{"id":25496,"date":"2023-07-13T15:28:21","date_gmt":"2023-07-13T13:28:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28515-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:28:22","modified_gmt":"2023-07-13T13:28:22","slug":"28515-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28515-01\/","title":{"rendered":"Anwendung und Weiterentwicklung eines innovativen Konzeptes zur Bewahrung einer historischen Kulturlandschaft am Beispiel der anthropogen umweltgesch\u00e4digten Umgebindehauslandschaft (Oberlausitz, Sachsen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Hauptziel des Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung der regional begrenzten Kulturlandschaft in der Oberlausitz, deren pr\u00e4gendes Merkmal das Umgebindehaus ist. Dieses Anliegen befindet sich in Einklang mit den Zielen der s\u00e4chsischen Landesentwicklungsplanung sowie den regionalpolitischen und umweltrelevanten Zielen. In der s\u00fcdlichen bergigen bzw. gebirgigen Oberlausitz ist das lange Festhalten an der ehemals wesentlich weiter verbreiteten Umgebindebauweise ganz augenscheinlich. Im Rahmen des Projektes wurden Bauvorhaben gef\u00f6rdert, die vor allem aus der Sicht der Denkmalpflege von gro\u00dfem \u00f6ffentlichem Interesse waren und deren Bauherren sich dar\u00fcber hinaus zur Umsetzung der erweiterten Projektziele verpflichteten. Das F\u00f6rderprojekt schloss unmittelbar an ein vorangegangenes DBU-Projekt (Aktenzeichen: 26095-45)\u0093 an, das in der Region als sehr erfolgreiche Pilotphase bewertet wurde. Seine inhaltlich erweiterte Fortsetzung bot die Chance, den ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz der Projektarbeit auszubauen<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie seit 2007 entwickelte modellhafte systematische Methode der Projektinitiierung und -steuerung im \u0084Umgebindeland\u0093 wurde weiter angewendet, allerdings inhaltlich ausgebaut. Das aktuelle Projekt wurde inhaltlich um ein umfassendes Bauberatungsangebot f\u00fcr Umgebindehauseigent\u00fcmer, -bauherren und<br \/>\n-interessenten zum Haus und dessen Umfeld sowie um die Verpflichtung zu natursch\u00fctzenden Zielen erweitert. Auch die Umsetzung beispielhafter innovativer Umnutzungsl\u00f6sungen im Sinne der regional-politischen Entwicklungsziele sollte besonders ber\u00fccksichtigt werden. Basis und grundlegende Ideen zur Erreichung der Projektziele ist nach wie vor der Vor-Ort-Einsatz eines Projektentwicklers, der den gesamten Prozess der Projektf\u00f6rderung systematisch initiiert, entwickelt, organisiert und verantwortlich begleitet, immer unter permanenter Abstimmung mit dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Sachsen und der Projekttr\u00e4gerin und ihrer Gremien. Eine Bereicherung im Rahmen des Projektes stellte die zus\u00e4tzliche Einberufung eines fachlich kompetenten Projektbeirates dar, der f\u00fcr den Projektablauf wichtige Impulse gab. Die f\u00fcr eine F\u00f6rderung vorgeschlagenen Bauvorhaben wurden umfassend in Projektbl\u00e4ttern dargestellt, die als Entscheidungsgrundlage f\u00fcr den Fachbeirat der Stiftung dienten. In 5 Etappen wurden diese Vorhaben vom Fachbeirat der Stiftung UGH bef\u00fcrwortet und anschlie\u00dfend durch den damaligen DBU-Generalsekret\u00e4r Dr. Brickwedde, auflagenkonform, bewilligt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Verlauf des Projektes wurden 16 Vorhaben auf dem im Vorab beschriebenen Weg extrahiert, entwickelt, betreut und f\u00fcr eine F\u00f6rderung aus dem Projekt vorgeschlagen, die geeignet waren, den modellhaften und erweiterten Projektinhalt teilweise oder ganz zu repr\u00e4sentieren: Die nachhaltige Sicherung durch eine \u00f6ffentliche, touristische oder Wohnnutzung im Haus sowie im umgebenden Grundst\u00fcck.<br \/>\nDie Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die wieder wie im Vorg\u00e4ngerprojekt im Rahmen der von ihr selbst bestimmten Einzelprojektf\u00f6rderung am aktuellen Projekt im Rahmen der anrechenbaren Eigenmittel der Projekttr\u00e4gerin beteiligt war, hat eines der vorgenannten und 5 weitere Umgebindehausvorhaben in der Zeit von 2010 &#8211; 12 mit einer Summe von insgesamt ca. 60.000 \u0080 gef\u00f6rdert. Die Baufachberatung wurde mehrfach \u00f6ffentlich f\u00fcr alle interessierten B\u00fcrger (Hauseigent\u00fcmer, Erben, potentielle K\u00e4ufer usw.) angeboten. Die Nachfrage, unabh\u00e4ngig von einer F\u00f6rderanfrage, war gegeben, allerdings in einem geringeren Umfang als urspr\u00fcnglich geplant. Die Baufachberatung hat sich jedoch als gutes Instrument erwiesen, weit verbreiteten Defiziten im Wissen um denkmalpflegerische, natursch\u00fctzende und umweltrelevante Ziele vor allem privater Hauseigent\u00fcmer entgegen zu wirken. Insgesamt wurde durch die F\u00f6rderung der DBU im Rahmen der gef\u00f6rderten Vorhaben durch alle Finanzierungsbeitr\u00e4ge eine Gesamtinvestitionssumme von \u00fcber 2.000.000,00 \u0080 erreicht. Die Beauftragung der regionalen Bauwirtschaft ist als wirtschaftsf\u00f6rdernder Aspekt letztendlich ebenso ein Beitrag zur Entwicklung der Region. Die Ziele, die sich die Projekttr\u00e4gerin setzte, wurden erreicht. Vor allem das Ziel, \u0084anthropogen verursachte Umweltsch\u00e4den an der Bausubstanz zu beseitigen\u0093, stellt sich jedem, der ein Bauwerk in der Region erhalten will. Es wurde zun\u00e4chst durch die Bearbeitung bzw. den Austausch gesch\u00e4digter Bauteile und\/oder Materialschichten erreicht. