{"id":25558,"date":"2026-01-27T10:32:02","date_gmt":"2026-01-27T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28750-01\/"},"modified":"2026-01-27T10:32:05","modified_gmt":"2026-01-27T09:32:05","slug":"28750-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28750-01\/","title":{"rendered":"Abschlusskonferenz im Projekt Historische Weinberge unter dem Titel Winzer, Denkmalpflege und Naturschutz auf einem gemeinsamen Weg (AZ 23687)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt Entwicklung eines Konzeptes zur Bewahrung und Nutzung der historischen Weinbau-Kulturlandschaft unter besonderer Ber\u00fccksichtigung ihres \u00f6kologischen und kulturellen Wertes steht kurz vor dem Abschluss. Im Rahmen der Abschlusskonferenz werden, zusammen mit den Kooperationspartnern aus Naturschutz und Denkmalpflege, die Ergebnisse des Projektes vorgestellt.<br \/>\nIn Erg\u00e4nzung zur Vorstellung der Projektergebnisse (die von Mitarbeitern des Institutes f\u00fcr Landespflege sowie je einen Vertreter aus der Denkmalpflege und dem Naturschutz \u00fcbernommen wird) werden drei erstklassige, externe Referenten aus der Praxis und Forschung des Weinbaus sowie aus der Landschafts- und Gartenarchitektur referieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte sowie die angewandten Methoden werden im Projektkennblatt der DBU mit dem Aktenkennzeichen 23687 (Entwicklung eines Konzeptes zur Bewahrung und Nutzung der historischen Weinbau-Kulturlandschaft unter besonderer Ber\u00fccksichtigung ihres \u00f6kologischen und kulturellen Wertes) erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Herr PD Dr. Mario Broggi von der Bristol-Stiftung Z\u00fcrich und Herr Lutz T\u00f6pfer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wiesen auf die Bedeutung solcher Projekte zum Schutz historischer Kulturlandschaften  hin und sahen die F\u00f6rderungsmittel sehr gut investiert. Herr Prof. Dr. Konold vom Institut f\u00fcr Landespflege skizzierte den Hintergrund, die Ziele und den Ablauf des Projektes. Steinerne Kulturlandschaften wie historische Terrassenweinberge seien weltweit vor einem Zerfall bedroht. In der Bundesrepublik seien noch etwa 1000 Hektar terrassierte Weinbergsfl\u00e4chen vorhanden. Davon befinden sich 800 Hektar in Baden-W\u00fcrttemberg. Trotz hoher Erhaltungs- und Bewirtschaftungskosten seien historische Weinberge ganz besondere Monumente unserer Kulturlandschaft, die es zu sch\u00fctzen und zu f\u00f6rdern gilt.<br \/>\nHerr Volkmar Eidloth vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege am RP Stuttgart referierte \u00fcber Historische Weinberge und Denkmalpflege. Die Bedeutung historischer Weinberge als Kulturleistung von hohem Rang stehe au\u00dfer Frage. Allerdings sei eine sorgf\u00e4ltige Pr\u00fcfung unabdingbar, inwieweit Kriterien f\u00fcr eine Ausweisung als Kulturdenkmal erf\u00fcllt werden. Herr Claude Petit vom Institut f\u00fcr Landespflege berichtete von der Vielf\u00e4ltigkeit in der Bausubstanz in den untersuchten historischen Terrassenweinbergen. Neben einer Einf\u00fchrung in die Bauweisen, visualisierte Herr Petit anhand aussagef\u00e4higer Prinzipskizzen die Besonderheit einzelner  Elemente sowie konstruktionsspezifische Details. Herr Reinhard L\u00f6wenstein, Vizepr\u00e4sident des Verbandes Deutscher Pr\u00e4dikatsweing\u00fcter und Mosellagen Winzer, \u00fcber die Terrassenlagen seiner Weing\u00fcter in Winningen an der Mosel. Neben Bau, Pflege