{"id":25507,"date":"2023-07-13T15:28:21","date_gmt":"2023-07-13T13:28:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28543-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:28:23","modified_gmt":"2023-07-13T13:28:23","slug":"28543-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28543-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Demonstration einer energieeffizienten, kombinierten R\u00fcckgewinnung von Abw\u00e4rme aus Waschschleudermaschinen und Trockneranlagen zum Aufheizen des Waschwassers in der W\u00e4scherei"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass des Projektes war der Wunsch der W\u00e4scherei Meyer in Bad Iburg, die W\u00e4rme aus der hei\u00dfen Abluft von sieben Gastrocknern sinnvoll zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens war die Erstellung eines Energier\u00fcckgewinnungskonzeptes. Diese sollte in die vorhandenen Produktionsr\u00e4ume der W\u00e4scherei Meyer mit geeigneter Anlagentechnik  integriert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSieben W\u00e4schetrockner der W\u00e4scherei Meyer sind effiziente Gastrockner, die mit einer Umluftvorrichtung ausgestattet sind. Je nach Einstellung produzieren diese Trockner mehr  oder weniger Abluft. Aus diesem Grund wurden zun\u00e4chst Mengen- und Temperaturmessungen in den Abluftleitungen der Trockner durchgef\u00fchrt. Auf Basis der Messergebnisse wurde das m\u00f6gliche Energier\u00fcckgewinnungspotential berechnet.<\/p>\n<p>Da eine Energier\u00fcckgewinnungsleistung von etwa 100 kW aus Abluftenergie zur Verf\u00fcgung steht, wurde im n\u00e4chsten Schritt untersucht, wie ein sinnvoller Einsatz der Abw\u00e4rmeenergie im Betrieb m\u00f6glich ist. Eine Vorw\u00e4rmung der Zuluft f\u00fcr die Trockner ist aus anlagentechnischen und konstruktiven Gr\u00fcnden nicht m\u00f6glich. Es wurde entschieden, die Abw\u00e4rme zur Vorw\u00e4rmung des Waschwassers der Waschstra\u00dfe und der Waschschleudermaschinen zu verwenden.<\/p>\n<p>Um die geplante Anlagentechnik zu \u00fcberpr\u00fcfen, wurde zun\u00e4chst eine kleine Versuchsanlage gebaut. <\/p>\n<p>Auf Basis der Messungen an der Versuchsanlage und einer in der W\u00e4scherei Meyer gut gef\u00fchrten umfangreichen Betriebsdatenerfassung wurde dann die gebaute W\u00e4rmer\u00fcckgewinnungsanlage ausgelegt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnungsanlage aus Trocknerabluft besteht aus einer Komponente zur Vorw\u00e4rmung des Wassers f\u00fcr die Waschstra\u00dfe und einer zweiten Anlagenkomponente zur Vorw\u00e4rmung des Wassers f\u00fcr die Waschschleudermaschinen. Die Versorgung der Waschstra\u00dfe mit Warmwasser erfolgt neben der kombinierten W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung aus Trocknerabluft, auch durch eine weitere W\u00e4rme-r\u00fcckgewinnung aus dem Abwasser. Die Abwasserw\u00e4rmer\u00fcckgewinnung erreichte zur Zeit der Anlagenplanung eine Wasservorw\u00e4rmung von 40\u00b0 C bei einer Menge von 5,5 m\u00b3\/h. Die Vorw\u00e4rmtemperatur durch die Abwasserw\u00e4rmer\u00fcckgewinnung betrug 50\u00b0 C. Die nachfolgend durch die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung erreichte Vorw\u00e4rmung des Wassers f\u00fcr die Waschstra\u00dfe erreichte 60\u00b0 C und nicht wie geplant 50\u00b0 C. Dies war f\u00fcr das Waschergebnis der Waschstra\u00dfe kein Problem. Es reduzierte sich die aus der Abluft der Trockner f\u00fcr die Wasservorw\u00e4rmung der Waschstra\u00dfe verf\u00fcgbare Nutzleistung und die f\u00fcr die Wasservorw\u00e4rmung der Waschschleudermaschinen verf\u00fcgbare Leistung erh\u00f6hte sich. Dies hatte zur Folge, dass die Frischwassertemperaturen auf den Waschschleudermaschinen zu hoch waren, woraus waschtechnische Probleme wie z. B. Knitterbildung an Kitteln entstanden. Weiterhin stellte sich heraus, dass der