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Beseitigung von Hochwassersch\u00e4den an zwei Bauvorhaben. Die Zunahme der Hochwasserereignisse und die damit verbundenen Sch\u00e4den werden mit dem massiven anthropogenen Eingriff in alle \u00d6kosysteme begr\u00fcndet. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse des aktuellen Projektes erfolgt auf den Webseiten der Stiftung sowie im Umgebindeland-Infobrief, der seit 2003 herausgegeben wird und eine Vielzahl B\u00fcrger, Vereine und Institutionen auf elektronischem Weg erreicht. Das Projekt wird auch in Kurzfassung der Regionalpresse zur Ver\u00f6ffentlichung \u00fcbergeben. Der \u0084Tag des offenen Umgebindehauses\u0093 bietet eine gute Gelegenheit, die Ergebnisse des DBU-Projektes zu pr\u00e4sentieren. Er wurde schon in den vergangenen Jahren durch gef\u00f6rderte Bauherren genutzt Es .wird angestrebt, weitere Bauherren zu bewegen, an diesem sehr gut angenommenen Tag ihr fertiggestelltes Haus f\u00fcr interessierte Besucher zu \u00f6ffnen. Die Projekttr\u00e4gerin wird au\u00dferdem in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler den abschlie\u00dfenden Projektbericht nach der Pr\u00fcfung durch die DBU unter Ber\u00fccksichtigung des gebotenen Datenschutzes in die Datenbank des Hornemann-Institutes einspeisen. Nicht zuletzt werden die DBU-Schilder an den gef\u00f6rderten Objekten auf die F\u00f6rderung hinweisen. Die Stiftung Umgebindehaus dankt an dieser Stelle vor allem der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, aber auch allen Projekt- und Kooperationspartnern f\u00fcr die \u00e4u\u00dferst hilfreiche Unterst\u00fctzung ihrer Stiftungsziele und die sehr konstruktive und angenehme Zusammenarbeit<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aus der Sicht der Projekttr\u00e4gerin war die Projektentwicklung Umgebindeland 2 erneut sehr erfolgreich. Die Projektziele wurden erreicht. Nicht zuletzt war und ist die R\u00fcckkehr oder die Neuansiedlung junger Familien in der Oberlausitz ein zutiefst f\u00f6rderw\u00fcrdiges Anliegen. Vor allem, weil alle Bauherrenfamilien den nachhaltigen Projektinhalt konsequent verfolgten und auch k\u00fcnftig bei der Nutzung ihrer H\u00e4user umsetzen werden. Die im Rahmen des Projektes angewandte Methode wird als neues zus\u00e4tzliches und wichtiges Instrument im Bem\u00fchen um die Erhaltung der Umgebindehauslandschaft betrachtet. Die F\u00f6rderung durch die DBU erm\u00f6glichte neben dem denkmalgerechten Erhalt der Umgebindeh\u00e4user die Umsetzung umwelt- und naturschutzrelevanter regionaler Ziele und half so erheblich bei der umfassenden Betrachtung und Erhaltung der einmaligen Kulturlandschaft der Umgebindeh\u00e4user. Eine reine Denkmalf\u00f6rderung kann diese Aufgabe nicht leisten. Deshalb ist die kontinuierliche Weiterf\u00fchrung und Verstetigung der Projektentwicklung Umgebindeland anzustreben. Die entwickelte Methode ist aus Sicht der Projektr\u00e4gerin auf andere Kulturlandschaften \u00fcbertragbar, die durch einen besonderen Haustyp gepr\u00e4gt sind, die zu einer regionalen Eigenart ihres Umfeldes beitragen. Zwingende Voraussetzung f\u00fcr eine \u00dcbertragung ist allerdings auch, dass in der jeweiligen Region ebenfalls eine K\u00f6rperschaft existiert, deren Ziel es ist, diese Eigenart zu bewahren sowie umfassend und vernetzt zu entwickeln. Die Stiftung Umgebindehaus dankt an dieser Stelle vor allem der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, aber auch allen Projekt- und Kooperationspartnern f\u00fcr die \u00e4u\u00dferst hilfreiche Unterst\u00fctzung ihrer Stiftungsziele und die sehr konstruktive und angenehme Zusammenarbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Hauptziel des Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung der regional begrenzten Kulturlandschaft in der Oberlausitz, deren pr\u00e4gendes Merkmal das Umgebindehaus ist. Dieses Anliegen befindet sich in Einklang mit den Zielen der s\u00e4chsischen Landesentwicklungsplanung sowie den regionalpolitischen und umweltrelevanten Zielen. 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