und Instandhaltung seiner Trockenmauern, referierte Herr L\u00f6wenstein \u00fcber die Vermarktung exklusiver Steillagenweine und appellierte an die Winzer Erhaltung solche wertvollen Standorte zu erhalten. Frau Prof. Ingrid Schegk von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf berichtete begeistert \u00fcber die Genialit\u00e4t von Trockenmauern und insbesondere von der Bautechnik historischer Terrassenweinberge. Neben konstruktionsspezifische Voraussetzungen zur Errichtung von Trockenmauern wurde \u00fcber traditionelle Techniken im Tragwerksbau sowie \u00fcber den neusten Stand der Technik referiert. Mit den sozialwissenschaftlichen Methoden zur Wahrnehmung von historischen Weinberglandschaften hatte sich Claude Petit besch\u00e4ftigt. Individuelle Erfahrungen w\u00fcrden die Bereitschaft zur Erhaltung solcher Landschaften pr\u00e4gen. Die Qualit\u00e4t der Landschaft beeinflusse aber auch die Wahrnehmung. Das gesamte Potential einer solchen Weinbergslandschaft sollte erhalten bleiben. Herr Sebastian Schwab, ebenfalls vom Institut f\u00fcr Landespflege, spannte den Bogen zwischen Umweltp\u00e4dagogik und traditionellem Weinbau. Der praktische Bezug erl\u00e4uterte Er anhand beispielhafter Umweltprojekte, bei den Kinder sowie Erwachsene involviert waren. Herr Dr. Bernd-J\u00fcrgen Seitz von der oberen Naturschutzbeh\u00f6rde (Ref. 56 RP Freiburg) zeigte auf, wie wichtig doch der Weinberg als Lebensraum f\u00fcr die heimische Fauna und Flora sei. Von einer anderen Seite betrachtete Herr Dr. Hermann Kolesch, Leiter der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Wein- und Gartenbau Veitsh\u00f6chheim, den Weinberg. Regionalit\u00e4t und Nachhaltigkeit sein unmittelbar miteinander verbunden. Nachhaltigkeit zeige sich auch in der Vermarktung von Weinen. Wenn historische Terrassenlagen erhalten werden sollen, m\u00fcsste das Schlagwort Premium f\u00fcr den Wein neu definiert werden. Premium sollte nicht mehr die technische Qualit\u00e4t der Weine beschreiben, sondern vielmehr Begriffe wie Regionalit\u00e4t und Individualit\u00e4t beinhalten. \u00dcber die Instrumente zur Erhaltung historischer Terrassenweinberge referierte Herr Dr. Franz H\u00f6chtl von der Alfred-T\u00f6pfer-Akademie f\u00fcr Naturschutz vom Fachbereich Bildung und Kommunikation. Instrumente seien in diesem Zusammenhang alle Ma\u00dfnahmen und Initiativen, die von staatlicher Seite oder durch andere gesellschaftliche Akteure eingesetzt werden, um umweltpolitische Ziele unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Entwicklung zu erreichen (nach Koch und Czogalla 2004).<br \/>\nDie detaillierten Ergebnisse zum Gesamtprojekt k\u00f6nnen dem Endbericht sowie dem Leitfaden zum Projekt (Culterra Reihe des Institutes f\u00fcr Landespflege, Band 58 Leitfaden zur Erhaltung historischer Terrasenweinberge) entnommen  werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ergebnisvorstellung des Projektes bei der Abschlusskonferenz am 25.02.2011 im s\u00fcdbadischen Ballrechten-Dottingen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Ausblick zum Projekt kann dem Endbericht entnommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Entwicklung eines Konzeptes zur Bewahrung und Nutzung der historischen Weinbau-Kulturlandschaft unter besonderer Ber\u00fccksichtigung ihres \u00f6kologischen und kulturellen Wertes steht kurz vor dem Abschluss. 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