipl.-Ing. Sebastian Szaktilla, der ebenfalls verantwortlich war f\u00fcr die Berichterstattung, die Gestaltung der Vertr\u00e4ge und  deren Erf\u00fcllung durch alle Projektbeteiligten und Fremddienstleister. Die Genehmigungsunterlagen wurden von den rum\u00e4nischen Fachplanern VIS-Proiect erstellt sowie von zugelassenen \u00dcbersetzern ins Rum\u00e4nische bzw. ins Deutsche \u00fcbersetzt. Im Auftrag des Bewilligungsempf\u00e4ngers wurden s\u00e4mtliche zu erstellenden Baupl\u00e4ne durch das rum\u00e4nische Architekturb\u00fcro MASSPLAN erstellt. Im Unterauftrag von MASSPLAN (Brasov) erstellte das B\u00fcro VIS-PROIECT die Teilplanung f\u00fcr die Haustechnik. Mit der ungarischen HOVAL-Vertretung Fa. Thermotrade kft. wurden die Anforderungen der Anlage und die vom rum\u00e4nischen Fachplaner vorgelegten Pl\u00e4ne ausf\u00fchrlich diskutiert. Auf Empfehlung von Thermotrade wurde der in der Heizungsplanung vorgesehene Warmwasserboiler weggelassen, mit der Begr\u00fcndung, dass die erforderliche Wassermenge vollst\u00e4ndig solar und durch Zuheizung erbracht werden k\u00f6nne.<br \/>\nHerstellen und Liefern der Produkte &#038; Einbau, Inbetriebnahme<br \/>\nDie Heizkessel wurden vom deutschen Projektpartner F\u00e4hrmann installiert und angeschlossen. Die seitens Hoval gelieferten Gro\u00dffl\u00e4chenpanels konnten nicht installiert werden, weil statt der urspr\u00fcnglich vorgesehenen Dachfl\u00e4chenfenster aus Denkmalschutzgr\u00fcnden Dachgauben realisiert wurden. Aus diesem Grund wurden kleinere Panels eingebaut. Die Kollektorgesamtfl\u00e4che blieb dabei unver\u00e4ndert. Da innovative Verfahren und Produkte im Bereich umweltfreundlicher Technologien in Rum\u00e4nien noch wenig verbreitet sind, erfolgte der Einbau und die Inbetriebnahme der Holzvergaserheizung sowie der <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die technische Ausgestaltung der Anlage (zentrale Versorgung zweier separat stehender Geb\u00e4ude, zwei Kessel, solare Zuheizung, geometrisch schwierige hydraulische Anordnung der Solarkollektoren) stellte hohe Anforderungen an Planer und Ausf\u00fchrende. Die Abstimmung wurde in vier Sprachen (D, H, RO, GB) gef\u00fchrt. Die \u00f6rtlichen Handwerker verf\u00fcgen nicht \u00fcber eine gefestigte Ausbildung nach dem deut-schen dualen Ausbildungssystem, ihr Verdienst ist \u00e4u\u00dferst gering. Der Anlagenstandort befindet sich in einer abgelegenen Region Rum\u00e4niens, die Anfahrtswege f\u00fcr Zulieferer und Wartungsfirmen betragen bis zu 300 km. Denkmalschutz\u00fcberlegungen f\u00fchrten nach Baubeginn zum Einbau anderer als der urspr\u00fcng-lich geplanten Solarkollektoren, was eine Reihe von Nacharbeiten erforderlich machte. Seit Fertigstellung der Anlage sind zwei schneereiche Heizperioden mit Temperaturen bis -25 Grad C. sowie Schneeh\u00f6hen bis 50 cm und 2 Monate geschlossener Schneedecke vergangen. Unter diesen erschwerten Bedingun-gen ist es als Erfolg zu werten, dass die Anlage innerhalb der vorgesehenen Fristen realisiert wurde und \u0096 nach Abstellung einer Reihe von Anfangsm\u00e4ngeln &#8211; weitgehend st\u00f6rungsfrei funktioniert. Um die tech-nologisch hoch entwickelte und in der Anschaffung teure Anlage effizient betreiben zu k\u00f6nnen, muss zum Einen eine angelernte \u00f6rtliche Arbeitskraft t\u00e4tig sein, zum Anderen muss einwandfrei getrocknetes Scheitholz angeliefert werden, was vor Ort schwierig ist. Somit m\u00fcssen Einsparungen im Betrieb mit Per-sonalkosten und Kosten f\u00fcr Lagerhaltung verrechnet werden. Wie sich die Anlage auf lange Sicht rech-net, wird sich zeigen. \u00dcber eine Umr\u00fcstung der manuell beschickten Scheitholzheizung auf automati-schen Pelletsbetrieb wird nachgedacht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die fertig gestellte Heizungsanlage wurde im Rahmen der Er\u00f6ffnung des Kinderferienheims in Anwesen-heit des Generalsekret\u00e4rs der DBU, zahlreicher G\u00e4ste und Medien \u00f6ffentlichkeitswirksam vorgestellt. Auf das F\u00f6rderprojekt wurde mittels eines eigenen Roll-Ups hingewiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das haupts\u00e4chliche Ziel, in einer zwar von Holzreichtum, jedoch auch unzeitgem\u00e4\u00dfer Heiztechnologien gepr\u00e4gten Region in Rum\u00e4nien eine moderne, umweltfreundliche Heizungsanlage zu errichten, ist baulich erreicht worden. Transportkosten f\u00fcr die Anlieferung von Brennstoffen wurden minimiert, Emissionen reduziert und ein lokaler Arbeitsplatz geschaffen. Probleme im Anfangsbetrieb, die aus Bedienungsfeh-lern und schlechtem Brennmaterial herr\u00fchrten, wurden gel\u00f6st. Im Sinne der Modellhaftigkeit wurde bei einem anderen Bauprojekt des Bewilligungsempf\u00e4ngers im selben Ort ebenfalls eine Holzheizung mit So-larzuheizung realisiert. Die gew\u00fcnschte Vorbildwirkung wird einerseits angestrebt, andrerseits m\u00fcssen Stiftungsgelder sparsam verwendet werden. Sollte aufgrund der \u00f6rtlich erschwerten Bedingungen ein sinnvoller Betrieb eines Scheitholzvergasers mit Solarzuheizung nicht m\u00f6glich sein, muss \u00fcber andere Formen (Pellets, Fl\u00fcssiggas) nachgedacht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In einer strukturschwachen, jedoch waldreichen Region Rum\u00e4nien sollte die effiziente, energiesparende und damit kosteng\u00fcnstige Kombination einer Holzvergaser- und Solarheizung im Rahmen eines Sozial-projekts aufgezeigt werden. 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