{"id":25435,"date":"2023-07-13T15:28:14","date_gmt":"2023-07-13T13:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28269-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:28:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:28:15","slug":"28269-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/28269-01\/","title":{"rendered":"Leitfaden Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr Kommunen \n&#8211; Nutzen, F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, Praxisbeispiele"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Verbreitung begr\u00fcnter D\u00e4cher in Deutschland ist eng mit dem Einsatz kommunaler F\u00f6rderma\u00dfnahmen verbunden. Trotz der langj\u00e4hrigen Anwendung existierten allerdings bis dato keine einheitlichen Leitlinien zum Einsatz und zur Ausgestaltung dieser F\u00f6rderinstrumente. Dies hatte zur Folge, dass es der kommunalen F\u00f6rderung begr\u00fcnter D\u00e4cher nach wie vor an Kontinuit\u00e4t und Qualit\u00e4t mangelt. Mit der Erstellung und Publikation des Leitfadens Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr Kommunen sollten diese Defizite beseitigt werden. Die st\u00e4dtischen Fachbeh\u00f6rden sollten mit dem Leitfaden ein Werkzeug erhalten, welches sie erstmals in die Lage versetzt, ihre derzeitige fachliche Einstellung zu Gr\u00fcnd\u00e4chern kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu verbessern. Dadurch sollte der Dachbegr\u00fcnung bundesweit zum Durchbruch verholfen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Grundlage f\u00fcr die Konzeption des Leitfadens (Handbuch + Internetportal) stellten die bis dahin existierenden Informationen und Praxiserfahrungen zum Einsatz kommunaler F\u00f6rderinstrumente dar. Hinzu kamen neue innovative Anwendungsbeispiele und Hinweise zur Erarbeitung einer kommunalen Gr\u00fcndachstrategie. Folgende Quellen standen hierzu zur Verf\u00fcgung: Diplomarbeit Kommunale Instrumente zur F\u00f6rderung von Gr\u00fcnd\u00e4chern &#8211; Analyse und Bewertung deutscher Beispiele (HCU, 2009) \/ Workshop F\u00f6rderinstrumente f\u00fcr Dachbegr\u00fcnung im internationalen Bereich (Internationaler Gr\u00fcndach-Kongress 2009, N\u00fcrtingen) \/ F\u00f6rdermitteldatenbank des DDV \/ Vortr\u00e4ge und Informationsaustausch mit kommunalen Fachbeh\u00f6rden im Rahmen der Seminarreihe Gr\u00fcndach-Forum \/ Internet- und Literaturrecherche<\/p>\n<p>In den Review-Prozess der Leitfadeninhalte sollten neben den Kooperationspartnern auch externe Fachleute (Vertreter verschiedener kommunaler Fachbeh\u00f6rden, juristische Experten) eingebunden werden. F\u00fcr die Einarbeitung der Kommentare und Anregungen waren zwei Rundl\u00e4ufe geplant, bevor der Leitfaden in gedruckter Form zusammen mit dem begleitenden Internetportal ver\u00f6ffentlicht werden sollte.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der im Projekt erarbeitete Leitfaden Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr Kommunen setzt sich aus einer 84-seitigen gedruckten Brosch\u00fcre und einem erg\u00e4nzenden Internetportal zusammen. Die inhaltliche \u00dcberpr\u00fcfung erfolgte in enger Abstimmung mit der interdisziplin\u00e4r zusammengesetzten Expertengruppe.<br \/>\nHandbuch: Die modular aufgebaute Brosch\u00fcre stellt die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten und gesetzlichen Grundlagen vor, die den kommunalen Fachbeh\u00f6rden zur Verf\u00fcgung stehen, um Gr\u00fcnd\u00e4cher zu f\u00f6rdern. Im Teil I werden hierzu neben einer Beschreibung der einzelnen Instrumente, die spezifisch auf die jeweils zust\u00e4ndige Fachbeh\u00f6rden zugeschnitten ist und dadurch einen schnellen Einstieg erlaubt, auch fachbereichs\u00fcbergreifende Aspekte angesprochen, wie z. B. die gemeinsame Entwicklung von Qualit\u00e4tskriterien. Wichtige Aspekte, wie gesetzliche Grundlagen, Wirkungsbereiche, Mustersatzungen und Checklisten f\u00fcr Qualit\u00e4tsanforderungen, kommen ebenfalls zur Sprache. Die an der lokalen Situation ausgerichtete Kombination der Instrumente im Rahmen einer umfassenden Gr\u00fcndach-F\u00f6rder-Strategie steht im Mittelpunkt von Teil II. Der Leitfaden bietet dadurch die Basis f\u00fcr die Entwicklung einer kommunalen Dachbegr\u00fcnungspolitik, die \u00e4mter\u00fcbergreifend verankert ist und das Umweltpotential begr\u00fcnter D\u00e4cher umfassend und effizient entwickelt. Zum Abschluss werden im Anhang (Teil III) die Vorteile begr\u00fcnter D\u00e4cher aus \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Sicht, Grundlagen der verschiedenen Dachbegr\u00fcnungstypen sowie wichtige Qualit\u00e4tsanforderungen f\u00fcr die Ausgestaltung der Instrumente als Hintergrund-Informationen aufgef\u00fchrt.