Abwasserw\u00e4rmetauscher nur einen Druck von maximal 2,5 bar aush\u00e4lt. Es wurde ent-schieden, dass die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung vor dem Abwasserw\u00e4rmetauscher platziert wird. Da nun beide W\u00e4rmetauscher der kombinierten W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung mit kaltem Wasser beaufschlagt werden, wird aus der Abluft der Trockner mehr W\u00e4rme zur\u00fcckgewonnen als bei Beaufschlagung mit warmen Wasser. Weiterhin sinkt die durch die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung erreichte Wasservorw\u00e4rmung f\u00fcr die Waschschleudermaschinen, wodurch die Knitterbildung vermieden wird. Die nach dem Umbau der Anlage erzielten Leistungen liegen f\u00fcr die Waschstra\u00dfe bei max. 170 kW und die f\u00fcr die Waschschleudermaschinen erreichbare Leistung liegt bei maximal 20 kW. Durch die anlagentechnischen \u00c4nderungen, werden an beiden W\u00e4rmetauschern der kombinierten W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung gro\u00dfe Kondensatmengen abgegeben. Die Qualit\u00e4t des abgeschiedenen Kondensates ist jedoch schlecht, da neben dem auskondensierten Wasser auch silikonartige schmierige Stoffe und andere im Wasser gel\u00f6ste Stoffe abgeschieden werden. Diese schmierigen Stoffe produzieren in dem Filter, der den W\u00e4rmetauschern vorgeschalteten ist erhebliche Druckverlusterh\u00f6hungen. Da der Filter ein sehr temperatur- und chemiebest\u00e4ndiger, monofilamenter Gewebefilter ist, kann er gewaschen werden. Nach dem Waschen wird der Ursprungszustand des Filters wieder erreicht. Der Druckverlust reduziert sich, woraus zu schlie\u00dfen ist, dass die silikonartigen Stoffe komplett ausgewaschen werden.  Abschlie\u00dfend kann gesagt werden, dass die W\u00e4scherei Meyer im Mittel ca. 100 kW aus der Abluft zur\u00fcckgewinnen kann. Aufgrund von einer diskontinuierlichen Wasserversorgung der Waschschleudermaschinen und der Waschstra\u00dfe, kann die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung von etwa 12 Betriebsstunden 9 Stunden genutzt werden. Pro Tag werden 100 kW mal 9 h also 900 kWh zur\u00fcckgewonnen. Dies entspricht bei einem Kesselwirkungsgrad von 90 % etwa 100 m\u00b3 Erdgas pro Tag.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Anlage wurde w\u00e4hrend der bisher geleisteten Laufzeit bereits mehreren Interessenten detailliert erkl\u00e4rt und vorgef\u00fchrt.<br \/>\nGeplant ist ein Bericht in diversen Fachzeitungen und der \u00f6rtlichen Presse nach Beendigung des Projektes.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Steigerung der Energieeffizienz in W\u00e4schereien haben sich in den letzten Jahren eine Reihe von Ma\u00dfnahmen und Produkten etabliert. Je geringer der Verbrauch in einer W\u00e4scherei ist, umso schwieriger wird es diesen noch weiter zu reduzieren. Grunds\u00e4tzlich kann gesagt werden, dass die kombinierte W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung in W\u00e4schereien bereits mit hoher Energieeffizienz unter folgenden Bedingungen gut eingesetzt werden kann: <\/p>\n<p>Die Wasservorw\u00e4rmung des Abwassertauschers liegt unter 40\u00b0 C. Es ist ausreichend hei\u00dfe Abluft aus W\u00e4schetrocknern vorhanden. Die Wasserzufuhr zur Waschstra\u00dfe und zur Waschschleudermaschine ist kontinuierlich. Die Waschschleudermaschinen k\u00f6nnen Wasservorw\u00e4rmtemperaturen von 40\u00b0 C verwenden.<br \/>\nDie Waschstra\u00dfe kann energetisch sinnvoll und waschtechnisch m\u00f6glich Wasservorw\u00e4rmtemperaturen von 55\u00b0 C verwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass des Projektes war der Wunsch der W\u00e4scherei Meyer in Bad Iburg, die W\u00e4rme aus der hei\u00dfen Abluft von sieben Gastrocknern sinnvoll zur\u00fcckzugewinnen. 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