<br \/>\nInternetportal: Das Online-Portal Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr Kommunen auf der Internetseite www.dachgaertnerverband.de bietet die M\u00f6glichkeit, laufend aktuelle Informationen einzubinden und so das Netzwerk kontinuierlich auszubauen. Neue Beispiele aus dem kommunalen Netzwerk lassen sich so problemlos einspeisen und \u00c4nderungen bei bestehenden Satzungen kurzfristig aktualisieren. Auch umfangreiche Satzungen und Erfahrungsberichte lassen sich im Download- oder Verlinkungsbereich einfach einbinden. Die Nutzer des Internetportals haben au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr einen Newsletter-Service einzutragen, der sie \u00fcber Neuigkeiten und interessante Aspekte auf dem Laufenden h\u00e4lt. <\/p>\n<p>Die Kombination von gedruckter Brosch\u00fcre und Internetportal erlaubt es, ein Maximum an Informationen zu pr\u00e4sentieren und gleichzeitig flexibel auf neue Trends und vorbildhafte kommunale Initiativen einzugehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Kommunikation und Bewerbung des Leitfadens wurde am 01. Februar 2011 ein Fachseminar Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr Kommunen am Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation in Osnabr\u00fcck veranstaltet. Im Rahmen der Vortragsveranstaltung mit begleitendem Workshop diskutierten kommunale Gr\u00fcndach-Experten mit Wissenschaftlern und Vertretern der Dachbegr\u00fcnungsbranche aus ganz Deutschland, welche Schwierigkeiten bei der kommunalen F\u00f6rderung begr\u00fcnter D\u00e4cher bestehen und welche Hilfestellung der neue Leitfaden in diesem Bereich erbringen kann.<br \/>\nDas Fachseminar diente als Startpunkt f\u00fcr die umfassende Bewerbung des Leitfadens durch den Antragsteller und die Projektpartner. Hierzu geh\u00f6rten u.a. Vortr\u00e4ge, Fachartikel in einschl\u00e4gigen Branchenzeitschriften, Medienarbeit \u00fcber verschiedene Internetportale und direkte Kontakte zu Fachverb\u00e4nden und Umweltorganisationen, die mit dem Thema Dachbegr\u00fcnung in Verbindung stehen (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz, GaLaBau, Dachdecker, Landschaftsarchitekten, Architekten, NABU usw.). \u00dcber den Kooperationspartner Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz erfolgte eine Empfehlung des Leitfadens an den Deutschen St\u00e4dtetag. In den ersten vier Monaten nach Ver\u00f6ffentlichung des Leitfadens wurden knapp 3.000 Exemplare der gedruckten Brosch\u00fcre verteilt. Durch das Internetportal wird das kommunale Netzwerk laufend erweitert. Die weitere Kommunikation erfolgt mittels eines regelm\u00e4\u00dfig erscheinenden Newsletters.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die st\u00e4dtischen Fachbeh\u00f6rden erhalten mit dem Leitfaden erstmals ein Werkzeug, welches sie in die Lage versetzt, ihre derzeitige Gr\u00fcndach-Politik zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu optimieren. Der Katalog mit bew\u00e4hrten Instrumenten und vorbildlichen Anwendungsbeispielen stellt zudem eine wichtige Argumentationshilfe f\u00fcr die Einf\u00fchrung und Etablierung einer kommunalen Gr\u00fcndach-F\u00f6rderstrategie dar. Als Referenzliteratur wird das Handbuch die Abstimmung zwischen den verschiedenen Fachbeh\u00f6rden (Stadtplanung, Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt, Bauamt, Entw\u00e4sserungsbetriebe etc.) vereinfachen, den Verwaltungsaufwand reduzieren und die Kommunikation zwischen Kommunen, Planern, Bauherren und Investoren verbessern. Damit wird die Dachbegr\u00fcnung als Baustein einer nachhaltigen Stadtplanung gest\u00e4rkt und gleichzeitig eine h\u00f6here Qualit\u00e4t in der Umsetzung erreicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Verbreitung begr\u00fcnter D\u00e4cher in Deutschland ist eng mit dem Einsatz kommunaler F\u00f6rderma\u00dfnahmen verbunden. Trotz der langj\u00e4hrigen Anwendung existierten allerdings bis dato keine einheitlichen Leitlinien zum Einsatz und zur Ausgestaltung dieser F\u00f6rderinstrumente. 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